Caschys Blog

Energieanbieter in Deutschland: Bundesregierung plant strengere Regeln

Schon im Dezember 2021 zeichnete sich ab, dass die Bundesregierung wohl Strom- und Gasanbietern strengere Regeln auferlegen möchte. Zumindest soll das in Bezug auf die sogenannte Grundversorgung gelten. Wie unter anderem die Tagesschau derzeit berichtet, konkretisiert sich das Ganze langsam. Auch soll einbezogen werden, dass Billiganbieter von Strom und Gas Verträge nicht mehr kurzfristig einfach kündigen oder Preise drastisch erhöhen dürfen.

Denn durch derartige Kündigungen rutschten dann eben einige Kunden in die Grundversorgung, wo sie dann auf horrende Preise trafen. Deswegen soll es dann eben auch in jener Grundversorgung künftig für Neu- und Bestandskunden einheitliche Tarife geben. Aktuell kann es vorkommen, dass Neukunden das Doppelte oder gar Dreifache von Bestandskunden zahlen. Dieses Gefälle entsteht, weil viele Grundversorger sich langfristig mit Strom und Gas für ihre Kunden eindecken, dann aber gezwungen sind, bei plötzlichen Anstiegen bei den Neukunden auf dem Spotmarkt zu höheren Preisen einzukaufen.

Bestandskunden zahlen durch dieses Prinzip dann weniger als Neukunden, obwohl der gleiche Tarif Anwendung finde. Das sei laut den Verbraucherzentralen rechtlich nicht haltbar. Zudem will man gesetzlich festhalten, dass Gas und Stromkunden mehrere Monate im Voraus gekündigt werden muss, damit sie ausreichend Zeit haben einen neuen Versorger zu beauftragen. Ziel ist es auch, mit den neuen Maßnahmen unseriöse Anbieter, die mit günstigen Tarifen locken, dann aber an der Preisschraube drehen oder kündigen, besser herauszufiltern.

Wirtschafts- und Verbraucherschutzministerium wollen sich nun der Sache annehmen und das Energiewirtschaftsgesetz anpassen, um die Verbraucher besser zu schützen. Allerdings kann das wohl auch dazu führen, dass bei steigenden Neukunden dann eben in der Grundversorgung auch für die Bestandskunden schneller höhere Preise anfallen – das wäre dann der Nachteil des Musters „gleiches Recht für alle“. Da werden wir sicherlich in den nächsten Wochen noch mehr zu diesem Thema lesen.

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