Laut dem Chef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, laufen bereits Pilotprojekte. Ab 2021 bis maximal 2023 soll es dann soweit sein, dass Teile des Netzes vollautomatisch betrieben werden. Bis dahin müsse man allerdings noch einige Hürden bewältigen: „Das autonome Fahren ist in einem komplexen Schienensystem, in dem schnelle und langsame Personenzüge sowie Güterzüge fahren, schwieriger als bei einer U-Bahn – aber es ist möglich. Die ersten Pilotprojekte laufen, ein Testfeld haben wir bei der Erzgebirgsbahn aufgebaut.“ Da könnte man natürlich vermuten, dass die Lokführer von dieser Entwicklung weniger begeistert sein dürften. Grube hält allerdings präventiv dagegen, dass auch die Deutsche Bahn bei der zunehmenden Digitalisierung nicht nur daneben sitzen könne. Man müsse wettbewerbsfähig bleiben. Dafür zähle man auch auf die Unterstützung der Arbeitnehmer.
Noch recht vage, aber kritisch zu sehen, ist, dass sich die Deutsche Bahn auch vermehrt bei Kundendaten bedienen will. Man müsse gewonnene Daten besser nutzen und entsprechende Geschäftsmodelle in seine Strategie integrieren. Laut Grube gründe die Deutsche Bahn daher eine „Digital Venture GmbH“. Ideen, wie man die Kundendaten im Betrieb besser verwenden könnte, gebe es mehrere. Unter anderem könnte die Deutsche Bahn eine Art digitale Mobilitätskarte einführen oder den elektronischen Handel einbeziehen.
Ich selbst bin allerdings auch gespannt, ob man mögliche Sicherheitsbedenken flugs zerstreuen kann. Erinnert mich ja schon fast an das gerade erst vorgestellte „Watch Dogs 2“ in dem der Hacker-Hauptcharakter sich in allerlei Verkehrsmittel einklinkt. Fahrerlose U-Bahnen, etwa in Nürnberg, gibt es aber bereits. Es war zu erwarten, dass Experimente mit anderen Zügen folgen würden.