
Die DKB verabschiedete sich mit Negativzinsen ab 50.000 Euro und einer rundum erneuerten mobilen App ab in die „Sommerpause an Neuigkeiten“. Derzeit informiert man Kunden darüber, dass man nun eine Visa-Debitkarte einführen möchte. Für Bestandskunden wird hierbei aufgrund des BGH-Urteils das Einverständnis fällig, für Neukunden ändert sich ebenfalls einiges an der bisherigen Nutzung des DKB-Kontos.
Die Visa-Debitkarte preist man in der Kundeninformation als „neue kostenlose Karte zum Girokonto“ an, welche die „Funktionen von Girokarte und DKB-Visa-Card“ quasi vereint. Statt zwei Karten sollen im Alltag nur noch eine reichen, so die Versprechungen DKB, die man hierzulande aber wohl eher mit Vorsicht genießen sollte. Die neue Visa-Debitkarte sendet man Bestandskunden im ersten Halbjahr in 2022 zu. Aktiviert man die Karte und vergibt eine Wunsch-PIN, dann stimmt man den neuen Bedingungen zu.
Die wichtigsten Unterschiede hat man seitens der DKB in tabellarischer Form zusammengefasst:
Zahlungen gehen bei der neuen Visa-Debitkarte nun direkt vom Konto ab, zudem lässt sich eine Wunsch-Pin festlegen. Was man seitens der DKB verschweigt: Die Akzeptanz der Visa-Card ist zwar durch das kontaktlose Zahlen mit Apple und Google Pay immens gestiegen, noch immer gibt es aber einige Restaurants und Lokalitäten, da wird eben nur die Girocard akzeptiert („Eh-Zeh“ ab 10 Euro!). Wer vorrangig bei Ketten einkauft und auch bisher gut mit der Visa-Kreditkarte zurechtkam, der wird wohl tatsächlich kaum Unterschiede bemerken und der kann die Visa-Debitkarte dann tatsächlich vom Direkt-Abbuchungs-System recht ähnlich nutzen. Einzig und allein beim Buchen von Mietwagen bzw. der Auslandsnutzung könnten sich (regional) durchaus Nachteile des Debit- anstatt des Credit-Systems ergeben.
Für Bestandskunden gilt ohnehin: Die Visa-Kreditkarte wird kostenpflichtig und schlägt mit monatlich 2,49 Euro zu Buche, die Girocard selbst kann kostenlos behalten werden und „koexistieren“.
Anders sieht es bei Neukunden aus. Da werden für die Visa-Kreditkarte ebenfalls 2,49 Euro monatlich fällig, aber auch die Girokarte ist zahlungspflichtig. Jene erhält man zwar für einen überschaubaren Betrag, aber monatlich werden dennoch 0,99 Euro monatlich bzw. 11,88 jährlich fällig.
Die Visa-Debitkarte verteilt man jedenfalls ab 2022 sukzessive erstmal an die über 4,8 Millionen Bestandskunden. Habt ihr jene als Bestandskunde aktiviert, dann ist die Visa-Kreditkarte zur Überbrückung immerhin noch mindestens 10 Wochen aktiv. Wenn ihr bis dahin den Kosten zur DKB-Visa-Kreditkarte nicht aktiv zustimmt, dann kündigt die DKB euch diese. Ein Co-Badging wie das Sparkassen mit Girocard und MasterCard anbieten, hat man bisher leider anderswo nicht parat. Dort ist zudem der Vorteil, dass die Girocard auch mit Apple Pay funktioniert. Möglich, dass sich das künftig ändern wird – jetzt wo Maestro als Co-Badge für Auslandszahlungen eingestellt wird und ab 2023 verschwindet.
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