DreamMe lässt Geeks ruhig schlafen

dreamme1Aktuell läuft auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter eine Kampagne zu DreamMe. Es handelt sich dabei um eine Kombi aus Soft- und Hardware, welche Smartphone-Nutzern die Träume versüßen soll. So projiziert DreamMe über ein Accessoire nachts Inhalte an die Decke – beispielsweise die Anzahl ungelesener E-Mails, das aktuelle Wetter oder einfach die Uhrzeit. Das Interesse der Community ist offenbar groß. Denn nach vier Tagen ist die ursprünglich anvisierte Summe von 7.000 Euro bereits eingeworben.

Wer Interesse an dem Gadget hat, kann sich durch das Zusteuern von 18 Euro eines der finalen Modelle sichern. Die Auslieferung soll dann im Dezember 2015 beginnen. Was die passende App betrifft, sind aktuell Versionen für sowohl das Apples iOS als auch Googles Android bestätigt – Windows Phone bleibt also leider (wie so oft) außen vor.

Die Kickstarter-Kampagne zu DreamMe läuft noch bis zum 23. September 2015 (22 Tage). Hinter dem Projekt steckt Yvonne Joh, die kurioserweise sonst mit ihrer Firma Yoh-Art eher im Bereich Haus- und Garten-Ausstattung wildert. Wie da der Sprung vom Unkraut zupfen und Liegestühle imprägnieren zu Gadgets zustande gekommen ist, kann man nur spekulieren.

In jedem Fall scheint die Idee für eine Art Smartphone-Nachtlicht mit Projektor gut anzukommen, denn die Backer haben schon jetzt fast 11.000 Euro springen lassen. Neben der Anzeige von Datum und Uhrzeit, den Wetterbedingungen oder einer eigens konfigurierten Nachricht, werden sich auch Schafe zählen lassen. Da kommt sicher manch einer auf die Idee mit DreamMe die Kids ins Land der Träume zu schicken. Allerdings will man das Gadget und die an sich kostenlose Begleit-App auch nach dem Kauf noch monetarisieren: Wer Uhrzeiten in anderen Zeitzonen, die Wetterbedingungen in anderen Städten oder ungelesene E-Mails über den Projektor über die Decke flimmern sehen will, muss für ein Pro-Upgrade löhnen.

dreamme

Joh bezeichnet DreamMe selbst als „Projektionsuhr“. Wer Interesse an dem Gadget hat, kann das Projekt bei Kickstarter hier unterstützen. Während das Gadget selbst in den Farben Schwarz und Weiß verfügbar ist, lässt sich in der Mitte ein „Fokus Ring“ in unterschiedlichen Farben platzieren. Wer es gar nicht erwarten kann, das Ding in seine Hände zu bekommen, kann statt der 18 Euro auch 39 Euro investieren. Dann erfolgt die Lieferung eines Vorab-Modells frisch aus dem 3D-Drucker bereits im Oktober 2015.

Die Idee hinter DreamMe erinnert im Grunde an eine Mischung aus erhältlichen Pico-Projektoren und Nachtlicht kombiniert mit einer Smartphone-App. Der Zuspruch spricht für das Projekt, so dass man auf die weitere Entwicklung gespannt sein darf. Solange man dann nicht nachts um 3 Uhr via DreamMe böse Arbeitsaufträge vom Chef an der Schlafzimmer-Decke prangen sieht, könnte das Ergebnis ja vielleicht wirklich seine Reize haben.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Deafdumbblind says:

    Ehrlich?
    Muss ich nachts das aktuelle Wetter und die Anzahl der ungelesenen Emails wissen?

  2. Wetter und ungelesene Mails in de Nacht an der Decke? Was hat denn der Entwickler geraucht. Kommt mit der Lieferung auch gleich noch ein Gutschein für eine Burnout-Therapie mit dazu?

  3. Ehrlich, was soll ich denn dann mit der Info. Entweder schlafen oder E-Mail lesen. Beides geht halt nicht. Wenn ich gerade am einschalfen bin und dann kommt eine Mail rein kann ich entweder wach bleiben und die Mail lesen oder versuchen zu schlafen und darüber nachzugrübeln, was es wohl für eine Mail ist.
    Wenn ich es ignoriere, dass eine Mail gekommen ist, brauche ich das Teil auch nicht.

    @Timo: +1

  4. Prinzipiell gebe ich den Vorrednern recht. Sogar im Schlaf online sein zu wollen, lässt auf krankhaftes Verhalten schließen (Diese Initiatorin bräuchte wohl einen Suchtberater).
    Als Gimmick, um vielleicht der Freundin mal nette Botschaften an die Decke zu projizieren vielleicht noch ganz nett, oder zum Schäfchen zählen (wenn die Vorstellungskraft bei Menschen nicht mehr reicht, denen man sogar die zu zählenden Schäfchen visualisieren muss), oder vielleicht um waberndes Wasser oder Sternenhimmel zu projizieren auch okay. Oder als Farblicht ála Philips Hue für Arme. Dafür würde ich aber nicht mehr als 12,99 € löhnen wollen.
    Würde außerdem prinzipiell bedeuten, das Display immer anlassen zu müssen, und damit auch, das Gerät am Ladekabel lassen zu müssen; Sonst ist kein Saft mehr drin wenn man am nächsten Morgen zur Arbeit muss.

  5. Mich nervt es bereits wenn die Handys meiner Besucherinnen nachts wie wild blinken. Da stelle ich mir doch nicht freiwillig so ein Ding noch ins Schlafzimmer.

    Aber generell schon ein interessantes Spielzeug 😉

  6. Mein Wecker projiziert bereits die Uhrzeit in dezentem rot an die Decke, und selbst das ist schon der Frau zu viel 😀

  7. Wenn ich das richtig sehe ist das Ding eher auch nur ne Lupe, die aufs Disply gestellt wird, auf dem dann von der App die Infos dargestellt werden. Je nach Displayhelligkeit ist das an der Decke Dargestellte dann halt auch unlesbar. Ein wirklicher Projektor ist das nicht, so wie es aussieht.
    Also doppelt unsinnig.
    Die Nacht ist dazu da, dass sich der Körper und vor allem unser Hirn von den Strapazen des Tages erholt. Da soll man das Hirn nicht auch noch mit sinnfreien Infos zupflastern.
    Ich mag Gadgets aber man muss ja nicht für jeden Bereich eines erzwingen.

  8. Noch ein paar Jahre abwarten, dann implantiert sich die Masse eigene Systeme um die Mensch-Maschine-Verschmelzung endlich zu vollenden…

  9. Ich bin eher ein Nerd. Darf ich das geekige Gagdet dann trotzdem erstehen?

  10. André Westphal says:

    Meinen Segen hast du ;-).

  11. Ich fürchte, da läuft das iPhone entsperrt mit der DreamMe-App die ganze Nacht durch. Damit macht das iPhone keine iCloud-Backups mehr.

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