Devialet Dione: Neue Soundbar mit 17 Treibern kostet 2.190 Euro

Devialet ist bekannt unter Personen, bei denen ordentlich Reibung zwischen Daumen und Zeigefinger herrschen. Das französische Unternehmen is insbesondere für Multiroom-Lautsprecher bekannt. Mit der Devialet Dione hat man nun erstmals eine Soundbar vorgestellt. Ganze 17 Treiber inklusive acht Subwoofer stecken im 1,2 Meter langen 12-Kilo-Koloss. Nach eigenen Angaben sei ein externer Subwoofer damit nicht notwendig.

Ich meine, Bass kann Devialet bekanntlich auch in anderen kompakten Lautsprechern. Die 17 Treiber sollen eine 5.1.2-Surround-Konfiguration abdecken, wobei letztere die zwei Decken-Kanäle beschreiben. 950-Watt-Sound soll die Soundbar hierbei abliefern.

Richtig vermutet: Die Devialet Dione unterstützt 3D-Sound. Da hat man Dolby Atmos im Portfolio, bietet aber auch die Möglichkeit jedes Stereo-codierte 2.0-Signal aktiv zu 5.1.2 hochzuskalieren. DTS:X unterstützt man im Übrigen nicht. Logisch, da arbeitet man mit Upmixing-Algorithmen und auch sonst bietet man verschiedene Modi. So bringt man Adaptive Volume Level mit, eine dynamische Anpassung des Klangpegels in Echtzeit. Kennen wir ja, wenn die Werbung gefühlt sonst auf doppelter Lautstärke im Vergleich zum Fernsehprogramm dröhnt.

Devialet will zwischen leisem Dialog und lauten Szenen den Ausgleich schaffen. Auch sonst erfolgt eine intelligente Anpassung an die Umgebung. Hierzu nutzt man eine eingebaute Raumkalibrierung.

Der ganze Schnickschnack kommt natürlich auch nicht ohne den entsprechenden Antrieb aus. Devialet setzt auf ein ARM-SoC (4x ARM Cortex-A53 1,25 GHz; 1 GB DDR3) kombiniert hierbei Verstärkungs- und Signalverarbeitungstechnologien (ADH, SAM, Magic Wire, Class A, DAC). Beim DAC seien 24 bit / 96 kHz möglich.

Auch designtechnisch macht Devialet einiges anders: So sitzt in der Mitte der „ORB“. Gewohntes gibt es bei der App und Software. Hier integriert sich die Devialet Dione in das sonstige Multiroom-Setup und so lässt sich die Soundbar auch mit AirPlay 2 bespielen. Mit von der Partie sind außerdem Spotify Connect, Bluetooth 5.0 sowie UPnP.

Die Anbindung zum Fernseher erfolgt wahlweise über HDMI, hier setzt man auf HDMI 2.1, oder einen optischen Toslink-Eingang. Im Falle von HDMI stehen der Audiorückkanal (ARC/ eARC) sowie die Bedienung mit der TV-Fernbedienung über CEC zur Verfügung. Ins Netzwerk kommt der Lautsprecher wahlweise per Wi-Fi (802.11a/b/g/n/ac 2,4 GHz & 5 GHz) oder Gigabit-Ethernet.

Wie bei anderen Devialet-Lautsprechern müsst ihr für das gute Stück tief in die Tasche greifen. 2190 Euro werden für die Devialet Dione fällig.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Das hat so ein bisschen etwas von «Warum sollte mein Auto nur einen Benzin-Motor haben, wenn ich auch gleich zwei einbauen kann».
    Den guten Klang wird man auch sicherlich mit weniger Treibern und damit weniger Kosten ermöglichen können.

    • Hallo Heintje (habe noch ein paar LPs von Dir im Schrank- lach !) Diese Art Lautsprecher , auch die kleineren Exemplare von Devialet, sind m. E. mehr Design-Objekte als Lautsprecher. Das hat also nicht nur mit Klang zu tun und hat wesentlichen Anteil am m. E. zu hohen Preis für den Klang. Für mich dürfen lautsprecher wie lautsprecher aussehen. Gehe da eher mit Klassikern wie z. B. Nubert oder KEF oder Dynaudio. Vollaktivboxen mit DSP als Frequenzweiche vor dem aktiven Verstärkern ermöglichen es, jedes Chassis optimal auszusteuern und zu entzerren. Daher kann man heute sehr viel Klang aus relativ kompakten Boxen holen – anders als bei den passiven mit einer Endstufe und nachgeschalteten passiven Weichen. Aber wie gesagt das können andere mindestens genau so gut. Mir waren beim Probehören die kleinen one-Box-Geräte, nennen sich glaub ich Devialet-Phantom, dieser Firma viel zu baßlastig und zu verwaschen in den Höhen. Das können andere besser: Aussehen ist nicht alles.

      • Hm… komisch. Die Phantom-Serie ist für vieles bekannt, aber nicht für verwaschene Höhen. Im Gegenteil. Du musst einen defekten Lautsprecher gehört haben. Oder aber der Raum war akustisch alles andere als optimal.

        Übrigens verstehe ich nicht, was passive Verstärker sein könnten. Und mit die besten Lautsprecher der Welt sehen gar nicht so aus, wie die von Dir wohl gemeinten Holzkisten. Ich denke da an Magnepan, B&W Nautilus oder Cessaro.

        Und hier stimme ich Dir zu, nur in die andere Richtung: Aussehen ist in der Tat nicht alles. Vor allem dann nicht, wenn es um Akustik geht. Aber es muss nicht immer eine „Box“ sein.

  2. Na endlich mal wieder eine Soundbar, die optisch überzeugt. Devialet traue ich Zaubern beim Tiefgang zu, aber hexen können sie auch nicht. Mal gespannt auf Tests.

  3. Martin s. says:

    Gibt es Angaben zum Stromverbrauch?

  4. Endlich eine mögliche Konkurrenz zur Sennheiser Ambeo und Yamaha YSP 5600, wird auf jeden Fall getestet. Leider keinen Sub out, was für mich ein richtiger Makel ist. Physik kann man nicht überlisten, auch wenn ich Devialet viel zutraue.

  5. Wichtig wäre hier mal zu wissen, wie die aufteilung der Lautsprecher auf die Kanäle aussieht.
    Ich will schwer hoffen das der Centerkanal über den entsprechenden Quellensound auch angesteuert wird. Ein „rausrechnung der Stimmen von L/R auf den Center Kanal ist bis heute überall der Horror.

    Meine Teufel Trios waren bisher die einzige Soundbar mit einigermaßen wumms die auch nen seperaten Center Kanal haben. Wohlgemerkt mit 3 Lautsprechern für Center und je 4 für L/R. Aber ja, tiefbass kommt da zero.

    Ich will schwer hoffen das dieses teure Designkügelchen in der mitte der Devialet nicht der einzige Centerlausprecher von den 17 ist ^^. Die minimum „24hz“ scheinen mir auch masslos übertrieben wenn ich mir die gehäuseausmaße anschaue… .
    Leider gibts da wenig Info auf der Devialet HP. Also ist alles ein wenig die Ecke Sonos, Beats, BOSE. Viel Design und viel Geld aber quali …. mal schauen ^^

    Wenn ich ne Soundbar mit geiler quali, und noch viel mehr wumms (ohne Center) haben wollte, würde ich definitiv zu Nubert greifen.

  6. Habe mir für das gleiche Geld erst eine Sonos Arc, dann den Sub und dann noch zwei Sonos One SL als Rears im Wohnzimmer gegönnt. Bin mehr als nur begeistert und hätte nie gedacht, das man mit so wenig Aufwand das Ergebnis bekommt. Allerdings ist eArc Pflicht, da mein vier Jahre alter Sony leider nur Arc hat, habe ich mir noch einen Fury HD gegönnt, der hängt jetzt zwischen der HDMI Matrix und dem TV/Sonos (die Apps auf dem Sony nutze ich nicht), kostet nochmal 200 Ocken. Devialet sehe ich ab und zu im KaDeWe wenn ich Landei mal wieder in Berlin bin, käme mir nicht über die Türschwelle, aber das sagen sicher auch Leute über Sonos. Ich wollte es halt einfach haben. Das Heimkino mit AV Receiver und 7.1 im extra Raum ist kompliziert genug.

  7. Hallo, Tandecki, sorry dann habe ich den Satz wohl mißverständlich aufgebaut: ich meinte passive Frequenzweichen im signalweg zwischen Verstärker und den Lautsprecherchassis. Bei vollaktiven ist erst die Frequenzweiche , i. d. R. ein DSP der dann die jeweiligen Frequenzbänder an separate Verstärker für jedes einzelne chassis weiterreicht.

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