Die neuen AGB der Telekom sind da

Die neuen AGB der Deutschen Telekom sind nun da. Wie erwartet ist die Drosselung nun schriftlich fixiert worden: „Ab dem im Folgenden für das jeweilige Produkt aufgeführten übertragenen Datenvolumen (Down- und Upload) wird die Übertragungsgeschwindigkeit des Internet-Zugangs auf 384 kbit/s (Down- und Upload) begrenzt. Die Zählung des übertragenen Datenvolumens beginnt jeden Monat mit dem Kalendertag der betriebsfähigen Bereitstellung des aktuellen Call & Surf-Produktes. Am gleichen Kalendertag des Folgemonats wird eine gegebenenfalls erfolgte Begrenzung wieder aufgehoben.“

Deutsche Telekom

Basic, Comfort und Comfort Plus: 75 GB, Comfort VDSL, Comfort VDSL, Comfort IP SPeed mit VDSL 50: 200 GB, Comfort IP (Speed) mit Fiber 100: 300 GB, Comfort IP (Speed) mit Fiber 200: 400 GB. Was in den AGB nicht zu finden ist? Start der Drosselung. Laut AGB könnte die Deutsche Telekom ab sofort drosseln. Ebenfalls fehlen weiterhin Preise für Zubuch-Gigabyte, diese will man sich anscheinend noch bis 2016 überlegen und lässt so alle Kunden im Dunkeln. UN-FASS-BAR! Mir tun die Mitarbeiter in den Stores der Telekom wirklich leid, denn diese dürfen sich mit unbequemen Fragen löchern lassen. (danke Lars)

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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52 Kommentare

  1. Wie ich in einem früheren Kommentar (anderer Beitrag) bereits vermerkt hatte: die neuen Tarife werden über kurz oder lang für jeden gelten. Zwangs-Umstellung der Anschlüsse auf VOIP, andere Tarifstruktur… schwups ist ein neuer Vertrag da. Die Telekomiker werden sich schon etwas passendes ausdenken.

    @NurMaSo: genau das ist meine Befürchtung: da die meisten Anbieter die Leitungen von der Telekom anmieten, rechne ich bei diesen Anbietern ebenfalls mit Drosselungen.
    Einzige Hoffnung ist für mich das Kartellamt, dass das monopolartige Ausnutzen eines solchen Verhaltens nicht dulden dürfte.

    Wobei ich mich frage, wohin das ganze Geld versickert: die Telekom bekommt von ihren Kunden Geld zur Bereitstellung der Leitung (und ist nebenbei oft deutlich teurer als der Wettbewerb). Die Telekom bekommt weiterhin von den ganzen ‚Subunternehmen‘ (Wettbewerber) Geld, das sie ihre Dienste durch die bestehenden Leitungen durchschleusen. Monatlich dürften da einige Millionen, wenn nicht gar Milliarden zusammen kommen.

    Ich befürchte, es ist wie bei der Kfz- und Kraftstoff-Steuer, die eigentlich zur Erhaltung und zum Ausbau der Straßen da sein sollte; über den armseligen Zustand der deutschen Stoßdämpfer-Teststrecken brauchen wir ja nicht zu diskutieren und das Geld wird in sinnlosen anderen Etats sowie einem viel zu großen Wasserkopf verschleudert.

  2. Witzig finde ich den pinkfarbenen Text rechts oben in den AGB: „Erleben, was verbindet“ 😀

    Sollte eher heißen „Erleben, wie einem die Kunden davonlaufen“ 😉

  3. Unsere Kündigung liegt schon fertig frankiert bereit und geht noch heute raus. Drosselkom F*ck U

  4. Ich höre immer nur Die Kunden rennen weg“. Wo rennen sie denn hin? Bei vielen anderen Anbietern wären die Kunden doch froh, wenn tatsächlich erst nach 75GB auf 384Kbit/s gedrosselt und nicht im Minutentakt der Downstream neu ausgewürfelt würde.

    Die Telekom weiss schon, warum sie sich solche Aktionen erlauben kann.

  5. Christoph says:

    Hehe, das Datum in den AGB ist noch immer falsch 😉

  6. @Da Easy Mitch?
    Echt? Ich kenne es hier genau andersherum. Bei mir selber bot Telekom nur 2 MBit Leitung an. 1&1 sowie Vodafone (ehemals Arcor zu der Zeit) 16 MBit, die auch erreicht werden. Im Nachbardorf gibts dank Unitymedia sogar 50Bit. Wohlgemerkt, alles stabil. Ich würde daher sagen, pauschal ist da kaum zu sagen diese oder jene sind besser, es hängt von der Gegend ab.

  7. Christoph says:

    PS. Das sind keine AGB, das ist lediglich die Leistungsbeschreibung

  8. Haha, wie geil ist das denn? Heißt also je teurer das Paket das ich wähle, desto schneller bin ich in der Drosselung! Ist natürlich auch eine Definition von High-Speed: „steigen Sie um auf Glasfaser, dann surfen sie noch schneller mit 384 kbit/s“ 🙂 Die müssen ihre Kunden ja für ziemlich bescheuert halten. Mal sehen ob sie es sind und das mit sich machen lassen. Ich tippe mal: JA.

    Wenn sich das Konzept durchsetzt können die Cloud- (und andere) Dienste wohl dicht machen. Da sichert man doch lieber wieder auf der guten alten Festplatte zu Hause.

  9. @Matze B.
    das Tool ist schon mal ok, aber leider sehe ich dann nur den Verbrauch eines Rechners,
    ich suche auch was für alle Verbraucher! Das war mit meiner letzten Fritzbox noch möglich, mit dem Speedport natürlich nicht mehr *mmmpf*

    Matze.B 2. Mai 2013 um 11:14 Uhr

    @Jochen:
    NetSpeedMonitor http://www.floriangilles.de/software/netspeedmonitor

  10. Tja, wie will die Telekom uns eigentlich noch vereimern?
    Die letzte Meile und der T-Techniker, der immer unzuverlässig ist, sind doch schon schlimm genug.
    Ich hoffe, dass jede Menge Kunden von diesem Dinosaurier abspringen.

  11. @Fraggle: Geht aktuell meinen Eltern so. Die hatten jahrelang über 1&1 stablie 16.000, in letzter Zeit schwankt die Bandbreite zwischen 16.000 und 0, stellenweise ist es so schlimm dass sie nicht mal mehr eine Webseite öffnen können. Und bei der Fehlersuche bin ich auf unzählige Beiträge im Netz gestoßen, die genau das gleiche im Zusammenhang mit 1&1 berichten.

  12. Kann man jetzt aufgrund der Vertragsänderung von einem sonder kundigungsrecht gebrauch machen?

  13. Brave, hat sich Dein Vertrag geändert?

  14. Ja ich hbe nicht mehr die gleichen Leistungen

  15. 3, 2, 1, los! Kündigen!!!

  16. Bei Bestandskunden ändert sich doch nichts bis sie einen neuen Vertrag abschließen –> in einen neuen Vertrag gedrängt werden.

    Alle Verträge die ab heute (02.05.13) abgeschlossen werden beinhalten die neuen Klauseln 🙂 Die für Dich geltenden AGBs hast du mit der Auftragsbestätigung damals zugeschickt bekommen.

    Ich guck mir das ganze Theater jetzt noch an und schau was die BNetzA dazu sagt. Aber eine Kündigung des Anschlusses wird mittlerweile immer wahrscheinlicher weil mich einfach nur die Einstellung der Telekom aufregt. Riesen Konzern der den Hals nicht voll genug bekommen kann.

    Bei einer normalen Preiserhöhung hätte wahrscheinlich Niemand wirklich was gesagt, aber dann kommt so eine unehrliche S******. Hätte man von Anfang an Klartext gesprochen dann würde ich mir nicht so veralbert vorkommen. Und mit so einer Einstellung, mit der man probiert alle Menschen an der Nase herum zu führen, kann ich mich nicht mehr identifizieren.

    Das sieht so aus als wenn man nun auf Teufel komm raus probiert überall alle Einnahmequellen anzuzapfen. Bekommen wir es nicht von den Kunden dann nehmen wir es halt von den anderen ContentProvidern. Und ein ehrliches Statement von wegen „Ja so ist es“ können wir nicht abgeben sondern wir probieren uns weiter rauszureden. Was ein Kindergarten 🙂

    Ich würde mich freuen wenn die BNetzA hier draufhauen würde und erkennt, dass die Telekom kein DSL-Provider, Netzbetreiber und Content Anbieter auf einmal sein kann und den Konzern hier in drei Teile zerschlägt oder den Betrieb von Geschäftsbereichen untersagt.

    Aber das ist Wunschdenken und wird sehr wahrscheinlich nicht passieren 🙂

    Grüße

  17. @Fraggle:
    „Im Nachbardorf gibts dank Unitymedia sogar 50Bit.“

    DA möchte ich nicht wohnen … 😉

    Frage an alle:
    Ich habe mit der von Caschy kürzlich vorgestellten Windows 8-App mal geschaut, was bei mir so an Traffic durchgeht – und große Augen gemacht, denn einen großen Teil des Traffics konnte ich mir nicht erklären.

    Kann der oben erwähnte Netspeedmonitor mir den Traffic nach einzelnen Programmen/Diensten/Applikationen aufgeschlüsselt auch als Statistik für einen längeren Zeitraum anzeigen?
    Falls nicht: Gibt es ein anderes Tool, das das kann?

  18. ist in usa schon gang und gäbe:

    More than 64 percent of broadband subscribers in the U.S. have a cap on their usage.
    … this is about protecting their entrenched TV businesses as well as keeping the price for service high, despite the decreasing costs to send traffic over the network

    http://gigaom.com/2012/10/01/data-caps-chart/

    Ist also exakt die selbe Vorgehensweise der Telekom, nur im Hightechinternetland US&A. Wird leider in der Diskussion überhaupt nicht erwähnt.

  19. Eventuell says:

    Mein Schwager hatte mir mal das hier empfohlen: http://www.de.paessler.com/prtg. Kein Witz, hat er in der Firma….!

  20. @napfelsaft Das hätte ich selbst nicht besser sagen können. 100% Deiner Meinung !!!

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