Die Zukunft ist smart

Eigentlich mag ich das Wort „smart“ nicht. Smart ist überstrapaziert. Mein TV ist smart, das Auto smart und Technik sowieso. Das aus dem Englischen kommende Wort bedeutet eigentlich pfiffig, gewandt, findig, geschickt, hübsch oder auch schneidig. Im Tech-Bereich steht Smart für alles Verschmelzende. Multi-Lösungen. Smartphone. Smart TV. Smart Cities. Und ja, ich denke, dass unsere Zukunft smart ist.

Technologie wird mittlerweile nicht für den Freak, sondern die Gattung Mensch gemacht. Es muss funktionieren. Für jedermann. Einfach. Wir werden nicht nur mit unserem Computer  agieren und so mit dem Internet vernetzt sein, sondern überall. Wir werden intelligente Geräte in unserem Haushalt nutzen, wie den Kühlschrank, den ich letztens vorstellte. Staubsaugerroboter wuseln schon heute durch einige Wohnungen und wer genug Asche auf der hohen Kante hat, der steuert bereits heute seine Lichtanlage, Rolladen & Co des Hauses mit einem iPad.

Doch auch andere Technik wird „smart“. Das Gesundheitswesen. Der Verkehr, die Steuerung der Energie, einfach alles. Die Geräteklassen wie Smartphone, Tablet, Computer und Co werden weiter zusammen wachsen. Werden Schaltstelle zu allen Lebenslagen. Alles einfach einfach. Oft denke ich an den Disney-Film WALL-E.  Menschen, die verlernt haben, etwas zu tun. Aber mal ehrlich – ist es in der Geschichte nicht völlig normal, dass wir etwas verlernen, dafür aber neu entdeckte Technologien erlernen und für uns nutzen?

Kann einer von euch noch Feuer machen oder ein Mammut erlegen? Wohl kaum. Ok, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich – aber ich denke, ihr wisst worauf ich hinaus will. Wir legen beschwerliche Sachen ab und nutzen neue Technologien für uns – Dinge, die uns das Leben erleichtern. Ich lese oft, dass Menschen sagen: „ich brauche kein Tablet“. Viele liegen damit sicherlich richtig – doch ich behaupte, dass die Zukunft anders aussieht. Das Tablet wird unser Überall-Begleiter, der uns das Tor zur Wissenswelt öffnet und gleichzeitig zentrale Schnittstelle zu allem ist.

Welches Betriebssystem von welchem Hersteller auf den Geräten der Zukunft läuft? Man weiss es nicht. In dunklen Visionen könnte man schwarzmalen, dass große, allmächtige Konzerne das Wissen und die Macht der Welt innehaben. Fängt ja alles schon klein an. Google kauft Motorola Mobility, Microsoft steigt bei Nokia mit ein und und und. Große Konzerne verschmelzen, tauschen Technologien aus um auf dem Markt zu bestehen.

Wie ich auf diesen Beitrag komme? Weil mir durch meinen Umzug und die Neuverkabelung meiner Bude mal wieder klar wurde, was man eigentlich  bereits heute machen kann, obwohl es vielleicht eine Nischentechnologie ist. Ich kann mein TV-Gerät via Smartphone bedienen, direkt Bilder, Video & Co auf den großen Schirm zaubern. Ich kann sowohl unter iOS oder Android die Musik in den einzelnen Räumen ansteuern (mit meinem SonosSystem) und vieles, vieles mehr.

Doch schaue ich in den Alltag, dann sehe ich, dass die möglichen Technologien nicht immer so smart dargestellt werden, wie sie eigentlich sind. TVs werden getrennt beworben, Tablets, Smartphones und Co immer auf „rasend schnell ins Internet“ runtergebrochen. Technik muss zusammen wachsen und diese Verschmelzung muss auch von den Herstellern so beworben werden. Das ist zum Beispiel ein Grund, der mich zum „Kommentar: warum Ice Cream Sandwich die Tablet-Verkäufe nicht anfeuern wird“ greifen ließ. Erschreckend, wie viele Menschen den Beitrag falsch verstanden haben und gleich wieder auf die langweilige Apple <> Android-Geschichte kamen.

Jeder soll das nutzen, womit er glücklich ist oder wird. Es gibt nichts Perfektes für die Masse. Weder bei Google, noch bei Microsoft oder auch Apple. Doch einige Firmen scheinen es ja tatsächlich besser hinzukriegen, smart zu sein und das Bedürfnis der Menschen zu befriedigen. Welche das für euch ist – findet es heraus.

Heute Apple, morgen Google, übermorgen Microsoft. Es kann so schnell gehen, dass der Markt kippt und sich zugunsten Firma XYZ verlagert. Wir haben gerade mal 2011. Fragt mal die Apple-Boys, was sie vor 2007 genutzt haben – oder hey – was haben Android-Nutzer vor Ende 2008 genutzt?

Ihr seht – die mobile Technik entwickelt sich gerade so schnell, wie kaum etwas, was ich in meiner langen Computerzeit kommen und gehen gesehen habe. Die Zukunft ist definitiv smart – und vielleicht etwas absehbarer, als noch in den 50er oder 60er-Jahren, als alle noch dachten, im Jahr 2000 fliegen die Autos durch die Luft und so.

 

Ich denke, bei uns fängt das langsamer an. Smartphones und Tablets eben, die den TV steuern – alternativ lässt sich die Smartphone- oder Tablet-Funktion 1:1 auf den Smart TV abbilden. Kein Wunder, dass LG, Samsung & Co so heiß darauf sind, mit Smart-Geräten im Wohnzimmer zu landen. Denn auch Apple wird auf kurz oder lang so ein Gerät auf den Markt bringen und auch Google TV 2.0 steht in den Startlöchern – erste Screenshots sind bereits im Netz aufgetaucht.

Bis wir total vernetzt sind und alles smart ist, wird noch viel Wasser den Rhein hinunter fließen und wir werden sicherlich viel über Technik lesen, die den Sprung in die Zukunft nicht schaffen wird – in anderen Blogs und natürlich auch hier.

Wichtig ist: immer auf dem Laufenden bleiben, Techniken für sich nutzen, so wie man sie braucht. Wer ein wenig Zeit hat, schaut sich die Doku von 1972 mal an, die ich bereits mal im Blog hatte. Sie zeigt die Zukunft – aus der Sicht von 1972. So, viel Text, wenig Sinn – ich gehe dann mal raus. Ins Real Life. Ohne Tablet, ohne Notebook und auch ohne Smartphone. Total offline. Muss auch mal sein. Auch in der Zukunft.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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49 Kommentare

  1. tl;dr 😉

  2. Und trotzdem kommentieren? Was muss in deiner Birne bloß vorgehen……. 😉

  3. Tja…
    Das größte Problem ist die Bendienung. Ich will ein Beispiel geben:
    Heute morgen war ich fotografieren und wollte auf meiner neuen G3 den Weißabgleich manuell setzen… ich habe gesucht und nirgendswo was gefunden. Später habe ich dann gesehen, dass es direkt einen Knopf dafür gibt, aber durch meine Einstellungen ist der deaktiviert – Ich weiß noch immer nicht wo ich das ändern kann.
    Auf meiner LX3 (due ich seit 2 Jahren habe) wusste ich sofort wie ich das mache.

    WAS ICH DAMIT SAGEN WILL:
    Warum haben wir noch XP? Warum haben wir noch immer solche MONSTER Menüs in den Programmen? Weil die Benutzer (und ich meine die „Normalos“ keine Lust haben spezielle Steuerungssystem zu merken.
    Wir könnten SO viel vernetzen und SO viel einfacher machen, aber der Normale Nutzer möchte einfach nur SCHNELL seine Ding machen und nimmt dafür gerne in kauf, dass er einen heiden Umweg geht -oder sogar Funktionen nicht nutzt.

    Wenn wir daran arbeiten (einheitliche INTELLIGENTE UI etc) dann sind wir der Zukunft schon einen Schritt näher 😉

  4. Wayne-Train says:

    Wolltest du nicht rausgehen? 😀

  5. Missy Lou ihr Tanzpartner says:

    Ja, die Technik wird vielleicht immer smarter, aber der Benutzer scheinbar immer dummer, abhängiger, unselbständiger und überwachter. Aber ist die Dose der Pandora einmal offen, lässt sich das alles ja bekannterweise nicht mehr rückgängig machen.

  6. Also Feuer machen kann ich und Mamuts gibts ja leider nicht mehr, da hinkt dein Vergleich. 😉 Ich denke nur dass sich im Moment viel zu viel Richtung Technisierung verlagert, kaum ein Kind heutzutage sieht was anderes als die Computer und das überall. Wie soll eine Welt in 50 oder 100 Jahren aussehen, wenn ein Großteil der Bevölkerung keine Ahnung mehr hat wie man einen Gemüsebeet hinter dem Haus anlegt, oder den Grill bei einer Wanderung (ob das noch „in“ sein wird?) ohne Grillanzünder anbekommt. Zumindest für mich, trotz genialer Technik, kein schöner Gedanke später dass der nächsten Generation vielleicht gar nicht mehr vermitteln zu können. Sogar die Kids von heute stehen ja fast nur noch auf Aktivitäten mit gigantischem Animationscharakter, Selbstbeschäftigung oder 5 Minuten einfach mal still sein ist schon lange nich mehr drin. Für mich hat diese „smarte“ Seite auch ne ganz schön große Schattenseite und die sollte man mitten in der ganzen Technik nicht vergessen.
    Ansonsten schöner Beitrag 🙂

  7. das blog entwickelt sich vom sachlichen techblog zum laber techblog. schade irgendwie. wenns so weiter geht les ich gleich nur noch lifehacker.

  8. Vom ZDF gibt es auch „2057 – Unser Leben in der Zukunft“, wo sie sich erneut damit beschäftigen wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte:
    http://terra-x.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,5265419,00.html?dr=1

    @Holger
    Das fällt mir in letzter Zeit auch auf…

  9. @fixxel:
    Ich bin zu dem Thema letzthin über einen guten Literaturtipp gestolpert. Ich hab es inzwischen selbst gelesen und kann es nur weiterempfehlen: http://en.wikipedia.org/wiki/In_the_Beginning…_Was_the_Command_Line
    Ist zwar schon 12 Jahre alt, aber das meiste trifft erstaunlicherweise immer noch zu 😉

    Zum Thema: Ich denke, wir könnten inzwischen schon viel weiter sein, wenn nicht jede Firma auf jeder Ebene immer ihr eigenes Süppchen köcheln würde. Ob Apple, Sony, Samsung, Wasauchimmer – wenn eine Firma etwas neues ausgebrütet hat (und es nicht bloss als Patent in der Schublade verschwindet), ist ihr erstes Anliegen immer, die neue Technologie für andere Anbieter zu blockieren. Standards bilden sich so erst nach Jahren heraus, in dem sich irgendwann herausstellt, dass z.B. mehr Leute SanDisk-Speicherkarten als die Sony-Version nutzen.
    Software funktioniert da genau gleich. Ich warte immer noch darauf, dass das Open Document Format endlich mal als Standard angesehen wird.

    Und: „immer auf dem Laufenden bleiben“ mag ein guter Grundsatz sein, aber man kann es sich nunmal oft nicht leisten, IMMER den neuesten Schnickschnack zu haben. Daher werde ich mir auch noch einige Zeit bis zum ersten Tablet lassen. Ein Notebook reicht mir vollkommen.

  10. Vielleicht sollte ich auch mal anmerken (für den
    @Mani bestimmt auch recht interessant):

    ES GIBT DIE 100 JAHRE LEUCHTENDE GLÜHBIRNE SCHON!!!! Nur welche Firma ist so blöd und gräbt sich ihr eigenes grab?

  11. Missy Lou ihr Tanzpartner says:

    @Mani:
    Ja, das hat ja alles seinen Grund. Laut Studien gab es noch nie so viele verhaltensauffällige Kinder (und leider auch Erwachsene) als heute, die Zahl derer mit schweren Aufmerksamkeitsdefiziten wird ebenfalls immer größer, gleichzeitig sinkt die Fähigkeit zu sinnerfassendem Lesen bzw. zu einer halbwegs korrekten Rechtschreibung immer mehr.
    Dafür hat halt fast schon jeder 5-Jährige seinen eigenen Computer bzw. bekommt sein Smartphone bevor er richtig lesen kann.

  12. Klaus die Maus says:

    Ja wir machen uns schön abhängig von der Technik!

    Beispiele? Gibt es mehr als genug…

    Z.B. Ich wollte einen Text schreiben und wollte, dass ein Freund was hinzufügt. Also google docs genommen.
    Musste ihn umbedingt Freitag noch abschicken, und was war Freitag hat mein Internet gestreikt (technische Probleme beim Provider).

    Tja dafür musste ich mich auf den Weg machen zum Freund um von dort den Text fertig zu schreiben und abzusenden.

    Warum hab ich den Text nicht auf der Festplatte gespeichert?
    Weil es so einfach war sich auf die Technik zu verlassen…

    Also ich würde gerne einen Mamut zerlegen können.
    Viele Leute hier denken, dass sie in einem Bildungsland aufgewachsen sind, vll. sogar einen Hochschulabschluss haben und darum sehr viel klüger sind als andere.
    Aber nehmen wir mal die Situation, dass man im brasilianischen Dschungel ausgesetzt wird. Wer überlebt dort eher? Ein Pakistani aus einem Bergdorf ohne Bildung oder ein deutscher Grossstädter mit Hochschulabschluss?
    Also beim Wetten würde ich auf den Pakistani setzen 😉

  13. Im Gegenteil zu Holger und mc-kay finde ich die tiefergründigen Nachdenken-Posts durchaus gelungen und bieten eine tolle Abwechslung zu den Beiträgen mit reinen Fakten. Nur weil Caschy jetzt ZWEI solcher Beiträge in wenigen Tagen raushaut wird gleich losgemeckert, meine güte typisch deutsch!

    Toller Artikel und spannende Entwicklungen, denen wir da voller Vorfreude entgegensehen können
    Also mal raus es scheint die Sonne!!!

  14. Missy Lou ihr Tanzpartner says:

    Entschuldigung, meine Antwort bezog sich nicht auf „Mani“ sondern auf „foxylion“.

  15. Nur für die Akten: Heimautomatisierung per Tablet gabs schon vor über einem Jahrzehnt mit dem Simpad.

    Ich hoffe übrigens nicht, dass die Geräte immer einfacher bedienbar und gleichzeitig „smarter“ werden. Eine voll vernetzte Welt, in der komplexe Technik auf Bedienkonzepte a la Apple runterbrochen wird, halte ich nicht nur für nicht erstrebenswert, sondern auch für gefährlich. (Das erinnert mich fatal an die Menschen auf der Axiom in Wall-E.)

    Die Einfachheit ist nämlich in Wahrheit Verdummung. Ein goldenes Gefängnis mag auf den ersten Blick vorteilhaft erscheinen. Aber spätestens wenn es Würmer wie Stuxnet in die ach so sicheren Systeme geschafft haben, wird sich das technische Unverständnis der breiten Masse rächen.

    Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass in einer digitalen und vernetzten Welt die politische Mitbestimmung nur schwer möglich ist, wenn die Leute noch nicht mal wissen, worüber sie sich da eigentlich eine Meinung bilden sollen. Dafür gibt es schon heute genug Beispiele. (ACTA z.B. oder ganz aktuell der Staatstrojaner.)

  16. Für mich ist das ja auch ein bisschen „Zurück in die Zukunft“. Vor gut 20 Jahren nannte man die Unix Systeme „offene Systeme“ wegen der einheitlichen Standards. Da konnte ich meine Kisten mit Arpa Net vernetzen und statt Schnittpläne auf 12″ Tabellierpapier und Lochstreifen wurde das übers Netzwerk an die Schneidetische und Rahmenbieger übertragen. Papier brauchte ich nur noch für die Packer die die LKW beladen haben. Ich war komplett begeistert! Der Computer war egal, ob SCO auf einem 386er, HP-UX auf einer 9000 oder QNX auf einem 68k in der Maschinensteuerung, ich konnte endlich vernünftig Daten übertragen. Dank PC-NFS sogar auf den 286er mit Windows 3.11 im technischen Leitstand 🙂
    Was wichtig ist, ist nicht das OS oder die UI, da nimmt man das was gerade passt oder was einem gefällt, wichtig sind die Schnittstellen und APIs, wie du am Beispiel deiner Sonos deutlich zeigst.

  17. Achje, dachte ich doch wirklich einen Moment es geht hier ausnahmsweise um das beste Auto ever… den smart! 🙂
    Wie konnte ich nur, ist ja kein Autoblog! 😉

  18. Ich halte die total vernetzte Welt mit pseudo-intelligenten (smarten) Geräten bis bin zur Kloschüssel, die meine Verdauung überwacht und mir rechtzeitig mitteilt, dass mein Toilettenpapier-Vorrat zur Neige geht, auch nicht für erstrebenswert.

    Das hat mehrere Gründe, u.a. auch die Tatsache, dass die Menschen dadurch systematisch zur Unselbstständigkeit erzogen werden. Vermutlich ist das politisch und wirtschaftlich sogar erwünscht. Denn eine Bevölkerung, die sich ohne Empfehlung ihrer smarten Geräte nicht mal mehr entscheiden kann, wann sie wieder wie viel Milch in ihren Kühlschrank stellen muss, ist natürlich in allen Lebenslagen sehr viel leichter manipulierbar.

    Ich sehe es förmlich schon vor mir, der Kühlschrankhersteller A hat einen Kooperationsvertrag mit dem Lebensmittelkonzern B (oder sie gehören ohnehin gleich zum selben Multikonzern) und der smarte Kühlschrank empfiehlt natürlich bevorzugt Produkte des Konzerns B.

    Und weil das politische Programm der Partei C der Konzernführung am besten passt, spielt mein Kühlschrank jedes mal wenn ich ihn öffne einen passenden Werbejingle ab

    Überhaupt sehe ich mit smarten vernetzten Geräten eine noch größere Werbeflut in die Haushalt schwappen, vielleicht nicht sofort, aber man wird die Konsumenten sukzessive daran gewöhnen und irgendwann wird man kein smartes Gerät mehr benutzen können, ohne sofort mit Werbung zugemüllt zu werden (ich hasse Werbung!).

  19. Neues internationales Sat-Fernsehen… „etwa 15 ausländische Sender sind zu empfangen…“ — hihi… heutzutage sinds knapp 1000 ;D

  20. […]Bis wir total vernetzt sind und alles smart ist, wird noch viel Wasser den Rhein hinunter fließen[…]

    So lang ist nicht mal der Rhein. 😉

    Du hast durch deinen Umzug, ich durch meine (schon etwas länger andauernde) Renovierung bemerkt, was heute schon möglich ist – leider sind viele Dinge, die ich persönlich mir wünschen würde, eben noch nicht möglich bzw. nur als in sich geschlossene, proprieätäre Systeme verfügbar, die ich eben _nicht_ zentral steuern kann.

    Klar, mit viel Zeit, Willen, viel technischem Know How und noch mehr Geld kann man solche -wohlgemerkt vom Hersteller gewollten- Grenzen sicherlich überwinden. Zumindest bis zum nächsten Update _einer_ der beteiligten Komponenten. Und dann ist wieder Schluss. Will ich das? Ganz klar: Nein!

    Hier krankt es einfach an der Komplexität des Ganzen, kein Hersteller eines solchen ^^ Systems wird „seine“ Innovationen zum Wohle des „großen Ganzen“ preisgeben, ohne einen Preis dafür aufzurufen. Zu theoretisch?

    Dann hier mal ein Beispiel aus der Praxis:
    Wir schreiben das Jahr 2011, digitales Fernsehen ist überall verfügbar, per SAT, Antenne oder Kabel. Leider kocht in punkto hochauflösende Bilder jeder sein eigenes Süppchen, über DVB-T gibt es nicht mal HD zu sehen. Ich bin seit Monaten damit beschäftigt, eine brauchbare (das bedeutet: auch von meiner Frau und meinen Eltern zu bedienende) Lösung für das Aufzeichnen von DVB-C Inhalten zu finden. Und natürlich auch fürs Abspielen und die Verwaltung usw.

    Unterschiedliche Verschlüsselungssysteme, die wiederum nur mit unterschiedlichen Geräten und Zwischenlösungen wieder entschlüsselt werden können, machen eine einmal gefundene Lösung zu einer Insel-Lösung, die genau in dem Szenario funktioniert, in dem man sie entwickelt hat. Ziehe ich nun von Hessen nach Bayern, muss ich den Kabelanbieter wechseln (von UM zu KD) und schon funktioniert genau gar nichts mehr von dem, was ich mir erarbeitet habe.

    Und imho kann man das ^^ auf so ziemlich alle Bereiche übertragen, die eine „komplette Vernetzung“ umfasst. Sad but true.

  21. Holger sagt

    das blog entwickelt sich vom sachlichen techblog zum laber techblog. schade irgendwie. wenns so weiter geht les ich gleich nur noch lifehacker.

    mc-kay sagt

    @Holger
    Das fällt mir in letzter Zeit auch auf…

    reisende soll man nicht aufhalten, außerdem…

    Nicht meckern, sondern besser machen 😉

  22. Ich begreife den Beitrag mal auch bißchen als leichtes Zurückrudern vom letzten Artikel, wo der Autor ein stagnierendes, dümpelndes Android im Tabletbereich an die Wand malte. Die Zukunft ist in der rasanten Internetentwicklung in der Tat ziemlich bis völlig unbekannt. Nichts genaues kann man da kaum wissen. Zum „Smartsein“ gehört m.M. auch, sich in detaillierten Zukunftsprognosen wie zu einzelnen Unternehmen möglichst wenig festzulegen und die Dinge schön locker und flexibel anzugehen und offen zu sein für das, was kommt. Google hat auf Probleme und Engpässe schon immer zu reagieren gewußt. Vielleicht legt das bisherige Android mit verbesserten Synergien auch im Tabletbereich weiter zu. Vielleicht ziehen sie morgen oder übermorgen ein Huhn aus dem Hut und machen das Rennen. Wer will das heute schon wissen.
    Was das Zusammenwachsen von Geräten angeht, so würde ich von der Darstellung dieses Zusammenwachsens in Medien und von Unternehmen schon sagen, dass es relativ gut dessen (noch weitgehend im Anfang befindlicher) Wirklichkeit entspricht. Große Differenzen kann ich zwischen Darstellung und Wirklichkeit nicht erkennen. „Kann“ natürlich sein, dass ich da als Konsument nicht ganz so viel sehe wie ein IT-Blogger.

  23. @Müchael: no, nix rudern.
    @Jörg: jau, viel ist im Argen
    @Holger: Mach das, da wirste sicherlich nicht mit längeren, eigenen Texten überfordert #lifehacker

    Man kann es eben nicht allen Recht machen 😉

  24. @caschy: ui caschy, du hältst schon ganz schön viel von dir. keine angst, bin nicht überfordert, eher gelangweilt. wie du selber schreibst „So, viel Text, wenig Sinn…“

    scheint ja vielen zu gefallen der „neue philosophie style“ von dir. deshalb bin ich mal lieber ruhig jetzt. aber ich vermisse das alte blog, ohne gelaber, wo ich sehr gerne fast jeden beitrag gelesen habe. mittlerweile werden es immer weniger.

  25. @Holger So’n bißchen „Technikphilosophie“ zwischen den Geräten stört doch nicht. Finde es vielmehr sehr interessant, weil ja mit ihm auch ein Praktiker gewisse Zusammenhänge aufzeigt. Wer’s nicht lesen will, braucht’s in der Tat einfach nicht lesen.

  26. @Müchael: recht hast du. mir gefällts nicht, wollt ich nur mal so sagen ohne mich von caschy anmachen zu lassen 🙂

  27. @Holger: Meine Aussage nennst du also anmachen? Ach was… 😉 Ich blogge halt, worauf ich gerade Lust habe – heute isses mal n längerer Text, morgen wieder der kurze Tipp. Bauchsache 😉

  28. laut „Zurück in die Zukunft“ müsste nächstes Jahr eigentlich das Hoverboard rauskommen.

  29. Tja und bei mir ist es genau andersrum. Ich lese in der letzten Zeit endlich mal wieder die Beiträge von Caschy, ich überfliege nicht nur die Überschrift.

    Ich finde es super, auch mal ein wenig Abwechslung hier zu haben. Den Rest kann ich nötigenfalls auch bei heise lesen. Deshalb ist es hier so viel besser, es ist nämlich persönlich, nicht einfach nur Neuigkeiten, ohne persönlichen Bezug oder Einschätzung.

    Denn das wird immer wichtiger in dieser Welt (bezugnehmend auf den Artikel): persönliche Einschätzung. Denn das wird bei aller Technik keine Maschine je leisten können! Und das ist gut so! Genau wie dieser Blog!

    Schönes Wochenende!

  30. Ob das wirklich alles „Errungenschaften“ sind, wird sich noch zeigen. Wo liegen die Probleme? Das Problem beginnt doch schon dort, dass niemand mehr mit einem Hauptschulabschluss seinen Lebensunterhaltverdienen kann. Alles erledigen Roboter, Maschinen, Computer usw.

    Wer früher keinen Schulabschluß hatte, wurde Knecht. Oder Arbeitsmann auf dem Bau, oder Handlanger, Straßenfeger, Briefträger… Nichts davon gibt es noch. Brauchen wir auch nicht, mag der eine oder der andere vielleicht denken, dafür gibt es jetzt neue Berufe, körperliche Arbeit ist passee, wir sind nun eine Dienstleistungsgesellschaft. Aber ist das richtig?

    Wer heute eine gute Ausbildung haben will benötigt Abitur, mindestens einen guten Realschulabschluss. Nun hat aber nicht jeder Mensch die Intelligenz, eine Hochschulreife zu erlangen. Manche sind froh, wenn sie nicht schreiben müssen. Hier soll jetzt keine Bewertung erfolgen, ob Handarbeit weniger wert ist als Kopfarbeit. Aber es ist nun mal so, dass der eine diese Vorzüge hat, der andere eben jene.

    Ich bin mir bewußt, wir können das Rad nicht zurückdrehen. Aber wir sollten mal innehalte und nachdenken, ob es wirklich ein Fortschritt ist, wenn Wenige mit einer guten Ausbildung viele mit Transferleistungen unterstützen müssen, die keine Ausbildung haben. Da nützt es auch nichts, das Niveau beim Abitur ständig abzusenken. Dann haben wir nur mehr Leute mit einem Abitur aber ohne wirkliche Qualifikation, ohne Hochschulreife.

    Nur mal so meine Gedanken zum Thema.

  31. Quel philosophe est-tu… jenseits der Tonne ?

    cashy sagt:
    Technologie wird mittlerweile nicht für den Freak, sondern die Gattung Mensch gemacht. Es muss funktionieren. Für jedermann. Einfach. Wir werden nicht nur mit unserem Computer agieren und so mit dem Internet vernetzt sein, sondern überall.

    Einspruch my dear, nehmens doch das Wort „Mensch“ nicht so leichfertig ins „Gattungs-Mündle“!

    cashy sagt:
    „Aber mal ehrlich – ist es in der Geschichte nicht völlig normal, dass wir etwas verlernen, dafür aber neu entdeckte Technologien erlernen und für uns nutzen?“

    Welch Weisheit quilt aus diesem Satz
    schreibt ihn auf, es ist ein Schatz.

    cashy sagt:
    „Ich lese oft, dass Menschen sagen: “ich brauche kein Tablet”. Viele liegen damit sicherlich richtig – doch ich behaupte, dass die Zukunft anders aussieht.“

    Hey man, behaupten kannste was de willst, auch „zwichenzeilich“ dat dat Tablet lebensessenziell sei.

    !!! Aber spässle beiseite, !!!
    Nein – und nochmals nein – mit dem Begriff „Mensch“ hatte schon die industrielle Revolution recht wenig zu tun, das ist bei der „elektronischen“ auch nicht anders!
    Bin mir sicher dass letztendlich der „Mensch“ zwischen den bunten Bildchen der schönen neuen Werbewelt und „Bedürfnisschürung“ nicht verloren geht.

    mfG

  32. coriandreas says:

    Ich und meine Oma braucht einem digitalen Assistenten, der aufs Wort versteht und gehorcht. Ohne Bedienungsanleitung! Wir brauchen kein Touch, im Normalgebrauch nicht mal ne GUI! Es soll klein und leicht sein, niemals so groß wie ein Tablet! Vielleicht wie ne Armbanduhr oder einen iPod nano. Rechenpower versteckt bspw. als Gürteltasche! Konfiguration bitte per Holodeck (hat MS gerade vorgestellt, Gizmodo). Touch ade!

  33. Hermann,

    das ist doch nicht der Technik selbst geschuldet. Prinzipiell ist es doch nur zu begrüßen, daß Automation einen davon abhält, nach lebenslanger Mühsal mit 30/40/50/60 (je nach Land, Epoche, Entwicklungsstand) zu sterben, im Rollstuhl zu landen oder sich den Rücken krumm zu buckeln. Deine Implikationen wären ja, weniger Technik, um mehr Arbeit für Leute zu schaffen.
    Wer will aber schon arbeiten? Ich ungerne.
    Das Problem mit der Arbeit ist also nicht der Technik anzulasten. Adorno hat dazu zwei sehr brillante Aufsätze geschrieben. Der eine heißt „Fortschritt“, der andere „Humanismus und Technik“ (kann ich in diesem Kontext nur jedem ans Herz legen)… dort schreibt er u.a.;
    „Ob die moderne Technik der Menscheit schließlich zum Heil oder Unheil gereicht, das liegt nicht an den Technikern, nicht einmal an der Technik selber, sondern an dem Gebrauch, den die Gesellschaft von ihr macht. Dieser Gebrauch ist keine Sache des guten oder bösen Willens, sondern hängt ab von der objektiven gesamtgesellschaftlichen Struktur.“

  34. Gefällt mir, gut geschrieben. Die Essenz bringt es auf den Punkt „Techniken für sich nutzen, so wie man sie braucht.“

  35. Diese „smart“ Geschichte ist doch nur ein temporärer Hype genauso wie die Touch geschichte. Es gibt immer die 2 extremen, die einen wollen es so einfach wie möglich, weil sie einfach keine lust haben sich mit der Technik stundenlang zu beschäftigen, und die anderen die es auf höchsten Niveau haben wollen, und da weder kosten und mühe scheuen. Dazwischen liegt das was der Markt an erneuerungen bietet. TV steuerung über Tablet oder Smartphone! Who Cares? Hardkeys sind das beste an ner Fernbedienung und der großteil braucht eh nur channel up/down und Volume up/down. Und wenn ich das über mein Smartphone mache und angerufen werde? wie stelle ich während des gespräches meinen TV leiser oder schalte ganz schnell um auf die neue Keynote die gerade live übertragen wird?

    Dein Blick auf die Zukunft der Technik hat sicherlich auch sehr viel damit zu tun, dass du hauptsächlich mit technik“geilen“ Personen zu tun hast. Ich kenne persönlich niemanden der derzeit ein Tablet hat und die die es hatten haben es meistens aufgrund der fehlenden Produktivität wieder verkauft. Die teile sind spielzeug und nicht mehr.

  36. Witzig. Ich kenne nur Techniknerds, die ihre Tablets wieder verkauft haben und über die Nutzlosigkeit (und gegen Apple) wettern. Alle, ausnahmslos alle anderen, die sich ein iPad gekauft haben, sind restlos begeistert (und ja, da steht bewusst nicht „Tablet“). Sowohl beruflich (bei Nicht-Schreibkräften, i.e. Führungspositionen mit eher lesender Computertätigkeit) als auch privat. Scheint eher ein Kopfproblem der selbsternannten Technikaffinen zu sein – die in Wirklichkeit oft ja genau das Gegenteil sind; konservativ, technik- und fortschrittfeindlich.

    Liegt wohl daran, dass die Technik endlich, endlich verständlich wird und von vielen Menschen wirklich genutzt wird. Da verlieren viele ihren Nimbus als die Computerkenner und -beherrscher. Tut wohl etwas weh.

    Wer daran festhält, dass ein Computer nur mit Tastatur und an der Konsole bedient werden muss und meint, dass alle anderen unproduktive, markengläubige Idioten seien, der will wohl einfach an der für ihn bequemsten Technik festhalten. Traurig. Bei etwa Schallplatten hat es noch eine gewisse nette Nostalgie, da ist es ja auch noch die Direktheit und damit Reduktion, die es reizvoll macht. Bei Computerkrams? Da war es unnötig kompliziert und wird jetzt in jeder Hinsicht besser. In jeder. Einfacher. Da an Altkram festzuhalten, weil man es von früher so kennt (und im Nachhinein zu viel Zeit seiner Jugend reingesteckt hat), ist ein psychologisches Problem. Die technische Veränderung ist nur eine Basis für die notwendige gesellschaftliche und persönliche Entwicklung. Und die ist umso aufwendiger, je mehr Zeit man in den Status quo investiert hat. Jemand, der sich heute neu die Bedienung von Technik aneignen will, muss nicht die letzten Jahrzehnte nacharbeiten. Trotzdem kann er demjenigen, der diese mitgemacht hat, innerhalb kürzester Zeit überlegen sein – es ist sogar wahrscheinlich, da er alte Zöpfe nicht schmerzvoll abschneiden muss, sondern das machen kann, was wirklich nützt.

    Der Prozess mag einigen wehtun.

  37. Schöner Kommentar, danke Jens!

  38. Danke Jens,
    Das musste mal gesagt werden! Ich bin auch so einer von der technophoben Fraktion und spiele unheimlich gerne mit meinem iPad.

  39. Ich danke dir auch Jens, du hast mir aus der Seele gesprochen.

  40. „Mit dem Ipad produktiv werden… guter Witz“ !!!

    Hier ein Erfahrungsbericht von einem „Techniknerd“:
    http://funrecycler.com/2011/02/15/mit-dem-ipad-produktiv-werden-guter-witz/

  41. Dirk, die Menschen sind vielfältig und so sind ihre Aufgaben. Allerdings würde zu meinen Aufgaben auch gehören, die Ebay App zu finden.

  42. @Jens
    Nutzung und „Nutzerzugeschnittenheit“ von Technik ist ein gutes Stichwort. Ich habe allergrößten Respekt vor der Innovatorenrolle von Apple, bin aber trotzdem weit entfernt mir ein iPad zuzulegen. Insbesondere wegen der relativen Abgeschlossenheit von Apple-Systemen und weil man, wie man so hört, wohl auch nicht mal Windows-Dateien (wie wenigstens einfache Text- und HTML-Seiten) drauf verwalten und nutzen kann? Ist dem so? Dann wäre es für Windows-Nutzer wie mich natürlich wenig geeignet. Ich glaube, auch das iPad könnte mittelfristig in eben die selbe Nischenrolle von sämtlichen Apple-Geräten geraten, weil sein „Basiscomputer“ nur eine Nischenrolle im Markt einnimmt. Da haben Android mit dem Google-„Basiscomputer“ und Microsoft mit Windows-PCs gewisse äh Basisvorteile.

  43. Karl Gustavson says:

    @Volker: Ja, aber gerade daran krankt ja das Ganze, dass man ohne eigene App mit den Dingern so gut wie überhaupt nichts Sinnvolles machen kann.

    Warum diese totale App-Abhängigkeit heute so gefeiert wird, ist der totale Irrsinn. Ähnlich sinnvoll wäre es, wenn man bei Ikea für jedes einzelne Möbelstück einen eigenen darauf abgestimmten Satz Schraubschlüssel erwerben müsste anstatt einen Standard-Schraubenschlüssel zu verwenden.

  44. Willy Wiesel says:

    Leute, Leute! Es ist doch wie immer alles nur eine Frage der Sichtweise.

    Es gibt genug Menschen, die nachdem sie sich auf dem WC ihres Stuhlgangs entledigt haben, die Meinung vertreten sie seien gerade produktiv tätig gewesen.

    Es läßt sich daraus abgeleitet also sehr wohl argumentieren, dass man auch mit einem iPad produktiv tätig sein kann.

  45. Das Foto mit der Wahrsagerin erinnert mich an den Film BIG mit Tom Hanks. Cooler Film. 😉

  46. @Bärbel Du bist nicht technophob! Im Gegenteil. Du nutzt die Technik, damit bist Du nicht technophob. Andere stecken mehr Zeit in die Beschäftigung mit Technik – aber lohnt es sich für die? Wäre abzusehen, dass ein erhöhter Zeiteinsatz Dir mehr Nutzen bringen würde? Und wenn man mit weniger Zeiteinsatz ein annähernd gleiches Ergebnis erzielen kann, wer verhält sich dann intelligenter?

    Und das ist es, was vielen Fricklern Angst macht. Man braucht sich nicht mehr stundenlang (und das ist die optimistische Schätzung) mit Basisprogrammen auseinandersetzen, um dann irgendwann unter Verständnis aller theoretischer Hintergründe ein Ergebnis zu erzielen. Man lädt (aktuell) eine App herunter, die genau die Aufgabe erfüllt; bei der sich ein Entwickler die Gedanken gemacht hat und das Wissen in endandwenderfreundliche Portionen, die den Aufgaben und nicht den zugrundeliegenden technischen Prozessen entsprechen, zerlegt hat (der Entwickler braucht natürlich das Hintergrundwissen, klar).

    Und da verlieren viele jetzt im Augenblick ihr Hobby und ihr Renomee im Bekanntenkreis. Wenn wirklich jeder etwas mit dem Herunterladen (und Benutzen) einer spezialisierten App erledigen kann, dann ergibt es keinen Sinn, das von Hand zu machen. Im Gegenteil, sich dann extra dafür Wissen anzueignen, ist eine ziemlich blöde Idee.

    Und dann ist derjenige, der den einfachen und kurzen Weg geht, nicht technophob, sondern nutzt die Technik sinnvoll. Alles andere ist dann selbstzweck. Man kann auch zu Fuß von Moskau nach Wladiwostok gehen. Die Transsib ist etwas angenehmer, auch wenn man dann das Land dann vielleicht nicht ganz so hautnah erlebt. Hängt halt davon ab, was man will. Man sollte auch über den zusätzlichen Kapitaleinsatz für einen Flug nachdenken…

    Was ich allerdings auch annehme: Durch diese Entwicklung wird die Anzahl derjenigen, die sich mit Computern und der dahintersteckenden Technologie so befassen, dass man damit beruflich etwas Sinnvolles (in bezug auf Entwicklung und Prozessanpassung und nicht nur Anwendung) anfangen kann, zurückgehen. Als Hobby ist es schlicht nicht mehr notwendig. Allerdings gibt es ja auch wenige, die sich in ihrer Jugend mit den Grundlagen des Bauingenieurswesens beschäftigen. Es wird wieder wichtiger, die Grundlagen (Mathematik, Mathematik, Sprache) zu lehren und genügend für ein entsprechendes Studium zu begeistern. Hat auch Vorteile, gewisse Hackerangewohnheiten bekommt man da von Anfang an ausgetrieben, man kann von Anfang an strukturiert beibringen und muss nicht erst schlechte Angewohnheiten von sich auf ihre Inselkenntnisse einbildenden Erstsemestern austreiben… und man kann als Dozent auch dezent darauf hinweisen, dass Videotutorials nicht für das Programmierenlernen geeignet sind (ach, wenn das nur ein Witz wäre…).

  47. @Willy Wiesel
    Ich finde schon, dass auch gewisse Entledigungsverrichtungen auf der Toilette produktiv sind. Einmal schon auch wegen der Ergebnisse – aber auch als Voraussetzung für weitere Stoffwechselproduktion. Das sollte man nicht unterschätzen und unterschlagen.

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