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Einführung des E-Rezeptes auf unbestimmte Zeit verschoben

Das E-Rezept (hier erklären wir es) ist fast schon eine unendliche Geschichte und mal wieder ein Paradebeispiel der deutschen Digitalisierung – aber nicht im positiven Sinne.  Das E-Rezept sollte Anfang 2022 verpflichtend werden. Das Problem: In den Testregionen gab es Probleme und nur extrem wenige E-Rezepte wurden ausgestellt, 41 statt 1000. Schon Ende September wurde klar, dass sich der bundesweite Test verzögern wird. Nun gab man offiziell im Bundestag bekannt, dass die Einführung des E-Rezeptes auf unbestimmte Zeit verschoben wird.

Die bundesweite Testphase sei offen verlängert worden, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Sabine Dittmar (SPD). Maßstab für einen späteren flächendeckenden Roll-Out sei die technische Verfügbarkeit gemessen an den mit der Selbstverwaltung vereinbarten Qualitätskriterien. „Sobald diese erfüllt sind, sollte auch die Umstellung auf das E-Rezept erfolgen“, machte Dittmar deutlich.

Dass es aktuell noch Probleme beim E-Rezept sowie bei der Ausfertigung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gibt, machte die Vorsitzende der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Petra Reis-Berkowicz, vor den Abgeordneten deutlich. Sie sprach auch davon, dass die Einführung des E-Rezeptes „im Schweinsgalopp und mit der Brechstange“ kontraproduktiv und ausgesprochen besorgniserregend im Hinblick auf künftige Digitalisierungsmaßnahmen  verlaufen sei.

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