
Google hat gestern das neue Pixel 4 vorgestellt, was wahrscheinlich zu den am meisten geleakten Smartphones gehören dürfte. Mit dabei ist eine relativ breite „Stirn“, die eine neue Radar-Technologie und allerlei Technik zur Gesichtserkennung beherbergt. Letztere funktioniert wohl anders als Apples Face ID und wird in ersten Hands-on-Videos als rasend schnell bezeichnet. So schnell, dass es einen Delay-Parameter in den Einstellungen geben soll, der es dem Nutzer wenigstens erlaubt, den Sperrbildschirm zu Gesicht bekommen.
Nun stellt sich natürlich die Frage, wie sicher das Ganze dann noch ist und ob es auch missbraucht werden könnte. Chris Fox – ein Reporter von BBC – hat ein Pixel 4 zum Review in die Hand bekommen und twittert, dass die Gesichtserkennung auch mit geschlossenen Augen funktioniert. Aus Sicht der Sicherheit ist das natürlich problematisch, denn so könnte das Telefon entsperrt werden, während ihr schlaft oder auch dann noch, wenn man nicht mehr am Leben ist.
Proof, for those asking #madebygoogle #pixel4 pic.twitter.com/mBDJphVpfB
— Chris Fox (@thisisFoxx) October 15, 2019
Nun könnte sich der Mob natürlich direkt aufmachen und Google auslachen – wäre da nicht ein Bild des Pixel 4 aufgetaucht, welches zeigt, dass die Unlock-Einstellungen auch ein Aufmerksamkeits-Feature haben. Sprich – aktiviert ihr dieses, so überprüft das Smartphone, ob ihr auch tatsächlich die Augen geöffnet habt.
Halten wir fest: Es gibt Google Pixel 4 in freier Wildbahn, die wohl „blind“ entsperren – und solche, die dies auf Wunsch nicht tun. Google selber verteilt momentan einen Day-1-Patch an das Pixel 4, dieser ist aber nicht für diese Funktionalität gedacht. Wir haben bereits angefragt und halten euch da auf dem Laufenden. Behauptung: Die Option der „geöffneten Augen“-Prüfung kommt natürlich für alle. Google hat noch eine Woche Zeit für das entsprechende Update, sofern es nicht nur ein Server-Switch ist.