Ein ganzer Schwung portabler Software

Bei Heise wurde heute eine Softwarelösung der Firma Xenocode vorgestellt. Mit dieser soll sich (nach eigener Aussage) fast jede Software in eine handliche Exe-Datei verpacken lassen, welche sich portabel ausführen lässt ohne Rückstände auf dem Wirts-PC zu hinterlassen. Jedes Programm läuft dabei in einer eigenen Sandbox. Ich habe das gerade mit Google Chrome und Safari (von dem übrigens heute eine öffentliche Beta der Version 4 erschienen ist) getestet – was erstaunlich gut funktioniert. Da aber die Dateien nicht ausgepackt bleiben ist auch kein Speichern eigener Einstellungen in den jeweiligen Programmen möglich (oder ich bin blind).

safariportab

Neben der Möglichkeit alle möglichen Browser zu Testzwecken portabel zu bekommen (Google Chrome, Safari, Firefox und auch die Beta des Internet Explorer 8) gibt es auch Anwendungsprogramme wie Gimp, Google Talk oder den Adobe Reader zum Ausprobieren. Falls ihr selber mal einen Blick drauf werfen wollt – hier geht es zur Homepage von Xenocode.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

26 Kommentare

  1. Gerade auch mit dem Portablen Internet Explorer 8RC1 unterwegs.
    Echt klasse Sache.
    Aber ich hab mir die gleiche Frage gestellt wie Caschy. Kann man die Einstellungen speichern. Wenn ja, wo werden sie gespeichert. Wär ganz praktisch Foxmarks oder die Live Toolbar installieren zu können.

  2. Cool… genau das hab ich gesucht – brauche ich doch den Acrobat Reader um ein paar PDF Formulare zu testen…

  3. Einstellung bleiben doch eh gespeichert.
    Schaut Mal unter C:\Dokumente und Einstellungen\\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Xenocode

    Was ist denn der Unterschied zwischen Xenocode und ThinApp?

  4. Ich frag mich gerade ob sich damit auch Microsoft Word 2007 Portable machen lässt? Ob es mit Spielen und Sandboxie geht? Ich werde es mal testen.

  5. Cool 🙂
    Schade das die Software selber 500$ kostet.

    Hey! So ganz spurlos kann das doch nicht sein.
    Der Xenocode-IE8 hat mir gerade Firefox als Standardbrower geklaut.

  6. Fritz Walter says:

    Schon interessant. Die Einstellungen hätte ich aber gerne gespeichert gehabt.

  7. An einer portablen Version von Safari 4 beta hätte ich auch Interesse, da sie noch sehr instabil ist und in der VM ist das ganze auch nicht sonderlich spaßig.

  8. Fritz Walter says:

    500 $. So ist es nicht interessant. Dafür müsste man die erzeugten portablen Versionen verkaufen, um die Kohle reinzukriegen.

  9. Unterschied ThinApp, da fällt mir sofort folgendes ein:
    ThinApp ist möglich von überall zu starten ohne das auf c:\Dokumente und Einstellungen\usw. etwas gespeichert wird, ThinApp bietet ja die Möglichkeit die Einstellungen im aktuellen Verzeichnis von dem Programm zu erstellen.
    Wenn aber alle Unpack und Einstellungen auf C:\ gespeichert werden ist es nicht wirklich portable.
    So auf den ersten Blick kommt es noch lange nicht an ThinApp ran

  10. @Dirk Paehl: ThinApp speichert auch Daten im System. Meist genau da wo Du es schon vermutest. Portable bedeutet nicht, dass nix im System zurückbleibt oder gespeichert wird.

    Portable bedeutet erstmal, das es ohne Installation läuft – von USB Stick oder HD. Was Du meinst ist „Stealth“. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

    Mir gefällt Thinstall/ThinApp auch besser, ist aber noch teurer…

  11. @Dirk Paehl
    Hast recht.

    Witzig, oder?
    Jetzt wird an der definition von portabler SW geschraubt um eventuelle Konfig-Leichen und ähnliches wegzuerklären.
    Portabel bedeutet aber genau das, es gibt nach dem beenden der SW KEINE Spuren mehr.
    Stealth ist doch wohl eher die Bezeichnung das ein Programm seine Existenz WÄHREND der Laufzeit verschleiert/versteckt.
    „Klassisches“ Beispiel -> ein Virus
    Als Installation bezeichnet man auch das einfache entpacken/hinkopieren eines Programmes, somit wird eine portable Applikation z.B. auf einen USB-Stick installiert.
    Also nix mit Installation nur wenn ./setup.exe 😉

    @Mav
    Danke für die Warnung.

  12. @InXone:
    Bei ThinApp kann man auch einstellen dass keine Spuren auf dem System zurückbleiben.
    Wie Dirk Paehl geschrieben hat bietet es die Möglichkeit die Einstellungen im aktuellen Verzeichnis von dem Programm zu erstellen.
    Somit bleibt alles auf dem Stick.

  13. @Yanni: Au contraire mon ami! Die Grenzen sind da fließend. Schau doch mal hier: http://www.portablefreeware.com/faq.php
    Das ist m.M. nach die beste Seite zu portablen Programmen, die es gibt. Wenn Du durch die Programmliste schaust, wirst Du auch einige finden, die gelistet sind, obwohl jeder weiß, das sie Konfigurationsdateien hinterlassen.

    Übrigens, weil Du KEINE so schön groß schreibst, jedes Programm, welches in Windows gestartet wird, hinterlässt Spuren (z.B. in der Registry). Die meisten Portablen Programme leider auch. „Stealth“ sind da nur wenige… Es gibt aber einige, welche hinter sich aufräumen (geht schon mit Batch Dateien), wenn sie beendet werden.

    @Phil: danke, das wusste ich nicht. War diese Möglichkeit auch schon bei Thinstall dabei, oder ist es neu? Gibt immer noch einige Thinstall/Thinapp Anwendungen (z.B. Safari), die unter Dokumente Einstellungen blabla Einstellungen abspeichern.

  14. Meiner Meinung ging das schon mit Thinstall.
    Hier findest Du eine Anleitung:
    https://thinstall.com/help/index.php?sandboxoverview.htm

    Wenn Du aber schon eine virtualisierte Anwendung hast, die nicht so eingestellt (z.B. Safari), reicht es wenn Du einen Ordner mit dem Namen Thinstall im selben Ordner wie die .exe erstellst. Somit werden alle Einstellungen in diesem Ordner gespeichert und nicht irgendwo unter Windows.

    Ich hoffe das war halbwegs klar;-)

  15. @Phil: Du hast recht, es geht. Perfekt, danke! Weiß nicht wie ich das übersehen konnte…

  16. Der Bewertung, dass Thinstall absolut top ist und gut funktioniert stimme ich uneingeschänkt zu.

    Ich bin aber leider auch zu spät auf die Soft gestossen, denn Thinstall heißt mittlerweile Thinapp (weil von VMWare aufgekauft) und kostet unglaubliche 4.500 Euros (bei 30 Usern).
    Die portable gemachten Programme der 2-monatigen Thinapp Testversion laufen leider nur 2 Monate…

    Es ist m.E. nach definitiv das ultimative Tool um Anwendungen portable zu kriegen!
    Wenn man Installationen „für USB Gebrauch“ aufzeichnet wird alles in tmp Verz. auf dem Stick gespeichert, Registry Änderungen usw. inkl..
    Löscht man diese temporären Verzeichnisse ist alles wieder so wie frisch installiert. So schön getrennt vom System -weil Sandkiste- sind sind normale portable Anwendungen nicht.
    Das einzige was ich nicht fürn Stick hingekriegt habe, war die acro9 ext pro Testversion….(probieren darf mans ja mal, oder?)

    Neben Firefox 3 inkl. addons für flash & acrobat (!!), Opera 9.63 & IE7 (inkl. Updates) hab ich auch MediaMonkey, den Acro9 Pro und Office 2007 damit lauffähig portable gekriegt.

    Aber wie erspart man sich die große Investition….?
    Weiß hier vielleicht jemand, wo man die legale und kostenlose 3er Beta von Thinstall noch kriegen kann?
    (bitte gerne sofort an mich mailen: pc.steven-at-gmx.de )

    …oder gibt es hier vielleicht 30 Personen die sich eine Thinapp Lizenz als Zweck-GbR teilen möchten…;-)

  17. @InXone
    http://portableapps.com/about/what_is_a_portable_app
    Und nun?
    Das Programme „updatebare“ Spuren hinterlassen steht ja auch auf der deiner Meinung nach besten Seite.
    Zu stealth schaust auch mal in Wikipedia nach.
    Wenn stealth nicht nämlich nicht bedeuten soll das ein Programm während der Laufzeit versteckt ist sollte man ein anderes Wort benutzen, findest Du nicht?!
    Dieses ganze „ich-nutze-ein-cool-klingendes-Wort-aber-es-bedeutet-bei-mir-etwas-anderes“ ist ziemlich nervig…

    Oh ja, auch Stealthbomber hiterlassen Spuren. 😉

    Das Grossschreiben von einzelnen Worten dient der Betonung und nicht deiner Belustigung, aber auch dazu hast Du bestimmt eine „beste Seite“. 😉

  18. Statt ThinApp für 4500€ + GbR (Nicht noch eine Steuererklärung ;-)): Versuch es mal mit JauntePE

    Ist natürlich nicht so schön und einfach zu bedienen wie ThinApp aber es funktioniert…

  19. Liegt es an mir oder wieso kann ich im Safari 4.0 keine Bookmarks abspeichern. Immer wenn ich auf „Add Bookmark“ oder die URL in die Bookmarkleiste ziehe kommt nichts -.- Ordner wie Caschy kann ich auch ned erstellen.

    Windows Vista
    Safari 4.0 Beta

  20. War JauntePE das Programm, bei dessen „Erzeugnisse“ auf dem Rechner .Net installiert sein muss? Bei DAU 0815 könnt das schön wieder schwierig werden…

    Ansonsten wär ich für ein kostenloses Partable-mach-Programm natürlich zu haben;)

  21. @Sven: Ein simpler Klick auf den Link erklärt alles. Net ist natürlich nicht nötig. Per definition sollten alle portablen Programme kein installiertes(!) NET, Java oder eine andere Laufzeitumgebung benötigen.

  22. Ist mir alles viel zu teuer >.<

    @Yanni: Diese „beste Seite“ ist auch meine Lieblingsseite in der Hinsicht. Wenn du schon so abfällig darüber redest… kennst du eine bessere?

  23. Hab gerade den gepackten Adobe Reader mit Reatogo BartPE
    von meinem USB-Stift gestartet. Funktioniert einwandfrei,
    auch die Suchfunktion.

    Danke Caschy für Deine tollen Tipps.

    Klaus

  24. Nachteil von Xenocode:
    Man muss die Dateien des Programms noch manuell in Xenocode einfügen und Xenocode greift auf dir richtige Registry zu, sprich, es hinterlässt Spuren!

    Man nehme da lieber VMWare Thinapp, diese benutzt einen virtuellen Dateisystem und virtuelle Registry, die sich auf Wunsch neben der portablen .exe in einen extra Ordner mitschleppen lässt!

  25. @Novo: Datt Xeno-Gedöns hinterlässt auch seine Spuren unter %appdata%. Doof.

  26. Wirklich?
    Bei eienr etwas älteren Xenocode version wars noch nicht so?
    oder bin ich jetzt völlig doof?

    Hmm ich bleibe bei ThinApp
    hab mich darna schon gewöhnt!

    PS:
    Läuft Xenocode unter Windows7?
    Wenn ja, ist es im Moment weiter als ThinApp