Dreamify: Android-App lässt Euch mit Googles Deep Dream Algorithmus experimentieren

Sie sind Euch in den letzten Wochen sicher mehr als einmal über den Weg gelaufen, Bilder die mit Googles Deep Dream Algorithmus bearbeitet sind. Sie sehen meist aus als hätte man vor der Betrachtung ein Glas zu viel LSD-verseuchtes Trinkwasser zu sich genommen. Mit der Android-App Dreamify kann nun jeder solche Bilder erstellen und bei Gefallen auch mit anderen teilen. Dreamify gibt es aktuell nur für Android, die iOS-Version soll aber bald folgen.

Dreamify_Blumen

Um die App nutzen zu können, müsst Ihr Euch registrieren, hier stehen verschiedene Möglichkeiten, auch über Social Networks, zur Verfügung. Ist dieser Schritt vollzogen, kann es auch schon losgehen. Man hat die Wahl, ob man die einzelnen Parameter manuell anpasst oder sich für eines der zahlreichen Presets entscheidet. Hat man den grad der Verfremdung gewählt, muss nur noch ein Bild hochgeladen werden.

Die Bearbeitung dauert nur ein paar Minuten, unter My Images sieht man, welche Bilder noch offen sind, außerdem hat man hier Zugriff auf seine fertigen Bilder. Fertige Bilder können gespeichert oder geteilt werden, hier stehen ebenfalls zahlreiche Optionen zur Verfügung.

Dreamify_App

Man kann sich auch Bilder anderer Nutzer anschauen und diese speichern oder teilen. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn der Nutzer vor dem Upload das entsprechende Häkchen gesetzt hat. Die Standardeinstellung sieht vor, dass die Bilder nicht geteilt werden, sehr löblich. Angezeigt werden neueste und beliebteste Uploads, da sind durchaus interessante Kompositionen dabei.

In den Accounteinstellungen ist außerdem zu lesen, dass es später wohl auch noch Dreamify Premium geben wird. Bisher ist dies nicht der Fall und die App kann vollumfänglich kostenlos genutzt werden. Ganz spaßig als Spielerei, einen richtigen Nutzen kann ich allerdings nicht erkennen, außer vielleicht als Fototapeten-Vorlage für den Partykeller.

Bei mir funktionierte die App einwandfrei, laut Bewertungen im Google Play Store scheint dies aber nicht immer der Fall zu sein. Hier heißt es dann ausprobieren und hoffen. Falls es nicht funktioniert, wird für Betroffene sicher bald ein Update kommen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. witzige Bilder…. Wie speichert man denn die Ergebnisse ab? Bei mir öffnet sich sofort whatsapp wenn ich auf share/save klicke…

  2. Mich verstören sie eher aber es beeindruckt mich wie damit wirklich die Bilder analysiert werden…
    Der Effekt der durch diese App hervorgerufen wird fängt es aber wirklich gut ein!

  3. Genial!

  4. @Sascha
    Haha LSD im Trinkwasser… Wohl in Springfield Urlaub gemacht? 😀

  5. @Icancompute: war das nicht nur radioaktiv verseucht?

  6. Dumme Frage:
    Was macht eigentlich „Googles Deep Dream“ genau?
    Das was da passiert ist ja offensichtlich nicht willkürlich…

  7. @Robert B. (@pr3mut05) soweit ich es verstanden habe: Es werden verschiedene Algorithmen auf die Bilder angewendet. Jede Schicht von Algorithmen macht etwas anderes und betont bestimmte Eigenschaften des Bildes. Die nächste Schicht baut dann darauf auf usw. All die Schichten kann man dann z.B. öfter durchlaufen (nach einem kompletten Durchlauf einfach nochmal starten wobei der Output des letzten Durchlaufs der Input des nächsten ist) oder aber man lässt bestimmte Schichten weg und verwendet dann nur ganz bestimmte Algorithmen. Aber der Google Code kann viel mehr als das. Er kann bestimmte Motive lernen (wenn man ihm mehrere verschiedene Bilder von z.B. dem gleichen Gegenstand zeigt) und kann diese dann auch wieder reproduzieren aus dem was er gelernt hat usw. Übrigens ist das alles recht rechenintensiv. Das wird auch der Grund sein wieso man ein Bild hochladen muss. Die Berechnung wird meiner Meinung nach nicht auf dem Smartphone gemacht, sondern auf deren Server.

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