Die Festplatte sicher löschen

Gestern beim Schwiegervater gewesen. Dieser will nun seinen alten PC einem Verein spenden, in dem er tätig ist – sein Notebook reicht ihm. Und wie das halt so ist, wenn man seinen Rechner verkauft oder verschenkt: man sollte schon die Festplatte sicher löschen, damit Menschen nicht auf die Idee kommen, diese Daten mittels TestDisk wiederherzustellen.

Den freien Speicher überschreiben ist kein Akt, dies kann man unter Windows mit dem CCleaner oder dem Eraser machen, bei Festplatten, die ein System enthalten, sollte man zu DBAN greifen, so meine Empfehlung.

Das Open Source-Tool löscht sicher. DBAN liegt als ISO-Datei vor, muss also mittels YUMI auf einen USB-Stick gebracht werden, alternativ nutzt man CDBurner XP um eine Boot CD zu erzeugen.

YUMI ist dabei mein Favorit: Starten, Pfad zum USB-Stick auswählen und ganz am Ende der Liste auswählen, dass man eine eigene ISO-Datei auf den Stick bringen will – hier geben wir den Pfad zur DBAN-ISO an. Die Anleitung gibt es hier.

Der betreffende Rechner wird dann von DBAN auf dem USB-Stick oder der CD gebootet, der Rest ist Kleinkram und Wartezeit. DBAN basiert auf einem Linux-System, mit der man Festplatten mittels verschiedenen Methoden sicher löschen können.

 

Der Faule wählt die Option autonuke, wer es genauer mag, der tippt Enter  um ins Menü zu gelangen – besser gesagt „interaktiver Modus“. Die Einstellung DoD Short sollte für normale Benutzer reichen, da bei dieser Methode jeder Block 3 x überschrieben wird. Dementsprechend sollte man genügend Zeit mitbringen. Schneller geht es mit Quick Erase, hierbei wird nur 1 x mit Nullen überschrieben – laut diverser Studien reicht dieser Vorgang.

Das Ganze ist mit relativ geringem Aufwand bewerkstelligt und ihr geht sicher, dass der neue Besitzer des PCs nicht gleichzeitig Besitzer eurer Daten ist. Für viele der hier Mitlesenden vielleicht ein gaaaaaanz alter Hut, doch es sollte auch mal wieder etwas für Einsteiger in die Materie sein – eben für meinen Schwiegerpapa, der jetzt weiss, was er zu tun hat 🙂

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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27 Kommentare

  1. @daBeste: Der ist gut 🙂 Wer sein Container so verschlüsselt kann es auch gleich bleiben lassen 😉 BTW: Wie lange willst du warten bis du das Passwort mit der Methode bekommen hast?

  2. TrueCrypt ist auf den meisten Rechnern sowieso drauf und eigenet sich perfekt zum wipen.

    Alternativ für SSDs ein ATA SecureErase aber prinzipiell sollte man die Spare Area von SSDs auch mit mehrfachem Überschreiben ausreichend durchmischen können. Nebenbei ist der Teil sowieso nur für hochsensible Industrie-Bereiche relevant, wo es dann aber wieder sowieso definierte Prozesse für derartige Datenentsorgungen gibt.

  3. @daBeste:
    deshalb steht schon in der Computerbild, das man keine Passwörter nehmen sollte, die im Wörterbuch stehen.

  4. DBAN an sich ist sehr zuverlässig und gut, kommt bei auch des Öfteren zum Einsatz.

  5. Notfalls nimmt man eine Windoofs Vista/7 DVD, löscht alle Partitionen der Platte, richtet eine Neue ein und formatiert diese. Dabei werden auch alle Sektoren überschrieben.

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