Die Europäische Kommission hat heute per Pressemitteilung mitgeteilt, dass ab dem 1. März 2021 bestimmte Geräte neue, beziehungsweise anders skalierte Energieeffizienzaufkleber bekommen. Konkret handelt es sich dabei um die Aufkleber für Geschirrspüler, Waschmaschinen und Wäschetrockner, Kühlschränke, einschließlich Weinkühlschränke, Lampen und elektronische Anzeigen, einschließlich Fernsehbildschirmen und Digital Signage Displays.
Ein neues Element in diesen Labels ist ein QR-Code, mit dem die Verbraucher zusätzliche, offizielle (nicht kommerzielle) Informationen erhalten können, indem sie den Code mit einem Smartphone scannen. Diese Daten werden von den Herstellern in die EPREL EU-Datenbank aufgenommen, die in den nächsten Monaten jedem europäischen Bürger zur Verfügung stehen wird. Der Privatsektor und verschiedene NGOs sind auch dabei, Apps zu entwickeln, die die Kaufentscheidung weiter unterstützen (z.B. durch die Berechnung der Rückgabekosten und den Vergleich verschiedener Produkte).
Je nach Produkt zeigen die Energielabels nicht nur den Stromverbrauch, sondern auch andere Energie- und Nicht-Energieinformationen mit Piktogrammen an, um Produkte zu vergleichen und eine besser informierte Kaufentscheidung zu treffen: Informationen über den Wasserverbrauch pro Waschgang, Speicherkapazität, Geräuschemissionen usw.
Neu ist die Klassifizierung der Geräte auf einer Skala von A bis G. Warum die neue Skalierung? Die Europäische Kommission erklärt es so:
Seit 1995 hat sich das EU-Energielabel als erfolgreich erwiesen: 85 % der europäischen Verbraucher erkennen und verwenden es beim Kauf. Es hat auch innovative Branchenentwicklungen und den Wettbewerb vorangetrieben, wobei neue Produkte auf den Markt gebracht wurden, die schrittweise in den Energieklassen aufsteigen. Obwohl die meisten Modelle anfangs in den niedrigsten Klassen (d.h. E, F, G) waren, verdienten neue Modelle höhere Bewertungen bis zu der Situation, in der sich heute die meisten in den Spitzenklassen (A+++, A++, A++, A+) befinden und kein Produkt mehr in den niedrigsten Klassen (in einigen Fällen sogar A) ist. Ein so positives Ergebnis erschwert es den Verbrauchern jedoch, die besten Produkte zu unterscheiden: Sie könnten denken, dass sie mit dem Kauf eines Produkts der Klasse A+ eines der effizientesten Produkte auf dem Markt kaufen, während sie manchmal ein durchschnittliches oder sogar eines der am wenigsten effizienten Produkte kaufen.
Darüber hinaus plant die Kommission Anfang Juli 2019 die Annahme von 11 Ökodesign-Verordnungen, die die sechs Produktgruppen mit neu skalierten Etiketten und neuen Etiketten (Geschirrspüler, Waschmaschinen und Wäschetrockner, Kühlschränke, Lampen, elektronische Displays und gewerbliche Kühlschränke) sowie weitere fünf Produktgruppen, für die kein Etikett vorgesehen ist (Elektromotoren, externe Stromversorgungen, Leistungstransformatoren, Server und Datenspeicherprodukte und Schweißgeräte), abdecken.
