Die Helden der Nation: US-Raumfahrt-Serie startet am 9. Oktober 2020 auf Disney+

Im Mai dieses Jahres wurde die neue achtteilige Serie „The Right Stuff“ für Disney+ bereits angekündigt und soll nun am 9. Oktober 2020 auch endlich unter dem Titel „Die Helden der Nation“ hierzulande starten. Ich hole euch nochmal kurz ins Boot: Die Serie basiert auf dem Bestseller von Tom Wolfe und beleuchtet das US-amerikanische Raumfahrtprogramm und deren Anfänge, bezieht dabei auch die Ingenieure, aber natürlich auch die Astronauten und ihre Familien, mit ein.

Das neue Disney+ Original startet dann am 9. Oktober direkt mit einer Doppelfolge. Produziert worden ist das Ganze von Leonardo DiCaprios Appian Way und Warner Bros. für National Geographic.

Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges 1959 fürchtet sich Amerika vor dem nationalen Abstieg, weil die Sowjetunion das Wettrennen um das Weltall dominiert. Die US Regierung hat eine Lösung – einen Mann ins All zu schicken. Die neu gegründete NASA wird mit dieser monumentalen Aufgabe betraut, und eine Gruppe der besten Ingenieure des Landes berechnet, dass Jahrzehnte für die Bewältigung dieser Mission nötig sein werden…doch sie bekommen nur zwei Jahre, um das Ziel zu erreichen.

NASA Ingenieure, unter ihnen Raketenforscher Bob Gilruth (Patrick Fischler) und der leidenschaftliche Chris Kraft (Eric Ladin), arbeiten unter immensem Druck aus Washington gegen die Zeit. Zusammen suchen sie sieben handverlesene Astronauten aus einer Auswahl von Militär-Testpiloten aus, und innerhalb weniger Tage werden diese ganz normalen und per Zufall gewählten Männer der Weltöffentlichkeit als Helden präsentiert, noch bevor sie überhaupt die Gelegenheit zu einer einzigen Heldentat bekommen.

Die zwei Männer im Mittelpunkt der Geschichte sind Major John Glenn (Patrick J. Adams), ein erfahrener Marine-Testpilot und ehrenhafter Familienvater, sowie Lieutenant Commander Alan Shepard (Jake McDorman), einer der besten Testpiloten in der Geschichte der Navy. Weitere Mitglieder der Mercury 7 sind Captain Gordo Cooper (Colin O’Donoghue), der jüngste der Sieben, der zum Überraschen aller ausgewählt wurde, Wally Schirra (Aaron Staton), ein ehrgeiziger Pilot, der anderen gern Streiche spielt, Scott Carpenter (James Lafferty), der von den übrigen Piloten den Spitznamen „Der Dichter“ bekommen hat, Deke Slayton, (Micah Stock), ein wortkarger, aber hochintelligenter Pilot und Ingenieur; und Gus Grissom, (Michael Trotter), hochdekorierter Militärveteran, der der zweite Mann im All werden sollte.

Die Serie beleuchtet auch die Familien der Astronauten, wie Annie Glenn (Nora Zehetner), die sich unter öffentlicher Beobachtung gegen ihre Sprachstörung behauptet; Louise Shepard (Shannon Lucio), eine Ehefrau und Mutter, die sich weigert, ihr Leben zuhause durch Alans Untreue beeinflussen zu lassen; und Trudy Cooper (Eloise Mumford), selbst eine talentierte Pilotin, die ihre eigenen Ambitionen hinten anstellt um dem Image einer glücklichen Familie gerecht zu werden. Inszeniert in einer Zeit, in der viele Amerikaner sich fragten, ob ihr Land seine besten Zeiten hinter sich hatte, ist „Die Helden der Nation“ eine Geschichte über Ehrgeiz, Ambitionen und einfache Menschen, die Außergewöhnliches erreichen.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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8 Kommentare

  1. Wer ihn noch nicht kennt: Unbedingt vorher den Spielfilm „The right stuff – Der Stoff aus dem die Helden sind“ aus 1983 anschauen!

  2. Endlich mal Content für Erwachsene neben Marvel und Star Wars. Da ist Disney+ echt dünne. NG ist halt inhaltslos…

  3. Hm, die Ingenieure werden berücksichtigt, aber offensichtlich nur die mi US-Hintergrund. Das auch welche mit Nazihintergrund dabei waren, wird wohl außen vorgelassen.
    Da war die Challenger Doku auf Netflix besser, sie ging auf die Fehler ein, de gemacht wurden. Eigentlich hätte de Challenger nicht starten dürfen. Und daß bei den Helden manches im Argen waf, kann,man daran erkennen, daß der Testflug mit simulierter, aber nicht vollenderter Landung auf dem Mond weniger Treibstoff als möglich bekam, damit er nicht vorzeitig landet. Mangels Treibstoff hätten sie bleiben müssen. So hatten sie aber auch weniger Reserven falls etwas schief lief. Aber viellecht kommen die Dinge ja vor, denn eigentlich freu ich mich auf die Serie.

    • Klaro, USA first. Weiße Cowboys haben den Westen erobert, weiße GI Joes die Nazis besiegt (und wahrscheinlich die Alliierten nur so mitspielen lassen) und die erste Enigma-Maschine wurde von US-Amerikanern erbeutet. Die Geschichte ist voll mit verklärtem US-amerikanischen Patriotismus und dazu gehört auch der Heldenmythos der Raumfahrt. Brot und Spiele eben.

    • Als die Russen Sputnik fliegen ließen, beriet sich der Stab um Lyndon B. Johnson in D.C. und Johnson fragte beim betrachten eines Films „Waren sie es? Waren es ihre deutschen Wissenschaftler, die sie zuerst in den Weltraum brachten? Ein anderer antwortete: „Nein, die waren es nicht, Senator. Unsere Deutsche sind besser als deren Deutsche“.

      Nein, das Thema wird nicht unterdrückt, es spielt hier nur einfach keine Rolle, denn es geht um die Menschen die die Maschinen fliegen und nicht um die Menschen, die die Maschinen bauen.

  4. The Right Stuff wurde doch bereits 1983 mit einem über drei formidable Stunden reichenden Film allerfeinst verfilmt. Sogar mit Chuck Yeager himself in einem kleinen Cameo. Vom filmischen Standpunkt aus gesehen, ist für mich „Der Stoff aus dem die Helden sind“ bereits bestens erzählt und braucht keine aufgewärmte Serie – so gut die vielleicht auch sein mag.

    Temperance Brennan ‚Bones‘ bzw. Emily Deschanels reale Mom, Mary Jo Deschanel, ist in Philip Kaufmans Verfilmung als Annie Glenn zu sehen – mein persönliches Highligt innerhalb der Traumbesetzung.

  5. Gabs doch schon mal als Serie von Tom Hanks

    From the Earth to the Moon

    Übrigen ganz große Klasse

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