Deutsche Telekom: Petition gegen Drosselung und ein Video, welches die Drosselung visualisiert

Drosselung bei Erreichen eines bestimmten Volumes bei der Telekom. Wir haben das Thema in den letzten Tagen ja schon einige Male hier behandelt und die Thematik dürfte hoffentlich bei allen verständlich angekommen sein. Momentan läuft bei Change.org eine Petition, die der gute Malte Götz ins Leben gerufen hat. Man kann von Petitionen halten, was man will – aber die rücken bestimmte Thematiken zumindest mal wieder in das Blickfeld der Benutzer. Momentan hat man bereits über 9000 Unterstützer. Hierbei geht es natürlich nicht nur um die Drosselung, sondern auch um den Einschnitt in die Netzneutralität.

Und damit ihr wisst, wie sich langsames Internet bei der Telekom anfühlt, hier einmal ein Video, welches diese Geschwindigkeit zeigt. Realisiert mit dem MacTool SpeedLimit. Ziemlich unschön, da heute jeder aufgrund von schnellem DSL keine 90er-Jahre 5 KB-Grafiken nutzt. Das moderne Web, so wie wir es kennen, wäre damit hinfällig.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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65 Kommentare

  1. @Carl: Und die, die bei Arbeit sind, surfen auf Unternehmenskosten. Da ist wenigstens der wirtschaftliche Schaden nicht bei einem selbst… gelle!! 😉

  2. @carl: hab ich gesagt das ich den ganzen yt videos gucke? nein. aber bei ner 1000er leitung dauert das bisschen bis hd video geladen sind und demensprechend ist auch die datenmenge 😛

  3. Das erklärt warum es „notwendig“ ist zu drosseln http://t.co/5gZvodFS67

  4. @Jens: In welcher Zeit lebst du? 75 Gb ist heute nichts mehr.

    Vermutlich checkst du nur 3 mal am Tag die Mailbox, oder wie?? 😛

  5. Selbstverständlich hat das etwas mit Netzneutralität zu tun! Wie hier schon oft genug gesagt, dürfen keine eigenen Dienste bevorzugt werden. Ich werde aber hierauf nicht eingehen, da schon genügend ihren Senf dazu gegeben haben.
    Und 75GB pro Monat? Das ist doch lächerlich, gerade mit YouTube (auch schon oft genug gesagt), aber auch bei Personen die HomeOffice betreiben, oder halt mit großen Datenmengen zu tun haben (ich spreche hier von Cloudanwedungen, etc.) kommt das schnell genug zusammen! Stellt euch mal vor, ihr wollt in 2 Jahren einen Rechner neu einrichten und dann mal eben die 30GB Urlaubsvideo aus Malle in 4k runterladen, damit ihr sie euren liebsten im hintersten Sauerland zeigen könnt (wo es kein schnelles Internet gibt) und ihr dann zur Hälfte des Monats feststellt: Oh, hm… Es brennt, aber ich kein leider nicht googeln, wie ich das Feuer lösche, da mein Internet bis zum Schneckentempo gedrosselt wurde. Na viel Spaß

  6. „@Carl: Und die, die bei Arbeit sind, surfen auf Unternehmenskosten. Da ist wenigstens der wirtschaftliche Schaden nicht bei einem selbst… gelle!“

    Ich bin Freiberufler. 😉

    „@Marius; @carl: hab ich gesagt das ich den ganzen yt videos gucke? nein.“

    Deine Antwrot war eindeutig: “Ich hab mit meiner 1000er Leitung monatlich ja schon 100-120GB (fast nur durch youtube) -.- “

    Ob DSL16000 oder DSL1000. Die Datemnege ändet sich ja nicht durch den Speed. Und Mathe kannst Du wohl selber.

  7. @Carl: Mein Beileid 😉

    Aber mal logisch betrachtet, sehr sinnvoll ist der Schritt der Telekom einfach nicht. Ich möchte nicht wissen, wie hoch sich schon der Imageschaden beläuft. Davon erholt sich kein Unternehmen – in der heutigen medialen Zeit – so schnell. Da wird ein großes Budget an Werbung benötigt um das wieder einzufangen. Fragt sich was mehr kostet!!!

    Anstelle eine Drosselung von gewissen Protokollen einzubauen, wird das gesamte Internet gedrosselt, in einer Zeit, wo die Menschen gewohnt sind, alles über das Internet abzuwickeln? Früher hat man sich die wichtigsten Patches geladen und gespeichert. Heute lädt man sie, wenn man sie braucht um nicht unnötigen Platz zu vergeuden. Oft bekommt man auch nur noch Software die erst bei der Installation alles downloaden.

    Mich persönlich interessieren vor allem die Zubuch-Optionen. Bei den Telekomikerpreisen wahrscheinlich 10 GB zu 5 €. Dann lohnt es sich doch für 18 € im Monat bei KabelBW einen 10 Mbit Anschluss auf Reserve zu nehmen. 😉

    Selbst ich – der fast immer die Telekom empfohlen hat – muss meine Empfehlungen revidieren.

  8. Ei, verflixt, schon wieder 2 Fehler: Natürlich soll es Antwort, Datemenge und ändert heißen.

  9. @NeNeNe;

    “ Selbst ich – der fast immer die Telekom empfohlen hat – muss meine Empfehlungen revidieren.“

    Und warum? Nur weil ein Unternehmen in Zukunft das machen möchte was wirtschaftlich(er) ist? Jeder kluge Kaufmann macht das.

  10. Und dann war noch die Ankündigung, dass zukünftig die PSP 4 und die neue XBox den Spielekauf fast nur noch online als Download anbieten wird.
    Das bei meiner neuen Grafikkarte beigelegte Assassin’s Creed 3 als Download-Gutschein hatte mal eben 15 GB im Download – ohne Updates.
    Vorwärts zurück in die Zukunft mit Drosselkom.
    http://i.imgur.com/hcNeoQQ.png

  11. Nein, Carl. Weil sich ein Unternehmen so positioniert, dass die Anbieter von Inhalten künftig Gebühren dafür berappen sollen, dass ihre Inhalte bevorzugt transportiert werden. Wenn das radiostreaming von Anbieter xyz vom Provider als inklusiv angeboten wird, nimmt dieser Provider direkt Einfluss auf den Wettbewerb zwischen Anbietern von radiostreaming, denn seine Kunden werden natürlich bevorzugt dort Radio hören, wo sich das nicht auf ihre Anschlussgeschwindigkeit auswirkt. Und jetzt erzähl noch, dass eine derartige Strategie gut zu heissen ist.

  12. Carl hör auf zu trollen.

  13. Warum aufregen? Die klugen Mitbewerber werden zuerst in aller Ruhe abwarten, sie fangen derweil die voreilig abspringenden Kunden der Telekom auf. Ist der Sack voll, dann macht man ihn auch zu. Die Karten werden dann irgendwann wieder neu gemischt. Es wird neue Angebote unter den Mitbewerbern geben, ohne begrenzte Flat. „Die Spiele mögen beginnen.“

    Schlimmer wäre es, wenn es kein Bier mehr auf der Welt geben würde.

  14. @Bernd;

    „Carl hör auf zu trollen.“

    Klar, logisch. Wenn man eine andere Meinung hat, nämlich nicht die der Mehrheit, dann ist man natürlich ein Troll. Geh spielen…

  15. @Carl wohin soll es aber dann noch führen?

    Wie wäre es, wenn die Telekom in Zukunft noch eine Option einbaut, wo deine eMail schneller ankommt. Standardmäßig braucht sie im neuen Paket 24 Std. – so wie die Post eben – aber für 60 Cent pro Nachricht bekommt der Empfänger sie gleich. Nichts anderes ist was die Telekom beginnt einzuführen.

  16. @NeNeNe;

    „wohin soll es aber dann noch führen?“

    Du, ich mache mich da nicht vorab verrückt. Bei Kabel BW und Konsorten sind die AGB auch ähnlich, eine Drosselung ist vorgesehen. Viele meckern, aber gehen trotzdem nicht weg. Der Markt ist so hart umkämpft, es ist ein Kommen und Gehen, und gibt immer eine Lösung für ein Problem.

  17. @Carl Natürlich und bei dem Shitstorm den die Telekom erlebt, hat sie ihr Image für die nächsten Monate auch massiv verhunzt. Für mich persönlich ändert es sich auch noch nichts. Der Vorteil, man beginnt seine Ausgaben mal zu überdenken. Benötige ich wirklich einen Mobilfunkvertrag und einen Vertrag bei der Telekom? Wie viel telefoniere ich eigentlich noch über Festnetz? ….

    Was ich eben problematisch sehe, sind die Managed Services. Einigt sich Google mit der Telekom und zahlt ein paar Millionen können sie ohne Probleme die Netze verstopfen. Doch was ist mit den Fimen die sich diese Deals nicht leisten können?

    Sascha Lobo macht das Problem anschaulich: „Auch das cleverste Start-Up hätte dagegen keine Chance, weil es circa ab dem vierten Nutzer am eigenen Erfolg zu Grunde ginge“

  18. @Carl

    Du hast anscheinend nicht viel Ahnung von der Materie, hast aber (komischerweise) seeeehr viel Zeit um hier zu schreiben.. Gerade nichts zu tun auf der Arbeit und Freundin im Urlaub?
    Hier mal ein realitätsnahes Szenario: Ein Haushalt (Vater,Mutter, 2 Kinder). Beide Kinder haben einen eigenen PC und zocken ab und wann natürlich (vielleicht weil sie nicht zur Schule gehen, wie du jetzt sicherlich wieder behaupten möchtest). Vater und Mutter teilen sich ein Laptop. Zusätzlich gibt es noch ein paar Smartphones und die Freundin vom Sohn kommt immer übers Wochenende.
    -> 2 Zocker. Das heißt Steam und wahrscheinlich auch Origin
    -> Einer von denen hat bestimmt ein iPhone. Und das Teil macht ja am laufenden Band Backups, was auch gut ist.
    -> Ich persönlich nutze dafür Skydrive, aber sagen wir, diese Familie benutzt nur Google Drive mit 5GB (pro Person? wie du willst!)
    -> Internetradio läuft morgens 1-2 Stunden und tagsüber auch vereinzelnd (auf mehreren Devices parallel)
    -> Vielleicht gibt es bis 2016 immer noch kein Netflix.. Youtube, Watchever und Lovefilm sind zwar keine echte Alternative, aber rechne dazu auch mal etwas Traffic.
    -> Der andere Sohn hat eine Fernbeziehung und betreibt gerne (via Skype/Facetime, was auch immer) Videotelefonie
    -> die Liste würde sich noch weiterführen lassen, gerade was zukünftige Sachen angehen.

    Also Carl, nur weil du alleine wohnst und immer arbeitest und gar nichts im Internet machst, sind die Grenzen also fair?
    Ich müsste wahrscheinlich nur einmal in deine Wohung gucken und könnte dir erstmal was von fair-trade und fair-use erzählen… tu einfach nicht so scheinheilig, nur weil du dich hier im Internet hinter deinem Nickname verstecken kannst.

    Danke

  19. @Cark „Und warum? Nur weil ein Unternehmen in Zukunft das machen möchte was wirtschaftlich(er) ist? Jeder kluge Kaufmann macht das.“

    Zum wirtschaftlichen mal ein Zitat aus einem Artikel auf Zeit.de
    (http://www.zeit.de/digital/internet/2013-04/telekom-netzneutralitaet-drossel)

    „Laut Zahlen der Bundesnetzagentur von 2011 (auf Seite 74) hat die Deutsche Telekom 12,28 Millionen Breitbandkunden. Wenn es bei der Drosselung wirklich nur um die drei Prozent Heavy-User geht, würde das 368.000 Anschlüsse betreffen. Bei der Telekom heißt es, dass man bei Einführung der Drosselung Zusatzvolumen für einen einstelligen Eurobetrag nachbuchen kann. Selbst wenn man dafür 9,99 Euro als Höchstpreis annimmt, würde das bei 368.000 Anschlussinhabern, die sich jeden Monat das doppelte Inklusivvolumen kaufen, gerade einmal 44.115.840 Euro bedeuten.“

  20. Ich muss jetzt aber trotz das ich strikt gegen das Ganze bin einen interessanten Nebeneffekt andeuten:

    Evtl. besinnen sich dann die ganzen Webdesigner, bzw. Möchtgerns auch wieder zurück zu den Wurzeln, mit sowenig Dateigrösse wie Möglich gute Designs entwerfen, CSS und XHTML voll ausnutzen, totale Konformität, weg von 1 Mio. Klickbunti Flashes hin zu klaren, linientreuen Designs. 😉 So wie wir das früher machen musten, als 36.6k noch der Standard war. ^^

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