DNG Processor für Android entwickelt Eure RAW-Aufnahmen im Hintergrund

Smartphone-Kameras sind heute schon sehr leistungsfähig. Manche bieten auch die Möglichkeit, RAW-Aufnahmen anzufertigen. Diese entwickelt man dann quasi im Nachhinein zu einem Bild, so sind in diversen Bereichen oft sehr viel bessere Ergebnisse möglich, als es bei Nutzung des komprimierten JPGs aus der Kamera-App der Fall ist. Dieses Entwickeln kann Euch eine gute Kamera-App abnehmen, leider gibt es diesbezüglich aber öfter Probleme. Nutzer eines OnePlus 5T kennen eventuell den Wasserfarben-Effekt.

DNG Processor ist eine simple App, die RAW-Aufnahmen im Hintergrund entwickelt. Man kann einige Einstellungen vornehmen, so die Ergebnisse beeinflussen. Die RAW-Datei bleibt dabei erhalten, es ist also weniger tragisch, sollte man einmal mit einem Ergebnis nicht zufrieden sein. Die entwickelten Bilder findet man in einem extra Ordner, den Speicherplatz dafür kann man ebenfalls festlegen.

Ich habe das Ganze mal mit dem Huawei P30 Pro ausprobiert und alle Einstellungen auf Standard belassen. Meiner Meinung nach können sich die Ergebnisse durchaus sehen lassen (auch wenn es im Fall vom P30 Pro nicht unbedingt nötig wäre, auf eine solche App zurückzugreifen). Hier einfach einmal ein paar durch DNG Processor getunte Bilder, für das Blog komprimiert, aber Ihr seht, wo die Reise mit hingeht (die Originale, wie sie von DNG Processor ausgegeben werden, könnt Ihr bei Interesse über Google Drive laden).

Ausprobieren könnt Ihr DNG Processor auch selbst, die Open-Source-App ist kostenlos auch via Google Play Store verfügbar. Voraussetzung ist nur, dass Euer Smartphone auch RAW-Aufnahmen anfertigen kann. Sollte dies nicht über die Standard-Kamera-App möglich sein, kann man sich zum Beispiel auch mit Open Camera behelfen. Die normale Kamera-App wäre nach Angabe des Entwicklers aber für die Aufnahmen zu bevorzugen.

Lasst mal wissen, ob Ihr RAW-Aufnahmen mit dem Smartphone anfertigt und einen Nutzen aus einer solchen App ziehen könnt.

DNG Processor
DNG Processor
Entwickler: Amir Zaidi
Preis: Kostenlos

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

10 Kommentare

  1. Komisch nicht kompatibel mit einem P20 Pro

  2. oblivionevil says:

    Sieht auf den oneplus 3t einfach nur schlimm aus.
    Einfach einen gcam port nehmen und fertig =)

  3. P20 Pro: “ Dein Gerät ist nicht mit der App kompatibel.“ Und tschüss!
    Übrigens, Snapseed bearbeitet auch DNG. Nur mal so als Tipp.

  4. Also die Beispiele im Blog sehen doch einfach nur extrem unterbelichtet und unscharf aus. Oder bin ich der einzige der das so sieht? (Die Unschärfe kann natürlich auch durch die Kompression entstanden sein)

  5. Vergleichsbilder, vorher nachher, wären halt mal cool gewesen zu sehen…

  6. Also irgendwie macht die Beschreibung auf Github wenig Sinn.. Wenn die App selbst keine Bilder aufnimmt, wie soll sie dann eine Alternative zu den GCam Ports sein?

    Zudem erschließt mich der Nutzen einfach nicht, wenn die APP im Hintergrund arbeitet, dann kann sie ja nur mit fixen presets arbeiten, so daß der Nutzen gegenüber einer Kamera-App die sowohl RAW und JPGs gleichzeitig speichert gleich null ist..

    • Der Nutzen ist – jedenfalls wenn die App gut funktioniert – dass man unabhängig ist von den Einstellungen mir der die eingebaute Kamera jpgs entwickelt, man legt einfach eigene fest und hat ohne Handarbeit ratzfatz schöne jpgs zum Teilen. Und die gcam läuft nicht auf allen Geräten.

      Das Problem dürfte im Funktionsumfang und in der Bedienbarkeit der App liegen. Zum Beispiel muss man ein Bild mit ISO 2000 anders entrauschen als eines mit ISO 100 und wenn es ein lowlight ISO 2000 Bild ist muss man es noch Mal anders entrauschen als eines dessen ISO nur hoch gewählt wurde um Bewegungsunschärfe durch eine zu lange Belichtungszeit zu vermeiden… Eine gute App wird also schnell sehr kompliziert (genau wie manche gcam mods, die viele Einstellungen bieten die Mangels Dokumentation aber schlecht bedienbar sind) und eine App der zu viele Einstellungen fehlen enttäuscht bei den Ergebnissen…

      • Ich sehe da einfach keinen entsprechenden Nutzen für einen Workflow. Wie du schon sagst, je nach Bild muss man es einfach anders entwickeln. Wenn ich es „automatisiert“ haben möchte, kann ich gleich das von der Kamera- App erstellte JPG nutzen.. Und heutzutage unterstützen die meisten Kamera- Apps das Speichern von JPG und Raw- Bildern, selbst die der meisten (namenhaften) Smartphoneherstellern.

        Wenn ich es „richtig“ machen will, dann mach ich es am PC mittels Lightroom, RawTherapee oder Darktable. Ich würde mal sagen für die ambitionierten Knipser ergibt sich kein Nutzen, da diese oftmals schon einen Workflow mit RAWs von ihren anderen Kameras entwickelt haben (ich nehme ja gerade in RAW auf, damit ich bei jedem Bild die Kontrolle habe und nicht irgendeinen Standardalgorhythmus das versaubeueteln lassen will) und für den Durchschnittsknipser ist es einfach nicht von belang, da ihnen die Ergebnisse ihrer normalen Photoapp komplett ausreichen und sie von von RAW Photos eh noch nie was gehört haben.

  7. Alle mir bekannten Kamera-Apps lassen sich so einstellen, dass neben der DNG Datei auch ein entsprechendes jpg gespeichert wird. Will man aber doch mal mehr aus einem DNG herausholen, als das jpg hergibt, dann tut z.b. snapseed beste Dienste. Somit besteht kein Bedarf, irgendeine Umwandlung im Hintergrund laufen zu lassen. Der Sinn dieses DNG Processors erschließt sich mir also nicht direkt.

    Die Qualität der jpgs hängt auch viel von der verwendeten Kamera-App ab. So kann man z.b. bei Open Camera die angewandte Rauschunterdrückung konfigurieren, was wiederum bei der normalen App meines Pixels nicht geht. Seltsamerweise sind die DNG File aus der Stock Android App nur halb so groß, wie die mit Open Camera gemachten. Dies ist halbwegs suspekt, denn RAW (DNG) bedeutet ja das Aufnehmen aller verfügbaren Daten des Sensors.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.