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Emergency Location Service: Android-Smartphones können Standort bei Notruf übermitteln

Google App Artikel LogoEs gibt Dinge, die möchte man nicht unbedingt erleben, treffen sie dann aber doch ein, ist jede Hilfe willkommen. So zum Beispiel, wenn man einen Notruf absetzen muss. im Idealfall weiß man exakt, wo man sich befindet und kann entsprechend Auskunft geben. Schwieriger wird es da schon, wenn man unterwegs ist. Musste ich leider auch schon einmal feststellen, als ich der Polizei nach einem Unfall lediglich sagen konnte, auf welcher Autobahn ich mich denn befinde. Ein automatisches Senden meines Standortes wäre damals sehr hilfreich gewesen (das war übrigens lange vor Smartphones). Genau dies führt Google nun ein. Wählt man einen Notruf, erhält der Empfänger den Standort des Anrufers.

Der Emergency Location Service in Android wird über die Google Play Services eingeführt, ist dadurch für alle Geräte ab Android 2.3 verfügbar, wie Google mitteilt. Google betont außerdem, dass der übermittelte Standort nur an die Notrufzentrale geht, Google selbst habe keinen Einblick auf die übermittelten Standorte und kann diese auch nicht speichern. Verfügbar ist der Emergency Location Service ab sofort im vereinigten Königreich und Estland, Google ist aber bemüht, den Service auch in andere Länder zu bringen.

Studien zeigen, dass beispielsweise in den USA eine um eine Minute schnellere Reaktionszeit – die durchaus mit der korrekten Angabe eines Ortes erreicht werden kann – jährlich mehr als 10000 Leben retten könnte. Natürlich hängt diese Reaktionszeit nicht nur vom Standort ab, aber es ist doch immerhin gut, dass man diesen Faktor als Verzögerer ausschließen könnte, zumal eben 70 Prozent der Notrufe über Mobiltelefone abgesetzt werden, also nicht zwangsläufig aus einem Gebiet stammen müssen, in dem sich der Anrufer auch auskennt.

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