Devil May Cry 5 Special Edition angespielt – Schöne, schnelle Dämonen-Schnetzelei

Die Zeit von neuen Konsolen ist auch die Zeit von Remaster-Versionen etwas älterer Titel. Selber Inhalt, aber eben noch schöner oder noch flüssiger. Auch Capcom wirft mit der Special Edition des im Frühjahr 2019 erschienenen Devil May Cry 5 ein Eisen ins Feuer. Etwas unerfreuliches Vorweg.: Solltet ihr – wie ich – das Spiel bereits für PS4 oder Xbox One erworben haben, dann müsst ihr die Special Edition dennoch separat erwerben. Es gibt kein kostenloses Update für die Next-Gen-Optimierungen. Ihr könnt auch keinen Spielstand aus der Altversion in die Special Edition übernehmen. Ein großer Wermutstropfen am Anfang, aber kommen wir zum Spiel.

Wer die Handlung der Spiele nicht kennt, sei hier kurz abgeholt, auch das Spiel hat jedoch eine Zusammenfassung für euch parat. Im Grunde geht es um zwei Söhne eines Dämonen, die beide mit verschiedenen Fähigkeiten ausgestattet wurden und wie es das Schicksal so will natürlich auch zwei verschiedene Pfade eingeschlagen haben – Gut und Böse. Aus diesem Grund lassen Dante und Vergil – so heißen die beiden – keine Gelegenheit aus, sich an die Gurgel zu gehen. Dieser Kampf führte dazu, dass Vergil verbannt wurde. Nun kommt also die Special Edition daher und bringt neben den üblichen spielbaren Charakteren Dante, V und Nero auch noch Vergil mit. Die erstgenannten drei haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Dämonen auf der Erde zu jagen und denen den Garaus zu machen. Viel mehr muss man auch gar nicht wissen, denn in dem Action-Spiel gilt es einzig und allein, in möglichst actionreichen Kombos Dämonen in Teile zu hacken.

Ihr startet als Nero, der nur einen gesunden Arm hat. Der andere wurde durch eine wechselbare, mit unterschiedlichen Fähigkeiten bestückte, Prothese ersetzt. Im Verlauf des Spiels schaltet ihr V, Dante und letztendlich Vergil frei, die alle ihre eigene Storyline haben, die durch sehr gut gemachte Zwischensequenzen aufgehübscht wird. Der einzige ohne Handlung ist Vergil. In einigen Missionen könnt ihr selbst einen Charakter wählen und seht ab und an, dass parallel – durch einen anderen Spieler gesteuert – auch die jeweils anderen beiden zum Einsatz kommen. Wenn ihr die Geschichte aus dem Original DmC 5 kennt, werdet ihr nur wenige Änderungen vorfinden.

Wer Hack-n-Slay-Titel mag, der wird mit Devil May Cry 5 seine wahre Freude haben. Jeder Charakter hat sein eigenes Set an Spezialfähigkeiten, die klug miteinander zu Kombos kombiniert werden müssen. Je nach Variation erreicht ihr dann eine Kombo-Bewertung und sammelt eine In-Game-Währung. Für die könnt ihr dann neue Kombos und Fähigkeiten freischalten. Mit ein bisschen Übung lassen sich so relativ zügig ganze Horden von Dämonen erledigen. Macht viel Spaß und ist vor allem etwas für zwischendurch. Wer wenig Zeit für lange Handlungen wie bei AC Valhalla, Watch Dogs Legion und Co. hat, wird bei dem Titel schnell heimisch.

Lasst mich kurz zusammenfassen, wie die Charaktere kämpfen. Nero ist ein Haudrauf mit einem Schwert für den Nahkampf und mit einer Pistole für den Fernkampf. V, mit dem ich persönlich am liebsten spiele, hat drei Dämonen zur Seite, die für ihn kämpfen – einen Panther für den Nahkampf, einen Vogeldämon aus der Ferne und einen Golem, der nicht immer eingesetzt werden kann, der aber alles platt macht. Auch Dante hat ein Schwert und eine Pistole am Mann, bekommt aber im Laufe des Spiels weitere Waffen kredenzt. Ich möchte jedoch nicht zu viel verraten.

Bevor ihr ins Spiel einsteigt, habt ihr auf PS5 und Xbox Series X noch die Möglichkeit, zwischen Performance mit niedrigerer Auflösung (1080p) aber 120 FPS oder zwei abgestuften Raytracing-Modi (geringere und höhere Qualität) zu wählen. Raytracing sieht zwar in beiden Modi am schönsten aus, fällt aber im Spiel nicht wirklich auf, da ihr so viel Action um euch herum habt, dass man weniger auf Beleuchtungs- oder Reflexionseffekte achtet. Es ist eben ordentlich was los auf dem Bildschirm.

Neu bei der Special Edition ist außerdem ein Turbo-Modus, der alles in doppelter Geschwindigkeit ablaufen lässt. Weiterhin gibt es nun auch 3D-Audio und vor allem wesentlich kürzere Ladezeiten zu bestaunen. Für die ganz Geübten findet sich auch ein neuer Schwierigkeitsgrad, der aus früheren Special Editions bekannt ist und sich „Legendärer schwarzer Ritter“ nennt. Dieser ist ordentlich herausfordernd. Wenn ihr euch bei DmC heimisch fühlt, probiert es aus, kann aber auch schnell frustrierend sein.

Alles in allem können Freunde des kurzweiligen Gemetzels mit dem Titel keinen Fehler machen. Solltet ihr das Original bereits gekauft und gespielt haben, spart euch die 40 Euro, es sei denn ihr müsst den Titel unbedingt haben und wollt mit Vergil spielen. Alle anderen können beherzt zugreifen, sich an einem schönen und schnellen Spiel ergötzen und sich auf die Jagd nach Kombo-Punkten machen. Die Special Edition hat auch alle DLCs des Originals im Bauch. Ich finde es trotzdem sehr schade, dass Capcom für Besitzer der Altversion nicht etwas spendierfreudiger ist oder zumindest den Übergang der Spielständer realisiert hat.

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