E-Ladenetz für Lkws: Daimler, Traton und Volvo haben Pläne

Daimler, Traton und Volvo wollen ein eigenes E-Ladenetz für Schwerlaster und Busse aufbauen. Laut Tagesschau sollen dafür rund 500 Mio. Euro investiert werden. Ziel sei es 1.700 Ladestellen zu errichten. Diese sollen dann allen E-Lastern und Bussen unabhängig von der Marke zur Verfügung stehen. Ab 2022 sollen die ersten Ladesäulen bereit sein. Man wolle dabei auf Ökostrom setzen.

Das Netz werde jedoch nicht den kompletten Bedarf abdecken. So rechnet der europäische Autoverband ACEA damit, dass bis 2025 bis zu 15.000 und bis 2030 bis zu 50.000 Hochleistungsladepunkte notwendig wären, um die Fahrzeuge ausreichend zu versorgen. Der Aufbau eines Ladenetzes für Busse und Lkws sei jedoch die Voraussetzung dafür, auch den Verkauf der Fahrzeuge anzukurbeln. Die Lkw-Hersteller erhoffen sich da auch Unterstützung durch die Politik bzw. im Klartext die Steuerzahler.

So erkennen sowohl die Hersteller als auch die Politik, dass es da einen Bedarf gibt, denn eine funktionierende Ladestruktur bringt alle Beteiligten näher an das Ziel der Klimaneutralität. Den schwarzen Peter schiebt man sich dann eben gerne gegenseitig zu, sodass der Ausbau noch schleppend ist.

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12 Kommentare

  1. Näher ans Ziel der Klimaneutralität bringt es, die Güter im Fernverkehr auf die Schiene zu verlagern.

    • Und wie kommen die wenig klimaneutral produzierten Güter auf die Schiene? Nicht jedes Unternehmen hat eine Schienenanbindung. Da könnten elektrifizierte LKW schon eine Alternative sein. Im Beitrag ist mit keinem Wort erwähnt das es um den Fernverkehr geht. Das halte ich auch für schlecht machbar, denn schon jetzt fehlt es ja überall an LKW-Parkplätzen. Wenn die Trucker auch noch Ausschau nach freien Ladestationen halten sollen und Zwangspausen zum Laden einlegen müssen wird die Lieferkette lang und länger. Das kann wohl ernsthaft niemand wollen.

    • Und was machen wir dann mit den schönen Autobahnen? Etwa selber benutzen? Die sind an den Wochenenden schon immer so traurig leer, da macht es gar keinen Spaß, drauf zu fahren.
      Ein weiterer Effekt wäre dann womöglich auch noch, dass sie weniger gewartet werden müssten, dementsprechend gäbe es weniger/seltener Baustellen. Eine Horrorvorstellung.

    • Hallo Lars, gebe Dir da recht – aber dann müßte das Schienennetz erweitert werden. Schon jetzt sind die Trassen oft überlastet . Immer mehr vertaktete personenverkehre , und dann noch mehr Güter die sich alle die gleichen Kapazitäten teilen sollen ? Und Firmen legten in den vergangenen Jahrzehnten leider mehr Wert auf einen Autobahnzubringer als auf einen Gleisanschluß bis ins Werksgelände . Dann ist zumindest im Güternahverkehr immer noch der Brummi oder elektrisch der „Summi“ unterwegs. 50 Jahre Vernachlässigung der Bahninfrastruktur läßt sich noch weniger schnell aufholen als der Ausssbau der Lade-Infrastruktur – denn da sind zumindest die Straßen ja schon vorhanden. Ich wäre ja immer noch für oberleitungen an den Autobahnen , eine Spur weniger für PKWs und eine dezidierte Spur für Busse und LKW mit Strom aus dem Draht. Für die paar KM abseits der Autobahn dann Batteerie = elelektrischer hybrid. Dann bräuchten die LKWs nicht so riesige und schwere Batterien und hätten mehr Nutzlastkapazität. Wuppertal macht das im ÖPNV mit hybrid-Stadtbussen .

      • Bahnausbau aber nicht zu Lasten der Menschen und nur unter Berücksichtigung der Umwelt und Menschen. Menschen müssen vor Wirtschaftlichen Interesse stehen! Ich habe jahrelang an der Bahn gewohnt. Toll ist was anderes. Lärm vertrage ich heute kaum noch. Hier in meiner Region wollte die Bahn den Wald abholzen. Das letzte große zusammenhängende Waldgebiet in Hessen. Es sollten auch Ackerflächen wegfallen. Die Bahn war nicht kompromissbereit und stur wie ein Panzer. So wie es aktuell aussieht möchte man jetzt unter den Wald einen Tunnel bohren, anstatt eine Alternative Route zu nutzen, die an der Autobahn entlang verlaufen würde, zu berücksichtigen. Ich hoffe niemand muss sowas erleben, das auf die Einwohner, deren Bedenken und Lebensqualität geschissen wird.

        • Hast Du, Legomio, denn da gebaut _bevor_ da eine Bahnstrecke war? Wenn man so was wie eine Immobilie plant weiß man doch wo man hinzieht und guckt vorher auch mal in Bebauungspläne unnd so weiter. Gemeinnutz geht nun mal vor eigennutz . Ich kenne hier sogar Anwohnende an Straßen die beschweren sich über die Geräusche von Akustikampeln. Sorry da wünsche ich mir dann eine Schrotflinte .. damit würde ich sogar als blinder diese leute noch treffen.

  2. Wäre Wasserstoff für Lasttransporte nicht die bessere Lösung? Kürzere Standzeiten, E-Antrieb. Für Spezialisierte Fahrzeuge kann man die Infrastruktur auch besser planen.

    • Wasserstoff ist Käse. Verbrät einfach Mal so 60 % des Stroms für Nüsse. Und daran hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert.

  3. Hat man sich auch Gedanken gemacht wie diese ganze LKW-Flut geladen wird? Die Spedition will ich sehen die es sich erlauben kann dass der LKW drei Tage an der Ladestation steht um den Akku voll zu bekommen. So ein LKW braucht schon ein Akku der etwas größer ist als diese Teslaspule.

    Ich kann diese ganze E-Sch**** nicht mehr hören

  4. Wie viel Weiterentwicklung hat die Batterie erfahren und wieviel Wasserstoff? Suche Mal nach Feststoffbatterie.

    Wasserstoff ist nach wie vor nicht serienreif. Was der Akku ist, hat lange Tesla bewiesen.

    Was geht, müssen immer erst die USA beweisen. Und im anderen Branchen uns sogar endlos abhängen. Oder China.

  5. Dennoch werden auch Hochleistungsakkus es nicht schaffen in Sachen Energiedichte pro KG Masse an chemische Treibstoffe auch nur annähernd heranzukommen. Vielleicht sind irgendwann SuperCaps, sogenannte Superkondensatoren eine Lösung. Statt auf Nachladen hätte man bei der e-Mobilität von Anfang an auf Akku-Schnellwechselsysteme setzen sollen: genormte Akkuträger im auto – an der „Tankstelle“ entladene Akkuträger raus , geladene Akkuträger rein, zahlen, weiterfahren. ähnlich wie man früher Pferdewechselstationen für postkutschen hatte – die warteten ja auch nicht mit der Kutsche bis die eigenen pferde gefressen und geschlafen hatten und wieder einsatzfähig waren. Daß Laden zeit braucht wußte man .

    • Stimmt. So machen es die Chinesen mit Rollern. Aber das ist in einer kapitalistischen, marktwirtschaftlichen und egoistischen Autowirtschaft leider nur ein Traum. An dem Betterplace in Israel heftig gescheitert ist.

      Übrigens bräuchten Wechselstationen riesen Lagerkapazität. In Städten kaum machbar.

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