DHL erweitert abendliche Zeitfensterzustellung über Ballungsgebiete hinaus

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DHL bietet aktuell bereits in einigen Ballungsgebieten die sogenannte „Zeitfensterzustellung“ an. Das bedeutet, man kann sich Pakete in jenem Fall abends zwischen 18 und 21 Uhr liefern lassen. In jenem Zeitrahmen muss man lediglich ein minimal zweistündiges Zeitfenster angeben – z. B., dass man sein Paket zwischen 19 bis 21 Uhr erhalten möchte. Laut DHL können Online-Shopper ab sofort bundesweit direkt bei der Bestellung dazu Angaben machen. Klar, dass DHL sich mit dieser Option für Pakete von der teilweise günstigeren Konkurrenz von Hermes, DPD uns GLS abgrenzen möchte.

Wer also tagsüber unterwegs ist, z. B. weil er oder sie auf der Arbeit schuftet, kann seine Pakete bewusst abends liefern lassen. Viele von euch nutzen als Alternativen sicherlich auch die Lieferung an die Firmenadresse oder Packstationen. Mit weiteren Details zur Zeitfenster-Lieferung geizt DHL jedoch noch. So erklärt das Logistikunternehmen zwar, dass man mit dem neuen Service „Onlinehändlern aus unterschiedlichsten Branchen ein attraktives Angebot“ anbiete, erwähnt aber nicht, welche Händler die Option einbinden werden. Soll der Online-Besteller direkt ein Zeitfenster einbinden, müsste diese Option ja vom jeweiligen Händler auch technisch eingebunden werden.

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Nahe legt DHL seine abendliche Zeitfenster-Lieferung besonders Händlern, die Lebensmittel versenden. Gerade bei jenen Bestellungen kommt es vielen Kunden natürlich darauf an, sie auch abends parat zu haben. Für Händler entstehen natürlich je Paket-Auslieferung mit Zeitfenster-Option zusätzliche Kosten. Nun heißt es abwarten, ob die Händler jene schweigend hinnehmen oder direkt an die Kunden weitergeben.

Erstmal bin ich eh gespannt darauf, welche Händler die Zeitfenster-Lieferung überhaupt als Option einführen: Dass DHL nicht direkt schlagkräftig die Namen von Partnern in den Raum wirft, deutet auf noch laufende Verhandlungen hin. Bisher haben nur wenige Anbieter die Zeitfenster-Option für die Paket-Auslieferung am Abend aufgegriffen. Ursache könnte aber eben gewesen sein, dass dieser Service nur in Ballungszentren zur Verfügung stand. Vielleicht springen ja nun mehr Online-Händler auf den Zug auf.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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14 Kommentare

  1. Warum legt der Zusteller auf dem Bild ein Paket in den Kofferraum?

  2. Ach, ich dachte das kann man dann über die App festlegen.
    Na mal schauen, ob Amazon die Option einbindet.

  3. Schön sowas, auch wenn es die Sklaverei der Zusteller nur noch weiter ausweitet. Ist nicht so, dass die Person, die Abends zustellt, vormittags nicht arbeiten muss.

  4. Schön wenn sowas geht, aber für mich nicht nötig. Dhl hat eine Abstellgenehmigung und der Postbote legt die Pakete einfach auf die Terrasse. Ich finde DHL ist eh der beste Zusteller den man nehmen kann, wenn das dann etwas teurer ist macht mit das nichts aus.

  5. „Abstellgenehmigung“ LOL.
    Unser Hermes-Zusteller braucht sowas nicht. Ist man nicht in 0,7 Sekunden nach dem Klingeln an der Haustür, geht er von Abwesenheit aus und schlägt sich über rutschige Steine zum Garten vor, hebelt unser Gartenhäuschen auf (die Tür ist defekt) und legt das Paket dort ab. Natürlich ohne eine Benachrichtigung, so dass wir teilweise nur zufällig darauf stießen.

    DPD hat vermutlich eine Gruppe Schimpansen hinten im Auto sitzen, die die Stoß- und Reißfestigkeit der Verpackungen testen. Zumindest sehen die Waren bei Ankunft so aus.

    UPS hat es immer sehr eilig, nur um schnell wieder in seinem Höllengefährt Rußwolken ausstoßend mit 60 durch die Spielstraße zu brettern.

    DHL ist dagegen unkompliziert, zuverlässig und sorgfältig. Sollen die liefern wann sie wollen, meine Sympathie haben die schon.

    • Oliver Pifferi says:

      Grim – Made my day, aber genau die Erfahrungen kann ich so unterschreiben, wobei die UPS-Höllengefährte hier aktuell deutlich weniger rußen 🙂 !

  6. Unfassbar, dass man für so einen Service auch noch Geld verlangen will. Vor allem ist mir keine Möglichkeit bekannt, als Privatperson irgendein Zeitfenster anzugeben, außer bei DHL Express, aber da kostet es dann zwischen zwischen 15,80 € und 69,80 €. So ein Bullshit, ganz ehrlich.

    In Japan z. B. gibt es selbst bei der Standard-Post auf jedem Label ein Feld für das Wunschzeitfenster. Dieser Service ist gratis(!) und sogar stets zuverlässig. In Japan wird die Post stets fünf Mal am Tag ausgeliefert, selbst auf dem Lande. Das Porto dort ist dabei sogar deutlich günstiger als bei der Deutschen Post bzw. DHL in Deutschland. Japan besteht aus vielen größeren und kleineren Inseln, trotzdem klappt alles zuverlässig. Und ja, die Leute werden sogar ordentlich bezahlt. Es geht also, wenn man nur will. Ich frage mich schon sehr lange, wohin das ganze Geld fließt, dass die hierzulande einnehmen. Aber Hauptsache die Manager und Aktionäre schwimmen in Geld.

    Übrigens ist die Zustellung durch die Deutsche Post bzw. DHL in meiner Region schon seit Jahren sehr stark beeinträchtigt. Die Briefpost kommt im Schnitt nur noch 1 Mal die Woche (laut Briefträger), auf DHL-Pakete muss man laut Lieferant aktuell in meiner Region wegen zu vieler Entlassungen bis zu 3 Wochen warten.

  7. Arm so was zu bringen!

  8. @Grim
    DHL sind die einzigen die noch halbwegs zuverlässig sind. Wobei es bei denen auch stark vom Zusteller abhängt. Hatte schon zeitweise das Vergnügen mit einem Zusteller welcher deutsch nur sehr bruchstückhaft beherrschte. Da war es nicht so leicht herauszufinden wo er denn nun dieses Mal das Paket abgelegt hatte. Musste ihn in der Nachbarstraße abfangen, nachdem meine App mir eine erfolgreiche Zustellung des Pakets gemeldet hatte, ich aber Zuhause davon nichts mitbekam. Bin dann raus, weit und breit kein Paket und natürlich auch kein Zettel im Briefkasten. Habe überall geschaut, kein Paket. Musste dann den Fahrer in der Nachbarstraße abfangen, und konnte irgendwann aus dem gebrochenen deutsch erahnen, dass er mein Paket in der Papiertonne (!) versteckt hatte. Inklusive einem vollkommen verständnislosen Gesichtsausdrucks wieso ich das nicht so ganz optimal finde sowas zu tun, und dann nicht einmal eine Benachrichtigung zu hinterlassen.
    Aber wenn abgesehen davon funktioniert das mit DHL in der Regel ganz gut, deutlich besser als bei allen anderen Zustellerdiensten. Mit Hermes fange ich erst gar nicht an, damit könnte ich schon ein halbes Buch füllen, was die sich schon alles geleistet haben. Und das wirklich schlimme ist, es ist sowohl den Fahrern als auch Hermes selbst vollkommen egal. Wahrscheinlich gibt es in deren Ticketsystem an der Hotline nicht einmal einen Punkt für Beschwerden, und es wird alles gelöscht sobald der Kunde am Telefon aufgelegt hat.

  9. Funktioniert wohl auch nur dann wenn man weis welcher Paketdienst liefert. Bei Amzon z-B. weis man voher gar nicht mit welchen Paketdienst geliefert erst, das erfährt man erst nach der Bestellung wenn eine Sendungsverlinkung angezeigt wird. Wenn ich wählen könnte würde ich bei Amzon nur DHL wählen, alle anderen sind leider unzuverlässig bei uns.

  10. Was für eie Sauerei, noch mehr prekär beschäftigte Menschen, noch mehr unsinnige Autos auf der Straße!

  11. André Westphal says:

    Meine Erfahrung ist, dass es sehr stark vom individuellen Zusteller abhängt – auch bei DHL. Ich hatte jahrelang einen sehr verlässlichen Zusteller, der auch immer geklingelt hat und sonst was beim Nachbarn abgab – nie Murks gehabt. Nun hat der Zusteller gewechselt und der aktuelle gibt wohl die Pakete für die halbe Straße hier immer in einem Lottoladen ab, der auch einen DHL-Servicepunkt hat. Ich war schon mehrfach zuhause, niemand klingelte und als ich dann in die Stadt musste, hatte ich einen Zettel im Briefkasten… Hermes dagegen ist hier z. B. aktuell vorbildlich (anderes gilt dort leider für die Arbeitsbedingungen, was ja leider bekannt ist).

  12. Dennoch steht besserer Service überhaupt nicht in Zusammenhang mit schlechten Arbeitsbedingungen. Würden die mehr Leute einstellen (und das Geld hätten sie!), wäre es alles überhaupt kein Problem. Aber was anderes als maximaler Gewinn um jeden Preis zählt hierzulande leider nicht mehr.

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