Die Geschichte rund um ZTE haben unsere Leser vielleicht mitbekommen. Bereits Mitte April wurde bekannt, dass das Unternehmen aufgrund diverser Verstöße bezüglich einzuhaltender Sanktionen (keine Lieferung von Smartphones mit Qualcomm-Chips in sanktionierte Länder) gegen Nordkorea und den Iran keinerlei Hard- oder Software mehr aus den USA beziehen darf.
Das bedeutet für ein Unternehmen, welches unter anderem auf Prozessoren von Qualcomm und Software von Google setzt, praktisch einen Wirkungstreffer sondergleichen. So stark, dass das Unternehmen von sich aus bekannt gab, dass man unter Umständen den Betrieb in vielen Bereichen einstellen müsse. Zwar gibt es noch genügend finanzielle Reserven, um Schritte und Alternativen zu prüfen, doch die ganze Geschichte ist bisher ein Damoklesschwert für das 1985 gegründete Unternehmen aus China, welches in Düsseldorf seine Deutschlandzentrale hat.
Nun wirft sich der derzeit wohl bekannteste Politiker der Welt, Donald Trump, ins Rennen: „Der chinesische Präsident Xi und ich arbeiten zusammen, um der großen chinesischen Telefongesellschaft ZTE schnell wieder den Weg ins Geschäft zu ebnen. Zu viele Arbeitsplätze gehen in China verloren. Das Handelsministerium wurde angewiesen, es zu erledigen!“ twitterte der kontrovers diskutierte Staatsmann am frühen Sonntagabend deutscher Zeit. Da darf man nun mal schauen, wie sich diese Geschichte weiter entwickelt. Laut eigener Angaben hat ZTE um die 70.000 Mitarbeiter weltweit.
