OnePlus 9 und OnePlus 9 Pro im Ersteindruck

Während mehr und mehr neue Informationen zum OnePlus 9 (Pro) durchsickerten, konnte ich mir pünktlich zum Launch die neuen OnePlus-Smartphones über die vergangenen eineinhalb Wochen bereits anschauen.  Entsprechend konnte ich mir von beiden Smartphones einen ersten Eindruck machen. Wie im letzten Jahr startet man wieder mit zwei Smartphones, deren Unterschiede in den Details zu finden sind. Dieser Beitrag widmet sich insbesondere dem OnePlus 9 Pro, soll aber auch erste Erfahrungen mit dem OnePlus 9 teilen, welches dem OnePlus 8T in den meisten Gesichtspunkten sehr ähnelt. Jenes, sowie das OnePlus 8 Pro, begleiten mich bereits länger als „Daily Driver“.

Preislich steigt das OnePlus 9 wieder höher ein, als noch das OnePlus 8T – gleichbleibend im Vergleich zum OnePlus 8: Ab 699 Euro gibt es das Smartphone in der Basis-Variante mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher. Für die Version mit 12 GB RAM und doppeltem Speicher werden gar 799 Euro fällig. Verfügbar ist das OnePlus 9 ab dem 26. April in den Farben Winter Mist, Arctic Sky (matt), Astral Black. Die matte Version Arctic Sky ist nur in der Maximalausstattung erhältlich. Das OnePlus 9 Pro liegt preislich mit seinem Vorgänger gleichauf: Für 8 GB / 128 GB werden 899 Euro fällig, bei 12 GB / 256 GB kratzt man abermals mit 999 Euro an einem vierstelligen Preisschild. Zur Wahl stehen drei Farben: Morning Mist, Pine Green und Stellar Black, wobei Pine Green der Maximalkonfiguration vorbehalten bleibt. Mir vorliegend sind beide Smartphones in Maximalausstattung. In den Farben: Morning Mist (9 Pro) sowie Winter Mist (9) – beide (leider) glänzend.

OnePlus 9 OnePlus 9 Pro
Display 6,55″, 2400 x 1080 Pixel (402 ppi), 120 Hz, AMOLED 6,7″, 1440 x 3216 Pixel (525 ppi), 120 Hz, AMOLED (LTPO), 10-bit
CPU Qualcomm Snapdragon 888 Qualcomm Snapdragon 888
RAM 8/12 GB (LPDDR5) 8/12 GB (LPDDR5)
Speicher 128/256GB (UFS3.1) 128/256GB (UFS3.1)
Kamera Frontkamera: IMX471 (16 MP, f/2.4, EIS, Fixed Fokus)
Hauptkamera: Sony IMX689 (48 MP, f/1.8, EIS)
Ultraweitwinkelkamera: Sony IMX766 (50 MP, f/2.2, Freeform)
Monochromkamera: 2 MP
Sonstiges: Autofokus (PDFA+ CAF Video (8K 30fps/ 4K 60fps)
Frontkamera: IMX471 (16 MP, f/2.4, EIS, Fixed Fokus)
Hauptkamera: Sony IMX789 (23mm, 48 MP, f/1.8, OIS, EIS)
Ultraweitwinkelkamera: Sony IMX766 (14mm, 50 MP, f/2.2, Freeform)
Telephoto: 8 MP f/2.4
Monochromkamera: 2 MP
Sonstiges: Autofokus (PDFA+ LAF CAF Video (8K 30fps/ 4K 120fps)
Wi-Fi 2×2 MIMO, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/ax, 2.4G/5G, Wi-Fi 6 2×2 MIMO, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/ax, 2.4G/5G, Wi-Fi 6
Frequenzbänder GSM : B2, 3, 5, 8
WCDMA : B1, 2, 4, 5, 8, 9, 19
LTE-FDD : B1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 66
LTE-TDD : B38, 39, 40, 41
5G NSA : N1, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 78
5G SA: N1, 3, 7, 28, 41, 78
GSM : B2, 3, 5, 8
WCDMA : B1, 2, 4, 5, 8, 9, 19
LTE-FDD : B1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 66
LTE-TDD : B38, 39, 40, 41
5G NSA : N1, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 77, 78
5G SA : N1, 3, 7, 28, 41, 78
Akku 4500 mAh, Warp65T, 15W Qi 4500 mAh, Warp65T, Warp50 Wireless
Abmessungen 160*74.2*8.7mm 163.2*73.6*8.7mm
Gewicht 192g 197 g
Farben Winter Mist, Arctic Sky, Astral Black Morning Mist, Pine Green, Stellar Black

OnePlus 9

RAM ROM Farben Preis
8GB 128GB Arctic Sky, Astral Black 699 Euro
12GB 256GB Astral Black, Winter Mist 799 Euro

OnePlus 9 Pro

RAM ROM Farben Preis
8GB 128GB Morning Mist, Stellar Black 899 Euro
12GB 256GB Morning Mist, Stellar Black, Pine Green 999 Euro

Ausgepackt, angefasst & angeschaltet

Die Farben der neuen OnePlus-Smartphones sind Geschmackssache. Mit einem wahnsinnig glänzenden Design konnte mich die vorliegende Farbauswahl nicht abholen: Die spiegelnden Rückseiten sind (im unteren Bereich) ein Fingerabdruckmagnet und ganz schön rutschig. Ein Case dürfte für die meisten Käufer Pflicht sein. Jenes dient auch dem Ausgleich des Kamera-Buckels auf der Rückseite. Im Lieferumfang beiliegend sind Gummi-Hüllen. Sowie – man muss es ja inzwischen erwähnen – ein Netzteil mitsamt Kabel. Beim Netzteil handelt es sich um das Schnellladegerät mit 65 Watt „Warp 65T“.

Wie die Haptik und Griffigkeit bei den mattierten Varianten aussehen, kann ich leider nicht sagen – jene hätten mich aber allein aufgrund des Aussehens mehr gereizt. In Sachen Verarbeitung fassen sich beide Smartphones sehr hochwertig an. Verarbeitungstechnisch bietet man da gewohnte Premium-Qualität – zum Premium-Preis. Notieren möchte ich an dieser Stelle jedoch, dass man beim OnePlus 9 nun auf einen Rahmen aus „glasfaserverstärktem Kunststoff“ setzt.

Jener ist so aufbereitet, dass man da optisch kaum Unterschiede sieht. Auch haptisch sind die Unterschiede nur marginal – den meisten dürfte es im Alltag nicht auffallen, mutet aber minimal weniger hochwertig an. Wieso die Rahmen glänzen müssen wie die Rückseite ist mir (auch bei anderen Herstellern) ein Rätsel.

Festzuhalten bleibt noch, dass beide Smartphones eine ähnliche Größe aufweisen. Beide Smartphones sind nicht gerade klein. Aufgrund des gut ausbalancierten Gewichts und abgerundeter Rückseite liegen beide Smartphones nahezu gleichermaßen gut in der Hand. In puncto Haptik bleiben noch die ausgesprochen guten Druckpunkte der Tasten. Für mich nach wie vor ungeschlagen: Der Alert-Slider, welcher zwischen den Modi Lautlos, Vibration und Laut hin und herwechseln kann: inklusive tollem, haptischem Feedback. Jenes gibt es durch den überaus gelungenen Vibrationsmotor inzwischen auch beim Verstellen von Lautstärke- und Helligkeitsregler über den Touchscreen. Es sind eben solche Details, die für ein rundes Gesamtpaket sorgen.

Beeindruckende Displays: Hell, farbecht und flüssig mit 120 Hertz Bildwiederholrate

OnePlus setzt auch bei seinen neusten Smartphones auf AMOLED-Panels: farbecht, blickwinkelstabil sowie hell. Außerdem bietet man mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz ein flüssiges Bedienerlebnis. Das Display vom OnePlus 9 ähnelt jenem aus dem 8T doch sehr stark: Das hatte ich damals hier beschrieben. Das Display ist wie beim 8T flach. Beim Pro-Modell packt man wiedermal eine Schippe drauf: Hier setzt man erstmals auf eine LTPO-Technologie mit variabler Refreshrate zwischen 1 Hz und 120 Hz und 10 Bit. Aufgrund smarter Anpassung soll man hier Energie einsparen.

Automatisch passt sich zudem die QHD+-Auflösung je nach Nutzungsszenario an. Die weiter erhöhte Touch-Refreshrate von bis zu 360 Hz ist wohl nur noch etwas, bei dem Gamer einen Unterschied spüren. Das Display-Panel ist wohl das derzeit Beste, was der Markt zu bieten hat. Normalerweise störe ich mich am Curved-Design und hatte plane Displays bevorzugt: Hier ist die Krümmung jedoch so angenehm klein, dass es keine optischen Beeinträchtigungen bzw. Hindernisse bei der Bedienung gibt. Im Gegenteil: Bei der Zurück-Geste ist die Krümmung sogar recht angenehm. Quasi ein guter Kompromiss aus beiden Welten.

Performance: Für die meisten wohl ohnehin zu überdimensioniert

In Sachen (spürbarer) Performance bleibt das Display aufgrund der hohen Bildwiederholrate weiterhin der „Antrieb“. Entsprechend verzichte ich auf Benchmarks. Der verbaute Qualcomm Snapdragon 888 dürfte für die meisten Nutzer überdimensioniert sein – selbst für solche, die am Smartphone spielen. Eine Überhitzung, wie sie teils bei anderen Snapdragon-888-Geräten vermeldet werden, konnte ich bei (normaler) Nutzung nicht feststellen. Der RAM ist mit LPDDR5 und der Speicher mit UFS 3.1 in Sachen Geschwindigkeit ebenso das Beste, was man derzeit verbaut. Da gibt es also absolut nichts zu meckern. Apps starten schnell, sind direkt ansprechbar. Da greift also alles – auch Software und Hardware – Hand in Hand und es flutscht.

Warp-Laden: Drahtlose und Kabelgebundene Druckbetankung

Dank 4500-mAh-Dual-Cell-Akku kann über Kabel mit 65 Watt geladen werden. Kennen wir bereits unter anderem vom OnePlus 8T: Funktioniert und bleibt zuverlässig kühl. Die Akkuzelle mitsamt Innenwiderstand sowie die Ladesoftware hat man nun „gepimpt“, sodass man die Druckbetankung mit 65 Watt eine längere Zeit durchhält. Ergebnis: Beide Smartphones lassen sich von 0 auf 100 in einer knappen halben Stunde kabelgebunden befüllen. Zum Vergleich: Beim OnePlus 8T lag man mit selber Ladeleistung knapp 7-8 Minuten drüber. Über Nacht muss somit nicht mehr geladen werden.

Erstmals werden beide Modelle kabellos geladen: Während man beim OnePlus 9 auf 15 Watt über den Qi-Standard setzt, sind beim OnePlus 9 Pro bis zu 50 Watt mit dem neuen, optionalen Warp Wireless 50 Charger möglich. Hier hat man dazugelernt: Das Kabel ist hier nun separierbar – das Netzteil hingegen liegt dem Lieferumfang dafür nicht bei. Dennoch schlägt das Ladegerät mit rund 70 Euro zu Buche. Der drahtlose Lader ist optisch kaum anders als der Vorgänger und beinhaltet ebenso einen Lüfter. Neu ist die Möglichkeit das Smartphone sowohl horizontal, als auch vertikal platzieren zu können.

Neu ist hier nun der Betrieb über das PD-Protokoll. Kurios: Das originale Warp-65-Netzteil liefert bekanntlich Power Delivery (PD) nur mit 45 Watt und somit für den drahtlosen Lader keine Maximalgeschwindigkeit. Bei einem 60 Watt PD-Netzteil wurde mir zumindest bislang keine Schnellladung angezeigt. Sobald mir dazu genauere Infos vorliegen reiche ich jene nach. Mit Maximalgeschwindigkeit soll sich der Akku in einer knappen dreiviertel Stunde komplett befüllen lassen. Damit ist man – wie beworben – (erheblich) schneller unterwegs, als manche Modelle über Kabel.

Im Vergleich zum Pro-Modell wirken die 15 Watt Qi des OnePlus 9 „mickrig“. Vergleicht man das aber mit anderen Herstellern und Modellen, so liegt man da durchaus gut im Rennen. Wie OnePlus richtig erkannt hat: Drahtloses Aufladen ist Pflicht bei den Preisen, die man so aufruft. Und den meisten dürfte das wohl ausreichen. Insbesondere die Fraktion: Mir geht es nur drum, das Smartphone über Nacht auf eine Ladeplatte zu legen.

Schnelles Aufladen ist wichtig, da man bei der Akkulaufzeit keine Glanzleistungen abliefert. Man kommt sowohl mit dem OnePlus 9, als auch mit dem Pro-Modell mit ordentlicher Nutzung gut durch den Tag. Ausdauernd ist der Akku jedoch nicht: Mit meiner Nutzung kam ich lediglich an die 5 Stunden Display-An-Zeit. Vergleichbare, ähnliche Werte bei beiden Modellen. Ich bin gespannt, wann man hier mal in Richtung „überdurchschnittlich“ nachlegt.

Don’t Hassel The Blad- Hasselblad-Kooperation macht Lust auf mehr: Ultraweitwinkel auf Hauptkamera-Niveau

Nach zugegebenermaßen etwas wenig Zeit wage ich mir dennoch ein erstes Urteil zur Kamera zu erlauben. Im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen bietet man ein wesentlich überarbeitetes Point-and-Shoot-Erlebnis in beiden Modellen: nicht auf Pixel-Niveau, aber es wird. Ich kann mir zudem vorstellen, dass OnePlus wieder kurz vor knapp mit Updates um sich wirft, welche Feinschliff bieten sollen. Zur Frontkamera: Da bietet man nahezu identische Ergebnisse wie schon bei zahlreichen Vorgänger-Modellen. Kein Wunder: Der Sensor blieb unverändert.

Die Bilder: Detailreich und farbecht. Schon im vergangenen Jahr konnte man mit guten HDR-Ergebnissen sowie tollen Fotos bei ausreichend Tageslicht aufwarten. Das OnePlus 9 bietet mit dem IMX689 gar den gleichen Sensor, der vergangenes Jahr noch im OnePlus 8 Pro steckte. Das OnePlus 9 Pro kann mit neuem Sony IMX 789 aufwarten, der nochmals lichtempfindlicher ist, was einen Einsatz in schwierigen Lichtsituationen erheblich verbessert (Stichwort: Nachtmodus).

Tolle Ergebnisse lassen sich auch mit der Ultraweitwinkelkamera erzielen. Die macht wohl mit dem IMX766 in beiden Smartphones den größten Sprung: unverzerrte (Freeform-Objektiv), scharfe Bilder. Man hat nicht mehr den Wunsch aufgrund von „Qualitätseinbußen“ zur Hauptlinse zu wechseln, denn was sich nun im 140-Grad-Sichtfeld abspielt, ist definitiv auf Hauptkamera-Niveau. Zudem: Die Ultraweitwinkellinse bietet gute Makro-Ergebnisse, aufgrund geringer Naheinstellgrenze von 3-4 Zentimetern.

Größtes Manko ist und bleibt der Zoom: Beim OnePlus 9 lassen sich nur in niedrigen Zoom-Stufen annehmbare Ergebnisse erzielen. Beim OnePlus 9 Pro gibt es für bis zu fünffachen Zoom dank 3,3-fach-Linse doch recht gute Ergebnisse. Zehnfacher Zoom ist bei ausreichend Licht auch annehmbar. Alles darüber hinaus hat maximal Schnappschuss-Charakter.

Sonstiges? Einen guten Sprung legt man auch in Sachen Video-Aufnahmen hin: Schneller Fokus, tolle Funktionen sowie flüssige Ergebnisse. Mit 4K bei 120 FPS und 8K bei 30 FPS liegt man da beim Pro-Modell nun auch am Zahn der Zeit. Gefühlt hat man auch beim Portrait-Modus nochmals weiter zugelegt. Jener stellt zuverlässig frei. Lediglich bei schwierigen Motiven wie starken Locken hat man beim Reinzoomen merkbare Probleme – wie jedes Smartphone. Die beworbene Farbgebung von Hasselblad gibt es im Moment leider nur für den „Pro-Modus“: Jener hat mit Funktionen wie Focus Peaking aber an nützlichen Neuerungen hinzugewonnen, die es auch unbedarften Einsteigern im manuellen Modus erleichtern. Soll künftig – via Software-Update – aber auch auf Automatik-Modi ausgerollt werden.

Der Wechsel zwischen den einzelnen Linsen ist nun flüssiger. Alles andere als flüssig und aufeinander abgestimmt: der Weißabgleich. Bilder sehen mit allen Linsen sehr unterschiedlich aus. Da muss man echt nochmals ran. Der größte Sprung ist bei der Ultraweitwinkellinse zu verzeichnen, bei der Hauptkamera eher im Point-and-Shoot-Erlebnis sowie bei schlechten Lichtbedingungen. Die Hasselblad-Kooperation ist noch sehr jung, macht aber definitiv Lust auf mehr – Luft nach oben ist noch, insbesondere beim Zoom. Einen eigenen Eindruck könnt ihr euch mithilfe der Testfotos des OnePlus 9 sowie des OnePlus 9 Pro selbst machen.

Sonstiges: Ein paar Worte und Anmerkungen am Rande

Ein paar letzte Worte und Feststellungen würde ich vor meinem Fazit noch gerne loswerden. Da wäre zum einen der Fingerabdruckscanner. Jener funktioniert wie in den OnePlus-Smartphones davor fix und zuverlässig und ist – trotz Aufschwung bei der Ultraschall-Technologie – nach wie vor optisch. Im OnePlus 9 und OnePlus 9 Pro sitzt jener Fingerabdruckscanner ausgesprochen tief. Ein gutes Stück tiefer als noch beim OnePlus 8T oder dem 8 Pro. Fühlt sich für mich komisch an, ob dies nur der derzeitigen Gewohnheit geschuldet ist, kann ich bisher nicht sagen.

Kritik an OxygenOS 11 habe ich bereits an diversen Stellen im Blog geäußert: Für mich nicht komplett rund – die Konzepte wussten da mehr zu überzeugen. Nett ist, dass man nun für wichtige Apps, wie beim Pixel, auf die Google-Apps setzt (beispielsweise Kontaktbuch-, Telefon- und SMS-App). Nachgelassen hat man bei den letzten Modellen mit Updates: Sowohl die Geschwindigkeit und Frequenz als auch teils die Stabilität sind nicht das Niveau, was man mal einst bot. Ich hoffe stark, man packt sich da wieder an die eigene Nase. Zudem zeigen mittlerweile auch im Android-Segment andere Hersteller, dass man Geräte durchaus über Jahre versorgen kann. Da sollte OnePlus bei ähnlichen Premium-Preisen unbedingt nachlegen und mindestens gleichziehen.

An den Stereolautsprechern, dem Telefonie-Erlebnis und Co. gibt es nichts auszusetzen: vergleichbar zu den vorherigen Modellen. Auch zum Ursprungs-Zweck taugen die Smartphones also.

Fazit: OnePlus-typisch eine runde Angelegenheit

Alles in allem bietet OnePlus – zu gleichbleibendem Preis beim Pro-Modell – wieder ein rundes Gesamtpaket an: 120 Hz sorgen für eine flüssige Erfahrung, beim Display bietet man im Pro-Modell das Beste vom Besten. Design ist wohl Geschmackssache. Ich tippe aber darauf, dass die matten Varianten mich da durchaus abholen. In Sachen Haptik hat man einiges anzubieten: Angefangen beim tollen Vibrationsfeedback, bis hin zum Alert Slider – man schaut eben auch auf Details.

Die Hasselblad-Kooperation der Kamera hat Luft nach oben, macht aber auch Lust auf mehr: Im Vergleich zu anderen Herstellern sticht hier durchaus die Ultraweitwinkellinse heraus. Auch die Hauptkamera weiß – in teils schwierigen Lichtsituationen – zu gefallen. Nachbesserungsbedarf gibt es wohl am ehesten bei der Software sowie bei den verbauten Sensoren. Eine geplante Ausweitung des Hasselblad-Know-Hows könnte Dinge wie mangelnden einheitlichen Weißabgleich da noch in den Griff bekommen.

Die Druckbetankung des Akkus ist sowohl mit Kabel als auch kabellos atemberaubend. Nachlegen darf aber dennoch gerne mal bei den Akkulaufzeiten. Außerdem besteht Optimierungsbedarf bei Software-Updates, da machte man leider Rückschritte für die Preisgefilde, in denen man nun schon länger wildert. Die Konkurrenz (Samsung, Google) ist da durchaus besser bedient. Geräte wie das N100 / N10 5G auf den Markt werfen, ist eben nicht alles.

Wer mit einem direkten Vorgänger aus dem letzten oder auch vorletzten Jahr im Pro-Bereich unterwegs ist, der darf wohl durchaus noch eine weitere Generation bis zum Upgrade warten. Wer zum OnePlus 9 greifen will, für den dürfte alternativ ein Blick in Richtung 8 Pro oder 8T (rein preislich) eine Idee sein: Denn da liegt man preislich sicherlich attraktiver und das OnePlus 9 ist so quasi ein Hybrid mit dem Besten aus beiden Geräten. Den meisten wird ein OnePlus 9 wohl auch genügen, das Pro-Modell bietet in einigen Bereichen, z. B. Display oder eben auch Kamera, dann eben das gewisse Etwas mehr, für das ihr aber eben auch tiefer in den Geldbeutel greifen müsst.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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16 Kommentare

  1. @Felix (und Caschy) Könnt ihr evtl. mal eine Vergleichstest mit einem aktuellen Pixel machen? Mich würde echt interessieren wie ein OP9 (Pro) hier abschneidet. Darf ja auf keinen Fall schlechter sein, da die Sensoren um einiges aktueller sind. Nur vermasselt OnePlus ja gerne die Software (Stichwort: Comic oder Ölgemälde), was ja Googles Königsdiziplin ist.

    • Felix Frank says:

      Hab solche Details, wie auch „Video“ (siehe „Boomer“) auf dem Schirm. Aber dafür ist so ne kurze Zeitspanne halt schlicht zu knapp. Wenn sich genügend Punkte für ein Follow-up zusammentun, dann nehme ich die Punkte mit auf 🙂

  2. psychonaut says:

    Sollten die 9er Modelle nicht mit ColorOS und nicht mehr mit OxygenOS ausgeliefert werden?

    • Felix Frank says:

      China nur!

      • Warum das jetzt schon wieder? Was soll das wieder werden?

        • Felix Frank says:

          Macht doch Sinn: Die verspielte Oberfläche richtet sich vornehmlich an den chinesischen Markt. (Auch wenn Oppo die Oberfläche auch hier zum Einsatz bringt)

        • @Legomio: In China wurde bisher auch kein Oxygen OS eingesetzt, sondern Hydrogen OS. Insofern verstehe ich deine Frage nicht. Es war bisher kein Oxygen OS und wird auch in Zukunft kein Oxygen OS sein, daran ändert Color OS nichts.

  3. Etwas mehr zum Thema „Video“ wäre schön gewesen. Wie steht es beispielsweise um eine Bildstabilisierung?

  4. 1000€ mit doch weiter entfenten OxygenOS 11 und doch immer schlechter werdendem Software Support? Hmm müsste man echt mit Samsung oder den Iphone 12 pro oder wenn wir bei 2021 bleiben mit einem Iphone 13 pro vergleichen.

    Würde 1+ mit Samsung mit 4 Jahren der Updates gleich ziehen okay, wobei selbst bei Samsung die 4 Jahre ja nicht 4 Androidversionen sind wie bei Apple eben doch 5 Jahre auch 5 IOS Versionen sind. Wer eben für 1000€ eben lange die neuste BS Version haben will kommt um Apple nicht herum.

    • Leider hast du hier Recht. Jedes Updateversprechen im Android Bereich kann am Ende nur heiße Luft sein. Die Hersteller verpflichten sich ja zu rein gar nichts. Aus meiner Sicht ist auch Android One und ebenso Nokia gescheitert. Man sieht es aktuell auch sehr schön an OnePlus, dass Updatezusagen nichts mit dem Zeitraum zu tun haben. Android 12 kommt wohl im September und die OP 6er-Reihe erhält Android 11, na dolle Wurst.

      • @ net1234 deswegen hatte ich nach 10 Jahren Android die Nase voll sich auf leere Worthülsen zu verlassen oder selber mit Castomrom´s rum zu basteln. Auch IOS hat seine Nachteile, aber ich wollte auch ein kleines Smartphone, welche man leider bei Android nicht mehr findet, genauso ra sind Smartwatches mit eSim gesäht.

        Daher ist es das 12mini mit der Watch 6 geworden. Bis jetzt nix bereut. Gerade das Magsafe ist schon eine coole gut funktionierende Sache.

        • Das wäre mir mittlerweile zu klein. Ich weiß noch damals, als ich zum ersten mal ein Galaxy S3 bei MM gesehen habe. War eines der ersten Smartphones mit (heute lächerlichen) 4,7″ Display. Nie im leben wollte ich mir so rein riesen Schlachtschiff kaufen 😉 Immer wieder musste ich mich anpassen und bin nun eigentlich ganz glücklich mit 6,5″ beim OP7T. Da ich kein Tablet möchte ist dies ein guter Kompromiss, größer muss es aber nicht werden. Nach unten hin wären 6,1″/6,2″ meine Schmerzgrenze, bei voller Gehäuseausnutzung.

          • @ net1234 ich hatte vorher das Mi9T mit 6,39 zoll. es wurde mir mit der Zeit zu Groß zu schwer. Ich bin mit den 5,4 Zoll super zu frieden. Aber was mach icht mit dem Ding? Naja Nachrichten schreiben, nach dem Wetter gucken, vlt. mal eine News lesen. Für alles andere hab ich mein Tablet.

            • Warum dann kein Pixel 4a (5G)? Die sind eigentlich perfekt vom Formfaktor und Gewicht. Bei Apple würde es bei mir wohl auf ein 12 Pro hinlaufen. Auf eine Apple Watch bin ich ja schon neidisch. Smartwatch kann tatsächlich nur Apple, im Android-Bereiche kann man wirklich ALLE in die Tonne treten! Das sage ich als ausschließlicher Android-User.

              • @net1234 hatte vorher die Fossil QSport war okay, wollte aber eben eine Watch mit esim, damit das Phone im Sommer Mal daheim bleiben kann. Das 4a 5g ist wieder größer und das 4a hat kein 5g. Außerdem gibt’s eben nur 3 Jahre und nicht wie Apple 5 Jahre.

  5. Nur 5 Stunden Displayonzeit? Das ist wenig. Der Plastikrahmen gefällt mir jetzt auch nicht so gut. Danke für die Vorstellung.

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