Don’t Look Up: Netflix veröffentlicht kurze Satire-Show zum Film

Höre ich mich um, dann kommt Don’t Look Up auf Netflix richtig gut an. Der Film von Oscar-Preisträger Adam McKay (The Big Short, Vice), ist seit dem 24. Dezember 2021 weltweit exklusiv auf Netflix zu sehen. Passend zum Filmstart und angelehnt an die von Cate Blanchett und Tyler Perry munter bis bissig-hysterisch moderierte Frühstückssendung the daily rip, veröffentlicht Netflix nun the daily rip Deutschland.

In drei 10-minütigen Episoden (hier Teil 1) moderieren Ross Antony und Parshad Sorgen vor einem bevorstehenden Kometeneinschlag fröhlich weg und nehmen den Umgang mit Fakten anhand schräger Einspieler auf die Schippe. Unterstützt werden sie dabei von einer ganzen Reihe nationaler Mehr- oder Weniger-Bekanntheiten – darunter Eko Fresh, Olivia Jones, Lucy Diakovska, Katy Karrenbauer, Jorge Gonzalez, Julian FM Stöckel, Masud Akbarzadeh und Fabian Köster.

Fast könnte man meinen, Netflix veröffentliche da 30 Minuten Werbung als Satire-Format. Wen würde es wundern? Behauptung: Der Film mit Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence hat es wesentlich mehr verdient, gesehen zu werden. Doch worum geht’s in diesem überhaupt? Astronomie-Studentin Kate Dibiasky (Jennifer Lawrence) und ihr Professor Dr. Randall Mindy (Leonardo DiCaprio) entdecken einen Kometen in der Umlaufbahn des Sonnensystems.

Das Problem? Er ist auf direktem Kollisionskurs mit der Erde. Das andere Problem? Niemanden scheint es zu kümmern. Es stellt sich als überraschend schwierig heraus, die Menschheit vor einem Planeten-Killer in der Größe des Mount Everests zu warnen. Nur sechs Monate bleiben bis zum Einschlag und der Versuch, im 24-stündigen Nachrichtenzirkus Aufmerksamkeit von der Social Media besessenen Bevölkerung zu erringen, stellt sich als schockierend absurd heraus. Was muss geschehen, damit die Welt nach oben schaut?

Wer die Zeit findet und Netflix abonniert hat, der sollte mal reinschauen in Don’t Look Up – einen Film, der leider so absurd in die heutige Zeit passt, dass er fast schon eine Dokumentation sein könnte.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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35 Kommentare

  1. Krümelmonster says:

    So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein. Mir ging die Holzhammer-Satire binnen kurzer Zeit nur noch auf die Nerven. Jedes erdenkliche Klischee wurde abgearbeitet und für den Fall, dass irgendein Zuschauer nicht kapiert, welcher Schauspieler welche möglichen Personen aus der realen Wert verkörpern könnte, wurde es einem ständig vorgekaut, damit es auch der letzte Zuschauer versteht. Ich hatte den Eindruck, der Zuschauer wird für genauso dämlich gehalten, wie die gezeigte Bevölkerung im Film. Dazu die ständig weinerliche Leonardo-Synchro. Jonah Hill aufgrund seiner schauspielerischen „Leistung“ schon unaushaltbar, kein einziger Gag zündete für mich.

    Ich bin da eher entweder für plumpen Klamauk, oder Satire, die einem selbst noch Raum zum Denken einräumt. Habe ich beides nicht im Film gesehen, ist aber natürlich subjektiv. Der allgemeine Tenor scheint ja anders zu sein, was mich aber nicht wirklich kümmert.

    • Aber der 0815 braucht eben genau diese Holzhammer Methode, subtil bringt dich nicht immer weiter…

    • Haben den Film gestern gesehen und haben ihn super. Ich empfand ihn weniger als Satire. Seit Brexit und Trump halte ich diese extreme Überzeichnung (und da war wirklich kein Platz, es so subtil zu machen, dass es Interpretationsspielraum lässt!) für absolut realistisch. Für mich war es eher eine Doku.

    • Mir ging es ähnlich. Im Großen und Ganzen wirkte der Film auf mich schon verzweifelt.
      Hier hat man mit Gewalt versucht etwas komisch und nach Satire aussehen zu lassen und es ist trotzdem nicht gelungen. Da hilft auch keine Starbesetzung.
      Für mich ist es einer der schlechtesten Filme, die ich 2021 gesehen habe. Zudem lässt der mich fragen, wozu ich überhaut noch das Netflix-Abo habe. 🙂

    • Peter Brülls says:

      „Mir ging die Holzhammer-Satire binnen kurzer Zeit nur noch auf die Nerven. Jedes erdenkliche Klischee wurde abgearbeitet …“

      Ja, so geht es mir auch

      „und für den Fall, dass irgendein Zuschauer nicht kapiert, welcher Schauspieler welche möglichen Personen aus der realen Wert verkörpern könnte, wurde es einem ständig vorgekaut, damit es auch der letzte Zuschauer versteht.“

      Oh, Du redest ja ga richt über die letzten 20 Monate…

  2. Ich fand den Film super öde und viel zu sehr in die Länge gezogen. Die Satire über aktuelle Ereignisse wie Trump und Corona könnte ganz witzig sein und hat definitiv seine Momente, aber dann kommen immer wieder total sinnlose Dialoge die ewig in die Länge gezogen werden bei denen man sich ständig fragt was die mit der Geschichte überhaupt zu tun haben. Den Film zu Ende zu gucken hat wirklich Durchhaltevermögen gekostet. Das Ende ist immerhin witzig.

  3. Eine echt absurde Geschichte die ich mir in realen Leben aber auch gut vorstellen kann. Die Elite der Welt stoppt aus Gewinnsucht eine lebensrettende Mission und entwickelt einen Plan B gleich mit Plan C dazu. Ich habe echt bis zum ironischen Schluss durchgeschaut, obwohl der Film doch an manchen Stellen in die Länge gezogen wird. Man hätte das auch in 90 Minuten verpacken können, dann wäre es leichter verdaulich.
    4 von 5 Sternen, wenn es die bei Netflix gäbe…

  4. Ist im Film jemanden Donald Trump aufgefallen? Der sieht so real aus. Einfach nur Hammer.

    Ja es stimmt der Film ist etwas anstrengend. Doch wer sich und seine Emotionen meistert wird auch für sich selbst etwas aus dem Film abgewinnen.

    Für mich war es:

    1. Ruhe bewahren (glücklich ist wer vergisst was nicht zu ändern ist … thanks dad)
    2. liebe dich und deinen nächsten.

    In diesem Sinne danke Caschy!!! Setz dich weiterhin in deinem Blog ein, für das was du gern hast/machst. Bist ein wertvoller Mensch!!!

  5. Ich fand den Film weder plump noch öde, sondern einfach nur grossartig, Klar bedient er ein Klischee nach dem anderen, das aber mit Blick auf die heutige weltweit gespaltene Gesellschaft mit einer erschreckenden Wahrheitsnähe. Ich wusste oft nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war Corona noch nicht wirklich in Sicht, lässt sich aber ohne Probleme mit dem Horrorszenario einer drohenden Vernichtung durch einen Meteroiten austauschen…Mein persönliches Highlight (oder Downlight) war, Meryl Streep als geisteskranke Donald Trump Persiflage und Mark Rylance als CookBezosMusk…

  6. Der Film will sicher anderes aussagen, aber wenn das Szenario eintreten würde, bräuchte man wirklich nicht unbedingt hochsehen.
    Man fängt ja jetzt erst mit Projekten zur Asteroiden Abwehr an. Bei einen derartigen Brocken im Film ist da jegliche Maßnahme derzeit unrealistisch. Wenn der die Erde trifft, war’s das gewesen für das bekannte Leben.
    Wer will schon genau wissen wann man stirbt.

  7. Der Film ist ein absolutes Meisterwerk, mein Streaming Highlight 2021!

  8. Ich fand den Film nur schwer anschaubar. Aus mehreren Gründen: die Synchro war furchtbar, vor allem DiCaprio. Normalerweise schaue ich, wenn möglich, die OV, aber diesmal mit Familie gesehen. Er war quälend lang, was aber vielleicht auch die Hilflosigkeit der Protagonisten nochmal untersteicht. Letzten Endes war es aber auch das unheimliche Gefühl, das der Film gar nicht soweit weg von der Realität ist, wie man eigentlich glaubt oder glauben will… Die Anspielungen und Bezüge gehen vermutlich hauptsächlich auf die Trump-Regierung und ich weiß nicht wann der Film entstanden ist, aber vieles kann man auch auf die aktuelle COVID-Lage beziehen und wie Politik und Medien mit dem Thema umgehen. Vielleicht ist es deshalb so schmerzhaft den Film anzusehen, weil er für eine schwarze Satire einfach ZU aktuell ist… „zu früh“ wie man so schön sagt…

    • PS: ja, Trump und Covid waren ja auch parallel.. insofern streicht das „vermutlich“ 🙂 (Ich wünschte man könnte seine Beiträge editieren..hehe)

  9. Tja, habe direkt davor die Känguru Chroniken gesehen (dümmlicher Klamauk, werden den Büchern nicht im Ansatz gerecht). Danach war Dont Look Up richtig gut. Lei und Kate haben sich auch schön selbst auf die Schippe genommen.

  10. Der Film war schlichtweg 30 bis 45 Minuten zu lang. Hab ihn nicht zu Ende geschaut. Insgesamt hatte der Film seine Momente, aber kommt aus meiner Sicht nicht über Mittelmaß hinaus.

  11. Was für ein schlechter Film! Eine halbe Stunde habe ich ausgehalten, nach 15 Minuten schon desinteressiert am Smartphone gespielt. Die Scene mit Ariana Grande war dann letztendlich dafür verantwortlich das ich den Film ausgeschaltet habe. Was für eine völlig Niveaulose Vorstellung von Ariana Grande. Anscheinend hat man die Scene mit ihr gedreht damit man mit ihr werben kann.

    Ich schaue schon gerne Mal gute Komödien aber bei dem Film weiß ich echt nicht welches Genre der bedienen will.

    Für mich der schlechtesten Film 2021 und der schlechtesten mit Dicaprio überhaupt. Der Film ist noch nicht mal ein bisschen gut.

  12. Exklusiv bei Netflix ist falsch. Der Film wird auch in ausgewählten Kinos gezeigt. Kinostart war der 9.12.21

  13. Mein neuer Spruch „37% sind dagegen, dass der Meteorit auf der Erde einschlägt“ Grandios, alleine dafür hat sich die Doku äh Film gelohnt.

  14. Peter Brülls says:

    Jürgen aus Bottrop finde ich sehr überzeugend.

  15. Der Film war ungefähr eine Stunde zu lang

  16. So übertrieben ist der Film nicht einmal – vor allem, wenn man weiß, dass das Konzept schon vor Corona stand (auch wenn er erst während der Pandemie gedreht wurde). Was dort nämlich persifliert wird, ist nicht in erster Linie unsere Pandemiepolitik, sondern der Umgang mit dem menschengemachten Klimawandel. Und wenn Klimaforscher*innen reihenweise sagen, der Film sei keine Satire, sondern sie fühlen sich seit Jahrzehnten wie in diesem Film, dann sollten langsam auch alle Alarmglocken angehen.

    Holzhammer? Ja, manchmal. Aber mittlerweile braucht es diese drastischen Methoden, damit auch wirklich jede*r die Message mitbekommt.

    Wer den Film mag, dem empfehle ich auch diese Kolumne, die fast in dieselbe Kerbe schlägt (aber schon vor Ankündigung des Films veröffentlicht wurde): https://www.spiegel.de/kultur/nehmen-wir-mal-an-ein-asteroid-rast-auf-die-erde-zu-a-b843b3ee-5210-4a6a-a230-451b5340940c

    • Endlich mal jemand der verstanden hat, dass es im Film nicht um Parallelen zu Corona geht, sondern um den Klimawandel. Die ersten Kommentare sind ja schon echt am Thema vorbei sozusagen 🙂 nix verstehen aber Hauptsache sich empören.

      • Krümelmonster says:

        Die ersten Kommentare haben das C-Wort gar nicht erwähnt. Oder bei mir wird anders sortiert, wer weiß.

        Der Umgang mit Kommentaren zu diesem Film ist leider oft unschön. Wer ihn mag, der hat „es verstanden“, wer ihn nicht mag, der „versteht ihn nicht“. Das ist etwas zu einfach.

  17. goodvibesonly says:

    Unfassbar.
    Viele – auch hier weiter oben in den Kommentaren – scheinen überhaupt nicht zuverstehen, worum es ging. Wenn Ariana Grande eine peinliche Sängerin spielt die wichtiger ist als der drohende Weltuntergang, dann war genau das beabsichtigt. Das ging hier nicht um einen fiktiven Asteroiden Mit einem Asteroiden lies sich die Story halt auf 6 Monate verdichten. , Das ganze ist die exakte Reaktion der Menschheit auf den Klimawandel. Das ganze Komödie zu nennen ist in meinen Augen nur ein kleiner Trick, weil die Leute keine Filme mit depressiver Stimmung sehen wollen #goodvibesonly
    Für mich hatte der Film kaum etwas lustiges, da die ganzen Reaktionen und Mechaniken in Medien, Population und Regierung einfach nur dokumentarisch zeigten, was hier seit 40 Jahren läuft.
    Es ist ein großartiger Film.

  18. Der Film ist für mich super – zeigt ua spitzenmäßig, wie die ganze Leugnerszene arbeitet. Es gibt den Kometen nicht, grandios. Und bitter, denn in Sachen Corona sind ja auch Menschen dieser Meinung.

    Kleine Korinthe: Die „Astronomie-Studentin Kate Dibiasky (Jennifer Lawrence)“ ist Doktorandin. Sie hat als mindestens einen B.A., wohl eher einen Master schon in der Tasche 😉

  19. > hier Teil eins

    Ganze 5 Sekunden bis zum ersten Genderschluckauf. Paßt aber gut zum Woketainment-Format und Netflix.

  20. Ich fand den Film grandios (bis auf das Ende, die letzten 10 Minuten ging mir das alles zu schnell.

    Jetzt wollte ich die Dokus anschauen, auf die ich mich die Tage sehr gefreut habe, weil ich Jonathan Ross sehr mag.
    Ja, Pustekuchen. Ist gar nicht Jonathan Ross, sondern Ross Anthony (so wie es auch oben steht). Schade, schade.
    Naja, trotzdem mal reinschauen…

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