E-Rezept mit Karte beschlossene Sache

Für das Einlösen eines elektronischen Rezepts gibt es bald eine weitere Option: Künftig sollen Patienten auch mit ihrer elektronischen Gesundheitskarte (eGK) E-Rezepte für verschreibungspflichtige Arzneimittel einlösen können. Das hat die Gesellschafterversammlung der gematik am 29.08.2022 beschlossen, nachdem die Planungen dafür seit einiger Zeit laufen. Mit der E-Rezept-App und dem Papierausdruck des Rezeptcodes gibt es bereits zwei Einlösewege für ein E-Rezept.

Die Veröffentlichung der Spezifikation für die eGK-Lösung des E-Rezepts wird voraussichtlich Anfang September im Fachportal der gematik bereitgestellt, und es wird daran gearbeitet, dass die Funktion so bald wie möglich zur Verfügung stehen kann. Eine praxistaugliche Lösung für Versand- und Onlineapotheken und deren Kunden wird derzeit ausgelotet.

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25 Kommentare

  1. Also wird niemand die App nutzen wenn auch die Versicherungskarte reicht. Und wieder wurde Geld unnötig verbrannt.

    • Sollte man die Versichertenkarte jetzt nicht dafür nutzen, weil es schon eine App gibt? Ich finde das schon richtig so, dass man sich kontinuierlich verbessert. Wer weiß, was ursprünglich gegen die Karte oder für die App gesprochen hat.

      • Der Vorteil der eRezept-App ist, daß man sehen kann, welche Medikamente verschrieben wurden inklusiv der Einnahmevorgabe.

        Beim Benutzen der eGK sieht erst der Apotheker wieder, was auf dem eRezept in der Arztpraxis signiert und zum Rezeptserver geschickt wurde, nicht der Patient. Die eGK dient dem Apotheker als Schlüssel für den Rezeptserver (wie das auch die App macht) und ermöglicht ihm, die Daten aus dem Patientenfach zu holen.

        Ein Papierausdruck der QR-Codes ist bei diesem elektronischen Verfahren völlig widersinnig – und ich werde es auch nicht machen. In Papier gibt es bei mir nur die klassischen Rezepte.

    • Als privat Versicherter habe ich keine Karte. Aber das sollte sich natürlich ändern lassen.

  2. StargatePls says:

    Meiner Meinung nach ist das dann der Tod für die ganzen E-Rezept-Apps.

    Die haben im Endeffekt bis auf die Vorbestellungsmöglichkeit keinen weiteren nutzen mehr dann und sind unnötig kompliziert, wenn man einfach seine Gesundheitskarte vorzeigen kann.

    • Für Chroniker deren Medikament nie vorrätig ist und bestellt werden muss entfällt per erezept und app der Gang zur Apotheke. Arzt schickt es zur Apotheke, die liefert per Bote, an der Tür wird das Bargeld für die Zuzahlung in die Hand gedrückt und fertig. Minimaler Aufwand, gerade Senioren für die jeder Gang eine Anstrengung ist eine große Verbesserung.

      • Das funktioniert heute schon ganz ohne E-Rezept, ohne App und ohne alles.
        Arzt druckt Rezept, die Apotheke holt die zweimal am Tag in der Praxis ab, bestellt, was nicht vorrätig ist und liefert an die Patienten aus. Die Ärzte hier bei uns auf dem Land sind super organisiert und hier wird das E-Rezept als unnützes Ding belächelt.

        • Gartenzwerg says:

          Das klingt unkompliziert, ist aber ganz klar rechtswidrig (§ 11 Apothekengesetz).

          • GooglePayFan says:

            Die Präsentkörbe, Gutscheine und Kuchen, die wir regelmäßig von der Praxis gegenüber bekommen, sprechen da aber eine andere Sprache <3

          • Hallo Gartenzwerg, na und? Von-Rauch-Haus , was stand auf dem Transparent „Legal – Illegal – Scheißegal“.. WWenn es für alle Beteiligten gut funktioniert und die Versorgung der Patienten sichergestellt ist – gerade auf dem Land – ist das ein Vorteil für alle.

            • Bis die Apotheke und der Arzt ggf. eine ordentliche Strafe dafür bekommen und im schlimmsten Fall den Laden dichtmachen müssen. Und weg ist der Vorteil…. Regeln sind Regeln.

        • Hallo Tobi, ja so fortschrittlich kann es sein wenn Menschen mit Menschen Hand in Hand arbeiten. Ganz ohne Elektronik und Internet , das von Dir beschriebene Verfahren würde sogar funktionieren wenn der netzzugang in deer praxis oder Apotheke ausfällt. Wieder ein Beispiel daß nicht alles besser ist weil es den Stempel „digital“ trägt. Wohlgemeerkt : ich bin nicht gegen digitalisierung von Arbeitsprozessen, aber gut eingeführte und eingeübte andere Verfahren – u. U. auch mit angeblich „altbackenen“ Methoden – sollten dadurch nicht zwangsabgelöst werden. Wahlfreiheit heißt die Devise, auch für mich als Patient. Wenn ich kein e-Rezept möchte kann und werde ich auf meinem „rosa zettel“ bestehen.

  3. SEHR viel sinnvollerer Weg als der Quatsch mit QR-Code-App.

  4. Dafür war die Karte doch auch ursprünglich gedacht, oder irre ich mich ?

  5. Ingo Podolak says:

    Finde beide Wege gut, sowohl APP als auch Karte.
    Allerdings nur wenn ich beim Arzt auch keine Karte mehr Brauche und stattdessen ebenfalls nur das Handy nutzen kann.

    Mein Ziel ist es nur noch das Handy dabei zu haben, was auch fast immer klappt.
    Mit Perso, Führerschein und Versicherungskarte tut man sich da in Deutschland aktuell noch etwas schwer.

    • Und du hast auch immer eine Powerbank dabei? Mir ist das Risiko weiterhin zu hoch in wichtigen Situationen keinen Saft zu haben.

      • Ein Kommentar says:

        Für den Notfall kann der Arzt am Empfang bestimmt ein Ladegerät hinterlegen.
        Selbiges gilt, wenn man zb. Ausweis oder Führerschein auf dem Smartphone hätte.
        Wenn es tatsächlich mal zu einer Kontrolle kommt und der Akku leer sein sollte, dann hat die Polizei ein Ladegerät am Fahrzeug. Und fürs eigene Auto sollte sich jeder ein Ladeadapter für den Zigarettenanzünder leisten können.
        Das Argument „Akku leer“ ist schon sehr schwach.

        • Telekomiker says:

          Ich sehe das ja auch so, wie Ingo P. aber das Argument Akku leer ist für den User absolut berechtigt, weil es nämlich nicht überall
          ein Ladegerät gibt. Beispielsweise stehe ich gerade an einem Bahnhof, wo ich öffentlich in den nächsten 2km Umkreis keine Lademöglichkeit habe. Und nicht jeder hat ein Auto und du glaubst doch nicht im Ernst, dass den Behörden eine Freigabe für soetwas erteilt wird. Es könnten ja über Strom persönliche Daten übertragen werden oder der Strom gehacked werden… Wir sind hier immer noch in BIG OLD GERMANY!

      • Ingo Podolak says:

        Inzwischen kann ich sehr gut einschätzen wie lange mein Akku reicht.
        Und in der Tat habe ich eigentlich immer eine Powerbank dabei wenn ich mehr wie ein paar Stunden unterwegs bin. Bspw. auf Radtouren, beim Wandern oder auf Reisen…
        Zu 90% der Zeit reicht das aber auch so.

      • DragonHunter says:

        Ja, die habe ich tatsächlich immer dabei.
        Nachdem die Verkehrsunternehmen zunehmend beschliessen, die Semestertickets per App auszuliefern, bleibt einem ja fast nix anderes mehr.
        Und auch meine Hochschule will am liebsten alles per App lösen…
        Bedenken wegen eben der Akkuproblematik oder dem Datenschutz werden vom Justiziar Schultern zuckend hingenommen.

    • Hallo Ingo, tja und wenn Dein Akku leer ist oder Dir das handy aus der Hand rutscht und auf den Boden fällt? eine runtergefallene EGK, ein Perso oder ein Führerschein lassen sich aus der Pfütze klauben und immer noch lesen … mir ist schon mal ein Smartphone runtergefallen und war hin. Und dann ? Tagelang bis Ersatz /Reparatur und dann ggf. Datentransfer/neueinrichtung … gut daß es immer noch echte Dokumente gibt .

  6. naja gut, die QR-Codes machen halt immer dann noch Sinn, wenn man sein Rezept bei einer online Apotheke einlösen möchte. dafür kann es ja durchaus Gründe geben. außerdem hilft die Gesundheitskarte nicht, wenn man telefonisch ein Folge Rezept vorbestellen möchte. wenn man sich den Weg in die Praxis sparen möchte um die Karte beschreiben zu lassen, hilft nur eine App, e-Mail, oder SMS mit dem Link zum QR-Code.

    • Das mit dem Folgerezept funktioniert aber auch sowieso nur innerhalb eines Quartals, meine ich. Danach muss man sich dann so oder so wieder auf den Weg in die Praxis machen..

  7. Geil, ein weiteres Projekt, welches man trotz klaren Zieles und vorhandenen Lösungen grandios vor die Wand fahren kann, wenn man sich Mühe gibt. Und diesen Ehrgeiz haben wir doch, wir haben schon ganz andere Sachen versemmelt. Wer vergeigt es, wer wird beschuldigt und vor allem wer verdient (besser: bekommt, verdienen ist hier nicht der richtige Ausdruck) wie viel Geld an der Sache? Wer hält dann seine Hand darüber? Könnte man eine spannende Serie draus machen. Wobei man das Ende ja schon ahnen kann: das Geld ist verbrannt und keiner ist es gewesen…

    Die Praxisärzte jedenfalls werden durch die Gematik an der ganz kurzen Leine gehalten, siehe auch der nicht notwendige – aber einträgliche – Austausch der „Konnektoren“.

  8. Wo wäre eigentlich das Problem gewesen das Rezept einfach auf dem Speicher der verf…ten Karte zu speicher?
    Digital, komplett offline und trotzdem papierlos …. Und sogar Datensicher …
    Statt dessen wird mit Gewalt ein Datenpool zum abgrasen geschaffen, mit der bereits angekündigten Option diesen für Dritte zu öffnen …

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