Deutsche Post steigt in E-Mail-Geschäft ein

De-Mail, „echte Mails“ und der ganze Pipapo. Habt ihr sicherlich gehört, ich langweile euch jetzt nicht 1000 Wörtern damit. Nur kurz: signierte Mails, die aussagen, dass der Absender auch der ist, für den er sich ausgibt. Macht seit heute auch Freund Post. Registrierung per PostIdent. Heisst: zum Postamt latschen (von denen eh immer mehr zugemacht werden) und sich per Personalausweis authentifizieren. Dann im ePost-Portal mit Passwort und Benutzernamen anmelden.

Zusätzlich erfolgt eine Authentifizierung per HandyTAN-Verfahren. Geiler Kram, total sicher und Opa und Oma verstehen das garantiert. Nicht. Warum ich das schreibe? Ich möchte euch auf eine Zeitreise schicken. ePost heute und früher. Texte beachten. So war es – und so wird es wieder sein. Wollen wir wetten?

So, nun zum Zeitsprung:

Wir schreiben 2005 und viele, viele Kunden müssen wechseln. Siehe auch Archive.org:

Liebe ePOST Kunden,

zum 01.03.2005 haben wir, wie am 18.10.2004 angekündigt, den Betrieb des ePOST-Portals eingestellt. Alle eMails und Kundendaten haben wir inzwischen gelöscht.

Sofern Sie sich in der Zeit zwischen dem 18.10.2004 und 28.02.2005 als ePOST-Kunde bei Lycos registriert haben, können Sie dort auch weiterhin die an Ihre ePOST-Adresse gerichteten eMails empfangen. Dieser Service läuft noch bis zum 31.12.2005. Bitte nutzen Sie diese Zeit, um den Absendern, die noch an Ihre ePOST-Adresse schreiben, die neue Lycos-Adresse mitzuteilen.

Wir weisen darauf hin, dass die Umleitung der eMails in der Verantwortung der Lycos Europe GmbH erfolgt. Wir bitten zudem um Ihr Verständnis, dass Umleitungen an andere eMail-Provider aus technischen Gründen nicht möglich sind.

Wir verabschieden uns von unseren Kunden mit den besten Grüssen und einem herzlichen Dankeschön für die langjährige Treue,

Ihr ePOST Team

Na, was meint ihr: feiert die Post einen Mega-Erfolg oder wiederholt sich die Geschichte? Zum Verständnis: mir geht die ganze Sache am Allerwertesten vorbei (noch!) – ich höre aber gerne eure Meinungen 🙂

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

89 Kommentare

  1. Hmm zunächst einmal is es ja eigentlich ne praktische Sache, wenn man nich jedes Mal Briefmarken kaufen muss.
    Was mich allerdings irritiert ist die Tatsache, warum die Post jetz selbst noch ein Süppchen kocht und da nich mit auf den de-Mail Zug mit aufspringt.
    Ich mein … das riecht für mich irgendwie nach einem weiteren sinnlosen „Kampf“ a la BluRay vs. HD-DVD.

  2. Super Sache Caschy. Same like Flattr. Erstmal alles schön kaputtreden und bloss keine Vorteile erkennen. Web 2.0 olé.

  3. @ach1m: Ich rege auf dieser Plattform nur an 😉

  4. Wie schon bei Twitter geschrieben: Sooo schlecht ist das gar nicht. Ein 5-seitiger Brief (incl. Anlagen) an ein Amt zu schicken, schafft man per normalem Brief nicht für 55 Cent.

    Dafür muss man dann auch erstmal ’ne Briefmarke haben, zum Briefkasten rennen und außerdem kommen da noch die Kosten fürs Ausdrucken oder Kopien dazu.

    So scanne ich einfach alles ein (z.B. Ausweis oder irgendwelche Schriftstücke), mache mein Anschreiben als PDF, ein Antrag o.ä. ist digital ausgefüllt (heißt: der Beamte kann auch alles lesen) und ich kann auch viel schneller mit Antwort rechnen.

    Die Zeiten haben sich eben in den letzten Jahren geändert.

  5. Nun ja, aber damals konnte man nur E-Mails verschicken, wenn ich mich recht entsinne. Heute kann man (rechtsverbindliche?) Briefe damit verschicken, ohne einen eigenen Drucker zu besitzen und Briefmarken am Automaten kaufen zu muessen.
    Was ich mich frage: Was passiert mit Dateianhaengen bei der Zustellung per Post? Werden PDFs mit ausgedruckt, sodass ich meine Rechnungen damit verschicken kann? Wenn ich eine EXE-Datei anhaenge, was passiert dann damit?

    Alles ungeklaerte Fragen.

  6. Das witzige dabei ist, dass die Post damals empfohlen hat, zu Lycos zu wechseln… ratet mal, welche Firma es heute auch nicht mehr gibt? 😉

  7. Hab ich das richtig verstanden? Die wollen eine eindeutige Identifikationsmöglichkeit und mehr Sicherheit?

    Wieso erfinden sie dann das Rad neu? Ich meine, immerhin gibt es doch schon PGP, bzw. GPG, was nur den Massen verständlich gemacht werden müsste, bzw. was die Mail-Provider standardmäßig in ihren Weboberflächen anbieten könnten. Oder seh ich da was falsch?

    Außerdem ist GPG nicht abhängig von Providern, wie der Post…

  8. Und hier http://bit.ly/clOZlJ werden ein paar Nebenwirkungen des DE-Mail-Verfahrens beschrieben.
    Besonders „lobenswert“ ist …
    –schnipp–
    Wie bei der Papierpost gilt die Zustellfiktion des Verwaltungszustellungsgesetzes, dass ein Bescheid nach drei Tagen zugestellt ist, auch wenn der Bürger in dieser Zeit nicht in sein De-Mail-Postfach schaut oder im Ausland weilt. Anders als bei der Papierpost gilt diese Frist auch an Sonn- und Feiertagen, zu denen der vorliegende Referentenentwurf keine Aussagen macht.
    –schnapp–

    Und das für teilnehmende Bürger und Firmen wichtige sollte man sich auch auf der Zunge zergehen lassen:
    –schnipp–
    Will der Bürger nachweisen, dass ein Bescheid nicht sein Postfach erreicht hat, reicht die Glaubhaftmachung einer nicht oder verspätet erfolgten Zustellung wie bei der Briefpost nicht mehr aus, weil ein „Vollbeweis“ erforderlich ist.
    –schnapp–

    Und ich dachte schon das E-Government würde Vereinfachungen bringen 🙁

  9. Ok, um meine Meinung auch nochmal niederzuschreiben:
    Sicherlich ist das ein gewagter Schritt der Post. Aber warum nicht? Es bietet einen absoluten Mehrwert für beide Seiten und die gleiche Leistung. Und das es via postIdent bestätigt werden muss, finde ich auch superduper! So kann man sichergehen, wie oben beschrieben, „Howdyho, ich bin es wirklich und meine dieses Schreiben ernst!“. Die Theorie wäre doch einen Brief digital zu verfassen und die Post druckt, verpackt, frankiert und verschickt für mich. Coole Sache oder? Für den selben Preis auf herkömmlichen Weg.

    Für mich persönlich sehe ich da momentan keine Nachteile. Aber die Vergangenheit beweist ja, dass alles „Neue“ erstmal schlecht ist. Warum viele so denken, ist mir immernoch ein Rätsel. Keine eigene Meinung? Confusing.

  10. Leider bietet Caschy immer noch keinen PGP Schlüssel an für signierte und /oder verschlüsselte Emails an ihn/und zurück! Wo ist dein public key, Caschy? Auf diversen PGP Keyservern ist bedauerlicherweise auch nichts zu finden.

  11. Also ich war damals epost email Kunde, und werde mir das nicht nochmal antun. War wirklich „scheiße“ überall seine Email Adresse zu ändern…

  12. @caschy: Warum erwähnst du im Beitrag nicht, was an diesem ePost-System so besonders ist und womit es sich von den anderen „echte-mail“-Diensten unterscheidet? Man kann über ePost auch e-mails verschicken, welche von der Post ausgedruckt und dann als Brief versendet werden. Das sollte man schon erwähnen…

  13. Heise ist verlinkt.

  14. Noch ne „lebenslange“ E-Mailadresse ? Ich lebe noch aber meine „ePost.de-Adresse“ ist weg 😉

  15. Auch das mit den Ämtern wird sicher nicht so leicht sein, wie es sich viele wünschen. Wie sieht es mit Unterschriften und beglaubigten Kopien von Dritten aus? Meinetewegen möchte ich den Bafög-Antrag verschicken und die wollen die org. Unterschriften meiner Eltern oder vom Arbeitgeber. Wie soll das gehen? Oder beglaubigte Zeugnisse…

  16. Also ich finde ein Unternehmen sollte mit der Zeit gehen. Das bedeutet natürlich Digitalisierung. Aber was ist mit den ganzen Postämtern und Briefträgern? Einige wird diese VErfahren sicherlich den Job kosten. Also ich bin zwar gerne digital unterwegs, hab aber wichtige Sachen leiber auf papier in der Hand und freue mich jedes Mal wenn ich der Briefträger kommt 😉 Verinfachung wird suggeriert, aber ich denke das wird eher komplexer. Ich denke man kann vieles machen, sollte aber aufpassen dass man sich nicht totrationalisiert.

  17. Edit: Hab mir trotzdem mal schnell meine Adresse gesichert. Kostet ja nix. Mich jedenfalls.

  18. Das ganze System bringt mir selber keine Vorteile, daher nutze ich lieber das klassische System wo ich Sachen dann schwarz auf weiß habe.

    Grüßchen

  19. De-Mail ist derzeit eines der schwachsinnigsten Projekte unserer Regierung und Leute die sich dort anmelden sind mit Abstand entweder die dümmsten oder die uninformiertesten Menschen Deutschlands.

    Rechts-sicher? Nein eher noch unsicherer! Spamproblem gelöst? Nein! Sichere Identifikation? Nein die Signatur befindet sich nicht unter eigener Kontrolle! Abhörsicher? Nein, denn die Verschlüsselung(Hier ist nicht SSL gemeint!) findet erst beim Provider statt und endet sofort beim Provider des Empfängers!

    Zusammenfassend gesagt, De-Mail ist totaler De-Müll.

  20. Also die Idee an sich finde ich schon mal klasse, dass hier alle Kombinationen von physischem und virtuellen Brief möglich sind. In der heutigen Zeit kann dieses Projekt durchaus was werden. Mal sehen, was die de-mail bringt. Aktuell nutze ich pamfax, um wichtige Dokumente durch die Gegend zu schicken. Ist auch schnell und sehr komfortabel.

    So kann man auch unterwegs wichtige Post erhalten und Dokumente sicherer ablegen.

    Und beim Gewinnspiel gibt es ja auch noch was abzustauben, die Anmeldung ist ja erstmal kostenlos 🙂

  21. weder DE-Mail noch ePost sind gute konzepte, weil beide versuchen sich von der klassischen email abzugrenzen, für alles auser einschreiben sollten emails mit beglaubigter signatur (z.b. auf einer sparkassen karte, an die email gehängt mit HBCI cardreader) ausreichen, sicherer als ein brief, den jeder in meinem namen verschicken kann, ist das alle mal.

  22. Ähm, hier werden zwei Dinge zusammengeführt, die nicht zusammengehören. De-Mail soll ein rechtssicherer eMail Versand sein. ePost soll es auch werdenn mit dem Unterschied, daß bei ePost die Mail 55 Cent kosten wird, aber auch, wenn der Empfänger kein eMailkonto hat, wird der Brief per normaler Post zugestellt.
    De-Mail kann mit einem Mailclienten abgefragt, ePost kann es nicht, es geht nur über den Browser.

    Edit:
    Ich halte beides für Unfug. Es würde reichen PGP zu unterstützen.

  23. Sebastian says:

    PGP ist sicherlich eine Möglichkeit, aber nicht unbedingt 100 % mit DE-Mail und den Onlinebrief zu vergleichen.

    Übrigens weder DE-Mail noch den Onlinebrief kann man mit einem email programm empfangen/verschicken. Es geht beides nur per weboberfläche und dadurch ist es ein geschlossenes System. Aber niemand wird ja gezwungen das ganze Zeug zu benutzen.

    Ich werde es jedenfalls nutzen, weil ich für mich die Vorteile erkannt habe.

  24. Die Post soll erstmal ihre bisher angebotenen Dienste sauber durchführen. KEIN von mir im letzten Jahr genutzter „Extraservice“ wurde so ausgeführt wie angepriesen. Der 10Uhr Expressbrief kam erst nach 3 Tagen an und man konnte mir zwischenzeitlich nicht mal sagen ob er überhaupt noch ankommt oder nicht. Bei Einschreiben mit Rückschein kam der Rückschein nicht bei mir an. Bei einem persönlichen Einschreiben wurde der Brief an eine andere Person außer dem Empfänger ausgehändigt.

    DHL ist nicht viel besser, die einzigen Pakete die im letzten Jahr nicht bei uns eingetroffen sind wurden mit DHL verschickt. Das einzige Paket was kaputt ankam wurde mit DHL verschickt.
    Besonders nett mittlerweile bekommen wir sogar den Paketbenachrichtigungsschein per Post zugestellt das wir unser Paket bei der Post abholen sollen. Nicht das einer denkt wir wohnen irgendwo in Kleinkleckersdorf, wir wohnen mitten in der Großstadt. Und wir bekommen auch nicht massig Pakete so ca.20 im Jahr .. da sind 2 verschollene Pakete immer 10% und nicht alle Pakete kommen mit DHL. Kurioserweise schaffen es alle anderen Paketdienstleister die Pakete ordnungsgemäß zuzustellen. (aber leider bieten nicht alle Onlineshops mehrere Anbieter an)

  25. @Sebastian:
    Da hab ich mich geirrt. Schade, somit sind beide Dienste nichts, denn ich werde garantiert nicht täglich im Browser mein Postfach prüfen. Zumindest sollte an eine alternative Adresse eine Eingangsbnachrichtigung erfolgen (quasi hier beim Abo).

  26. @Max: Nu mal nich abschweifen und rumbashen. Die Post ist schon okay. Jeder macht mal Fehler. Offenbar hattest du wohl einfach ein bissl Pech. Hatte bisher nur gute Erfahrungen mit DHL.

  27. Sebastian says:

    @Fraggle
    Naja, anders kann man ja nicht gewährleisten, dass es auch wirklich derjenige ist, der die email empfängt oder absendet… Beim absenden muss sich der Absender legitimieren, bei der Post mit TAN, bei de-mail mit einloggen. Das geht mit einem email prog nicht. Und wenn man e-briefe empfängt wird ja auch angezeigt das der empfänger echt ist. So ala das ebay logo bei gmx…

    Bei dem service der Post kann man sich aber eingänge z.B. aufs Handy schicken lassen. Das wird GMX z.B. sicherlich auch anbieten, deren weboberfläche wird für de-mail sicherlich nicht großartig anders sein.

    Aber wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann auch zertifzierte Programme dafür.

  28. Naja, lasst mal. Deutsche Post, Telekom, Postbank waren, sind und bleiben Behörden – mindestens, was ihre Arbeitsweise anbetrifft. Dazu gehört für mich auch noch Die Bahn. Trotzdem mache ich – neugierig wie ich bin – einfach mal mit. Gestern habe ich bei Web.de und GMX.de meine „de-mail.de“-Adresse reservieren lassen. Sollte eigentlich nicht gehen, da der Namen gleich ist. Bei T-Online ging’s nicht, da ich keine t-online-E-Mail-Adresse (mehr) habe. Epost war im Briefkasten: also gleich heute mal kostenlos registriert (per Handy eine TAN bekommen9. Am Ende meinte man, man würde sich in den nächsten Tagen mal melden…. (Behördenkram kommt dann – da bin ich sicher: Schriftlich!). Privat nutze ich in „eingewei(c)hten“ Kreisen Thunderbird mit GPG/Enigmail. Trauen würde ich weder De-Mail noch ePost – bei beiden ist der Staat viel zu nahe (man denke noch an Schäuble). Aber es könnte ja mal der Fall sein, dass man Behördenkram nur noch (oder nur noch bequem) via elektronischer Mail über diese Wege an die Ämter bekommt (könnte ja sein, oder?). Und dann sollte man wissen, wie es geht. So lange es nichts kostet, kann man es sich doch anschauen. Auf Dauer werden alle Geld verlangen, da bin ich mir auch sicher. Wer von den vielen Blog-Teilnehmern hier hat denn einen „public key“?

  29. @Sebastian:
    Natürlich kann man es anders gewährleisten. Mittels PGP. Nämlich so, daß der Schlüssel bei einer öffentlichen Zentrale mit Paß vorgelegt werden muß. Nichts anderes ist das Postidentverfahren auch. Man geht hin, legt Schlüssel hin und seinen Paß und fertig. Das einzige, was mit PGP nicht geht, ist die zuverlässige Empfangsbestätigung.

  30. Sebastian says:

    Ich meinte eigentlich, dass es bei de-mail und onlinebrief nicht anders hingekriegt werden kann ;). Zumindest solange es keine zertifzierten Programme gibt ;).

    Sicherlich gibt es auch PGP oder so ein SMIME Zertifikat. Aber bei DE-Mail und dem Onlinebrief, geht es aber ja eben auch um mehr als nur den Absender identifizieren zu können… So gehört z.B. auch die Empfangsbestätigung zu einem wichtigen Punkt… Oder zumindest beim onlinebrief, auch die hybride Sache…

    Mal abgesehen davon, dass ich ein PGP Zertifikat gerade den DAUs nicht zumuten würde… Da finde ich so ein System wie es von der Post kommt oder vom Staat geplant ist, doch um einiges einfacher…
    Mal abgesehen, dass PGP kein geschlossenes System ist, und somit Betrügern weiterhin die Hand aufgehalten wird. Sicherlich Firmen oder Behörden wird es schwierig einen unechten Absender vorzugaukeln.
    Der DAU wird aber auf die Anzeige vertrauen und z.B. nicht bei jeder email die Zertifizierungsstelle überprüfen.

  31. Da teile ich nicht Deine Meinung. PGP ist sehr simple. Und dazu auch von den Diensten leicht als Client anbietbar (z.B. Thunderbird mit PGP und voreingerichtetem staatlichen Zertifizierungsserver).
    Besser gesagt, ich widerspreche dem Teil mit den Betrügern und der offenen Hand 😉
    Auch das Postsystem kann geknackt werden. Ganz leicht beim DAU.
    Man verschickt dazu die Benachrichtigung, daß man eine wichtige Mail im ePost Bereich hat und lenkt so den Nutzer auf eine ähnlich aufgebaute Fakeseite. Und voila, man käme so sogar an die Login-Daten bzw. mindestens kann ich dem Nutzer etwas unterschieben.
    Das öffnet sogar beim Bank Pishing neue Möglichkeiten. „Hey, meine Bank will über die sichere eMail meine Daten verifizieren. Da ePost ja sicher ist, kann ich ja die Daten eingeben“.
    Nimm es nicht ganz genau, schreibe gerade etwas hektisch, aber ich denke, Du weißt welches Prinzip ich meine.

  32. Sebastian says:

    @friddes
    Du wirst von der Post einen Brief bekommen, mit einem Registrierungscode… Was das Behördenkram sein soll?

    Und naja, nur weil der Staat drin steckt, warum sollte man dann nicht die Anzeige des Absenders vertrauen?
    Das Schäuble Argument sieht meiner Meinung auch nicht wirklich. Was will denn Schäuble bei DE-Mail oder gar dem ebrief abgreifen, was er nicht eh schon bekommt? Gut die Kontakte zu Firmen, aber die Kontakte zu Behörden, die kriegt der Staat dann doch eh?

    DE-Mail und ebrief, sollen ja nicht für die alltags Kommunikation ala „Ich bin zuhause und koche nun essen“ genutzt werden. Sondern eben nur da, wo leigitimierte absender und empfänger nötig sind. Halt das, wofür man heutzutage einen brief mit dem zusatz einschreiben losschickt.

    Aber ich kann dich beruhigen, es ist nicht geplant die Ämter zu de-mail oder den ebrief zu zwingen, es wird auch weiterhin die altmodische offline Kommunikation möglich sein. Oder auch die normale email, halt wie jetzt nur dort wo es keine legitimation bedarf. Vieles wird man in Zukunft auch mit den neuen Ausweis erledigen können.

  33. Für mich gibt es entweder den Brief oder die E-Mail.

    Das ganze neue Konzept spricht mich nicht sonderlich an und ich möchte auch nicht Weihnachtsgrüße oder Urlaubsgrüße über eine E-Mail versenden. Ich benötige solch einen Dienst nicht.

  34. Sebastian says:

    @Fraggle
    Viele nutzen aber nunmal keine Offline Programme und das kann ich persönlich auch verstehen ;).
    Somit ist dein Problem mit dem Phishing auch bei der Nutzung von PGP in Webmail Oberflächen gegeben ;).
    Wenn man es genau nimmt ist für den DAU keins von beiden wirklich geeignet. Ich mein, die DAUs die alles blind anklicken, kann man eh nicht helfen. Egal ob es ein PGP Zertifikat ist oder sowas…

    Ich finde aber, dass DE-Mail und Onlinebrief allein schon auf Grund des geschlossenen Systems, für die meisten DAUs besser geeignet sind, als ein PGP Zertifikat zu erstellen, es zertifzieren zu lassen, oder gar ein SMIME Zertifikat käuflich zu erwerben.

    Und wenn in Zukunft DE-Mail oder auch eventuell der ebrief, mit den neuen Ausweis verbunden wird…

  35. Sebastian says:

    @Le Mag
    Weihnachtsgrüße oder Urlaubsgrüße sollst du auch gar nicht über diesen Dienst verschicken.

    Der Dienst soll für die behördliche oder geschäftliche Kommunikation sein, eben dafür wo man einen legitimation des Absenders/Empfängers benötigt.
    Es soll nicht die email in der alltags Kommunikation ersetzen ;).

    Aber wie gesagt, das gute ist ja das es keiner nutzen MUSS. Wer weiterhin auf den Papierkrieg per normaler Post setzen will, kann es tuen.

  36. Also mich juckt das nicht. Hab schon seit Jahren meine eigene Domain für Mails& Co.

    Mal schauen wie lange der Kram der Post kostenlos bleibt. Sicher nicht lange, was gibt’s bei denen schon umsonst?

  37. @Sebastian
    Ok, das mit dem Behördenkram ist vielleicht etwas zu hoch gesteckt. Wie gesagt, ich lasse mich mal überraschen, was die Post schickt.Ich bin mehr als misstrauisch, wenn es um meine Privatsphäre geht. Die Post wurde in der Vergangenheit doch verstaatlicht (Beamte etc.), um die Bürger besser kontrollieren zu können. Der Beamte hat(te) Hoheitsaufgaben, die es einschlossen, dass er auf Anweisung Briefe öffnen (entschlüsseln) konnte. Alles, was nicht als freier Code verfügbar (public, öffentlich) ist (proprietäre Software), ist mir Vorsicht zu genießen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Naja, und Schäuble, der machte den Eindruck als hätte er Angst vor uns Bürgern. DE-Mail verstehe ich so, dass es (endlich) eine verschlüsselte (elektronisch) Kommunikation geben soll, mit der man eben diesen Behördenkram nach-/ausweislich vornehmen kann. Derzeit ist es doch eine Lachnummer, was abgeht. Es gibt immer noch keine einheitliche und kostenfreie (oder preiswerte), allgemein anerkannte elektronische Identifizierungsmöglichkeit (Motto: Wer bin ich eigentlich.) Epost/eBrief laufen für mich darauf hinaus, dass die Post sich ein zusätzliches Umsatzfeld erschließen will. Wieweit diese Möglichkeit zur Identifizierung dienen kann, weiß ich nicht. Die Post ist ja keine Behörde mehr. Und ob unsere Ämter etwas „privates“ akzeptieren, das bleibt abzuwarten.

  38. @Philipp klar jeder Macht mal Fehler, aber wenn ich meine Pakete selber von der Post abholen muss ist das kein Fehler, sondern Sparmaßnahme und somit gewollt. Wenn sie zu den Preisen die Pakete nicht an die Haustüre liefern können müssen sie die Preise erhöhen, ich möchte auf jeden Fall wenn ich bis zur Wohnungstür bezahle auch bis dahin geliefert bekommen.

    @Topic.. übrigens gibt es mit http://www.gmail.DE schon einige Jahre einen Anbieter der absendergarantiere Emails und zusatzdienste bietet.

  39. @Dodger:
    Der Kram ist bei der Post nicht kostenlos, eine Mail kostet 55 Cent. Deswegen werde ich auch De-mail nutzen, wenn es nötig ist.

    @Sebastian:
    Hast Recht, ich bin vom verschlüsselten und signierten Mails ausgegangen. Die kann man nicht im Browser ansehen, aber es gibt ja auch nur signierte, und das wird dann einfach ignoriert und kann daher auch mißbraucht werden.

  40. same procedure as every year.

    Lol PDF´s die ausgedruckt werden. und neben jedem Einpacker sitzt einer vom Verfassungsschutz und BND.Alles Klar! Ob das BSI das ja sonst vor jedem Puups warnt auch davor want?

  41. DragonHunter says:

    ich finde hier wird ziemlich viel durcheinander gebracht
    PGP schön und gut…
    aber bevor das rechtssicherheit erlangen kann muss ich mich persönlich, also Face-To-Face irgendwo anmelden, bevor mein Zertifikat WIRKLICH aussagt die eMail-Adresse gehört mir…
    und das machen de-Mail und ePost mit dem PostIdent-Verfahren…
    und ich finds nicht so mega-überflüssig wie die Cracks hier…
    denn bring mal einem ehemaligen Gabelstaplerfahrer der in zwei Wochen auf Angestellter für die AA umgeschult wurde, bei wie er PGP zu benutzen hat….der verzweifelt doch..
    dann lieber eine simple (wenn auch geschlossene) Oberfläche, wo das ziemlich leicht von der Hand geht…

    ich habe mich bei beiden also ePost und de-Mail vormerken lassen, weil cih schon glaube, dass es nicht vollkommen sinnlos ist…
    ich plädiere schon länger dafür, dass ich Anträge auch online einreichen kann…und das geht entweder per elektronischer Identitätsfeststellung (also z.B. per ePerso) oder eben per de-Mail….
    ansonsten ist es schwer wirklich sicher zu stellen, dass den Absender auch wirklich die Person ist, die sie vorgibt zu sein…

  42. Warum glaubst Du daß PGP schwierig ist?
    Schau mal hier: http://www.gnupt.de/wp/?p=261
    Portabler Client mit Thunderbird und PGP.

    Das einzige, was minimal abweicht vom normalen Verhalten ist die einmalige Schlüsseleinrichtung.
    Zur Verschlüsselung/Signierung braucht man nur einmal das Paßwort eingeben.
    Zum Verifizieren mit einem Mausklick nur den Schlüssel importieren, Erkennung ob alles korrekt ist verläuft automatisch.
    Das kann sogar meine Mutter und der muß ich immer wieder neu erklären was der Unterschied zwischen Rechts und Linksklick auf der Maus ist.

  43. Also ich bin strickt gegen solch eine Mailadresse.
    Es sollte jedem klar sein, dass lediglich die Registrierung umsonst ist. Das senden wird wie ein Brief Gebührenpflichtig sein.

    Und ob man die Adresse veröffentlicht, interessiert nicht die Bohne, da das ganze an die Meldeanschrift gebunden wird (dafür wirt man sich später noch mit dem Personalausweis identifizieren dürfen). Ein Abmahnanwalt kann dann rechtskräftig Dokumente in das „E-Postfach“ zustellen, dazu muß er die Alias gar nicht kennen. Versäumst man den Abruf, trägst man alle Konsequenzen. Ist man nicht bei der „E-Post“ registriert, bekommst Du das ganze ausgedruckt als Brief zugestellt.

    Das nur mal so am Rande erwähnt.

  44. yo. @epost.de hatten wir (ich hatte damals auch eine adresse) schonmal und dieses angebot sollte die ein fels in der brandung für immer stehen. bullshit! ein rohrkrepierer war es. deshalb vorsicht beim anbieter deutsche post!

  45. Jaja, da kommen wieder Erinnerungen hoch zum Thema lebenslange E-Mail Adresse.

    Nene ich laß da mal die FInger von………

    Zum Thema,

  46. @leachim: ganz so einfach dürfte das mit dem Abmahnen nicht sein denn es wird nur wenige Namen geben die einmalig in Deutschland sind. Deswegen kann man nicht einfach die Abmahnung an vor.name@.. schicken.

  47. leosmutter says:

    Cool. Hat eigentlich schon mal jemand nachgedacht was passiert, wenn ein Trojaner den Rechner kapert? Die meisten Computeruser sind wirklich nur User und das wars dann. Da hat keiner auch nur den blassesten Schimmer was auf seinem Computer so abgehen kann. Ist bestimmt lustig wenn dann ein Trojaner rechtssichere Verträge raussendet. Oder Spampostkarten 😀

  48. @Leos Mutter:
    Das müßte aber ein cleverer Trojaner sein. Er müßte sich per Browser einloggen, die Mail schreiben, Dein Handy für die TAN abfragen, diese eingeben und fertig. Wenn Du es schaffst so einen Trojaner zu programmieren, bewirb Dich beim CIA, die nehmen Dich mit Handkuß 😉
    Spaß beiseite. In dem Punkt halte ich das System für sicher, der Komfort ist u.U. nur schlecht (außer man erhält, wie oben jemand schrieb, per SMS oder andere Mail Nachricht über neue Mails.

  49. leosmutter says:

    @Fraggle

    1. Mein Nick ist leosmutter.

    2. Ob diese Post-email-dings sicher ist, wird man in der Zukunft wohl herausfinden. Ich möchte es nicht nutzen.

  50. ZakMcCrack says:

    Oh, wie schön … immer wenn es Geld von der Bundesregierung für nicht ausgereifte Technologien gibt,dann springen alle Anbieter auf den Dienst auf. War schon klar, daß die Nachweispflicht dann eben schnell mal beim Endkunden ausgelagert wird. Und wann entscheidet das Bundesverfassungsgericht über die Rechtsunwirksamkeit? Nur eine Frage der Zeit.

  51. brauche ich nicht.

    briefe an ämter gebe ich mittlerweile sowieso nur noch persönlich ab. wie oft habe ich mich schon über briefe, die angeblich nie angekommen sind, geärgert.

    für dinge wie abokündigungen, etc. hat meine bisherige emailadreasse immer gereicht.

    und sensible dinge wie beispielsweise bankgeschäfte erledige ich grundsätzlich offline.

  52. @fraggle: sorry, dacht es wäre ein normales Konto

    Mal sehen ob ich mich anmelde oder warte bis der RFID Perso kommt.

    PS: wenn ein Brief Freitag kommt hab ich mehr Zeit zu reagieren, bei der DE-Mail zählt auch das WE dazu

  53. @ZakMcCrack:
    Hmm, ich könnte jetzt auch sagen, typisch, kaum kommt etwas vom Staat, wird nicht mehr richtig gelesen sondern vorgefertigte Meinung hingeschrieben. Die Post richtet einen alternativen Dienst ein und erhält nichts vom Staat dafür.

  54. @Max, der Anwalt würde einfach diese Mail einfordern, da sie – wie schon geschrieben – an die Meldeanschrift gebunden ist. Dabei ist es völlig egal, wie er diese Mailadresse registriert.

  55. Das Ding soll mich zwar Authentifizieren. Aber nur wenn der andere mit im Verbund ist.

    Wenn ich jetzt z.b. nen Handyvertrag kündigen will muss ich das bisher zwar mit nem einfachen zweizeiler machen, aber darunter unterschreiben.
    Wenn ich nun über epost das Ding ausdrucken und überbringen lasse ist da keine Unterschrift drunter.. dann kann das ding doch auch nicht gültig sein, oder?

  56. Alexander says:

    Zu PGP: So einfach ist es nicht bzw. ich habe noch keinen Schimmer wie PGP im Alltag narrensicher funktioniert. Als ich PGP bei Thunderbird eingerichtet habe, sollte ich auf Text-Mail statt HTML-Mails umschwenken. Zusätzliche zerreißt PGP bei einigen Mails das Layout (hat bestimmt mit dem HTML zu tun). Besonders blöd ist es, dass alle verschlüsselten Mails verschlüsselt im Postfach liegen. Warum das blöd ist? Wenn ich die Mail mir wieder anschauen will, muss ich wieder das Passwort eintippen. Die Option einmal entschlüsselte Mails entschlüsselt im Postfach zu belassen und die Original-Mail an die entschlüsselte Mail als Anhang dran hängen.

    Auf die Verschlüsselung von Mails kann ich verzichten, sobald sie meinen Rechner erreicht haben. Denn da sind Verfahren wie TrueCrypt, die in einem Container die Mails als Datenhaufen aufnehmen, viel einfacher.

    @ all: Kennt jemand einen Weg bei PGP automatisiert die verschlüsselten Mails entschlüsselt im Postfach zu speichern?

    Genau diese „Usebility“ wollen E-Post und De-Mail ja haben. Mal schaun. Auf jeden Fall sind die Ideen ganz gut, da sie Verschlüsselung massentauglich machen. Was nützt PGP, wenn es keine sichere Authentifizierung gibt, der man vertrauen kann? Mein PGP-Schlüssel ist von der c’t signiert (auf der Cebit kann man das vor Ort machen) und die machen das nur, wenn man den Personalausweis vorgezeigt hat.

    Diese Signierung habe ich bis jetzt nur via Web-Interface zu Gesicht bekommen. Die ganze Verschlüsselung ist Unsinn, wenn man sich nicht sicher sein kann, dass der Schlüssel auch zum Absender gehört.

    In diesem Punkt gehen beide Projekte einen Schritt weiter. Dass die Regierung trotzdem Mist baut, war schon immer so. Nur jetzt kann der Chaos Computer Club (CCC) auch mitmischen in der Diskussion wie sie es bei den Wahl/Schach-Computern gemacht haben.

    Bei ePost habe ich mich mal angemeldet, aber DeMail warte ich ab. Zu hoch ist mir die Gefahr, dass die Behörden da sagen: „Ach, der hat ja eine DeMail-Adresse! Ab jetzt leiten wir den ganzen Kram einfach dorthin statt zur Poststelle!“ und schwupps wird man DeMail nicht mehr los.

  57. @Alexander:
    Du hast Recht, PGP/GnuPG ist in der Hinsicht nicht das Gelbe vom Ei, wenn die Mails verschlüsselt gespeichert werden. So sind mir knapp 50 Mails durch die Lappen gegangen, da ich Töffel meinen Schlüssel gelöscht habe. War jetzt nicht so wichtig, aber ärgerlich.

    Nun denk aber mal an die Leute, die IMAP-Konten haben. Von den unzähligen Webmailbenutzern will ich gar nicht erst reden, da wird GPG nicht (oder seltenst und gegen Bezahlung) angeboten. Wie soll man da unverschlüsselte Kopien speichern? Die würden ja wiederum (zwar SSL-verschlüsselt) an dich gesendet und könnten vom Provider eingesehen werden.

    Somit ist De-Mail nun kein Vorteil, wenn die Mailverschlüsselung bei den Providern endet. Da hätte ich schon lieber GPG.

    [GPG-Verifizierung]
    Wenn man schon so einen Aufwand mit PostIdent treibt für epost oder De-Mail, dann hätte man auch ein vernünftiges Framework um GPG herum schnitzen können. Erstellung der Signatur zuhause, Verifizierung am Postamt. Dann wird in derem Keyserver eingetragen, dass ich ich bin, und jeder kann mir persönliche Mails schicken. Wäre dann sogar mit dem alten Email-System gegangen.

    Nunja. Vielleicht ist De-Mail auch nicht so schlecht, wenn es das Spamproblem beheben sollte. Ich stehe schon lange für eine komplette Neufassung des uralten Mailsystems ein. Wegschmeißen und neu / richtig machen. Sowas wie Jabber ist z.B. sehr spamsicher, nur halt Instant Messaging. Da werden „Mails“ höchstens 48h gespeichert und dürfen auch nicht so lang sein.

  58. Alexander says:

    @ Rainer: Mir ist eine E-Mail-Verschlüsselung lieber, die benutzbar ist statt wasserdicht. Sehr sicher reicht mir schon.

    Ich selbst nutze nur noch IMAP, aber zusammen mit der automatischen Entschlüsselung beim Lesen der Mails, hat man eins der Hauptziele erreicht: Eine Mail ist verschlüsselt (also nicht manipulierbar) über das öffentliche Internet übertragen worden. Durch SSL-verschüsselte Abfragen ist auch das Abfragen abhörsicher.

    Damit wären die Hauptgefahrenquelle gebannt. Verbleiben nur noch die in diesem Fall unverschlüsselten Mails in IMAP-Verzeichnissen, die der Provider einsehen könnte. Die Gefahr, dass der eigene Rechner mit Spionage-Software infiltriert wird und dabei nach GPG-Schlüssel gescannt wird, ist höher als das der E-Mail-Hoster Mist baut.

    Genau diese Gefahr kann ich einfacher akzeptieren, als die Gefahr, dass ich meine Mails nicht mehr lesen kann, weil der Schlüssel weg ist. (Wechselt man ihn alle 12 oder 24 Monate kommen mit der Zeit einige Schlüssel zusammen, die man ALLE aufheben muss).

    Die Hoffnungen, dass der Neuanfang durch ePost und DeMail, etwas bringt, habe ich auch. Nur – realistisch gesehen – wird der Sicherheits- und Benutzbarkeits-Gewinn, der am Ende auch wirklich da ist, durch den Ärger mit den Folgen der „rechtsverbindlichen Mail“ aufgefressen.

    Das Simple Mail Transport Protokoll heißt ja nicht umsonst „simple“. Genau diese Eigenschaft hat dieses Spam-Problem erst entstehen lassen. Eine Neufassung wird sehr schwierig, da vor allem Länder, die durch das Internet Anschluss an den Rest der Welt finden, mit komplizierten Algorithmen überfordert werden. In einigen afrikanischen Ländern ist ein Pentium 3-Rechner weit und breit oft das „modernste“ Gerät, wenn überhaupt Rechner vorhanden sind.

    Ich bin seit ca. 2004 im Netz unterwegs und die paar Spam-Mails, die ich bisher bekommen habe, hat der Spam-Filter weggefiltert oder mein Verstand beim Sichten der Mails. Insofern bin ziemlich sorgenlos bei dem Thema Spam.

  59. @Martin Thielecke

    Hallo Herr Thielecke,

    PDF-Anhänge werden mit dem E-POSTBRIEF zusammen ausgedruckt und zugestellt.
    Weitere Infos finden Sie hier: http://go.post.de/nys51

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit ein Stück weiterhelfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Philipp Schwertner vom Serviceteam E-POSTBRIEF

  60. Tach, Post. Jetzt meldet man sich sogar hier selber zu Wort. Hat man bedenken, dass hier der Service schlecht gemacht wird…?

  61. Grundsätzlich kann ein derartiger Dienst nützlich sein. Ich vertraue jedoch weder der Post, noch dem Staat derart, dass meine E-Mails dort einfach so gelesen werden dürfen. Schließlich kommen die Mails unverschlüsselt bei der Post an und werden unter Umständen auch noch ausgedruckt. Ein verschlossener Briefumschlag ist auf alle Fälle vertrauenswürdiger.
    Wenn außerdem wie Horst oben schreibt die Beweislast automatisch bei mir liegt, wenn ich eine Nachricht nicht erhalten habe, dann offenbart sich schon, wer Vorteile davon haben wird und wer nicht.
    Und schließlich garantiert mir niemand die Zustellung oder den Empfang und sei es auch nur, dass ein Techniker an den Leitungen herumfummelt und das Netz für eine Woche ausfällt, bis wieder einer Zeit hat, den Schaden zu beheben – so vor einigen Wochen bei mir passiert.

    Ich füge noch folgende Zitate aus den AGB an:
    „Einwendungen gegen die Höhe der in Rechnung gestellten Vergütung können nur schriftlich erhoben werden.“
    Da im Weiteren zwischen schriftlich und ePostbrief unterschieden wird, soll ich also dann doch wieder zu Stift und Papier greifen – welch ein Hohn!

    „Der Nutzer wird daher aufgefordert, mindestens einmal werktäglich den Eingang in seinem Nutzerkonto zu kontrollieren. Von einer regelmäßigen Kenntnisnahme eines E-POSTBRIEFS mit elektronischer Zustellung durch den Privatkunden ist daher spätestens am Werktag nach Eingang im Nutzerkonto auszugehen. “
    Man braucht also keinen Beleg mehr, sondern geht einfach davon aus…
    Und wenn ich das aus verschiedenen möglichen Gründen nicht tun kann und eben auch keinen Nachbarn damit beauftragen darf, dann habe ich spätestens dann ein Problem, wenn ich Post erhalte, bei der ich Einspruchsfristen einzuhalten habe.

    Also für mich kommt weder epostII noch de-mail in Frage. Es macht mich bei fragwürdigen Beschleunigungen nur mehr abhängig und durchsichtig und schwächt meine Rechte.

  62. Danke faunik! Wenigstens noch einer hier, der bemerkt hat in welche Richtung das ganze laufen soll.

    ePost? DE-Mail? No way – ohne mich!

    Da sollte man glatt ein paar Anstecker oder Aufkleber drucken lassen 😆

    Naja wen kümmerts. ePost wird wohl auch beim 2. mal scheitern.
    Womit wir wieder beim Anfang dieses Beitrags sind.

  63. Ich habe einen Computer, ich besitze auch mehrere EMail Adressen aber es wird bei mir kein ePost DE Mail oder vergleicgbares kommen.
    Heutzutage bekomme ich einen Brief zugestellt. Ich halte diesen in der Hand und kann ihn ggf. weitergeben (Rechtsanwalt…) Ich stelle auch die Sachen zusammen und versende sie auf dem Weg, wie ich es für nötig halte. Nebenbei bescchäftige ich dadurch auch noch Menschen. 🙂 Neben den ganzen neuen ePost DE-Mail kommt am Jahresende der neue Personalausweis, welcher rechtssichere Geschäfte ermöglichen soll. Wie nun? Noch eine zusätzliche Möglichkeit? Ist dann ePost zu DE-Mail zu Personalausweis kompatibel?

  64. Mit ePostbrief und DE-Mail gibt es zeitnah 2 Konkurrenten und ich denke die Post floppt mal wieder. Warum soll ich für E-Mails Porto bezahlen?

  65. Wen es interessiert, sollte sich diesen Artikel durchlesen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/De-Mail

    Demnach soll es auch möglich sein seine Mails zu verschlüsseln, bzw. den Safe mit einem eigenen, nicht beim Provider vorliegendem Schlüssel zu verschlüsseln.

    „Jedoch kann der Nutzer auch bei De-Mail seine Nachrichten selbst signieren und Ende-zu-Ende-verschlüsseln. De-Mail unterstützt diese Operation u. a. durch einen Verzeichnisdienst, in dem Nutzer eigene Verschlüsselungszertifikate veröffentlichen können. Ein Prüfdienst für die qualifizierte elektronische Signatur soll es dem Nutzer einfach machen, die elektronische Unterschrift zu verifizieren.“

    Weiter ist auch in Überlegung, daß man doch Mailclienten verwenden kann.

    „Im Falle eines E-Mail-Client wird die Nachricht mittels SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) via TLS an den Provider gesendet“

    „Auch können Absender und Empfänger prinzipiell unterschiedliche Protokolle/Datenformate und damit auch Client-Anwendungen nutzen. De-Mail-Provider müssen als Client-Anwendungen mindestens Webbrowser mit HTTP(S) unterstützen. Darüber hinaus sind auch E-Mail-Clients mit SMTP für den Versand und POP3 bzw. IMAP für den Empfang von Nachrichten – jeweils über einen sicheren Kommunikationskanal eingesetzt – möglich.“

    Bei gmx habe ich mal nachgesehen. Der Empfang ist kostenlos, der Dienst auch. Der Versand wird vorraussichtlich 15 Cent kosten je Mail. Allerdings habe ich dort nichts zum Thema eigene Verschlüsselung, eigen verschlüsselter Safe sowie Nutzung eines eMail-Clienten gefunden. Lediglich, daß man bei Eingang einer Mail in De-mail eine Benachrichtigung auf das normale e-Mail Konto schicken lassen kann, was das täglich über den Browser abrufen unnötig macht.

  66. Solche Systeme üben eine fast magische Anziehungskraft auf Hacker aus. Es wird gar nicht lange dauern bis es heißt: „Was, bin ich da wirklich schon drin? Das war ja einfach.“

  67. @Fraggle bei dem ganzen Text bzgl. der Verschlüsselung muss man sich den Satz: „Selbstverständlich behält sich dei BRD vor sämliche Mails, die verdächtig vorkommen aufgrund von Terror mittels eines Master-Keys zu lesen.“

    Da kann mir keiner erzählen, dass die da keine „Hintertür“ eingebaut haben. Wer immer noch nicht begriffen hat in welchen Zeitalter wir hier leben, der sollte den PC aus machen und wegschließen oder gar verschrotten.

    Einige dieser Alphamenchen sind nämlich schon lange zu dem Entschluss gekommen das die totale Überwachung in der ehemaligen DDR in einigen Punkten vielleicht doch nicht so falsch war…

  68. @leachim:
    Lies den Text nochmal genau. Dort ist auch erwähnt, daß Du Deine eigenen Verschlüsselung verwenden können sollst. Wie das genau geht, wird zwar nicht gesagt, aber vom Prinzip her so: Ein mit truecrypt verschlüsselter Container. Da gibt es keine Hintertür oder Masterkey, außer der Staat hätte sich bei Truecrypt eingeschlichen.
    Zitat:“Jedoch kann der Nutzer auch bei De-Mail seine Nachrichten selbst signieren und Ende-zu-Ende-verschlüsseln. De-Mail unterstützt diese Operation u. a. durch einen Verzeichnisdienst, in dem Nutzer eigene Verschlüsselungszertifikate veröffentlichen können.“

    Ende-zu-Ende Verschlüsselung bedeutet, daß nur Sender und Empfänger den Schlüssel kennen. Eigene Verschlüsselungszertifakte für den Verzeichnisdienst bedeuten, daß nur Du den Schlüssel hast. Die Frage bleibt nur, kann man truecrypt verwenden? Beim Ende-zu-Ende kann auf jeden Fall PGP verwendet werden (der Mailtext kann damit ja verschlüsselt und im Browser eingefügt werden, da kann es keine Hintertür geben.

    Wenn es nur die Providerverschlüsselung wäre, hättest Du aber recht.

    Edit: Für den Container habe ich den falschen Absatz kopiert, der bezieht sich ja nur auf den Schlüssel, aber den muß ich ja nicht dort hoch kopieren. PGP kann ja auch händisch ver- und entschlüsselt werden.

  69. Nochmal nachgeschlagen:
    „Aus funktionaler Sicht werden die Dokumente im Dokumentensafe der Bürgerportale
    standardmäßig durch den BPDA ver- bzw. entschlüsselt. Bei Bedarf soll der Nutzer auch einzelne,
    alle oder bestimmte Kategorien seiner Dokumente clientseitig verschlüsseln und im
    Dokumentensafe ablegen können. Der BPDA hat hierzu geeignete Software zu empfehlen oder
    kann diese selbst zur Verfügung stellen.

    Klingt für mich, daß ich im Datensafe auch Dinge liegen haben kann, von denen dem Provider nicht bekannt ist wie sie verschlüsselt wurden, da sie auf client Seite verschlüsselt wurden.

  70. Zur DE-Mail solltet ihr vielleicht einmal Folgendes lesen:
    http://www.daten-speicherung.de/index.php/boykottiert-das-glaeserne-de-mail/

    Damit und ebenso mit ePost wird mal eben das Briefgeheimnis aufgehoben. Ebenso wie die Idee Briefe an die Arge von der Post öffnen und einscannen zu lassen.
    Lasst euch nur fleißig weiter die elementaren Grundrechte aus der Tasche ziehen…

  71. @Fraggle, was da geschrieben steht und wie es später in wirklichkeit ist, sind immer noch 2 verschiedene Sachen. Es wäre nicht das erste, was wieder komplett geändert wird nach dem Motto: „Was kümmert mich das geschwätz von gestern.“

    Ich bin und bleibe dennoch sehr skeptisch gegenüber diesen Systemen. Da wird am Ende noch viel mehr zu Tage kommen und dann ist das Geschreie groß.

  72. Netter Artikel und Bedenken sind immer wichtig.
    Nur haben die Autoren nicht den Sinn verstanden. Sie bemängeln, daß man sich authentifizieren muß. Dabei geht es ja bei dem Dienst auch darum, nämlich daß Empfänger und Sender um die Echtheit des anderen weiß. Das wäre, als würde ich bei einem Auto als Kritikpunkt aufführen, es fährt. Mit anderen Punkten liegen sie aber richtig, richterliche Beschlüsse etc. Deswegen sollte man den Safe auch nur mit eigener Software verschlüsselt nutzen.

    Edit:
    Der Vergleich mit dem Briefkasten hinkt auch. Denn beim Einwohnermeldeamt muß ich mich auch ausweisen und den Mietvertrag mitbringen.

  73. @Leachim:
    Das ist ja auch richtig. Ich sage ja nur, bei dem, was bis jetzt bekannt ist, geht es in Ordnung. Wenn es dann passsiert, muß man erst einmal schauen ob sich etwas geändert hat. Man darf aber auch nciht hingehen und im Vorfeld alles verteufeln. Denn man weiß auch nicht, ob es ins schlechte geändert wird. Und bei unserer Justizministerin bin ich guter Dinge, daß es eher besser wird.

  74. Wieder ein Dienst, der nicht gebraucht wird. Wo liegen die Vorteile für den Nutzer? Ich sehe nur Nachteile: Bei De-Mail muss ich spätestens aller drei Tage in das spezielle Postfach sehen, um keine Fristen zu versäumen, ich stehe grundsätzlich Beweispflicht (tja, selber Schuld, Du wolltest das doch!). Beim ePostBrief ist es ähnlich. Auser einer geringen Portoersparniss, wenn ich viele Dokumente anhänge, statt sie klassischen per Briefumschlag zu versenden, sehe ich auch hier keinen Vorteil. Und der Zukunftsfähigkeit kann ich auch nichts abgewinnen, wenn der Dienst nach ein paar Jahren mangels fehlender Gewinne wieder eingestellt wird.
    Da schreib ich meine Briefe und Anträge an die Ämter ganz normal mit dem PC, druck sie aus uns steck sie in einen Umschlag und ab damit. Und in immer mehr Ämtern, Rathäusern und Verwaltungen gibt es schon elektronische Poststellen, wo diese Schreiben eingescannt werden und der Abteilung, dem jeweiligen Sachbearbeiter elektronisch im DMS weitergeleitet werden. Und dabei wird keine (!!!) Signatur benötigt, keine De-Mail-Adresse und es funktioniert trotzdem!
    Cui bono? Das ganze riecht mir verdammt nach Überwachung….

    Nennt mich paranoid. Egal! Ich brauch sowas nicht, genau so wenig wie einen biometrischen Personalausweis oder Reisepass!

  75. @Joschi:
    Du verwechselt etwas. Ich will keinen der beiden Dienste wirklich loben, weil wirklich etwas daran auszusetzen ist, aber man sollte auf Basis der richtigen Gründe urteilen:

    ePost:
    – anscheinend regelmäßiges Prüfen per Browser, eventuell SMS Benachrichtigung über einen Eingang.
    – Porto bei ePost = Briefpost, beides kostet 55 Cent

    De-Mail (zumindest bei gmx):
    – Man wird über den Eingang in De-Mail im normalen Konto benachrichtigt.
    – Porto vermutlich 15 Cent je Brief.

    Vorteile: Man kann schneller offizielle Briefe einsenden. In beiden Fällen.

    Nachteile:
    ePost: Daten können eingesehen werden, auch von der Post (keine End-to-End Verschlüsselung.
    De-Mail: Zwar kann die Korrespondenz mit De-Mail unabhängiger Software verschlüsselt werden, jedoch sind die Zugangsdaten auf Anfrage an die Polizei zu geben.
    Dafür ist aber vermutlich der Mailsafe wiederum De-Mail unabhängig verschlüsselbar. Soll heißen, bestenfalls kann nur Einblick in die neusten Mails, die noch nicht im Safe vorliegen, genommen werden. Bei ordentlicher Verschlüsselung kommen sie auf Jahre nicht an die alten Mails.

    Übrigens, was die Beweislast betrifft, ist dies nicht anders als bei der Briefpost. Sobald diese eingeworfen wurde (per einfachem Einschreiben), bist Du auch in der Beweislast. In der Richtung ändert sich nichts.

  76. Hi
    ich seh epost als praktisch an. Natürlich wird das nicht meine EMail-HAuptadresse. Aber wenn ich allein an die GMX Kündigung denke von wegen unterschriebenes Fax und wenn man keins hat per Post.

    Da lob ich mir so ein Service. Und das man sich registriern muß ist doch in Ordnung. (Und was zahlen für ein Fax oder was das ausgedruckt und als Brief zugestellt wird auch)

    Somit ist der Absender verifiziert.

    Die maßgebliche Frage aber wurde schon oben gestellt und nicht beantwortet:
    Gilt der Ausdruck eines mit Unterschrift eingescanntes Dokument als „Unterschrieben“ wenn der Absender zweifelsfrei verifiziert ist?
    Beim Fax ist es ja so trotz „nicht originaler“ Unterschrift beim Empfänger.
    Soweit ich das Verstanden hab ist epost auch nicht das selbe wie DeMAil sonder einfach nur ein Service für faule oder Landeier wie mich bei denen die Postfilialen mitlerweile im Kiosk sind.

    Gruß
    Andi

  77. @Andi, genau diese Zielgruppe wie du wird gesucht. Tut mir leid, aber praktisch ist z. B. ein Akkuschrauber, aber keine ePost Adresse oder dergleichen.

    Wir werden sehen, in welche Richtung sich das ganez entwickeln wird.

  78. Der Name kommt auch daher 🙂

    Bei der Beweislast wird ein Fehler gemacht: De-Mail oder ePost ist gleichzusetzen mit einem Einschreiben. Und auch bei einem Einschreiben gilt die Beweislast seitens des Empfängers.
    Das das mit den Fristen nachteilig ist, ist klar, hat aber nichts mit der Beweislast an sich zu tun, denn man hat über das Wochenende nur mehr Zeit. Aber in der Zeit wird auch keine Post zugestellt, somit ist nichts gewonnen.

    Bei der Verschlüsselung hast Du etwas falsch verstanden. Die Post oder eventuell auch der Mailprovider muß die Zugangsdaten geben. Du selber bist nicht verpflichtet Deine Verschlüsselungsdaten preiszugeben. Man ist nie verpflichtet u.U. einen selber oder direkte Familienangehörige belastende Dinge preiszugeben. Und die Weigerung der Preisgabe ist auch kein Indiz für die Schuld.

  79. Einen ähnlichen Service bietet http://www.gmail.de lustigerweise schon seit einigen Jahren an. Das hat aber bisher niemanden interessiert, also wird die Post mit dem eBrief wohl sehr ähnliche Erfahrungen machen.

    Fun Fact: Das Unternehmen G-Mail ist übrigens der Grund dafür, weshalb Google in Deutschland nicht mit dem Namen „Gmail“ arbeiten darf. 🙂

  80. Stiftung Warentest hat ePost getestet:
    http://www.test.de/themen/freizeit-reise/schnelltest/4115841-4115843/
    Das ist zwar im Vergleich zu den Argumenten hier wenig, aber immerhin von einer renommierten Einrichtung bestätigt, dass ePost nicht das gelbe vom Ei ist.

  81. @Faunik:
    Thx für den Link, das ist mal ein guter Test, er beschreibt die Punkte neutral.

    @Jannes:
    gmail gehört für mich auf die gleiche Ebene wie Abzocker-Anwälte.
    Lange Zeit nutzte ich einen Mailclienten, der gleich klang, aber anders geschrieben wurde. Und obwohl dieser Mailclient länger oder zumindest so lange existierte wie gmail und obwohl gmail nur über den Browser funktioniert, das andere aber ein Programm wie Thunderbird ist, hat er sie abgemahnt und wollte Geld sehen. Auf sehr dubiose Art und Weise. Und so ging er mehrfach vor, der werte Herr war dementsprechend im Internet im Mund, aber nicht positiv.

  82. Wenn besonders die fröhlich naiven Erstanmelder das weitere Medienecho verfolgt haben, ärgern sie sich nun bestimmt.
    Diese zwei links finde ich abschließend zum Thema lesens- und sehenswert:

    http://gutjahr.biz/blog/2010/07/die-gelbe-gefahr/

    http://www.piksa.info/blog/2010/07/23/der-e-postbrief-verbindlich-vertraulich-verlasslich-eine-kleine-satire/

    Und wer nun immer noch ePost toll findet, der braucht sich über den Schaden und den Spott nicht wundern…

  83. @faunik:

    Besten Dank für die beiden Links, sehr informativ. Ich vermute mittlerweile, daß bei demail ähnliches gilt.

  84. Alexander says:

    Ich habe ja schon vermutet, dass diese Idee, die ja erstmal ganz gut ist, miserabel umgesetzt wird. Aber diese beiden Links hauen mich echt vom Hocker:

    Deutsche Behörden und Politiker warnen vor der Datengier von Facebook & Co., aber sowas geht in Ordnung!?

    Ich habe mich ja bei ePost angemeldet und vor kurzem kam der Brief mit dem Registrierungscode. Bis 31.12.2010 habe ich Zeit diesen einzugeben und bis dahin wird meine Adresse nicht wieder zur Registrierung freigegeben.

    Ich denke, ich nehme das Angebot der Post bis Silvester zu warten, gerne an. Mal sehen, was an ePost bis dahin „verbesert“ wird.

  85. Ich denke auch, dass es im Grunde eine gute Idee ist… nur echt schlecht umgesetzt:
    100MB Speicher für bezahlte „Mails“, die alleine schon je 20MB groß sein dürfen…
    Habe selber einen kleinen Artikel online gestellt: http://is.gd/e68ok.

    MfG
    moortaube

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.