Während in den USA Amazon für gewisse Teilbereiche wieder so richtige Kataloge aus Papier zu Kunden bringen möchte, sieht es hierzulande anders aus. Viele Versender haben den digitalen Wandel nicht überlebt, vieles wird online gekauft, viele wollen den lästigen Papiermüll mit seinen starren Preisen auch gar nicht mehr in den eigenen vier Wänden wissen.
Und auch das Traditionsunternehmen OTTO sagt nun „Tschüss“, wird im Winter den letzten Hauptkatalog ausgeben, danach wird der Spaß nur noch online abgewickelt, was sicherlich nicht nur für Kunden, sondern auch für das Unternehmen eine ganze Ecke flexibler ist. Das Unternehmen gibt an, dass mittlerweile 95 Prozent der Kunden Digital-Besteller seien – man habe fast sieben Millionen aktive Kunden. Mehr als die Hälfte aller Käufe erfolgt mobil über Smartphone und Tablet. Per Web und App kann der Kunde zurzeit rund drei Millionen Produkte von 6.800 Marken bestellen, so OTTO.
Ob Katalog oder nur online – mir soll es egal sein. Auch wenn Amazon eine solche Macht ist, freue ich mich jedes Mal, wenn ich den einen oder anderen Schnapper auch in anderen Shops machen kann. Man muss nicht traurig sein, dass Kataloge nicht mehr kommen. Papier zum Auslegen des Vogelkäfigs landet noch genug in den Briefkästen der Nation.
Einzig die Generation „Ü40“ schaut vielleicht mit einem weinenden Auge auf das Aus der Kataloge, waren diese doch „damals“ die ersten Lieferanten von Bildern, die Menschen in Unterwäsche, also mit wenig „an“ zeigten – abseits der üblichen Erwachsenen-Heftchen. If you know what i mean.
