
Wegen des sinkenden Rheinpegels kann aktuell keine Kohle über den Fluss transportiert werden. Also behilft man sich mit dem Schienentransport, wie das ZDF berichtet. Dem soll Priorität vor anderen Zügen beigemessen werden, wie der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, bestätigt hat. Müller gibt zugleich zu, dass das noch zu Ärger führen dürfte.
Logisch: Wenn die Bahn den Kohletransporten Priorität einräumen muss, wird gleichzeitig etwas anderes zurückfallen in der Wichtigkeitsliste. Ob darunter der ÖPNV leiden könnte, wollte Müller weder bestätigen noch dementieren. Klar sei, dass die Kohlekraftwerke nun einmal Kohle brauchen und da habe man wenig Spielraum. Es gelte, die Infrastruktur abzusichern. Gaskraftwerke müsse man nun einmal jetzt möglichst aus dem Markt herausnehmen.
Letzten Endes sollte man aber natürlich im Kopf behalten, dass die aktuelle Lage nicht völlig unvorhergesehen entstanden ist: Die deutsche Politik forcierte über Jahrzehnte eine immer höhere Abhängigkeit von russischem Gas – auch noch weit nach der Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014. Jetzt bekommt man die Quittung für eine Politik, die zumindest in diesem Extrem nicht hätte sein müssen.
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