Synology DSM 6.0: Cloud Station Backup sichert den PC

Artikel_SynologyWer ein Synology NAS hat, der wird bald schon die finale Version 6.0 des DiskStation Managers in den Händen halten können. Cloud Station Backup ist dabei eine neue Option, die aber nicht das Rad neu erfindet, sondern auf der Cloud Station aufsetzt. Statt hier einzelne Ordner zur Synchronisation in den Fokus zu rücken, soll man komplette Rechner auf dem Synology NAS sichern können. Das Sichern geschieht im Hintergrund, die App ist auf Wunsch immer aktiv.

Wer die Cloud Station schon einmal angeschaut hat, der wird die großen Parallelen natürlich sehen. Man sichert natürlich nicht den kompletten Rechner, auch wenn man dies könnte, man kann selbstverständlich auch Partitionen oder Ordner aussuchen, die gesichert werden sollen.

Hier muss man für sich entscheiden, was man denn alles sichert. Festplatten kosten heute nicht mehr ein Vermögen, doch vielleicht ist der Platz auf eurem NAS nicht so groß als dass ihr euren kompletten Rechner da wegsichern wollen würdet. Zu bedenken ist natürlich auch, dass ein Backup bei Synology standardmäßig mit Versionen arbeitet, wenn der Platz ausreichend ist mit ganzen 32 Sätzen. Bringt ja wenig, so ein Backup anzuwerfen, nur um hinterher festzustellen, dass das lokal gelöschte Daten-Gelöt auch auf dem NAS verschwunden ist.

Die Einrichtung ist recht simpel und in wenigen Augenblicken erledigt. Das Backup kann verschlüsselt erfolgen, ihr könnt euren QuickConnect-Namen eingeben oder eben manuell IP und Nutzernamen auf dem NAS. Der Download der Sicherungssoftware „Cloud Station Backup“ ist via Cloud Station auf dem NAS möglich, zu haben für Windows und Mac:

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Nach dem Herunterladen wird installiert:

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Daten eingeben, IP und Nutzername – oder QuickID – und wählen, ob das Ganze verschlüsselt sein soll:

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Abschließend sucht man sich die Ordner am PC aus, die gesichert werden sollen:

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Fertig? Theoretisch schon – die Software würde jetzt mit dem Sichern der Daten vom PC auf das NAS beginnen. Letzten Endes wird man gefragt, ob der Ordner auf dem NAS noch schreibgeschützt sein soll und ob die App beim Systemstart gestartet werden soll. Ansonsten findet man nicht mehr viel vor, außer die Auswahl der Ordner.

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Standardmäßig wird jetzt alles gesichert. Ihr könnt dann mal sicherheitshalber in das Interface des NAS wechseln um euch dort mit den Möglichkeiten vertraut zu machen. Standardmäßig ist es so, dass auf dem Rechner gelöschte Dateien auf dem NAS verbleiben – ein bisschen Backup- statt Sync-Feeling soll ja aufkommen. Die wichtige Frage ist aber natürlich: wo finde ich die ganzen Versionen von Dateien eigentlich, wo finde ich eine Datei, die ich auf dem PC gelöscht habe?

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Standardmäßig verbleiben Dateien in dem Ordner auf dem NAS, der auch das Ziel ist. Sichert ihr also die Datei Wichtig.txt aus dem Ordner Dokumente von Festplatte C auf das NAS, dann liegt die Datei auch noch da, wenn ihr sie auf dem PC gelöscht habt. Bei Versionen ist das etwas anders. Der entscheidende Gang ist hier dann in den Cloud Station Server auf dem NAS, Bereich Versionsverlauf. Hier kann der Nutzer schauen, wie viele Versionen vorhanden sind, diese vergleichen und auch auf Wunsch wiederherstellen oder separat herunterladen

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Auch ein Blick in die Einstellungen des Cloud Station Servers kann man empfehlen, denn hier lassen sich noch diverse Dinge justieren. So lassen sich Versionen auch ändern, wenn man der Meinung ist, man benötigt keine 32. Intelliversioning spart übrigens Speicher, hierbei werden nur die wichtigsten Versionen beibehalten.

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Alles in allem eine Lösung, die man nach der Aktualisierung von DSM auf Version 6.0 mal ausprobieren sollte. Vielleicht für die Mac-Nutzer mit TimeMachine witzlos, wenn diese ihr System komplett auf das NAS sichern. Unter Windows aber eine gute Wahl, wenn man eh auf ein Synology NAS setzt.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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23 Kommentare

  1. Was ist denn dann überhaupt der Unterschied zur normalen Cloudstation? Theoretisch einfach eine Partition auszuwählen?

  2. Aber es bleibt eine „reine“ Datensicherung? Ich kann damit keine ganzen Partitionen aka Windows wiederherstellen?

  3. das wollte ich auch gerade fragen – ist damit dann auch ein „Bare Metal“ Recovery möglich, vorzugsweise gar auf einen neuen PC? Oder doch nur ein aufgebohrtes File-Backup?

  4. wieso sollte es nur auf einem Mac witzlos sein?
    Ich bin mit äquivalenten Funktion unter Windows 8.X (dort halt unter dem Namen „Dateiversionsverlauf“) auch vollkommen zufrieden.

  5. Hab ich das richtig verstanden, dass ich dazu eine Software über das NAS auf dem Rechner installieren muss?
    Das wäre ja für einen Rechner mit Windows 7 Home praktisch. Denn mit dessen Bordmitteln von W7H kann man nicht auf Netzwerklaufwerke sichern.
    Bei Windows 10 Home hab ich mich damit noch nicht auseinander gesetzt.

  6. Sehe irgendwie keinen Unterschied zum aktuellen Cloud Station PC Client.

    Gibt es beim Cloud Station Client ein Limit für maximale Anzahl an Synchronisation Ordnern? Ich kann zwei eintragen und die weiteren gemeinsamen Ordner werden im Client nicht angezeigt. Woran könnte das liegen?

  7. Ich sehe auch keinen Unterschied zwischen Cloud Station und Cloud Station Backup. Vermutung: Der Name „Backup“ suggeriert, dass die Daten nicht dauerhaft synchronisiert werden, sondern nur zu bestimmten Zeiten? Dazu muss doch aber der Rechner auch zufällig an sein, wenn so ein Triggerzeitpunkt erreicht ist, oder habe ich etwas verpasst?

    Das ist sehr verwirrend. Hier steht etwas zum Cloud Station Backup der DSM6.0 Beta und die Cloud Station wird gar nicht mehr erwähnt, was darauf hindeuten kann, dass einfach der Name geändert wurde:
    https://www.synology.com/en-us/dsm/6.0beta/cloud_backup

  8. Kurze Frage – sichert er, wenn ich über Quickconnect gehe, über das lokale Netz oder über’s Internet? Sprich, würde er bei einer Pfadangabe über Quickconnect erkennen, wenn das Gerät im lokalen Netz ist und dann per LAN/WLAN synchronisieren?

  9. Ich nutze die Cloudstation für Bilder/Dokumente/kleinkram-Sync. Für die Datensicherung ist seit erscheinen Veeam Endpoint Backup Free das nonplusultra. Sichert das gesamte System aufs NAS und ermöglicht Bare-Metal Recovery.

  10. Warum den Inhalt des PC mit einer NAS überhaupt per Backup sichern? Stellt das nicht den Sinn der NAS in Frage?
    Ich binde die benötigten Ordner per Netzlaufwerk ein und arbeite im Prinzip immer direkt auf der NAS im entsprechenden Ordner, nur unrelevante Daten oder Programme befinden sich noch auf dem PC…mir erschließt sich der Sinn dieser Backup Funktion nicht?

  11. Ganz einfach: Manchmal möchte man nicht, dass die Daten auf dem NAS liegen aus Performance-Gründen. Z. B. wenn man RAW-Bilder bearbeitet.

  12. @mikeobelo: Das heißt, Du synchronisierst auch AppData, ProgramData und andere Ordner, die beispielsweise lokale Einstellungen von Programmen beinhalten? Glaube eher nicht.
    Dann ist die Entscheidung doch die:
    – Sichern und beim nächsten versehentlichen Löschen oder Systemcrash auch die Einstellungen aller Programme schnell aus dem Backup zurückholen
    – Nicht sichern und sich beim nächsten versehentlichen Löschen oder crash ärgern, dass man alles neu einstellen muss.

    Andere Frage: Für mich klingt das nach einer Möglichkeit, mein Setup zur Sicherung mit Crashplan abzulösen. Weiß jemand, ob man die Backups auf der NAS auch Richtung Cloud befördern kann (zwecks offsite Sicherung)?

  13. @Bernd: Ja Performance ist eine Argument, wobei in einem 1.000 Mbit Netzwerk reicht mir die Performance für meine kleine Bildbearbeitung komplett aus.
    Falls ich dann doch mehr Performance bräuchte, dann würde ich diese in einem Arbeitsverzeichnis auf dem Desktop (auf der SSD-Platte) bearbeiten und nach getaner Arbeit zurück auf die NAS schieben.
    @Christian Waidner: Ich würde nie komplette Ordner oder Programme oder Programmdata, zurück in eine neue jungfräuliche Windows Installation syncen.
    Ich mache alle 3 Monate eine automatische Sicherung meiner Partitionen mit Windows-Standard-Boardmitteln. Zusätzlich habe ich eine Sicherung des Windowsstandes nach der Neuinstallation, diese könnte ich ebenfalls jungfräulich einspielen.
    Diese Sicherungen werden direkt auf meine NAS gespielt.
    Die ganzen Einstellungen der Programme, würde ich dann bewusst neu machen wollen, da diese ja ggf. zum Absturz geführt haben.
    Nie würde ich diese mir wieder automatisiert zurück kopieren wollen, um mir dann den Fehler wieder zurück zu holen.

    Unabhängig davon, kann ich mich nicht dran erinnern das mir Windows 7 jemals abgeschmiert wäre oder jemals eine Neuinstallation nötig gewesen wäre…

    Ist auf jeden Fall mal meine Meinung und vorgehen.

  14. @mikeobelo, das werde ich auch noch mal überdenken (Danke für den Gedankenanstoss):
    1. Partitionssicherung oder vielleicht sogar Festplattensicherung durchführen
    2. Partitionssicherung splitten in mehrere zip-Dateien (evt. Passwortgeschützt)
    3. Verschlüsselter Upload der zip-Dateien in den unbegrenzten Amazon-Cloud-Speicherplatz

    Geile Sache.

  15. Mhmm, ist „Cloud Station Drive“ jetzt wiueder was anderes? Ich sehe gerade nicht mehr so ganz durch welche was macht.

  16. @caschy: Hat die Abfrage, ob du den Ordner schreibschützen willst, bei dir irgendwas gebracht? Ich kann keine Änderung feststellen bzw. könnte immer noch via Explorer über das Home-Verzeichnis fleißig Dateien aus dem Backup löschen, was dann mit der aktuellen Cryptolockerwelle natürlich doof wäre. Abhilfe würde dann ja nur ein getrennter Backup-Account schaffen, was natürlich doch irgendwie nervig ist.

  17. Seltsam. Wenn ich bei meiner DS214se (DSM 6) im Coudstation-Server auf „Überblick“ klicke, erscheint nichts als eine weiße Seite. Ich kann also dort gar nichts zum Installieren auswählen.
    Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte?

  18. Auf diesen Webseiten https://www.synology.com/de-de/knowledgebase/DSM/tutorial/Backup_Restore/How_to_back_up_the_data_on_my_PC_Mac_using_Cloud_Station und http://stadt-bremerhaven.de/anleitung-synology-diskstation-cloud/ wird gezeigt, wie man verschiedene Ordner mit frei wählbaren Ordnern auf dem NAS syncronisiert.
    Beim Cloud Sation Backup kann ich nur mehrere Verzeichnisse auf dem PC wählen, die dann in „ein“ Sicherungsverzeichnis auf der NAS fliegen.
    Ist mit DSM 6 die Funktionalität rausgeflogen, oder bin ich als Synology-Neuling zu doof die richtigen Einstellungen zu finden?

    Gewünscht wäre von mir z.B. den Bilder-Ordner unter Windows mit dem Photo Ordner auf der Synology-NAS synchron zu halten, den Dokumente-Ordner unter Windows einem Backup-Ordner auf dem NAS usw… Für Anregungen, Hilfestellungen, HowTos und ähnlichem wäre ich dankbar.
    Gerne auch eine aktualisierte Anleitung hier.

  19. Synchronisation funktioniert nicht mehr, seit ich DSM 6.0 installiert habe.

  20. Harley Davison says:

    Wilhelm schreib am 20. April 2016 „Synchronisation funktioniert nicht mehr, seit ich DSM 6.0 installiert habe.“

    Hat dazu jemand eine Antwort?

  21. Cloudstation Backup im Unterschied zu Cloudstation Drive hat vor allem den Unterschied, dass es als Backup fungiert und bspw. auf dem Client gelöschte Dateien nicht wie beim Drive auch auf dem NAS gelöscht werden.

    Der aus meiner Sicht wirklich große Nachteil ggü. Lösungen wie Cloudberry oder Veeam ist, dass es immer in Echtzeit sichert und nicht zu einem fest eingestellten Zeitpunkt. D.h. wenn man den Client den Tag über an hat, wacht bei jeder Änderung das NAS auf, um zu sichern.

  22. Funktioniert die Datensicherung mit dem Cloud Station Backup auch wenn man nicht als Benutzer angemeldet ist?

  23. Nein, das Backup läuft (zumindest unter Windows) nicht als Dienst und benötigt daher einen angemeldeten User

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