DuckDuckGo: Eigene @duck.com-Adresse für E-Mail-Schutz und Privatsphäre

Die US-Suchmaschine DuckDuckGo will künftig eine Art Mail-Relay anbieten, ähnlich, wie es diverse Temp-Mailer, Firefox oder Apple auch machen. Ihr erstellt euch eine Adresse und könnt diese beispielsweise in irgendeinem Shop oder einem Forum im Internet nutzen. Eure echte Adresse bleibt verborgen, ihr gebt nur den Alias an. Mails an diesen Alias werden an euch weitergeleitet. Kommt Spam an diese Adresse oder sie wird anderweitig kompromittiert, könnt ihr den Alias am besten löschen.

DuckDuckGo startet mit einem eigenen Service in die Beta, man kann sich um einen Invite bemühen und bekommt dann mit Glück Zugang – die temporäre Mail laufe dann auf Name@duck.com. Leitet DuckDuckGo nur weiter? Nein, man entferne laut eigenen Aussagen Tracker aus E-Mails. Man speichere diese auch nicht, das Ganze soll lediglich in einem flüchtigen Speicher geschehen. Man speichere nur die Verknüpfung von echter Adresse zur duck.com-Adresse. Eine Anwendung eines Dritt-Anbieters solle auch nicht zur Anwendung kommen, stattdessen habe man etwas Eigenes entwickelt.

Falls ihr interessiert seid, haltet in der App von DuckDuckGo in den Einstellungen den Blick nach „Email Autofill“ auf. Es ist nicht bekannt, ob DuckDuckGo auch zahlreiche Mail-Adressen anbietet, bei Apple sind es 100, die aktiv sein können. Auf den ersten Blick sah es bei DuckDuckGo nur so aus, als würde man jene angelegte Mail-Adresse flott bei der Anmeldung bei Diensten nutzen können, einen Hinweis auf eine Verwaltung mehrere Adressen war nicht zu erspähen.

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26 Kommentare

  1. Sehr schön, jetzt fehlt nur noch der invite code.

  2. Woher weißt du, dass es bei Apple nur 100 sind? Nur vom Ausprobieren oder gibt es da offizielle Infos? Ich hoffe, dass das Limit mit dem offiziellen Release angehoben wird

  3. Sehr gut, sollte Standard werden. Jetzt müssen es die Menschen nur noch nutzen 😉

    • Ich hab das schon vor Jahren benutzt bei z.B. Tempomail. Das Problem ist das die Spamadressen meist dann einfach für Anmeldungen nicht mehr akzeptiert werden. duck.com wandert bestimmt auch schnell auf die Blacklist.

  4. RegularReader says:

    Das heißt, sie lesen jede Mail, „um Tracker zu entfernen“. Und das bei einem Unternehmen mit Sitz in den USA. Nein danke. 😀

    • Naja, technisch „gelesen“ wird sowieso jede Email. Wahrscheinlich werden hier die 1×1 Pixel großen Tracking-Bilder entfernt

      • das wird nicht reichen. heutzutage werden in newslettern alle aufrufe von externen ressourcen um trackinginfos angereichert. die müssen das schon alles cachen…

  5. Sehr interessant,danke für den Tipp.

  6. Ich bin interessiert an einem invite 🙂

  7. Hm in diversen Datenschutzchecks zeigt sich ja immer wieder, dass Duckduckgo auch keine Alternative ist. Von daher vertrau ich bei Mails lieber auf mailbox.org und posteo.de

    • Leider gibt es anscheinend keine Mail App für Android von Mailbox.org.

      • Aber es gibt doch andere Mailapps mit denen du deine Emails abrufen kannst? Fairmail zb? Ganz egal welche Email adresse du nutzt..

      • DragonHunter says:

        Naja, wieso sollte sich mailbox.org auch noch die Pflege einer App ans Bein binden, wenn es doch zahlreiche eMail-Apps gibt? So wie FairMail oder K9-Mail…
        Ich finde es gut, dass ich nicht auf eine meistens feature-technisch kastrierte App des Anbieters festgenagelt bin, weil sie irgendeine inkompatible Kacke verzapfen.

    • Auf welche Datenschutzchecks beziehst Du Dich?

      • Kriecht wieder unter den Stein unter dem ihr beide hervorgekrochen seid und lernt erstmal richtig lesen.

  8. selbstbestimm says:

    Dank CLOUD Act ist man als Nicht-US-Bürger datenschutzmäßig quasi transparent, wenn man irgendeine dortige IT-Daten-Dienstleistung (bspw. Cloud-Speicher) nutzt.
    Da dennoch die halbe Welt munter „Ei-Draif“ und „Ge-Klaud“ nutzt, findet das hier sicher auch eifrige Verfechter. 🙂

  9. Muss mir schnell die Adresse für Donald Duck sichern, bevor es ein anderer tut.
    Bin aber auch verwundert, wie die an die duck.com domain gekommen sind. Die muss doch schon seit über 20 Jahren vergeben sein. Dürfte nicht billig gewesen sein, die abzukaufen.

    • Die gehörte vorher Google und die haben Sie dann nach langem hin und her an DuckDuckGo weitergereicht.

      • Das war auch ein HickHack. Aber am Ende war Google ja „fair“ bzw. ist eingeknickt, nachdem das alles öffentlich wurde.

    • Die ganz großen Domaingeschäfte sind entweder teuer oder Tauschgeschäfte. Oft gehören die kurzen Domains ja auch zu Unternehmen, die dann gekauft werden inklusive dieser Domains. War bei Duck.com auch so. Google hatte glaube ein Unternehmen gekauft wo die zugehörte. Ist ein bisschen wie mit den Patenten inzwischen bei den Domains.

  10. bin seit 20 Jahren mit spamgourmet.com zufrieden :]

  11. ich bin schon seit ewigen Zeiten bei trashmail.com, kann dort meine eigenen Domains einhängen, dann wird auch nichts auf eine Blacklist gesetzt, einfach super. Für jeden Dienst eine eigene Mailadresse, Wenn die gespamt wird, einfach weg damit – löst viele Probleme.

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