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Disney+ und DRM: Ohne Widevine L1 gibt es wohl nichts zu sehen


Im November wird der neue Streamingdienst von Disney, genannt Disney+, bekanntlich an den Start gehen. Noch nicht hierzulande, für Deutschland ist noch nicht so ganz klar, wann es losgehen wird. Und unklar ist auch ein bisschen, auf welchen Geräten man Disney+ nutzen können wird. Wir wissen ja schon, dass Amazon und Disney sich nicht so grün sind, aber das ist noch nicht alles, es wird wohl auch strenge technische Voraussetzungen geben.

Streamingdienste setzen gerne auf DRM mittels Widevine. Das kann in verschiedenen Stufen unterstützt werden. Widevine L1 ist dabei die „strengste“, sie sorgt zum Beispiel dafür, dass man Netflix in 4K betrachten kann. Wird eine bestimmte Widevine-Stufe nicht unterstützt, ist es zum Beispiel im Fall von Netflix so, dass man eine niedrigere Auflösung erhält, aber man kann die Inhalte trotzdem noch schauen.

Anders wird es wohl bei Disney+ aussehen. Es stellt sich nämlich heraus, dass Disney+ nur mit der striktesten Form von Widevine funktioniert. Wird Widevine L1 nicht unterstützt, verweigert Disney+ aktuell den Dienst, spuckt den Fehlercode 83 aus. Komplett, ohne dass man die Inhalte wenigstens in schlechterer Qualität sehen könnte. Das betrifft dann nicht nur viele Linux-Systeme, sondern auch viele Smartphones oder Chromebooks, die zum Beispiel nur Widevine L3 unterstützen.

Unklar ist, ob dies auch nach dem Start von Disney+ noch so der Fall sein wird, aktuell befindet sich der Dienst ja noch in der Beta-Phase. Sollte Disney beim sehr harten DRM bleiben, wird so mancher sicher wieder seine Seefahrerklamotten entstauben, um die Inhalte dann auch auf den Geräten sehen zu können, die er gerne nutzen möchte.

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