Drum prüfe, wer seine Daten in der Cloud lagert: Dropbox sperrt ohne Prüfung

Ihr seid Cloud-Fans? Ich auch, sollte bekannt sein. Aber: ich packe da niemals nicht etwas rein, was ich nur 1x digital vorliegen habe oder mir besonders wichtig ist. Und wer der Meinung ist, das hier und da getauscht werden kann, der liegt falsch. Ratz fatz wird bei Dropbox bei Verdacht auf eine Copyright-Verletzung nämlich die Datei gesperrt und die Sharing-Funktion des Accounts gesperrt. Kein Witz. Ist eben passiert – nicht in China, nicht in den USA – hier bei uns in Deutschland.

Dropbox sperrte ohne Nachfrage, ohne Überprüfung eine PDF-Datei. Bei illegalen Dingern hätte ich kein Problem. Das Pikante: es handelt sich um einen  falschen Urheberrechtsanspruch. Verfolgt bei Interesse mal den @sixtus bei Twitter – der wird sicherlich mit weiteren Informationen nicht hinter dem Berg halten

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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40 Kommentare

  1. Noch verstehe ich es nicht ganz.

    Wurde die Datei und seine „Teilen“ Funktion gesperrt, weil diese Datei öffentlich zugänglich gemacht hat, oder für Freunde mit E-Mail oder für Leute mit einem „öffentlichen“ Link? Oder wurde die Datei gesperrt, weil sie einfach in dem Dropbox Ordner liegt?

  2. Damit man nicht zufällig gesperrt wird:
    Einfach BoxCryptor benutzen (habe ich schon mal verbloggt) und gut ist. Gibt es für Windows, Linux, etc. und sogar eine Android App die auf dem Smartphone oder Tablet die Daten öffnen kann und sogar verschlüsseln. Sein kurzem auch eine Cache Funktion – verschlüsselte Daten, die schon mal heruntergeladen wurden, bleiben auf Android verschlüsselt liegen.

  3. Das ist eigentlich recht einfach: Es handelt sich um die Dokumentation von problematischen Wikipedia-Änderungen durch einen Professor der Uni Frankfurt/Oder. Das Thema ging vor einer Weile durch die Blogs und Zeitungen, siehe etwa hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Stock_%28Journalist%29
    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,773434,00.html
    http://esowatch.com/ge/index.php?title=Wiki_Watch

    Alles in allem eine sehr unschöne Geschichte, die ein schlechtes Licht auf den Professor wirft. Sixtus hatte diese Dokumentation damals in seiner Dropbox gespiegelt, also das PDF in den Public-Ordner kopiert und dann die öffentlichen Links verbreitet.

    Die Dokumentation liegt auch auf den Wikipedia-Servern, was ganz klar gegen Urheberrechtsverletzungen spricht. Kaum eine Seite ist da restriktiver als die Wikimedia-Projekte. Ich kann auch keine Urheberrechtsverletzung drin erkennen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/17/IQWIGundCo.pdf

    Die fraglichen Wikipedia-Edits sind ja eh unter einer CC-BY-SA-Lizenz veröffentlicht worden und auch die wenigen Zitate aus Stocks Vorträgen sind vom normalen Zitatrecht gedeckt – vor allem da Dropbox ja eine US-Firma ist und unter US-Recht agiert. Stock hat mit dem DMCA-Takedown ja auch klar US-Recht benutzt und dort gibt es ja das Recht auf Fair Use. Der Takedown von Dropbox ist daher deutlich übertrieben, aber das eigentliche Problem ist eben, dass hier mal wieder das Urheberrecht als Zensurmittel benutzt wird.

  4. Wie, was und warum sagt Dropbox ja klar und deutlich – finde ich schonmal sehr gut:
    This file is no longer available due to a takedown request under the Digital Millennium Copyright Act by Prof Dr. Wolfgang Stock

    Sieht DMCA nicht vor, dass der Anbieter sofort löscht, sperrt, whatever? Auf jeden Fall reagiert?
    Ich denke, dass Dropbox sich einfach nur nach den Gesetzen richtet…

  5. https://www.dropbox.com/terms#dmca

    ergreift Dropbox nach eigenem Ermessen die Maßnahmen, die es für angemessen erachtet, einschließlich des Entfernens des betroffenen Inhalts von der Website.

    Wahrscheinlich hat der Prof. gut argumentiert 🙂

  6. Ludolf Rudolf says:

    Das Bild, das die Dropboxboys zur Andeuten der Sperrung benutzen is super.

  7. Vermeintliche Kinderpornographie im Skydrive!!!

    Was Dropbox kann, kann Microsoft auch, aber noch ein bisschen rabiater….

    Vorgestern war meine vielgepriesene 25GB Skydrive-Cloud plötzlich gesperrt, einloggen nicht mehr möglich. Dubiose Meldung, dass ich gegen die Microsoft eigenen Regeln verstossen hätte und nicht geduldete Inhalte in meinem Skydrive gefunden wurden.

    Aber der Reihe nach:
    – ich nutze ein Omnia 7 mit WindowsPhone 7.5 und habe damit schon früh Skydrive genutzt.

    – alle von mir mit dem Omnia 7 aufgenommenen Bilder, werden automatisch auf Skydrive „gesynct“ – ein Smartphone kann man ersetzen, den ideelen Wert von verlorenen Bilder nicht.

    – auf meinem Skydrive befinden sich keine Urherberrechtverletzende Inhalte, nur meine eigenen Bilder, keine Musik, keine Videos, es ist kein Ordner freigegeben, ich bin der einzige Benutzer, ein geschlossenes System.

    – im Dezember 2011 bin ich kurz vor Weihnachten Vater geworden, mein kleiner Sohn war in den ersten 8 Lebenswochen mehrfach in ärztlicher Behandlung (Gipsbeine, Atemstillstand und ein Leisten- bzw. Wasserbruch)

    – Notarzttermin Sonntagnacht, der Hoden meines Kleinen ist um das 5 bis 6fache angeschwollen – bis wir beim Arzt sind, ist die Schwelllung weg – Unsicherheit beim Arzt, was war es denn nun?

    – Zwei Tage später wieder das gleiche, wieder nachts
    – Tolle Idee, Smartphone gezückt (kann man ja toll mit in die Praxis nehmen), Bilder gemacht vom angeschwollenen Hoden – der Arzt war dankbar über die drei, vier Bilder, er konnte einen nicht so gefährlichen Wasserbruch diagnostizieren – Erleichterung.

    – Und heute dann die Email von Microsoft, dass genau diese Bilder gegen den Codex von Microsoft verstossen – ich hab doch nicht mal mehr daran gedacht, dass die dort gesynct worden sind!

    Eine Vollsperrung meines Accounts war die Folge, über Support für 48h freigeschaltet um die beanstandeten Bilder zu entfernen – sonst Androhung der Totalsperrung!

    So eine Cloud kann ich nicht brauchen, meine eigenen Bilder werden kontrolliert, ich kann dort nicht die Inhalte, die ich dort sichern will, sichern!? Wo sind wir denn?

    Klar bin ich gegen die Verbreitung von Kinderpornographie, damit habe ich nichts am Hut – aber das geht zu weit, es war nichts freigegeben, es wurde noch kein Bild downgeloadet, kein anderer als ich hatte Zugriff. Warum scannt Microsoft meine persönlichen Inhalte, warum werde ich darüber nicht informiert. Das ist wie ein Einbruch in die eigene Wohnung!

    In den Nutzungsbedingungen steht weiter, dass das auch für andere freizügige Photos mit viel Nacktanteil gilt – also bitte auch keine Oben-Ohne-Fotos vom letzten Malle-Urlaub dorthin speichern.

    Für solche einschneidende Angriffe auf meine Privatssphäre, soll ich in Zukunft auch noch bezahlen – meine Inhalte sind da nicht sicher.

    So nicht liebe Firma Microsoft.

    Frank

  8. Cloud, Cloud…. Ich habe ein Nas Zuhause und eine Fritzbox.
    Bei beiden kann ich mir meine ganz private Cloud einrichten, ohne irgendwelche Beschränkungen oder Kontrolle.
    Was soll ich also mit dem ganzen Gedöns?

  9. HansWernerLembke says:

    Ich lach mich kaputt … und Ihr regt Euch über die Stasi auf…. die war Kindergarten im Vergleich von dem was im „freien“ Westen abgeht.
    .
    Mein Mitleid für Deine erlittenen Probleme und Sorgen!

  10. ihr habt doch alle selber schuld, wenn ihr solch ein bockmist, wie dropbox, skydrive usw. benutzt. selbstverständlich scannen alle anbieter eure hochgelandenden daten, so naiv kann kein mensch sein. ich brauche solch einen blödsinn a la cloud nicht und werde es auch nie nutzen. macht endlich mal die augen auf und denkt nach, dass alles was aus den USA kommt ist brandgefährlich. normalerweise müsste man die leute, die clouds benutzen, ordentlich was an die mütze kloppen.

  11. DropBox hin oder her. Wenn man sich nicht selber anschaut, worum es geht, ist eine DropBox auch nur ein Mülleimer und das ganze eine Diskussion über selbigen.

    Hat sich eigentlich jemals jemand die Mühe gemacht die jeweils 6 Edits in den zwei oder drei Artikeln überhaupt anzuschauen? Die Inhalte sind zum großen Teil heute noch – trotz des ganzen Medienrummels – immer noch vorhanden. Und im Artikel zum Insulin Glargin wurden die eingearbeiteten Positionen der Diabetikerverbände also der Betroffenen entfernt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:KarlV/Wiki-Watch_Juni_2011#Die_einzelnen_Edits_in_Wikipedia_rund_um_den_.E2.80.9EInsulin-Komplex.E2.80.9C

    Arcy

  12. Ich kapiere nicht, wozu Cloudspeicher gut sein sollen. Für <10 Euro pro Monat kriegt man einen eigenen VServer auf dem man sich SSH und Apache installieren kann, für etwas mehr sogar fertiges Webspace wo man sich um dessen Installation garnicht mehr kümmern muss. Cloudspeicher sind doch wieder nur so eine Verdummung des Internetnutzers.

  13. Mark Steffen says:

    @dasuxullebt
    Du ueberschaetzt einfach die technischen Faehigkeiten der breiten Masse. Klar kannst Du das, aber fuer die meisten Menschen sind SSH und Apache Hyroglyphen und 10Euro sind 10Euro zuviel fuer etwas, was wo anders ja „umsonst“ ist.

    Das Problem ist ganz woanders. Es geht naemlich darum, dass man die Internetuser an sich nicht genug sensibilisiert fuer Datensicherheit.
    Komfort hat schon immer Sicherheit uebertrumpft, nicht ohne Grund kleben Leute immer noch ihre Passwoerter per Post-It an den Monitor, benutzen „1234“ als Handy-PIN und haben das Schluesselboard mit dem Schluessel fuer den 60.000 Euro Mercedes direkt neben der offenen Haustuer.

    Wer einfach von Gratis-Diensten erwartet, dass man sich 24/7 365 Tage im Jahr auf sie verlassen kann und dass diese nicht ohne Vorwarnung mal zeitweise oder ganz verschwinden koennen oder die AGBs aendern, der lebt einfach in einer Scheinwelt.

    Man muss nicht alle Cloud-Dienste gleich verteufeln, es gibt genug Anwendungsfaellte fuer weniger sensible Daten, in denen diese ausreichenden Komfort und Sicherheit bieten, keiner zwingt die User dazu, dass sie ihre Aktfotos darin hochladen.

  14. Wer verschlüsselte Daten in der Cloud ablegen will, macht sich schon verdächtig.
    Ein sicherer Ort ist doch die Facebook-Chronik.
    Und immer daran denken: nur die Originale ablegen. Nicht kopieren, sondern verschieben, dann könnt Ihr sicher sein, dass die Daten auch für immer verloren sind.
    ACHTUNG! DIES IST EIN JOKE!!!!
    Wer dieser Anweisung folgt, dem gehört es nicht besser.

  15. whow, mal was Kritisches hier zu Dropbox…..

  16. Nur mal so ne Frage zwischendurch: Liegen nicht alle Dateien von Dropbox irgendwo lokal auf ner Festplatte. Ich gehe nicht davon aus, die Berechtigungen der Software soweit greifen, dass ein lokaler Ordner im Betriebssystem gesperrt wird. Somit sind doch nach dem ersten Sync immer Backups vorhanden? Oder sehe ich das falsch?!?

  17. Also ich verschlüssele immer alles bevor ichs in die Cloud hochlade, so können die dann nicht feststellen ob die Datei Rechte verletzt oder nicht und ich hab meine Ruhe vor den Zensoren !

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