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Digitale Musik: Markt schrumpft erstmals

CD frisst Platte und Kassette, MP3 frisst CD und das Streaming frisst die MP3? Ja, so ungefähr könnte ich mir das vorstellen. Wobei die klassische Schallplatte ein Ausnahmetalent ist, nachdem ihre Verkäufe durch CDs und Digitalisierung immer weiter zurückgingen, ist seit einiger Zeit ein Wachstum im Schallplattenmarkt zu beobachten.

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Doch weg von der Nische, hin zur CD, digitaler Musik in Form von MP3-Dateien und dem Streaming, welches wir von Napster, Spotify, Deezer und Co kennen. Laut Billboard gingen die Verkäufe digitaler Musik in den USA zurück. 5,7 Prozent auf 1,26 Milliarden verkaufte Titel ging es abwärts. Auch komplette Alben wurden weniger verkauft, hier ist allerdings nur eine Minderung von 0,1 Prozent messbar – 117,6 Millionen Alben setzte man in den USA digital ab. Woran dies liegt, kann natürlich nur vermutet werden. Vielleicht ist es ja tatsächlich das Streaming.

Gesamt betrachtet fielen Alben-Verkäufe über die Tonträgergrenzen hinweg um 8,4 Prozent auf 289,4 Millionen Einheiten. Die CD verlor 14,5 Prozent, während die Vinyl-Verkäufe von 4,55 Millionen (2012) auf 6 Millionen verkaufte Einheiten im Jahre 2013 stiegen. Damit macht die gute alte Schallplatte knapp 2 Prozent aller Albenverkäufe in den USA aus.

Ganz ehrlich? Ich weiss gar nicht mehr, wann ich wirklich das letzte Musik-Album mal gekauft habe. Wie schaut es bei euch aus?

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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39 Kommentare

  1. Über Spotify gehört, über Amazon die gepresste CD bestellt… Mach ich mit guter Musik immer so – Alleine schon wegen dem Qualitätsunterschied (tonmäßig)

  2. Michael Meyer says:

    Spotify <3

  3. Nachdem ich von iTunes Match in Kombination mit iTunes auf Windows entäuscht bin, versuche ich es momentan mit Spotify. Bisher gefällt mir das ganz gut. Auch keine Probleme mit Telekom-Abbo… Leider findet man einige spezielle Interpreten nicht. Dafür höre ich viel völlig neue Musik.

  4. Vergessen darf man auch nicht die Kids die inzwischen fast alles auf YouTube hören.

  5. Für besondere Schätzchen hab‘ ich mir letztens noch eine CD gegönnt. Bei Amazon gibt’s ja gleich die MP3s kostenlos dazu.

    Momentan lauft bei mir aber das kostenlose 30-Tage-Streaming von Google Play All-inclusive. Das könnte man dann für 7,99 Eur/Monat weiterführen und hat dann Zugriff auf alles. Da könnte ich mich dran gewöhnen. Das Angebot geht noch bis zum 15. Januar:

    http://stadt-bremerhaven.de/google-music-all-inklusive-ab-sofort-in-deutschland-nutzbar/

  6. Es werden nach wie vor nur kpl. Alben gekauft, ist vielleicht Generationsbedingt. *g*
    Das rauspicken von irgendwelchen Songs oder gar Empfehlungen auf Grund eines Liedes ist nichts für mich….
    Und, hier wird auch wieder Vinyl gekauft!

  7. Stephan Lipphardt says:

    Ich nutze ausschließlich Streaming. Zur Zeit bin ich sehr zufrieden bei Wimp.de für 10 Euro/Monat. Datenträger, CDs, MP3, LPs etc. finde ich nur noch unhandlich.

  8. Spotify und ähnliche Streamingdienste sind nichts als Enteignung. Der Benutzer erwirbt keine Lizenz, sondern das Recht, vorübergehend reinzuhören. Kein Download, keine freie Verwendung außerhalb des Rechners. Ziemlich erbärmlich, dass Leute sich freiwillig einschränken lassen.

    Meine letzte CD habe ich diese Woche gekauft, meine nächste Anschaffung wird ein neuer Plattenspieler mit USB-Anschluss. Es lebe die Verfügbarkeit!

  9. plantoschka says:

    Ich kaufe weiter meine Musik bei iTunes oder Amazon. Besitze gerne etwas auch wenn es nur digital ist. Das Abo Modell der Streaming Anbieter ist ganz nett aber es fehlt noch einiges an Content.

  10. nur komplette Alben kaufen (cd oder mp3), über Spotify nur nach neuen Künstlern suchen. Da mir Musik wichtig ist, will ich sie besitzen und nicht nur leihen. Bei Filmen ist das anders, die guck ich meist eh nur 1x, gute Alben höre ich aber Jahrzehnte lang.

  11. Ich bin ein großer Freund von Lossless und von daher haben echte CDs für mich absoluten Vorrang. Gekauft werden diese schon seit knapp 2 Jahren nur über Amazon, was mir auch mittlerweile ne ordentliche Packung an AutoRips im Cloud Player einbrachte. Die CDs wandle ich dann in FLACs um (inklusive AccurateRip, MusicBrainz und anderen Feinheiten) und lege die Ergebnisse auf meinem Media Storage ab.
    Smartphone, Tablet oder nen portablen MP3-Player habe ich nicht und will sowas auch nicht. Musik höre ich mir zu Hause in Ruhe an, unterwegs gilt meine Aufmerksamkeit meinem Umfeld.
    Vielleicht bin ich mit meinen 33 einfach zu alt für sowas … 😀

  12. Ich kann mich mit Musikstreaming nicht anfreunden (Spotify oder oder), ich höre auch gerne Internetradio und wenn mir Musik gefällt kauf ich mir das Album natürlich nicht zu jedem Preis, erste Adresse Amazon, weil man dort meistens AutoRip dazu bekommt.

  13. Musik die ich noch nicht kenne streame ich ganz normal. Ich nehme an das machen mittlerweile die meisten Leute so; wieso sollte man auch Musik kaufen, die man auch einfach so mal kostenlos anhören kann.
    Wenn mir etwas gefällt, dann kaufe ich es auch, es sei denn jemand aus meinem Freundes-/Bekanntenkreis hat die gewünschte CD. Obwohl ich auch einiges mit iTunes und co gekauft habe, bevorzuge ich mittlerweile CDs. Das liegt an der Sound-Qualität und daran dass ich mich immer über das Booklet freue. Ich habe allein in den letzten Monaten 5 (?)CDs gekauft, von denen ich 2 umständlich aus Finnland (\m/) importieren musste.
    Ich würde mal sagen, auf mich treffen die genannten Trends eher nicht zu.

  14. Flac, Flac, Flac! Lossless natürlich.
    iTunes, Spotify und der ganze Kinderquatsch ist nicht ernstzunehmen für audiophile Menschen. Handys ungleich vollwertige Stereoanlage.

  15. Google play getestet, aber ab morgen nicht mehr weil für mich es nicht mehr lohnt.

  16. Diese audiophilen Menschen dürften tatsächlich nur einen kleinen Teil der Käufer stellen. Und dann muss man im Grunde auch noch die abziehen, die das nur von sich behaupten, in der Realität aber subjektiv keinen Unterschied wahrnehmen.
    Ich kaufe ab und zu schon nochmal eine gepresste CD oder auch Platten, wenn es sich um Klassiker handelt und der Preis günstig ist. Gerade bei der CD kann man im Gebrauchmarkt das eine oder andere Schnäppchen machen. Downloads finde ich auch ok, ich laue aber eher auf Preisfehler – manchmal sogar mit Erfolg. 🙂

  17. Gerade die audiophilen Menschen werden wohl (neuerdings gemeinsam mit den Hipstern) für den Wachstum im Schallplattenmarkt verantwortlich sein. Immerhin kann man auf Vinyl aus technischen Gründen nicht so lautstärkebesessen komprimiert mastern, wie es bei den üblichen CD-Produktionen der Fall ist.

  18. Der 13. Doktor says:

    Kann diesen Trend nur bestätigen. Habe mittlerweile ein Premium Plus Abo bei Ampya und kaufe CDs so gut wie gar nicht mehr.

  19. Pop & Co wird über google music all access gestreamt und meine besonderen Songs sind in der google music cloud (da wo amn 20.000 Songs kostenlos speichern und abrufen kann).

    Spotify hatte ich eine Zeit lang, aber da die fast nur 0815 Schrott anbieten und alles was irgendwie besonders ist nicht haben, ist google music einfach das beste und günstigste Model von allen.

  20. Ich kaufe regelmäßig Musik auf Bandcamp um die Künstler direkt zu unterstützen. Streamen kann man dort gekaufte Titel mittlerweile auch.

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