dotdot: zigbee alliance stellt universelle Sprache für das Internet der Dinge vor

Smart Home, das Internet der Dinge, bislang macht es vor allem durch Inkompatibilität auf sich aufmerksam. Es gibt Insellösungen oder auch weiter verbreitete Standards wie Z-Wave oder eben zigbee. Damit diese Geräte auch alle untereinander kommunizieren können und dem Nutzer die Freiheit lassen, sich Geräte von verschiedenen Anbietern zu kaufen, stellt die zigbee alliance auf der CES in Las Vegas nun dotdot vor. Bei dotdot handelt es sich um eine Sprache, die Geräte mit unterschiedlichen Standards kommunizieren lassen. Auf diese Weise müsste sich der Nutzer eben keine Gedanken mehr machen, auf welches Protokoll er bei der Smart Home-Ausstattung setzt.

Mit den Details zu dotdot hält sich die zigbee alliance noch zurück, diese sollen im Laufe des Jahres bekannt gemacht werden. Eine durchaus spannende Sache, gerade auch im Hinblick auf die Sprachassistenten wie Alexa oder Google Home, die sich ja perfekt als Zentrale für IoT-Geräte eignen. Da ist jetzt schon viel über Dienste wie IFTTT möglich, ein direktes Ansprechen der Geräte dürfte aber für viele wesentlich interessanter sein.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

10 Kommentare

  1. Spannendes Thema! Bisher eignet sich ein Raspberry PI mit gefühlt tausenden Add-Ons ganz gut als Schaltzentrale für mehrere Standards. Ist halt nichts für den Endanwender sondern gebastel. Nix mit Plug- and Play.

  2. Klingt interessant. Bisher setze ich auf meine eigene Lösung, einen Telegram Bot mit Anbindung an Hue, 433 mhz, Max Fensterkontakte, Netatmo und MQTT, sowie ein Fire Tablet als always on Bildschirm als Steuerzentrale im Flur.

    Am Ende wird nur leider weiterhin jedes Gerät seine eigene API haben, die sperat angesprochen werden muss..

  3. Bin auch gerade wieder mal dabei, mich durch Texte zum Smart Home zu lesen.
    Da ging es unter anderem eben darum, dass man noch durchaus vor dem Problem mehrerer Standards stehen könnte. Oder eben komplett auf die Lösung eines Anbieters setzen muss.
    Und selbst innerhalb der Standards kann unter Umständen nicht jedes Gerät in vollem Umfang eingebunden bzw genutzt werden.
    Für mich zeichnet sich jedenfalls immer mehr ab, auf eine offene Lösung mittels FHEM, oder ähnlichem auf einem RasPi, zurück zu greifen. Da ist man viel flexibler.

    Je mehr sämtliche Lösungen jedoch zusammen wachsen, desto besser.

  4. Sohnkarlsruhe says:

    Wie gut das klappt sieht man bei Philips hue und osram lightify.

  5. Ich lese mich auch gerade in das Thema Smart Home ein, da wir dieses Jahr neu bauen wollen. Und jetzt verstehe ich das erste mal wie sich ein absoluter Technik-Laie fühlen muss. Ich blicke einfach nicht durch. Durch die Firmen, durch die Protokolle, durch die Kompatibilitäten. Es ist zum Haare raufen. Meine Zeit des Frickelns (nicht abwertend gemeint, ich habe es geliebt) sind aus Zeitmangel leider vorbei und ich suche etwas das „relativ“ einfach funktioniert.

    Vielleicht kann mir ja jemand sagen auf welches Protokoll man, auch zukünftig gesehen, setzen sollte!? Selbst da blicke ich teilweise nur schlecht durch. Vielleicht hat auch jemand eine vernünftige Seite / Blog zum Einlesen in das Thema?

    Viele Grüße
    Enrico

  6. @Enrico
    Z-Wave soll wohl Zigbee immer mehr das Wasser abgraben.
    Wenn du direkt baust, wäre aber evtl ein Blick auf Homematic von eQ-3 (ELV) einen Versuch wert. Die bieten einiges an Hardware auch gleich für unterputz an, so wie passendes Steuergerät für Hutschienen. Außerdem kann man statt der Zentrale auch einen RasPi mit der Software bestücken. Ist meines Wissens nach zwar ein (mehr oder weniger) geschlossenes System, die Komponenten sollen sich wohl nichts desto trotz per FHEM ansteuern lassen können.

    Ich habe hier die c‘t Smart Home 2016 liegen. Da wird recht ausführlich auf alle möglichen Dinge eingegangen. Hat ein mehrheitlich in rot gehaltenes Cover. Eine Ausgabennummer oder Datum hat die leider nicht aufgedruckt. Finde die Ausgabe recht aufschlussreich. Da steht von devolo bis HomeKit alles mögliche drin + zwei recht ausführliche Artikel eines Autors im privaten (erfolgreichen) Selbstversuch. Der hat allerdings nachträglich alles gefrickelt, also nicht beim Rohbau des Hauses schon begonnen. Gibt dafür einen Einblick in das, was sich über Standards hinweg bzw in Kombination selbiger möglich ist. Als Anregung auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

  7. Beim Neubau würde ich eher in richtung KNX / Loxone / Dali zur Lichtsteuerung schauen. Ist halt wired und lässt immer noch genug freiraum zum basteln. Schau mal auf Meintechblog vorbei.

    Ich würde beim Neubau Funk komponenten nur ergänzend hinzufügen. Kabellösungen sind einfach Stressfreier.

  8. Danke euch beide für die Infos, damit habe ich wenigstens einen Anfang.
    Die besagte ct werde ich mir besorgen und mal lesen.

    Danke nochmal.

    Viele Grüße