Deutsche Glasfaser will mehr Mehrfamilienhäuser erschließen


Die Deutsche Glasfaser startet laut eigenen Aussagen eine Offensive zur Erschließung von Mehrfamilienhäusern. Dafür hat man neue Abkommen mit den beiden Partnern Westkabel GmbH und Varia3 GmbH unterzeichnet. So engagiert sich Deutsche Glasfaser da also für den privatwirtschaftlichen FTTH-Glasfaserausbau („Fiber To The Home“ – Glasfaser bis ins Haus). Ziel ist es, verstärkt Mehrfamilienhäuser ab 5 Wohneinheiten anzubinden.

Das Angebot richtet sich an die Mieter und insbesondere an die Eigentümer, die gemeinsam mit Deutsche Glasfaser ihre Immobilie für den Anschluss an das Glasfasernetz vorbereiten können. Ab dem ersten Kundenvertrag ist für Häuser mit bis zu 12 Wohneinheiten die gesamte Anschlussvorbereitung (inklusive Leerrohrarbeiten im Gebäude) kostenlos für Eigentümer und Mieter.

Das Angebot greift aber nur für Projekte der Deutsche Glasfaser, die sich aktuell in der Nachfragebündelung befinden. Voraussetzung ist zudem eben mindestens ein Kundenvertrag, der von einem Mieter mit Deutsche Glasfaser geschlossen wird. So werden nach Erfolg der Nachfragebündelung und im Zuge des Ausbaus alle übrigen Wohneinheiten (bis maximal 12 Einheiten kostenlos) vorbereitet. Dadurch können weitere Mieter auch später aufspringen.

Muss man mal sehen, was sich da am Ende tut und wie das Angebot beansprucht wird. An meiner Adresse profitiere ich z. B. nicht von Glasfaser und musste auf Kabel ausweichen, um eine schnellere Verbindung zu erhalten.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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10 Kommentare

  1. Dann mal allen Antragsstellern viel Erfolg. Ich warte seit 14 Monaten darauf dass mein Anschluss gelegt.

    • Bei uns war Q1 2020 geplant, von Anfang an rechnete ich mit Q2 2020, nun kommt der Covid-19 Bonus noch drauf… keiner weiß, wann es mal weiter geht. Es fehlt auch leider eine ernst gemeinte Kommunikation seitens Deutsche Glasfaser.
      „In den kommenden Tagen“ sollte ich den Router erhalten, stand in einem Schreiben (Brief aus Totholzmedium) von Mitte Juni 2020. Bis heute ist zwar Glasfaser zum Ort, im Ort und auch bis in meinen Keller verlegt. Vom Router aber fehlt jede Spur.
      Würden die Router zugeschickt und die Glasfaser aufgeschaltet werden, würden wir im Ort (sicher auch der Nachbarort) sofort bezahlen. Bis dahin sind wir eine Investition, die noch nichts einspielt.

  2. Wenn as einmal läuft ist das top. Jetzt will ich ein Objekt das vermietet wird anschließen lassen, geht nicht ohne gleichzeitigen Vertrag. Tja, dann muss der künftige Mieter sich halt selber kümmern oder die Telekom nehmen.

    • Naja, man schießt sich halt auf den Anbieter ein und ist deren Preisänderungen quasi ausgeliefert.
      Denn in Gebieten, die durch die Deutsche Glasfaser erschlossen sind, wird aber leider auch die Telekom keine zusätzlichen Leitungen legen.

      • Meiner Erfahrung nach eben nicht so gewesen, sondern durch die Konkurrenz wurde die Telekom erst aktiv.

        Vorher als Alleinanbieter wurde unser Ort mit 6k DSL hängen gelassen, nach dem Ausbau durch Deutsche Glasfaser hat die Telekom hier auch Glasfaser in den Ort gebracht und immerhin 50k Leitungen angeboten.

        Abgesehen davon muss die Deutsche Glasfaser ihr Netz genau wie die Telekom auch dieses für andere Anbieter offen lassen.

        Wenn die anfangen hier Mondpreise aufzurufen, werden da andere Anbieter aufspringen und es unterbieten.

  3. Unser Ort wurde so ca. 2013-2014 von der Deutsche Glasfaser erschlossen und das war ein richtig langer Prozess und auch eine wilde Bauphase. Arbeiten wurde alle von Niederländischen Firmen durchgeführt (nicht verwunderlich da Mutterkonzern der Deutschen Glasfaser aus NL kommt und hier auch Grenznah ist), aber alle Arbeiter waren Rumänen usw. ohne Deutschkenntnisse die hier auf dem Feld eine schlechte Zeltstadt mit Dixies hatten solange die umliegenden Dörfer in Arbeit waren.

    Waren schon Zustände die besorgniserregend waren, lange vor COVID, heute undenkbar!

    Ich hab 2015 einen Neubau von denen anschließen lassen, alle Arbeiten waren gratis wenn man einen Vertrag gemacht hat, damit natürlich viel besser als Anschlusskosten von der Telekom.

    Internet läuft auch sehr gut, bin damals mit einem 100/100 MBit up/dowm Vertag eingestiegen zu ca 45€ im Monat. Heute ist zum gleichen Preis ein 300/150 MBit Vertrag weil es den alten nicht mehr gibt wurde ich zwangsweise umgestellt.

    Die digitalen TV Angebote von denen habe ich nicht mehr, liefen mit deren IP-TV Box auch echt nicht so gut. Waren 1 Jahr lang gratis, hab ich dann gekündigt. Brauche ich nicht, bekomme genug Programme via Fire TV 😉

    Fazit: Ich würde jedem empfehlen bei der Nachfragebündelung einen Vertrag zu machen. Selbst wenn ihr 24 Monate bisschen mehr bezahlt als für eurer jetziges DSL bekommt ihr ein FTTH Anschluss gelegt den euch keiner mehr wegnimmt und die Konkurrenz tut dem Markt gut.

    • Ich wohne hier im Raum Neuss und nutze seit ca. 2,5 Jahren den frisch gelegten Anschluss der Deutschen Glasfaser.
      Ich kann mich den Erfahrungen nur anschließen: Bauphase war sehr wild mit den erwähnten Herren – ein nie zugebuddeltes Loch habe ich dann irgendwann selbst verschlossen. Der Service ist für sowas praktisch nicht erreichbar. Nun gut, dafür seitdem keine Probleme. Gestartet mit 200 MBit, mittlerweile 400 MBit zum selben Preis.

      Was ich nur schade finde: ich erreiche per VPN meine FritzBox nicht „von außen“, so wie ich es von meinem IPv4-Anschluss früher gewohnt war.

      Gibt es hier eine IPv6/FTTH-taugliche Lösung?
      Danke!

      • therealThomas says:

        Anschlüsse der Deutschen Glasfaser sind DS Lite, da sie nicht über ausreichend v4-IPs verfügt: http://www.glasfaser-huenstetten.de/ff-ds-lite

        Über IPv6 müsste es eigentlich problemlos funktionieren. Falls möglich könntest du den verbindenden Client zwingen IPv6 zu verwenden bzw. mal versuchen, ob es mit der v6-Adresse funktioniert. Wenn ja, dann weißt du, dass es zumindest über v6 geht.
        Ggf. kannst du dir auch eine Lösung suchen, die mit IPv6 funktioniert, falls das Fritzbox-VPN nicht funktioniert. z.B. OpenVPN auf einem RaspberryPi.

        • Ach stimmt, Dual Stack Lite ist der „Übeltäter“.

          Danke für den Tipp per IPv6-„Zwang“, das werde ich heute Abend mal ausprobieren! 🙂

  4. therealThomas says:

    Ich würde mich ja freuen, wenn die Deutsche Glasfaser bei mir mal ausbauen würde. Ich wohne am Stadtrand einer Bayerischen Großstadt und hier tut sich bzgl. Glasfaser leider gar nichts…

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