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DHL will bis 2023 mehr als 12.000 Packstationen in Deutschland bieten

DHL will bis 2023 in Deutschland mehr als 12.000 Packstationen etablieren. Sowohl in der Stadt als auch auf dem Land will man da stark ausbauen. Bereits heute könne laut dem Logistikunternehmen fast jeder zweite Haushalt in Deutschland eine Packstation im Umkreis von einem Kilometer erreichen.

Um das Verhältnis zu verdeutlichen: DHL will also in den nächsten drei Jahren ca. 6.000 weitere Packstationen aufbauen und die Anzahl der Automaten damit verdoppeln. Damit wolle man auch der höheren Kundennachfrage entsprechen, die durch steigende Sendungsmengen zu verzeichnen sei. Laut DHL seien die Packstationen gerade in der Corona-Krise beliebt und hätten viele Neukunden gelockt. Denn es sei über die Automaten kontaktlos rund um die Uhr der Versand und Empfang von Paketen möglich.

Dazu komme auch bei Partnern, zum Beispiel aus dem Einzelhandel, Personennahverkehr und von Immobilienunternehmen, ein großes Interesse, Packstationen an ihren Standorten aufzustellen. Ende 2021 sollen bereits rund 8.500 Packstationen zur Verfügung stehen. Ein Jahr später werden es bereits etwa 10.500 Packstationen mit insgesamt über eine Million Fächern sein. Für 2023 geht das Unternehmen von einem weiteren Wachstum auf mindestens 12.000 Automaten aus, die ja eingangs genannt wurden.

Ab sofort baut die DHL zudem an zunächst rund 200 Standorten die rein App-gesteuerte Variante der Packstation auf. Dieser neue Typ benötigt kein Display, da ihr ihn ausschließlich per Smartphone bedient. Seit Jahresanfang seien 20 App-gesteuerte Packstationen in Köln und Koblenz intensiv getestet worden. Da die Rückmeldungen der Kunden sehr positiv ausgefallen seien, baue man nun aus. Von den 12.000 Packstationen dürfte daher im Jahr 2023 rund ein Drittel App-gesteuert operieren. Viele seien mit Solarzellen versehen und würden daher nicht einmal mehr eine weitere Energiequelle benötigen. Das mache auch die Aufstellung flexibler.

Nun denn, solltet ihr also die Packstationen nutzen oder nutzen wollen, sind das sicherlich willkommene Nachrichten für euch. Ich selbst verzichte da aktuell, da die nächste Packstation für mich rund 2 km entfernt ist, während sich gleich 2 Postfilialen im Umkreis von ca. 500 Metern befinden. Auch bin ich durch die Arbeit im Home-Office ohnehin meistens daheim, um Pakete anzunehmen. Aber das sieht bei jedem anders aus.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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23 Kommentare

  1. Ja klar, die wollen Kosten für Zusteller einsparen.

    • Wobei es für die vorhandenen Zusteller auch einfacher gemacht wird, wenn sie eben nicht 30-mal am Tag ewig warten müssen, bis jemand öffnet (oder eben auch nicht) und stattdessen die Pakete direkt in die Packstation legen können. Dann können sie bei gleicher Bezahlung eben auch mal schon nach 9 statt nach 14 Stunden Feierabend machen.
      Und für mich als Kunden ist es auch angenehm, nicht zu befürchten, dass ich gerade auf dem Klo sitze, wenn der Paketbote klingelt, wenn ich denn überhaupt zu Hause bin.
      Kurz gesagt: Eigentlich sind die Packstationen eine Win-Win-Win-Situation.

      • Aber nur, wenn du z.B. auf dem Nachhauseweg direkt an einer Paketstation vorbeikommst oder per Rad hinfährst. Sonst ist die Umwelt der Verlierer, denn:
        Statt einem Auto, was eine vordefinierte Route mit (sagen wir mal) 150 Personen anfährt, fährt dieses Auto jetzt genau die gleiche Route aber liefert (sagen wir mal) nur noch 100 Pakete aus. Die restlichen 50 Personen fahren alle selbst (mit dem Auto) zur Packstation…

        • Das ist natürlich richtig. Ganz spontan fallen mir auf dem Weg von der Arbeit nach Hause allerdings mindestens drei Packstationen und zwei Postfilialen ein (die ich ja nach Möglichkeit vermeide, schon alleine wegen der Öffnungszeiten; dafür ist die eine in bequemer Fußreichweite von zu Hause und die andere direkt neben meiner Arbeitsstelle). Und ich habe nur knapp 8 km Arbeitsweg.
          Wenn die Anzahl jetzt noch verdoppelt wird, sollte sich die Situation zumindest nicht verschlechtern.

        • Du vergisst die zahlreichen Fahrten in irgendwelche Postfilialen, wenn man dich oder deine Nachbarn nicht antrifft. Diese sind für die Umwelt genauso kacke.

      • Genau so wird es sein…nicht. Verringert sich das Paketvolumen pro Bezirk, vergrößert sich für die Zusteller einfach der Bezirk und die Gesamtanzahl an Zustellern nimmt ab.

        • Und wieso genau sollte sich das Paketvolumen jetzt verringern? Durch mehr Packstationen verringert sich nur die zur Zustellung benötigte Zeit pro Paket, nicht aber das Paketvolumen selbst. Und weil ich aus erster Hand weiß, dass viele Zusteller mit ihren Bezirken sowieso schon überstrapaziert sind und (teilweise) unbezahlte Überstunden schieben, ist das wohl eine Win-Situation.

          • Das ist Quatsch. Packstationen werden schon jetzt in den Großstädten von eigenen Fahrern angefahren. Zu meinen das hätte positive Auswirkung auf den Fahrern ist echt bisschen kurz gedacht und hat keine Ahnung von der Praxis. Natürlich spart sich DHL was bei den Arbeitskosten, gibt ja nicht umsonst monetäre Vorteile wenn man eine Packstation nutzt.

    • Oder eben die Kosten erhöhen für den Verbraucher. Persönliche Zustellung ist teurer ansonsten geht es direkt an die Packstation.

      Spart man trotzdem Personalkosten weil die Zusteller eher mit ihrer Arbeit fertig werden sollten. Mehrfach klingeln, Karte in den Briefkasten. Zweiten Zustellversuch am nächsten Tag um die gleiche Uhrzeit Kosten viel Zeit.

  2. Find ich gut. Packstationen sind toll solange das Paket da zuverlässig ankommt. Das sollte ja der Fall sein, wenn genügend Stationen zur Verfügung stehen und sie somit nicht so leicht überfüllt sind.

  3. Postbankfilialen sind das schlimmste, was es gibt. Man hat IMMER jemanden der n Konto eröffnen will oder Probleme damit hat. Da steht man dann ne halbe Stunde wegen nem Paket an. Packstation ist eine der besten Innovationen der letzen Jahre.

    • Definitiv. Vor allem wenn man etwas zügig braucht und am Ende der Route des Zustellers wohnt, dann liegt das Paket oft schon um 07:00 Uhr in der Packstation, während es erst um 19:30 Uhr an der Haustür wäre.

    • Und man wird fast immer angequatscht, ob man nicht ein Konto eröffnen möchte. Nervig.

  4. Mal schauen wie nah die kommen.
    Stand jetzt ca 12 km
    Glaube nicht das mein Dorf als Standort auserkoren wird.
    Und falls doch werden wahrscheinlich meine Pakete nicht mit DHL geliefert.
    Aber sei es so
    Gut das aufgestockt wird

  5. Freut mich, meine Packstation ist zwar nur 4km weg von mir, aber so extrem ungünstig gelegen, dass ich da nie was hinliefern lasse, da ich dann komplett durch unsere Innenstadt fahren müsste.

    Bei meiner alten Adresse war das Teil direkt gegenüber, hach, ich weiß: First World Problems Deluxe 🙂

  6. Bei uns im Ort haben wir mittlerweile die 3 Packstation bekommen, wobei die 2. seit nicht mal einem Jahr in Betrieb ist wurde gerade die dritte in Betrieb genommen – mich freut es, wobei ich dank HomeOffice derzeit alles direkt nach Hause schicken lassen.

    Ich frage mich auch, wieviele Packstation nicht öffentlich sind, weil die zb auf Firmengelände stehen

  7. Sehr gerne mehr. Nutze die mittlerweile nur noch wenn es geht. Leider sind die hier in der Ecke alle oft voll.

  8. Bisher sind meine Erfahrungen nach knapp zehn Jahren Nutzung sehr durchwachsen. In letzter Zeit meide ich unsere Packstation so gut es geht. Leider muss ich beinahe jede zweite Sendung in der Filiale abholen weil diese, vermutlich wegen Überfüllung der Packstation, dahin umgeleitet wurde. Das ist ein absolutes Ko-Kriterium da die Öffnungszeiten des Schalters im Supermarkt sind relativ kurz und zu ungünstigen Zeiten. Mit den umliegenden Packstationen hatte ich meist mehr Glück, musste dann aber relativ weit fahren wenn auch dort umgeleitet wurde.

  9. Wer denkt aus Packstationen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Paketzustellern herauslesen zu können ist einfach nur naiv und hat keine Ahnung von der Situation. Als wäre DHL kein kostenoptimiertes Unternehmen. Natürlich werden somit Arbeitskräfte eingespart. Es ist auch nicht so dass die Paketanzahl/Gebietsgrößen nicht anpassbar wären und die Fahrer jetzt weniger zu tun hätten. Im besten Fall wird es nicht schlimmer. Aber eine positive Aussage lässt sich wirklich nicht sicher machen.

    Im Gegenteil, abgesehen von Paketen die direkt an Packstationen gehen (und von eigenen Fahrern direkt dorthin geliefert werden), dürfte eine überfüllte Packstation deutlich unangenehmer sein als die Sicherheit zu haben alle Pakete bei einer Postfiliale abgeben zu können.

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