Deutsche Telekom: echte Flatrate wird 5 bis 10 Euro mehr kosten

Der Deutschland-Chef der Telekom, Niek Jan van Damme, hat mit der Rheinischen Post ein Interview geführt und auch darüber informiert, wie die Aufpreise für eine echte Flatrate aussehen könnten. Wir erinnern uns an die Nachrichten des Jahres 2013 der Telekom: Die Deutsche Telekom gibt eine Drosselung ab einem bestimmten Volumen bekannt, erhöht die gedrosselte Geschwindigkeit von 384 Kilobit auf 2 MBit, spricht davon, weiter echte Flatrates anzubieten und letzten Endes gibt man dann bekannt, dass alle Passagen in Drosselungs-Neuverträgen erst einmal gestrichen werden.

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Niek Jan van Damme gibt gegenüber der Rheinischen Post zu Protokoll, dass in der ganzen Diskussion untergegangen ist, dass man nie vorhatte, das Modell „echte Flatrate“ abzuschaffen. „Wenn wir später neue Tarife einführen, werden wir sicherstellen, dass die Kunden genau wissen, was sie zu erwarten haben. Unbegrenzte Flatrates kosten dann einen kleinen Aufschlag von vielleicht fünf oder zehn Euro, Volumenpakete können auch günstiger als die jetzigen Flatrate-Angebote sein.“. Noch immer kommuniziert man seitens der Telekom, dass nur drei Prozent der Kunden die 75 Gigabyte-Grenze sprengen, dass man die Unsicherheit der Kunden ausnutze, sieht van Damme nicht so.

Man habe es mit mündigen Kunden zu tun, die es sicherlich schaffen, ihr Volumen einzuschätzen, ferner wolle man Messinstrumente schaffen, damit Kunden ihr genutztes Datenvolumen genau messen können. Rund um das Thema Netzneutralität macht man hingegen nur schwammige Aussagen. Auf die Frage angesprochen, ob nur die Großen, die auch zahlen, für ihre Dienste Vorfahrt bekommen, antwortete van Damme: „Wie gesagt, heute weiß noch niemand wie die Zukunft aussehen wird. Nochmal: Wir stehen für das offene Internet. Heute ist vieles denkbar. Wir wollen bewusst auch kleine Anbieter fördern und sind für vieles offen.“.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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40 Kommentare

  1. “ ferner wolle man Messinstrumente schaffen, damit Kunden ihr genutztes Datenvolumen genau messen können.“

    wolle man schaffen… Dass das bereits vor Jahren geschaffen wurde fällt niemandem auf.
    Vorratsdatenspeicherung ist ja aktuell Gesetz, da musste halt nur den Umfang der Daten bis zu einem speziellen Speicherzeitpunkt messen wie es ja heutzutage auch nach nem gerichtlichen Beschluss passiert und gut ist… – Da muss nix mehr neu geschaffen werden…

  2. Ein Vorsatz fürs neue Jahr: Anbieter wechseln und so eine Dreckspolitik nicht unterstützen. Guten Rutsch.

  3. Also mein genutztes Datenvolumen misst mein Router – und die neueren Android-Geräte außerdem jedes für sich auch noch mal.

    Der Rest verwirrt mich jetzt völlig. Soll das jetzt heißen „die Flatrates bleiben so teuer, wie sie sind, aber darunter wird es Volumenpakete geben“? Das wäre ja eine völlig andere (und ob der realen Preis-Situation weitaus plausiblere) Richtung als „für den bisherigen Preis gibt’s fast nix mehr und Flatrate kostet massiv extra“, wie bisher gehandelt wurde?

  4. Kabel Deutschland wird sich über die Neukunden freuen …

  5. Ihr (die Telekom) solltet es erst mal schaffen, die Produkte, die ihr verkauft, den Kunden auch bereitzustellen. Das berühmte Wort „bis“ Leistung wird doch auch nicht gestaffelt. Ich bezahle mit meiner zur Verfügung stehender Leitung von 2 MB genauso viel, als wenn die 16er anliegen würde. Aber beim Volumen soll es Unterschiede geben?! Eigentlich sollte ich Geld von Euch bekommen für die sinnlos vergeudete Zeit, wenn man wieder darauf wartet, das sich eine Site aufbaut oder ein Download aufbaut.
    Ab Januar bin ich weg>es reicht Telekom. Profit, Profit aber keine Leistung.

  6. Mehr als 2 MBit kommen bei mir eh nicht durch die Leitung, von daher …

  7. “Wenn wir später neue Tarife einführen, werden wir sicherstellen, dass die Kunden genau wissen, was sie zu erwarten haben. Unbegrenzte Flatrates kosten dann einen kleinen Aufschlag von vielleicht fünf oder zehn Euro, Volumenpakete können auch günstiger als die jetzigen Flatrate-Angebote sein.”

    = Übersetzung
    Wenn wir später (= irgendwann) neue Tarife einführen, werden wir sicherstellen (= versuchen und möglicherweise scheitern), dass die Kunden genau wissen, was sie zu erwarten haben (= was wir sagen ist richtig). Unbegrenzte Flatrates kosten dann einen kleinen Aufschlag von fünf bis zehn Euro (bis zu, also eher 10€ als fünf pro Monat mehr) , Volumenpakete können (= müssen nicht, werden es also aus wirtschaftlicher Sicht für Telekom nicht) auch günstiger als die jetzigen Flatrate-Angebote sein.”

    Es ist einfach unverständlich, wie jemand, der nur die Leitung zum Netz bereitstellt (dafür $Festbetrag bekommt) und sonst nichts leistet, sagen kann: für Videos/ Musik von Anbieter $Anbietername (dessen Inhalt ist nicht Eigentum von Magenta*TM!) doppelt verdienen will.

    Ist halt echt doof zu sagen: wir wollen mehr Geld verdienen. Dafür müsste man offenlegen, was für Kosten pro GB entstehen und somit hat man kein Argument, die Preissteigerung zu rechtfertigen. Managed Services (z.B. Maxxdome) kann man auch seperat anbieten, wie es auch jetzt schon funktioniert (der Kunde kann es ja buchen, wenn er will, muss es aber nicht, wenn er was schauen will!).

    Das ganze ist eine Farce und je mehr Kunden gehen, um so stärker wird sich die Politik solcher Unternehmen ändern, da diese für Geld alles tun. Wenn also beispielsweise die Hälfte der Kunden gehen würde, würde auch der Preis für Bestandskunden steigen müssen, was dazu führen würde, dass noch mehr Kunden abwandern. Da es auf dem Markt deutlich! günstigere Anbieter gibt, muss das Unternehmen also seinen Preis senken, um was vom Kuchen abzubekommen. Natürlich ist bewusst, dass auf dem Land die Netzabdeckung strategisch nur von einem Anbieter gepflegt wird. Alternativen gibt es.

  8. Ja, Marco, da bin ich dann, trotz der auch negativen Sachen, die ich gelesen habe. Für mich, der auch eine instabile Leitung der Telekom hat, kann es nicht schlimmer werden.

  9. Mein aktueller Verbauch (gesammte Familie, vier Personen) liegt aktuell bei 257,61 Gb diesen Monat. Damit gehöre ich wohl zu den 3% der Kunden die eine Flat brauchen.
    Normales Nutzerverhalten in heutigen Zeiten:
    Streaming, Mp3 Dl’s bei Amazon und Konsorten, Gamedownloads über Steam, Internet ansich und das übliche eben.
    Ich sehe uns da eher als Durchschnitt, wie kommen die bloß auf 3% ??

  10. Hier geht man davon aus, dass der Kunde sich mit solchen Themen beschäftigt.
    Da wir eine Flatrate haben, führe ich nicht Buch mit wie vielen GB ich auskommen müsste. Ich könnte es nicht einmal annähernd bei einem 4 Personen Haushalt einschätzen. Es ist anstrengend, dass ständig an irgendwelchen Tarifen/Ordnungen gearbeitet werden muss, nur um die Transparenz für den Kunden undurchsichtiger zu machen.

  11. Wenn es 5-10 sind, kann man damit leben. Gut, die Telekom wird es merken, da sie eh schon teuer ist, aber wenn man keine Alternative hat, ist das schon okay. Solang man dann gar nicht gedrosselt wird, wie bei vielen anderen anbietern.

  12. Das mit den 3% kann nicht stimmen. Ich gucke keine youtube-Filme, surfe bisschen, und gönne mir ab und zu ein AppleTV-Film – in SD – weil HD zu lange lädt. Habe nur 1MBit. Dann noch die OS X Updates und iOS Updates. Rest ist ein bisschen Surfen. Ich komme damit immer auf rund 80 bis 85 GB im Monat laut Fritzbox.

    Ich mache nicht viel, soll aber zu den 3% gehören? Ich vermute, dass viel mehr als 3% die 75 Gb – Grenze knacken.

  13. Rückschrittsland Deutschland. Willkommen. Wo soll das nur alles hinführen….

  14. „Noch immer kommuniziert man seitens der Telekom, dass nur drei Prozent der Kunden die 75 Gigabyte-Grenze sprengen“.

    Mit diesem Scheinargument verarscht die Drosselkom unbedarfte User. Sie weiß natürlich ganz genau, dass Statisiken zeigen, dass jedes Jahr der durchschnittliche Traffic aller Haushalte sprunghaft ansteigt. Wenn erstmal mehr Leute z. B. einen Smart TV haben, wird 75 GB schnell für die meisten zu wenig sein.

    Unser Haushalt ist nun komplett Telekom-frei, und seitdem sind wir nebenbei auch noch besser dran. Kündigung ist die einzige Sprache, die diese Abzocker verstehen. Guten Rutsch!

  15. Dieses Thema ist einfach wiederlich.
    Das zeigt mal wieder das wir wede Marktwirtschaft noch einen Rechtsstaat haben.

    In diesem Land machen Richter die Gesetze.
    Gerade das DRrosselungs ruteil gegen die Telekom hat deutlich gemacht,
    das dieser Staat 1:1 mit dem Dritten Reich gleichzusetzen ist.

    Schon damals haben die Richter und der staat bestimmt wer wie veil wert ist,und welche gruppe mehr oder weniger rechte hat.

    Früher waren es die Juden,heute sind es Mobilfunkkunden,

  16. Ein wunderbarer Betrug an den Kunden Liebe Telekom, mehr ist es nicht BETRUG.

    Für 0,50€ bekommt man weit mehr als 1TB Traffic bezahlt und der derzeitige Stand der Peerer ist das wir Überkapazitäten ohne Ende haben. Sprich wir tun so als wenn wir es knapp haben und bescheißen die Kunden bis zum geht nicht mehr.

    Wenn die Telekom an der DE-Cix Beteiligt wäre , wie alle anderen Deutschen Internetdienstleister wäre es evtl sogar günstiger für sie. Aber nö wollen sie ja nicht, haben sie halt Pech.

  17. FriedeFreudeEierkuchen says:

    @Hak0: beruflich und privat habe ich die letzten 10 Jahre viele Provider und ihren Support testen „dürfen“. Bis auf einen Ausrutscher schnitt die Telekom dabei am besten ab. Zum Teil können sie als Leitungsbesitzer schon direkt am Telefon das Problem beheben, während andere erst mal vertrösten müssen.

    Vodafone ist die absolute Service-Hölle, selbst bei der Geschäftskunden-Hotline habe ich nur einen einzigen Mitarbeiter gefunden, der wirklich fähig war – und ich habe in einem Jahr 40 Arbeitsstunden mit der Hotline verbringen dürfen (die übliche OfficeNet Hölle). 1&1 drücken ihren Kunden versteckte Kündigungsfristen trotz Gerichtsurteil rein, die KabelBW Business Hotline hat sich auch als wenig hilfreich bzw. zeitfressend erwiesen.

    So: zu wem möchtest du jetzt gehen? Ist dir bekannt, dass du im Kabel die Bandbreite mit deinem Viertel/deinen Nachbarn teilst? Schon mal beobachtet, wie die Download-Rate zur Hauptzeit in den Keller geht? Schon mal das Vergnügen gehabt, im gegenseitigen Schuldzuweisungs-Pingping von Provider und Leitungsbetreiber zu schmoren? Schon gehört, dass auch andere Provider planen Bandbreiten-Beschränkungen einzuführen?

    Wenn du jetzt eine wirklich tolle Idee hast, wer es auf Dauer besser macht wie die Telekom, nur her damit. Der Tipp wird viele glücklich machen…

  18. @Stefan:

    Man kann es auch übertreiben mit den vergleichen….

  19. @Stefan:

    Unglaublich. Wie kaputt muss man sein um so einen absolut schwachsinnigen Vergleich zu bringen?

  20. Wir gehören auch zu den 3%.
    Drei Personen Haushalt.
    Viele letsplays und tutorials bei YouTube schauen. Kein filesharing oder dergleichen.

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