Disney+: Dreharbeiten zur Star-Wars-Serie um Obi-Wan Kenobi verschieben sich

Im August 2019 hatte Disney für seinen Streaming-Dienst Disney+ eine neue Serie rund um Obi-Wan Kenobi in Aussicht gestellt. Dabei wurde auch direkt bestätigt, dass erneut Ewan McGregor in die Rolle schlüpfen soll – für mich einer der wenigen positiven Aspekte der Prequel-Trilogie. Leider gibt es nun schlechte Nachrichten für Fans. Denn die Dreharbeiten verzögern offenbar sich auf 2021.

Was sind die genauen Ursachen? Nun, dazu gibt es aktuell vorwiegend Gerüchte. Der Hauptdarsteller, also McGregor himself, soll laut Gamespot nur erklärt haben, dass man die Drehbücher verbessern wolle. Behauptungen die Lucas-Film-Leitern Kathleen Kennedy sei mit den bisherigen Scripts unzufrieden, stellte der Schotte allerdings als Quatsch dar. Er selbst habe 90 % der bisherigen Drehbücher gelesen und sie seien fantastisch. Es gebe hinter den Kulissen keine Streitigkeiten und man nehme sich lediglich etwas mehr Zeit, um die Qualität zu sichern.

Nun kann das natürlich auch das übliche PR-wirksame Schulterklopfen sein, das man gerne nach außen hin zur Schau stellt. Denn laut The Hollywood Reporter stelle sich die Lage durchaus anders dar. So sei der bisherige Leiter der Autoren, Hossein Amini, von seinem Posten entbunden worden. Es seien bisher nur zwei Drehbücher fertig gewesen, und jene haben nicht den Qualitätsansprüchen von Lucasfilm genügt. Deswegen suche man nun nach einem neuen, leitenden Autoren für die Serie. Zudem wolle man die Episodenanzahl der ersten Staffel von geplanten sechs auf nur noch vier Folgen reduzieren.

Vor einigen Tagen machten bereits Gerüchte die Runde, welche sogar davon sprachen, die Serie sei eingestellt worden. Das stellt sich nun als falsch heraus, doch ein Fünkchen Wahrheit steckte dahinter. Schließlich handelt es sich auch nicht um das erste Star-Wars-Projekt unter Kathleen Kennedy, das plötzlich vor Problemen steht. Beispielsweise tauschte man auch bei „Solo – A Star Wars Story“ mitten in der Produktion die Regisseure Phil Lord und Chris Miller gegen Ron Howard aus. Auch „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ wurde dem ursprünglichen Regisseur Colin Trevorrow entzogen und schließlich J. J. Abrams anvertraut.

Weiteren Trubel gab es unter anderem bei einer geplanten, neuen Film-Trilogie der „Game of Thrones“-Macher David Benioff und D. B. Weiss, die sich von dem Projekt trennten, um lieber für Netflix zu arbeiten. Und auch „Rogue One: A Star Wars Story“ hatte eine turbulente Geschichte hinter sich. Vielleicht denken sich deswegen schon einige von euch: „Oh, ein neues ‚Star Wars‘-Projekt mit Problemen… Wer hätte das nur gedacht…

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Ist mir völlig egal.
    Das Thema Star Wars ist bei mir komplett durch. Das Thema wurde wie eine Zitrone ausgepresst und gefühlt zehn halbgare Filme später habe ich überhaupt keine Verlangen mehr nach „Star Wars“.
    Nur Marvel ist schlimmer.

    • André Westphal says:

      Bei den Filmen gebe ich dir recht, ich fand aber schon „Das Erwachen der Macht“ so mies, dass ich mir die folgenden Episoden gespart habe. „Solo“ ließ ich deswegen auch aus – „Rogue One“ fand ich aber ganz gut. Auf „The Mandalorian“ freue ich mich aber und werde da bei Disney+ reinschauen.

      • Die Mandarine fand ich die ersten beiden Folgen echt sehr nett und dann wird es erst langweilig zusammenhanglos und dann gegen Ende so dermaßen haarsträubend unlogisch dumm, dass man einfach nur schreiend weg will, oder es halt einfach als richtig peinlichen Klamauk nebenher laufen lässt 🙂

    • Bob (der andere) says:

      @ Pilotfish:
      Du sprichst mir aus der Seele! Sollte ich mal wieder Lust auf Star Wars haben, schaue ich mir die (echten) erssten zwei Filme an: Krieg der Sterne und die Das Imperium schlägt zurück.

      @ André Westphal:
      Ich fand “Das Erwachen der macht nicht unbedingt mies (ist das falsche Wort), sondern ich fühlte mich verarscht. Fast eins zu eins die Story von Krieg der Sterne (aka: Ep.6 – A new Hope). dazu die ganzen neuen Charaktere die (für mich) absolut farblos, unglaubwürdig oder unsympatisch waren.
      Ich hätte mir auch besser die anderen Filme nicht mehr angetan. Auch den allseits gelobten Rouge One fand ich nicht sooo toll. Rogue One war von den Disney Wars Filmen nur der am wenigsten schlechte

  2. Frage an Disney. Warum entbindet man Kathleen Kennedy nicht einfach von Ihrem Job. Anscheinend schadet Sie ja Star Wars mehr als das Sie nutzt.

    • Biff Tannen says:

      Einfache Antwort: Der finanzielle Erfolg gibt ihr Recht. „Solo“ mal ausgenommen.
      Wenn man sich die IMDB Bewertungen mal anschaut, sind die Disney Star Wars Filme auch nicht so unbeliebt, wie einige annehmen.

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