Deutsche Geheimdienste wollen mitlesen: Einsatz von Trojanern wohl bald legal

Laut aktuellen Berichten sollen deutsche Geheimdienste bald einen sehnlichen Wunsch erfüllt bekommen: Sie dürfen verschlüsselte Kommunikation mit der Hilfe von Trojanern ausspionieren. Darüber hatte es lange Streit gegeben, nun gebe es aber eine Einigung in der Politik. Dadurch wäre es dann auch möglich und legal für die zuständigen Behörden, Informationen abzufangen, die etwa über Messenger wie WhatsApp oder Telegram versendet werden.

Darauf hätten sich die Fraktionsspitzen laut der Welt bereits Ende vergangener Woche geeinigt. Einen Gesetzesentwurf gab es bereits vor mehr als einem halben Jahr. Nun solle er noch diese Woche durch den Bundestag gehen, um zügig verabschiedet zu werden. Ebenfalls enthalten: Der Militärische Abschirmdienst (MAD) dürfe zukünftig Informationen ins Nachrichtendienstliche Informationssystem (NADIS) eintragen. Das solle den Austausch zwischen Ermittlungsbehörden erleichtern.

Die Nachrichtendienste dürfen künftig die Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ) anwenden, um schwere Bedrohungen für den demokratischen Rechtsstaat aufzuklären. Dafür sollen jährlich dann aber nur wenige Fälle infrage kommen. Das Bundeskriminalamt (BKA) darf die Quellen-TKÜ im Übrigen bereits seit mehreren Jahren anwenden. Kritiker rügten, dass es nun dazu komme, dass die Maßnahmen der Nachrichtendienste und der Polizei in Zukunft nicht mehr klar getrennt werden könnten.

Die Sicherheitsbehörden behaupteten, die zusätzlichen Überwachungsmöglichkeiten seien notwendig, da Verdächtige immer stärker verschlüsselte Messenger zur Kommunikation nutzen würden. Mit Trojanern könne man die Kommunikation aber vor oder nach der Verschlüsselung abfangen. Offen ist noch, ob die Dienste ihre erhobenen Daten dann ab der Anordnung auswerten dürfen oder ab dem Zeitpunkt, ab dem sie es technisch können. Bekämpfen möchte man mit den neuen Möglichkeiten etwa Rechtsextremismus, Islamismus und weitere Terrornetzwerke.

Die geplante Verfassungsschutznovelle mit erweiterten Überwachungsmöglichkeiten gilt für den Verfassungsschutz, den Bundesnachrichtendienst (BND) und den Militärischen Abschirmdienst (MAD). Eine G10-Kommission, die mit Menschen mit Richter-Befähigungen besetzt sein soll, soll dann die Eingriffe in das Post- und Fernmeldegeheimnis prüfen und gegebenenfalls genehmigen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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59 Kommentare

  1. Nuja, es sollte also für Leser dieses Blogs kaum ein Problem sein, sich so zu verhalten, dass Trojaner auf dem Smartphone keine Chance haben. Das Thema kann mich daher wenig erregen.

    • Es ist aber irgendwo unsere Pflicht den ahnungslosen Menschen bei der Technik zu helfen. Nicht jeder versteht es. Man sollte sein Wissen immer fürs gute einsetzen

    • Merkwürdige Auffassung.

    • … ich würde zwar auch Hardware die meinen Wirkenskreis verlässt als kompromittiert begreifen, allerdings ist ein wesentliches Problem solcher Regelungen nicht allein die persönliche Angreifbarkeit sondern die schrittweise Normalisierung behördlicher Übergriffigkeit.

      Hat jemand auf einem deiner Geräte erst einmal root, kann er dir bei Bedarf illegale Inhalte auf den Rechner hochladen und dich im Nachgang dafür einsperren.

      Technisch trivial & obwoh in Deutschland vorerst noch unwahrscheinlich, 1000km Kilometer weiter östlich wär das eine ganz normale Sache. Der institutionelle Verfall ist dort halt schon eine Spur fortgeschrittener.

      Die Treiber im Sinne der Überwachung sind unter den größten Feinde unserer westlichen Demokratie.

    • Ich glaube eher,dass du die Funktionsweise des Staatstrojaners nicht kennst.
      Du kriegst absolut gar nix mit,wenn die Behörden diesen auf deinen Geräten platzieren.

    • Ganz so einfach ist das nicht. Schon mal was von „Stiller SMS“ gehört? Damit wird der Trojaner auf dem Smartphone installiert. Das ist eine der Möglichkeiten. Wie im Artikel beschrieben wird das schon seit Jahren vom BKA angewandt.

    • Angenommen, es betrifft dich tatsächlich nicht, weil du in der Lage bist entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Ist das Vorgehen dann trotzdem richtig?

      Das erinnert mich so ein wenig an die Spezis, die aktuell im Lockdown groß rummaulen, dass der Lockdown doch nicht weh tut. Ist doch wie Urlaub. Kommt komischerweise immer von Leuten, die das Privileg Home Office genießen. Nach dem Motto, tangiert mich nicht, also kann es nicht falsch sein.

      Zum Kotzen!

      Und nein, mich betrifft der Lockdown auch nicht. Jedenfalls nicht finanziell.

      • Es betrifft vielleicht nicht Dirk direkt aber wenn er in einer Gruppe ist, und einer aus der Gruppe hat den Trojaner, dann kann die Behörde dennoch alles lesen was Dirk in diese Gruppe schreibt.

  2. „Es dürfe keinen Unterschied machen, ob Terrornetzwerke normale Telefone oder Skype und WhatsApp nutzten.“

    Ach Opa, als ob Terrornetzwerke ’ne WhatsApp-Gruppe hätten… wenn, dann läuft das so und da konnte man komischerweise auch schon vorher handeln: https://www.dw.com/de/polizei-knackt-kriminelles-netzwerk-encrochat/a-54032389

  3. Weltraummann says:

    Hier würde mich mal interessieren wo dann der „Trojaner“ genau zum Einsatz kommt. Bei Android mag das ja noch einfach gehen was unterzujubeln, aber bei iOS?
    Letztenendes ists mir tatsächlich egal, da ich kein Whatsapp/FB Messenger benutze. Und die anderen „haben ja nichts zu verbergen“

    • Mal kurz erklärt.
      Die Behörde erfährt durch deinen Provider auf welche Seiten du so surfst.
      Dann wird diese Seite so manipuliert,dass du es nicht merkst und im Hintergrund wird der Trojaner installiert,ohne dass du auch nur den Hauch einer Chance hast,was davon zu bemerken
      Und dabei ist es egal ob Android oder iOS.

      • Nutzt du denn kein VPN? Tja, was soll ich sagen…

        • Im von Fatih skizzierten Szenario nützt dir dein VPN genau nichts. Dein Browser lädt die manipulierte Seite und fängt sich den Trojaner ein. Ob die Daten vorher durchs offene Internet gelaufen sind, oder durch ein VPN oder per Brieftaube gebracht wurden, macht keinen Unterschied.

      • Ich finde, wenn das so einfach für den Statt ist, dann sollte er es auch tun.

      • soll das also bedeuten Apple und Google haben bewusst eine Backdore für dieses System eingebaut? Wenn es nicht absichtlich und bewusst vom OS unterstützt wird wäre es nämlich beim nächsten Sicherheitspatch gefixed.

        • Wir kommen dem Problem näher. Apple und Google halten keine Backdoors offen. Es gibt aber leider Sicherheitslücken. Behörden versuchen, diese Lücken ebenso zu nutzen wie kriminelle Angreifer. Dafür müssen sie die Sicherheitslücken wie alle anderen auch auf den einschlägigen Märkten kaufen (von unseren Steuergeldern). Haben sie nun Geld dafür ausgegeben, haben sie kein Interesse mehr, dass jemand davon erfährt – wie die Kriminellen. Statt also Lücken an Hersteller zu melden und so die Welt ein wenig sicherer zu machen, versuchen sie die Lücken genauso geheim zu halten, wie die Kriminellen, die die Lücke ebenfalls für ihre Zwecke gekauft haben. Und somit wird das Ganze auch für diejenigen ein Problem, die „nichts zu verbergen haben“.

        • Naja die Cloud-Storage Lösungen der Anbieter sind im Moment bei Apple wie Google das Einfallstor für den Zugriff durch Dritte. Da wird niemand irgendwas patchen.

          Apple hat deshalb z.B. darauf verzichtet, ihre iCloud zu verschlüsseln. Siehe: venturebeat.com/2020/01/21/apples-icloud-backups-are-unencrypted-due-to-law-enforcement-pressure/

          Wenn der Markt groß genug ist, macht Apple sogar deals und gibt Dritten direkt Zugriff auf iCloud Datebn, siehe: bbc.com/news/business-42631386

          … also ja, man kann da viel abschalten und so den unsicheren cloud-Backups entgehen, aber wir müssen uns auch nicht vormachen, dass es da um supergeheime Hintertüren geht, die nur darauf warten, von findigen Entwicklern geschlossen zu werden.

  4. Wozu immer Trojaner? In Griechenland ist die Technologie doch nicht besser als unsere deutschen Polizisten. Liber Sachsen oder Bayern nehmen.

  5. hubertus says:

    die überwachung wird langsam normal, wir nähern ins china in schnellen schritten an. werden wir es verhindern können oder wollen?!

    • Es gab da mal u.a. diese sogenannten „Schwurbler“. Man glaubte Ihnen nicht und wollte Ihnen nicht zuhören.

    • Das kann nur funktionieren, wenn vernünftig informiert wird – und damit meine ich nicht die Politik.
      Solange die ‚Eliten‘ (die Wissenden) die ‚Unwissenden‘ als dumm o.ä. bezeichnen, nur weil diese kein VPN, keinen Pfannenschoner oder keine Schutzbleche verwenden, wird es schwer.

      Solche Informationen rüberzubringen ist selbstverständlich anstrengend.
      Manche Empfänger verstehen es nicht auf Anhieb, manche zweifeln und andere ignorieren.
      Damit sammelt man nicht viele Internet-Punkte in den Kommentarbereichen.

      So ein paar ‚Eliten‘ müssen daher erstmal von ihrem hohen Ross herbsteigen, dann sind die Unwissenden vielleicht auch etwas mehr motiviert.
      Falls nicht, gibt es eine kurze Zeit lang eine Insel der glückseligen Wissenden, bis deren Kontrolle dann passiv über die ‚Unwissenden‘ stattfindet.

      • Da machst du es dir aber sehr einfach. Ich als „elitärer Wissender“ habe schon häufig versucht, Wissen an den „unwissenden Pöbel“ zu vermitteln. Da kommt aber dann immer sowas zurück, wie „Ich hab nix zu verbergen“ „passende Werbung find ich gut“ „Überwacht werden dann doch nur Terroristen“ „die Pfanne kann das ab, hab ich in der Werbung gesehen“ usw…

        Ich frag mich gerade, wer hier eigentlich auf dem hohen Ross sitzt.

        • Inwiefern mache ich es mir einfach?
          Weil ich das beschrieben habe, was Du erlebt hast?

          Hat nicht auch jeder das Recht die Hilfe/Erklärung abzulehnen?
          Das macht es anstrengend, ja.

          Die Leute dann ‚dumm sterben‘ zu lassen, hilft aber nicht dem hehren Ziel etwas verändern/verhindern zu wollen.
          Im Zweifel ist, der von Dir genannte, ‚Pöbel‘ zahlenmäßig überlegen.

  6. Also entweder ist den Behörden nicht klar, was unter einem „Trojaner“ zu verstehen ist, oder es wird für die Bevölkerung einfach anders/falsch kommuniziert.

    Sollte wirklich „ein Trojaner“ gemeint sein, dann muss jemand eine spezielle Version eines Programmes herunterladen und installieren. Das mag nun auf manchen Computern durch Ausnutzung von Sicherheitslücken automatisch passieren können – bei einem SmartPhone wird das schon schwieriger und mit iOS nochmal schwieriger als unter Android.

    Es dürfte jedenfalls kaum taugen, um _gezielt_ eine bestimmte Person oder einen Personenkreis abzuhören (ohne physikalischen Zugriff auf das Gerät zu bekommen um irgendetwas heimlich einzuspielen)

  7. Einfach in Threema die Screenshot-Sperre und die Inkognito-Tastatur nutzen und dann können die einen Mal…

    • Nein, natürlich können die auch Threema oder Signal Nachrichten auslesen. Ich gehe davon aus, dass die auf die entschlüsselte Datenbank zugreifen können, da die Keys zumindest temporär im RAM vorhanden sein müssen.

  8. Kampf gegen Terror, Kinderpornos etc., alles gut. Aber das Schlimmste ist meines Erachtens, dass „Menschen mit Richter-Befähigungen“ über den Einsatz entscheiden. Also KEINE Richter, sondern Privatleute, wie z.B. Richter im Ruhestand. Gesellschaftlich finde ich das übelst. Ob das rechtlich einwandfrei ist, müsste man ebenso sorgfältig betrachten.

    Übel, dass über so etwas Politiker entscheiden, für die Internet „Neuland“ ist.

    • Tarik Houida says:

      Menschen mit Richter-Befähigung sind allesamt Volljuristen.
      Richter dürften das auch gar nicht kontrollieren, da die Judikative nur auf Klage hin aktiv werden kann/darf

  9. Balkonbrüstung says:

    Wahnsinn, soviele Aluhüte hier unterwegs. Immer die gleiche Laier vom bösen Staat, der euch nach eurer Privatsphäre trachtet. Es ist scheißegal, welche Pornos ihr konsumiert oder ob ihr nach dem Scheißen keine Hände wascht. Hier geht es um die Bekämpfung organisierter Kriminalität und schwerer Straftaten.

    Hier Überwachung zu ermöglichen ist überfallig. Typisch, immer rumheulen, wenn der Staat Eingriffskompetenz erhält und seine Freiheit in Gefahr sehen, aber gleichzeitig jammern, es wird nicht konsequent durchgegriffen.

    • > Immer die gleiche Laier vom bösen Staat

      Ja, so etwas wie einen bösen Staat soll es auf deutschem Boden schon das ein oder andere mal gegeben haben. ..hab ich gehört. 😀

      Wer sich heute noch von Platitüden wie „organisierter Kriminalität und schwerer Straftaten“ umsäuseln lässt hat wirklich den Schuss nicht gehört.

      Es ist unsere historische Verantwortung ausufernder Staatlichkeit mit einer wachen demokratischen Zivilgesellschaft zu begegnen.

    • Ja, das Bundesverfassungsgericht jammert auch, weil es andauernd diese Überwachungsmassnahmen kassieren muss. Sei froh, dass andere für deine Grundrechte kämpfen!

    • „Hier geht es um die Bekämpfung organisierter Kriminalität und schwerer Straftaten.“

      Nein, geht es nicht. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass stets die Moralkeule eines Kapitalverbrechens zur Einführung einer Maßnahme vorgeschoben wurde, die Maßnahme dann selbst aber nur in den seltensten Fällen zur Aufklärung dieser Kapitalverbrechen a) verwendet wurde oder b) beigetragen hat.

      Aber an Meinungen wie Deiner merkt man, dass der Staat nur „Denkt doch einer an die Kinder!“ schreien muss und dann mit recht viel durchkommt. 😉

      • Quelle für dieses Propagandamärchen?

        • Ich glaub ja eher Mike ist hier das Propagandamärchen.

          Zweite Überschrift hier als Quelle nach der du gefragt hast: internet-law.de/2014/04/acht-mythen-zur-vorratsdatenspeicherung.html

          direktes Zitat:

          > In diesem Zusammenhang muss man sich auch bewusst machen, dass laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2012 ca. 70 % der Internetdelikte auf Betrugsstraftaten entfielen.

          • Hier noch was lustiges:

            > Die Funkzellenabfrage soll vor allem dazu dienen, sogenannte schwere Straftaten aufzuklären, etwa Tötungsdelikte oder Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs. Laut dem Jahresbericht 2019 ordneten Berliner Richter:innen Abfragen aber auch für Tatverdachte an, die nicht in diese Kategorie fallen, wie zum Beispiel Sachbeschädigung.

            Quelle: netzpolitik.org/2020/berlin-12-funkzellenabfragen-pro-woche/

            Das lässt sich wirklich beliebig fortsetzen..

            • Hahaha, eine Quelle, die selbst vom Verfassungsschutz in Konflikt kam, ist natürlich ein Mega-Beweis, für die Blase in der du lebst.

              • Wenn du magst kannst du ja eine Quelle bringen die dir besser gefällt, die deinen Standpunkt darlegt.

                Ohne Quelle ist das bloß Gelaber.

                • Das wird ja immer lustiger! Die stellst Behauptungen auf, die ich am Ende belegen soll? Die Welt, in der du lebst, ist echt verquirlt. Dass netzpolitik.org verfassungsrechtlich auffällig ist, steht selbst bei Wikipedia.

                  • „steht selbst bei Wikipedia“ ist in der Tat das Totschlagargument hier 😀

                  • Wie wärs wenn du erst mal sagst was an dem Artikel nicht stimmt, statt nur darauf zu verweisen, dass du die Webseite nicht magst. Letzteres ist nämlich voll egal hier 😀

                    und ja, wenn du irgendwo in einer Kommentarspalte ernst genommen werden möchtest musst du schon irgendetwas inhaltliches Beitragen. Nur rumposen wie ein Rapper geht hier nicht, das ist hier nicht TikTok.^^

              • Der Frage nach der Quelle, folgt ihre Verwerfung. Ein Klassiker des politischen Streitgespräches.

  10. Nennen wir diejenigen, die die Bevölkerung anlasslos überwachen wollen, beim Namen:
    Innenminister Seehofer und die Abgeordneten der CDU, CSU und SPD. Übrigens auch die gleichen Abgeordneten, die stets auf die Freiheit des Mandats bestehen, wenn es um Lobbytätigkeiten, Emails an Mauutbetreiber oder interne SMS geht. Da ist der Datenschutz wieder wichtig. Hab ich schon erwähnt? Die immer wieder von diesen Parteien geforderte anlasslose Vorratsdatenspeicherung, die entgegen höchstrichterlicher Urteile immer wieder in Gesetze eingebaut wird (zuletzt im Rahmen der TKG-Novelle), kennt natürlich Ausnahmen. Zum Beispiel Abgeordnete…

    • Guter Beitrag! Dein Verbesserungsvorschlag? Gleich die Bullen abschaffen wie die Grünen wollen? WTF?

      • Ich weiß ja nicht. Viel naheliegender ist doch, dass unser Vorposter jemand anderen wählen möchte, oder? Also wie kommst du denn jetzt auf den Quatsch mit der Polizei? 😀

  11. Wenn der Trojaner genau so gut umgesetzt wird wie die Corona App können wir dem ja gelassen entgegen sehen.

    • Nein. Der Staat hat genauso wenig zu hacken wie jeder andere. Und der Staat ist in dem Fall auch ein normaler Mensch dahinter dem per Gesetz mehr erlaubt wird.
      Menschen sind aber weder absolut zuverlässig noch vertrauenswürdig, nur weil sie ein Amt bekleiden.
      Das Missbrauchspotenzial ist enorm, insbesondere wenn es kein anderer erfährt.
      Da hat man Möglichkeiten von Wirtschaftsspionage (Haupttätigkeit der Dienste) bis zum Beamten der seine Ex stalkt. Gelegentlich wird dann ein Terrornetzwerk öffentlichkeitswirksam „gesprengt“ über das man aus Gründen der Geheimhaltung keine Details nennen darf.
      „wir haben es zerschlagen, das müssen sie uns einfach glauben…“
      Interessant wird es dann wenn eine Partei an die Macht kommt die mehr an Macht interessiert ist als an Demokratie. China lässt grüßen.
      Der größte Teil der Einsätze geht dann gegen Raubmordkopierer die sich illegal einen Film ansehen und dem kleinen Grasdealer an der Ecke.
      Der Staat darf nicht alles dürfen. Zumindest nicht in einer Demokratie.
      Wer sich nach chinesischen Verhältnisse sehnt, kann dahin gern auswandern.

  12. Für alle die über die Funktionsweise genauer bescheid wissen wollen
    ab 11:42

    https://youtu.be/gNiI7K7ChBQ

    • .. angeblich habe die Behörde geradezu magische Fähigkeiten und kann alles installieren, wenn man bloß eine Webseite besuche.

      Wie das vonstatten gehen soll, erklärt er aber nicht.

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