Deutsche Post: Ankündigung von Briefen per Mail plus Aus der Briefmarke geplant

Die Deutsche Post plant einige Modernisierungen. Ab sofort ist es möglich, Briefe dem Adressaten per Mail anzukündigen – mit einem Scan des Umschlags. Das ist z. B. eine große Hilfe, sollte man gerade unterwegs sein, aber wichtige Post erwarten. Dann könnte man etwa den Mitbewohner, den Partner oder Kollegen mit der Öffnung beauftragen.

Damit das Procedere läuft, müssen sich die Empfänger aber freiwillig und kostenlos vorab registrieren. Eine Pilotphase startet gerade, funktioniert dann aber zunächst nur in Kombination mit E-Mail-Accounts bei GMX.de bzw. Web.de. Neue Technik benötigt die Deutsche Post dafür nicht, denn intern werden die Briefe bei der automatischen Sortierung ohnehin gescannt. Verfügbar ist die Sache bereits ab heute – hier für Web.de-Nutzer und hier für GMX-Nutzer. „Briefankündigung“ nennt sich der Dienst dann auch ganz simpel. Im Anhang der Benachrichtigungs-E-Mail wird ein Foto des Briefumschlags mitgesendet.

Eingeloggte Nutzer klicken bei Web.de bzw. GMX.de auf den Menüpunkt „Briefankündigung“ und geben im ersten Schritt ihre Postadresse an. Zur Verifizierung versendet die Deutsche Post anschließend einen Brief mit einem Bestätigungscode an diese Adresse. Durch Scannen des darin enthaltenen QR-Codes oder manuelle Eingabe des zwölfstelligen Bestätigungscodes im E-Mail-Postfach kann der Nutzer im zweiten Schritt seine Adresse bestätigen und den Registrierungsprozess abschließen. Der neue Service ist Teil des intelligenten Postfachs von Web.de und GMX.de.

Eine Verzögerung findet durch das Anfertigen der Aufnahmen nicht statt. Einmal erstellte Briefumschlagfotos werden nach dem Versand an die Empfänger aus den Systemen der Deutschen Post gelöscht. Alle Briefankündigungen werden von der Deutschen Post elektronisch signiert. Web.de und GMX prüfen die Signatur und stellen sicher, dass die E-Mails wirklich von der Deutschen Post versandt werden. Die elektronische Übertragung der Daten zwischen Deutscher Post und den E-Mail-Postfächern der Nutzer sei mit einer durchgehenden Verschlüsselung geschützt. Die gesamte Datenverarbeitungskette erfülle die Anforderungen der europäischen Datenschutz-Grundverordnung.

Ab 2021 soll es als weitere (vermutlich kostenpflichtige) Option auch möglich sein, dass die Post Briefe auf Wunsch öffnet, scannt und den Inhalt dem Empfänger vorab als PDF übermittelt. Zusätzlich werden die Partner im Nachgang zur Markteinführung dieses Service auch eine Option zur sicheren Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der digitalen Zustellung anbieten. Nutzer können die digitale Kopie der Briefpost dann auf Wunsch mit dem Verschlüsselungsstandard PGP zusätzlich schützen. PGP ist optional bereits heute kostenfrei und einfach in alle Postfächer von Web.de und GMX integrierbar.

Zusätzlich wünscht sich die Post offenbar das Ende der klassischen Briefmarke und möchte, dass das Porto per App bezahlt wird. Der Kunde erhält dann einen alphanumerischen Code, welcher auf den Umschlag geschrieben wird. Bei der Post soll er von den Scannern dann wie eine Briefmarke verarbeitet werden.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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78 Kommentare

  1. Ich gehe eher davon aus, dass die App-Bezahlung und Code-Generierung als Alternative zur klassischen Briefmarke gesehen wird.
    Sollten sie wirklich das Aus der Briefmarke planen, wird ein Großteil Ihrer Kunden zu anderen Anbietern wechseln müssen, da kein passendes Geräte zur Code-Generierung da ist.

    • Quatsch….

      Selbst meine Eltern (Ü70) habe ein Smartphone uns Tablet…

      …. und ich gehe mal davon aus, daß die Ü80 und die Smartphoneverweigerer ihren Code dann in der Postagentur generiert bekommen.

  2. Porto per App ist dann vermutlich das Ende des anonymen Briefversand. Sehr schlechte Sache.

    Man denkt sich immer die lokalen Unternehmen neigen weniger stark als die amerikanischen zum Überwachungskapitalismus. .. ist aber ein Klischee, die sind bloß langsamer beim umsetzen. 😀

    • RegularReader says:

      Nur weil die von dir gekaufte Briefmarke auf einem Brief ist, muss dieser nicht von dir stammen. Ich habe zumindest jetzt nicht aus dem Text herauslesen können dass man nur Briefmarken für seine eigenen Briefe kaufen darf.

      • Aber das entspricht doch nicht dem Narrativ des OP 😉

      • > Nur weil die von dir gekaufte Briefmarke auf einem Brief ist, muss dieser nicht von dir stammen.

        Natürlich bist du in der Defensive und musst darlegen, dass der Brief nicht von dir kam, wenn man dir nachweisen kann das Porto bezahlt zu haben. Da braucht man sich leider nichts vorzumachen.

        • Was für eine sinnlose Diskussion.
          Wahrscheinlich klebst du deine von dir selbst angeleckte Marke auf nen Umschlag und schreibst hinten nen Absender drauf. Und jetzt ist plötzlich der Code doof…

  3. Letzteres funktioniert aktuell schon. Zwar nicht über eine App aber dafür via SMS und ist zudem auch noch teurer als eine normale Briefmarke. Das ganze nennt sich zurzeit „Handyporto“.

    https://www.deutschepost.de/de/h/handyporto.html

    • Mark Knuswin says:

      Und genau das ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Das Handyporto hätte ich schon LÄNGST genutzt, wenn es nicht teurer wie die normale Briefmarke wäre

  4. Ich weiß ja nicht so recht mit dem alphanumerischen Code. Manche Leute haben echt ne ziemliche Sauklaue, keine Ahnung wie viel Vertrauen die Post in ihr OCR hat, aber das führt doch sicher dazu das Menschen die nicht eindeutig erkannten Briefe abtippen müssen…

    • Das System ist sehr sehr leistungsfähig, die Sauklaue ist bei der Anschrift noch ein wesentlich größeres Problem.
      Da hat die IT mit den Jahren dazu gelernt und manuell muss fast nichts mehr bearbeitet werden.

  5. Finde ich alles im Grunde gut, aber es ist nichts Neues, abgesehen vom Zusenden des Scans per E-Mail. Den alphanumerischen Code statt Briefmarke hatte die Pist schonmal im Programm. Man konnte per SMS einen Code anfordern, den man dann auf den Umschlag schreiben sollte. Aber die Kosten waren um einiges höher als eine Briefmarke also hat sich das nicht durchgesetzt und wurde wieder abgeschafft. Briefmarke per app hatten sie auch schonmal aber nur mit Barcode zum Ausdrucken. Wenn der Preis per App identisch zur Briefmarke ist, könnte sich das durchsetzen. Vor allem im Privatbereich, denn wer hat schon noch Briefmarken zuhause auf Vorrat. Also kann man sich das Anstehen am Postschalter sparen (ich trauere noch immer den Briefmarkenautomaten nach).

    Das Zusammenspiel mit gmx.de und web.de könnte mit der vorhandenen E-Postbrief-Infrastukltur zusammenhängen (ging das nicht anfänglich auch nur mit GMX und web.de?)

  6. Das Öffnen und Scannen und Zustellen der Briefe als PDF gibt’s doch schon seit Jahren – auch für Privatkunden:
    https://www.deutschepost.de/de/e/epost/privatkunden/taeglichepost-online-empfangen.html
    Habe das ein paar Mal in Anspruch genommen – funktioniert so leidlich (manchmal werden unnötige Werbesendungen gescannt, dafür andere/wichtige Briefe nicht – und wenn z.B. ein Steuerbescheid an beide Ehepartner adressiert ist, wird der auch nicht gescannt, weil der Partner ja keinen Scan-Auftrag gegeben hat; naja, seit diesem Jahr gibt’s Steuerbescheide ja eh online als PDF). Jedenfalls ist dieser „Epost-Scan“ absolut nix neues.
    Und auch die „Briefmarke zum Draufschreiben“ gibts doch schon seit Jahren:
    https://www.deutschepost.de/de/h/handyporto.html
    Kostet lediglich extra – für den Brief z.B. aktuell 1,19 € statt der Briefmarke 0,80 €. Wer will denn für sowas 39 Cent extra bezahlen? Ich auch nicht. Deswegen hat sich das bisher vermutlich nicht durchgesetzt.
    Und das ganze uralte Zeug verkaufen sie jetzt als neu?! Tststs…

    • Herr Hauser says:

      Du hast den Artikel gelesen und verstanden?

      • Ja, sie wollen – wohl in Zusammenarbeit mit GMX & Co. – ein paar neue Zusatzfunktionen wie PGP-Verschlüsselung etc. anbieten.
        Aber den Satz aus dem ursprünglichen Artikel „Ab 2021 soll es als weitere (vermutlich kostenpflichtige) Option auch möglich sein, dass die Post Briefe auf Wunsch öffnet, scannt und den Inhalt dem Empfänger vorab als PDF übermittelt“ wollte ich so einfach nicht stehen lassen – denn *das* geht ja nun wirklich schon seit vielen Jahren.

        • Ist aber was anderes, da geht es um E-Post, nicht normale Post welchr an eine nicht E-Post Mailadresse geschickt wird.

          • Doch, genau darum geht es. Mit „E-Post-Scan“ kriegt man normale Briefpost, die einem ansonsten der Briefträger in den Briefkasten werfen würde, als PDF zugestellt.
            Statt bei GMX braucht man halt einen (kostenlosen) Account bei epost.de, aber das ist schon der einzige Unterschied.

  7. Brief durch die Post öffnen und vorab zusenden lassen. Geil. Man sollte als Unternehmen dann eher ernsthaft unterlagen Unterlagen ausschließlich elektronisch und signiert zu übermitteln.
    Und die Frage ist, wenn ich einen Briefumschlag vorab per Scan erhalte…worin besteht der Vorteil? Wenn ich Post erwarte, Mitbewohner mitteile „Ich erwarte Post“ und dann Post kommt – wird der Brief halt geöffnet und Inhalt mitgeteilt oder fotografiert. Aber ich glaube ich werde dennoch „den Spaß“ mal mit machen und das GMX Konto reaktivieren. Allein weil ich interessiert dran bin ob die Post das gebacken bekommt.

    • Vor allem, wenn man überlegt, wer denn noch klassische Post zusendet. Meistens sind das doch Ämter, Behörden, Versicherungen, etc. Also alles Stellen, die scheinbar seit Jahren den elektronischen versand nicht auf die Reihe bekommen. Vielleicht sollte man mal dran arbeiten die E-Post-Servves wirklich benutzerfreundlich umzusetzen, dann klappts vielleicht auch besser damit.

      Die Vorabankündigung als Scan finde ich ja bei längeren Urlauben noch ganz nett, zumindest besser als nix. Ich glaube dafür werde ich das mal testen.

      • E-Post sollte man meiden, da dadurche Fristen verkürzt werden. Zudem bist Du verpflicht auch im Urlaub Dein E-Postfach zu kontrollieren.

  8. Wäre schön, wenn Sie die Internetmarke als Addin auch für Office 365 zur Verfügung stellen würden. Zumindest beu kann ich sie nicht aktivieren. Über eine App ist es grausam, aber das werden die Junkies nicht verstehen (z.B. warum sollte ich beim Brief schreiben ein Smartphone bei mir tragen?).

  9. Herr Hauser says:

    Dann behaupten man habe die unangenehme Sendung nicht erhalten, ist wohl nicht mehr. Auch wenn es nur der Umschlag ist. 😉

    Rechtssicher ist weiter nur Einschreiben (diverse Variationen), Postzustellungsauftrag und durch einen Gerichtsvollzieher.

    • Das Einschreiben belegt nur, dass ein Umschlag angekommen ist. Alles andere ist wieder nur ein Anscheinsbeweis.

      Es geht nichts über qualifizierten Faxsendebericht im Alltag oder Gerichtsvollzieher für die dicken Geschütze.

      • Eigentlich nur der Gerichtsvollzieher.

        Der Faxsendebericht sagt zwar, das man etwas geschickt hat und fügt teilweise oder ganz eine Kopie davon an, ob das Gerät das aber letztlich so ausgedruckt hat, beweist man nicht. Ist der Toner alle oder das Papier und löscht sich zwischenzeitlich der Speicher (Stromausfall, Gerätedefekt etc.) hat der Empfänger das schreiben nie in Händen gehabt.

        Das wird man bei Lapalien sicher nicht unbedingt berücksichtigen, aber wenns wirklich um was gehen sollte, reicht das Fax nicht aus. Es sei denn, der Empfänger bestätigt unbeabsichtigt den Empfang, weil er auf das Schreiben etwas erwidert.

        Da ist im Prinzip die Email sicherer, weil Provider in der Regel mehrfach empfangene Emails sichern, so dass selbst bei kaputter Empfangshardware die Schreiben noch auf dem Emailserver sein sollten.

        • Nö. Solange die Übertragung korrekt abgeschlossen ist, und das belegt das Protokoll, ist das Fax rechtssicher zugegangen. Es ist nicht der Einflussbereich des Absenders, wenn Toner oder Papier am Gerät fehlen. sagen alle obersten Gerichte 😉

    • Aucj da hast Du Probleme. Bote o.ä. geht nur. Grund: Empfänger sagt, ja, Brief habe ich behalten, aber er war leer oder ein weißes Blatt drin.

      • PS: Ganz wichtige Sache lasse ich dann von einem Freund als Einschreiben aufsetzen und er macht vorher eine Kopie, die er unterschreibt mit Vermerk, das Original ist in seiner Gegenwart in den Umschlag gelegt und ihn zum Versand übergeben worden welche am xyz umgesetzt wurde. War bislang zweimal der Fall.

  10. Krümelmonster says:

    Das Unterlagen überhaupt noch per Post zugestellt werden, ist das eigentliche Problem. Unser Briefkasten bestand zuletzt aus 99% Werbung, nach Anbringung entsprechender Aufkleber ist das fast vollständig zurückgegangen. Der ein oder andere Zettelverteiler rafft es halt auch dann nicht, wenn man es ihm auf die Hand tätowieren würde.

    Was noch kommt, ist Krempel von der Stadt (Grundsteuer, Hundesteuer), Versicherungspapiere … alles Dinge, die man auch anders zustellen könnte, wenn man wollte.

    • Allein aus Gründen der Ablage würde ich es begrüßen, wenn man immer mehr per E-Mail mit PDF bekommt. Einfach ab auf die Festplatte mit einfacher Vorsortierung und fertig. Bekommen Anbieter wie der Stromversorge ja auch hin.

      • Tja so unterschiedlich sind die Leute. Ich bin zu faul solche Unterlagen auch nur zu verschlagworten. Kommt alles auf einen Stapel in die Schublade, der chaotisch aber automatisch von unten nach oben chronologisch sortiert ist, nach Posteingang. Für den seltenen Fall, dass man jemals wieder Unterlagen braucht, ist es mit dem System schnell gefunden. Ohne Kopfschmerzen zu Backups oder Datenschutz in der Cloud.
        Ich finde es verlagert wieder eine Sache zum Empfänger, statt mir ein Dokument so zuzustellen, dass ich es ohne weiteren Aufwand weglegen und aufbewahren kann.

    • Nicht jeder hat einen Computer oder ein smartphone , und verpflichtend ist der Besitz schon gar nicht . Aber jeder hat eine gesetzliche meldeanschrift unter der ihm rechtsverbindlich Post in papierform zugestellt werden kann. Das Verwaltungsverfahrensgesetz kennt keine rechtsgültig verpflichtende mail- oder messenger-Adresse . Technik ist das eine rechtssichere Verwaltungsverfahrern das andere. ich nutze gern elektronische hilfen möchte aber nicht zu deren nutzung verplichtet werden . Dann muß man es machen wie in USA: persönliche übergabe durch einen Sheriff oder Gerichtsbeamten.

      • > Nicht jeder hat einen Computer oder ein smartphone,
        > und verpflichtend ist der Besitz schon gar nicht

        Und das ist das eigentliche Problem: Leute, die sich dem normalen Hausgebrauch alltäglicher Durchschnittstechnik widersetzen (was OK ist), aber dann erwarten, dass die Gesellschaft auf sie wartet (was nicht OK ist).

        Ich bin nicht mehr bereit, für Schaffner und Aushänge zu bezahlen. Ich bin nicht mehr bereit, für postalisch versendete Steuerbescheide zu bezahlen. Auch nicht für im Kreis verschickte gelbe Zettel im Krankheitsfall, Gebühren für Münz-Wechselgeld, Telefonzellen und Fahrkartendrucker. Da, wo ich das nicht selbst bezahle, da zahle ich es über den Umweg des Preises für Artikel und Leistungen.

        Wer meint, er müsse 2020 mit einer Kutsche zur Arbeit fahren, der darf das tun, aber wir als Gesellschaft spendieren ihm keinen Stellplatz und Tränke vor dem Gebäude.

        Wer immer noch kein Smartphone und keinen Computer hat, der darf sich jetzt ganz toll fühlen — und dann bleiben, wo der Pfeffer wächst. Er ist völlig zu Recht auf sich allein gestellt und hat sich selbst dahin manövriert.

        • Ganz schön ignorante Einstellung. Es gibt mehr als genug Leute, die kein Smartphone bzw. keinen PC besitzen und damit auch nicht umgehen können, also auf genau solche Sachen angewiesen sind. Sowohl aus Unternehmens- als auch aus staatlicher Sicht ist es hier sehr sinnvoll, diese Menschen mit zu berücksichtigen. Wenn dir das nicht passt, kannst du ja wo es geht auf rein digitale Anbieter umschwenken.

          • 1. „Wenn dir was nicht passt, kannst Du ja…“ – Kommentare sind immer falsch.
            2. „Ignorant“ sind diejenigen, die die größte Wählergruppe repräsentieren und auf Kosten der jüngeren jegliche Veränderung blockieren. Die Rentner wollen in Ruhe dicke Autos fahren, aber es sind die jungen Arbeitnehmer, die 2x täglich im Stau stehen. Die Rentner wollen in Ruhe billig die Kohlekraftwerke zu Ende nutzen, den Jüngeren bröckelt der Wald zwischen den Händen weg. Diese Liste ist beliebig zu verlängern — von eScootern über Funklöcher zu regenerativen Enrgien, Verkehrswende, Digitalisierung, ALLES.

            Ich bin 51. Wenn ich mir meine eigene Generation angucke, dann kriege ich das kotzen: Smartphone doof, Online doof, zahlen per Handy doof. Fahrkarten zu kompliziert, Steuererklärung zu kompliziert, Netflix zu kompliziert. 4 Quadratmeter Abfahrtsplan auf dem U-Bahnhof sind super, aber HVV-App ist kompliziert, und doof, und versteht keiner, und was ist wenn mein Handy kaputtgeht.

            Das Leben ist kein Ponyhof. Man muss lernen. Man MUSS lernen. Das ist kein wenn-ich-Bock habe. Normalerweise wären die alle im Alltag schon ersoffen, wenn sie nicht dummerweise die Wählermehrheit stellen würden und den Arsch noch hinterhergetragen kriegen würden.

            So. Mic drop.

  11. Knackpunkt, gerade bei Post von Behörden auf die man ggfs. eher noch dringender wartet – die werden mit der PIN AG verschickt. Also bringt hierbei der Scan leider nichts. Auch sonst, gehen gefühlt die Sendungen selbst von Unternehmen mit der Post zurück. Eher Postwurd Sendungen kommen per DHL. Vermutlich wegen deren ordentlich gefüllten Datenbank mit „Bestandskunden“ aka Haushalten.

  12. Genau so stelle ich mir modern bei der Post vor: Geht nur mit GMX und Web.de, klasse. Allerdings werden sie das nicht durchhalten, wenn sie es nicht wieder einstellen, wird auch bald eine normale E-Mail-Adresse funktionieren.

    Da die Post aber inzwischen das Porto in etwas der Regelmäßigkeit, wie ich Briefe verschicke, erhöht, käme mir ein Code, den man im Internet erwerben kann, sehr gelegen. Dann muss ich nicht mehr irgendwelche Ausgleichsmarken kleben, zumal meine Wechselgeld-Marken aus Automatenzeit auch aufgebraucht sind.

  13. Diese Selbstverständlichkeit, mit der DHL davon ausgeht, dass jede und jeder ein Smartphone hat, das ihre Scheiß-App ausführen kann, kotzt mich ganz massiv an.

    • 2019 haben rund 81,7 % der Deutschen ein Smartphone. Finde ich durchaus angemessen, lieber auf 81,7% anstatt auf 18,3% zu setzen!

      • 2019 haben rund 100 % der Deutschen Stift und Papier. Vermutlich ziemlich viele davon sogar beliebig oft redundant, falls mal eins davon nicht geht. Mit Deinen Worten: Lieber auf 100 % anstatt 81,7 % setzen. Hinzu kommt noch Verschlüsselung, Authentifikation, Datenschutz und Missbrauchsschutz. Und Kontenzugriff um die Briefmarken zu bezahlen. Auch wieder mit Verschlüsselung, Authentifikation, Datenschutz und Missbrauchsschutz. Jetzt Dein Handy: Zugriffsschutz, verschlüsselte Dateiablage. Jetzt wechselst Du beliebig Dein Handy, Dein Konto, Deine postalische Adresse oder Deinen E-Mail-Anbieter. Herzlichen Glückwunsch. Dann wirst Du Dich mit Tränen in den Augen erinnern, wie simpel es mal war, einen scheiss trivialen Brief zu erhalten, oder zu versenden.

        #Overdigitalsm

        • Wie wahr 🙂

        • Glaub es oder nicht: ich habe abgesehen von ein paar Post its die ich nicht benutze kein Papier zu Hause. Je jünger die Leute, desto unwahrscheinlicher ist es dass so veraltetes Zeug wie Papier noch im Haushalt rumschwirrt. Lieber auf die digitale Zukunft setzen, als auf überholte Mittel.

          • Oliver Müller says:

            Ich auch nicht. Was in Papierform rein kommt wird gescanned und das Original danach geshreddert. Aber trotzdem möchte ich keine proprietäre App auf meinem Smartphone haben, um einen Brief oder eine Postkarte zu versenden.

            • Außer bei den Sachen die man halt über Jahre im Original vorhalten muss. Seien es nur Rechnungen….zumindest für größere Anschaffungen heben wir die auf. Nach 2 Jahren bze. 3 geht aber alles in dne Schredder und wird als PDF ins „Archiv“ verschoben. Spart massig an Gewicht und Platz, da sich ja nicht jeder eine riesige Butze leisten kann. Vorteil: Man findet auch mal schnell den Beleg XY auch nach Jahren. Falls man etwas gebraucht verkauft oder dergleichen wo ein Nachweis des Eigentums nicht verkehrt ist.

          • Ich habe so um 2009 einen Onlineshop für eine Firma gebaut, die Blöcke, Karten etc. verkauft hat. Als zusätzliches Dankeschön habe ich damals ein paar Testexemplare von sehr, sehr hochwertigen Schreibblöcken geschenkt bekommen. Ganz tolle Teile, mochte ich auch wirklich gern. Habe ich bloß nie benutzt.

            Als ich letztes Jahr ausgemistet habe, habe ich die Blöcke dann nach 10 Jahren immer noch originalverschweisst in meiner Schreibtischschublade vorgefunden, und mir wurde klar, dass mein Verbrauch von DIN A4-Zetteln weniger als „einer pro Jahr“ ist. Wohlgemerkt: Nicht „ein Block“ — sondern „ein Zettel“. Pro Jahr.

            Ich habe dann mein ganzes Bürogeraffel meiner Tochter für die Grundschule geschenkt. Das einzige Papier, das ich noch habe, ist bunte Pappe für die Weihnachtsbastelei.

            Hier ist inzwischen ALLES digital, bis runter zu Notizen und Einkaufszettel. Quetschbaum? Kann weg.

      • Oliver Müller says:

        Was ist denn das für eine Milchmädchenrechnung? Glaubst du ernsthaft, die 81,7% der Deutschen die ein Smartphone haben sind zu dämlich eine Briefmarke zu kaufen und auf einen Brief zu kleben?

      • 18,3 prozent wären keiner partei egal , das ist keine vernachlässigbare minderheit . Das Verwaltungsverfahrensgesetz kennt bei der zustellung eh keine „Minderheit“ und jeder mensch solte die möglichkeit behalten auch ohne elektronische hilfsmittel gf. gegen Barzahlung ein postwerzeichen zu erwerben .

  14. Ich finde ja die idee ansich gar nicht so schlecht, aber warum mit diesen beiden grottenschlechten -mailanbietern. Das einzige was web.de und gmx.de richtig gut können ist Spam zustellen.
    Ernst nehmen ich die beiden Dienste schon lange nicht mehr.
    Die Post sollte sich dafür einen zuverlässigen -mailanbieter für diesen Service suchen.

  15. Blöd ist, daß es nur mit einer deutschen Adresse geht. Es gibt sicherlich viele Deutsche im Ausland. Da wäre es noch wichtiger über einen Versand eines Briefes informiert zu werden, da die Gefahr des Verlustes unterwegs hier größer ist.

  16. Vor ca. 10 Jahren ging es mit der De-Mail los, mit deren Hilfe man sich „sichere“ E-Mailadressen schaffen konnte die für die Kommunikation mit Behörden usw. genutzt werden sollten. Wenn ich mich recht erinnere, gab es damals die Anbieter web.de, gmx.de, die Telekom und die Post mit der epost.de. Ich hatte mich damals für Letztere entschieden aber aus mir nicht mehr bekannten Gründen zählte epost.de dann doch nicht so richtig zu der DE-Mail-Geschichte. Wobei ich bis heute von einigen Unternehmen (Versicherungen, Mobilfunkprovider, Wasserwerk,…) die Dokumente darüber erhalte.
    Mich irritiert jetzt nur, dass die Post diesen Benachrichtungsservice für gmx/web.de anbieten will und dabei ihr eigenes „Kind“, die epost, vergisst?!?!?

  17. Der Hauptvorteil ist also, dass man zukünftig seine Post auch im Urlaub bearbeiten muss. Geil.

    • Man muss überhaupt nichts 😀 Aber erwartet man etwas, was halt nicht per E-Mail eintrudeln sollte, dann muss man nicht jeden Tag fragen ob Brief XY für einen dabei war.

    • Das musst du bereits jetzt schon, wenn du Dinge wie Kündigungen oder Bußgeldbescheide bekommst.

      Du kannst nicht einfach 3 Wochen weg fahren und erst nach Rückkehr alles sichten und darauf reagieren…. wenn da Dinge mit 14 tägiger Frist dabei sind…

  18. Das mit dem Briefmarkencode fände ich klasse. Ich nutze für die Handvoll privater Briefe schon jetzt die Marken zum Selberausdrucken, finde das aber viel besser und einfacher, wenn man einfach in der App den Code kauft und dann schnell auf den Umschlag schreibt. Klasse Idee und hoffentlich kommt das sehr bald.

    An den anderen Services habe ich persönlich aber null Interesse. Der gescannte Umschlag bringt mit nichts, sofern der Umschlag danach verloren geht. Und jemand drittes meine private Post einscannen lassen, will ich auch nicht. Das kann ich im Bedarfsfall selber zu Hause machen, aber die Zeiten, wo das Fräulein vom Amt alles mithören kann, sind ja vorbei-da muss jetzt nicht die DHL 60 Jahre später anfangen, alles mitzulesen. Den Brief nutzt man ja gerade wegen der Vertraulichkeit, die bei Email nicht gegeben ist.

  19. NanoPolymer says:

    Das mit den Briefmarken per App finde ich gut. Wobei ich versuche es gar nicht erst soweit kommen zu lassen das ich einen verschicken muss. Aber wenn möchte ich nicht noch extra zur Post laufen müssen.

    Wieso nur die beiden Mailanbieter gehen ist mir komplett unverständlich.

    Hatte mich mal vor Jahren für die E-Post registriert, aber glaube das gibt es gar nicht mehr. DE-Mail irgendwie auch im sande verlaufen. Generell würde ich mich freuen wenn der Briefkasten digital wird. Dann müsste man diese ganze Werbung nicht mehr umher schicken und man könnte wie beim Newsletter auch direkt sagen was man im Postfach haben will und was nicht wenn es um Werbung geht.

    Auch bei behördlichen Briefen wäre das super das man dann direkt einen Nachweis hat das die Nachricht versendet und gar angekommen ist und gelesen wurde. Gerne in beide Richtungen. Transparenz und so und dann heißt es vielleicht auch nicht mehr „ist hier nicht angekommen“…

  20. Was wird eigentlich aus Philatelisten , so nennt man glaub ich Briefmarkensammler? x-stellige zahlencodes machen sich auf Tauschtagen nicht so gut und machen auch im Album nix her . Oder gibt es die dann von der Post als bogen postfrisch ? Mann verarmt unsere Kultur immer mehr das ist irgendwo beängstigend. Briefmarkensammlungen , gepflegt und vollständig waren einst sogar eine Wertanlage .

    • „Mann verarmt unsere Kultur immer mehr das ist irgendwo beängstigend.“ Offensichtlich auch die Sprache…
      Und ja! Das Abendland wir duntergehen und wir werden alle sterben…

    • Ja, nur sollte man auch mit der Zeit gehen. Ich habe selbst ienige Briefmarken geerbt, teils von um 1900 herum. Säuberlich sortiert. In den 60er bis 80er hat mein Großvater damit sogar aus den Erlösen Schmuck gekauft. Die Briefmarken sind aber massiv im Wert gefallen.
      Aber warum sollte man heutzutage nicht mal „auf die schnelle“ einen Brief verschicken können ohne dieses „Ach Mist nun habe ich keine Briefmarke zur Hand“…also darf man aus dem Online Porto drucken. Ist doch viel bequemer es nicht mehr drucken oder erst gesondert erwerben zu müssen. Die Menschen wollen es bequem haben! Heutzutage muss und soll man so viel parallel machen, da ist jede Erleichterung ein Segen. Zudem nimmt das Briefaufkommen immer mehr ab und somit ist auch der Markt für Briefmarken (Produktion) geschrumpft. Wären wir in Deutschland oder allgemein Europa endlich digital weiter, dann würde es schon jetzt kaum noch notwendig sein Sachen per Post zu versenden. Meist nur Nachteile: Verpacxung (Umschlag), Ausdruck, Versandzeit…Und Ja wer eine schöne Karte oder aufwendigen Umschlag mit Inhalt verschickt kann das weiterhin tun. Himmel, als ginge tatsächlich das Abendland unter 😀

    • Denen ereilt dann das gleiche Schicksal wie den Telefonkartensammlern …

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