Deutsche Bahn: Gebühren für Zahler per Kreditkarte / PayPal und Infos zu Gratis-WLAN

Die Deutsche Bahn hat heute eine Pressemitteilung zum Thema Tariferhöhungen herausgegeben. Interessante Infos im Rahmen dieser Pressemitteilung: Äußerungen zu Gebühren, die Kreditkarten- und PayPal-Zahler abdrücken müssen.

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So heißt es, dass man sich aufgrund der stark gestiegenen Transaktionskosten zur Einführung eines Zahlungsmittelentgelts ab 4. November 2014 für innerdeutsche Fernverkehrstickets und BahnCard-Käufe bei Zahlung mit Kreditkarte oder PayPal entschlossen hat.

Das Zahlungsmittelentgelt in Höhe von maximal ein Prozent des Einkaufswerts wird ab einem Betrag von 50 Euro berechnet und ist auf einen Maximalbetrag von 3 Euro beschränkt. Für den Erwerb von Nahverkehrs-, Verbund- und internationalen Fahrkarten sowie für Reservierungen und die Zahlung mit Kreditkarte im Zug wird kein Zahlungsmittelentgelt erhoben.

Eine Informationsseite zum Thema hat die Deutsche Bahn bereits ins Web gestellt. Zurück zu den Preiserhöhungen, in deren Rahmen auch Neues zum Thema Internetzugang in den Zügen genannt wurde. In der 1. Klasse verteuern sich die Normalpreise im Fernverkehr laut der Deutschen Bahn um durchschnittlich 2,9 Prozent.

Dafür ist künftig bei Normal- und Sparpreistickets der Internetzugang im ICE kostenlos sowie eine Sitzplatzreservierung inklusive – wohlgemerkt in der ersten Klasse.

Zitat Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr bei der Deutschen Bahn:

„Mit dem kostenlosen Internetangebot in der 1. Klasse im ICE wollen wir testen, für wie viele Kunden wir einen stabilen und zuverlässigen Internetzugang anbieten können. Wenn wir mit unserem Partner Telekom eine stabile technische Verfügbarkeit für alle Kunden in einem ICE gewährleisten können, streben wir perspektivisch eine Ausdehnung auf die 2. Klasse an.“

Perspektivisch heißt sicherlich übernächstes Jahr.

Sämtliche Preissteigerungen und die Pressemitteilung findet ihr auf der Bahnseite.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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25 Kommentare

  1. Komisch, und ich dachte immer Paypal verbietet Anbietern die Erhebung von Gebühren für den Service.

  2. Eigentlich sind doch seit dem 1.6.2014 Gebühren für verschiedene Zahlungsmittel im Online-Handel nicht mehr zulässig oder?

  3. Danke für die Info! Vielleicht könnt ihr dann später ja mal rauskriegen, wie gut das technisch umgesetzt wird. Auf der Strecke Hannover-Berlin gibt es zB sehr viele Bereiche, in denen nicht mal ein Mobilfunksignal (Telekom) vorhanden ist, würde mich interessieren wie die dann eine halbwegs breitbandige Anbingung hinkriegen.

    Perspektivisch heißt bei der Bahn m. E. auch immer: das wird gepflegt was kosten 😉 Was bei sehr zuverlässiger Verbindung nun auch nicht so schlimm wäre.

    Die KK-Transaktionskostengeschichte ist im übrigen ziemlich frech. Klar nehmen die KK-Dienstleister zT deftige Provision, aber ein riesiger Laden wie die Bahn hat doch ganz andere Verhandlungsmöglichkeiten als ein kleiner Einzelhändler, der manchmal bis zu 5% für das KK-Terminal abdrücken muss. Hier wird schlicht verdeckt an der Preisschraube gedreht, weil man offiziell an den Fernverkehrspreisen 2. Klasse wegen des Drucks der Busse nichts machen kann.

  4. Die sog. Beratungsgebühr für den kauf am Schalter fällt weg. Jedenfalls für Fernverkehrstickets. Find ich gut.
    So, und nun auf diesem Kanal: Bahnbashing. Viel vergnügen

  5. Lächerlich. Ich kann nebenan im Minipreis theoretisch einen Schokoriegel mit Kreditkarte bezahlen, ohne Extragebühren natürlich.

  6. @Christian für dich vielleicht 😉 Aber dafür ist Deutschland das afaik einzige Land in dem der Händler Gebühren an das Kreditkartenunternehmen abdrücken muss!

    Die Deutsche Bahn macht sich jedes Jahr lächerlicher. Als ob der WLAN Zugang im Zug, ganz egal ob erste Klasse oder nicht, jemals funktioniert hätte geschweige denn funktionieren würde!

  7. @martin Also ich kenne haufenweise Händler, die Aufpreise auf die Versandkosten geben, wenn man mit PayPal o.ä. zahlen will. Caseking oder Mindfactory fallen mir da ein.

  8. Die Bahn wird immer teurer, nur leider nicht besser. Als Kunde kann man nach Möglichkeit eigentlich nur noch zu den Angeboten der Fernbusse greifen, die oftmals wirklich gut sind – und WLAN haben 😉

  9. Ich verstehe das „testen, für wie viele Kunden wir einen stabilen und zuverlässigen Internetzugang anbieten können“ nicht. Ein Router hat eine bestimmte Anzahl an Nodes, die er performant versorgen kann. Das sollte sich über den Hersteller herausfinden lassen. Obendrein ist die Hardware doch auch jetzt schon im Einsatz, also sollte es doch Erfahrungswerte geben.

    Genauso mit dem Breitbandzugang Router Netzanbieter, es fahren doch schon ICEs mit dem Zeug durch die Gegend, hier muß doch schon bekannt sein, wo Löcher in der Abdeckung sind und wo nicht.

    Selbst wenn jeder Wagen am Ende einen GSM-Router an Bord hat sind das doch im schlimmsten Fall gerade mal 32 Router pro Zelle (16 pro Zug, 2 Züge, die sich zur gleichen Zeit in der gleichen Zelle befinden). Das sollte sich doch per LTE versorgen lassen. Wobei, wenn es wie @Paradoxus schreibt, Bereiche gibt, wo nichtmal GSM durchkommt, naja…

    Aber selbst wenn, ebendiese Bereiche sollten der Bahn – zumindest auf den jetzt schon versorgten Strecken – ja wohl bekannt sein.

    Auf den anderen Strecken läßt man erstmal ohne Nutzung durch den Endkunden den Router mitfahren und mitprotokollieren, wie die Verbindungsqualität zum Netzbetreiber ist. Rein technisch ist das ne Sache von 1 Tag bis zu 1 Woche, je nach Häufigkeit der Messungen.

    Deswegen frage ich mich: Was muß hier noch getestet werden?

  10. @Dominik Conrads:
    Also ich konnte über das WLAN im Zug letzten Samstag problem Bundesliga streamen. Wann hast du das denn zum letzten Mal benutzt?

  11. @Möbius: Doch, doch. Die Gebühren dürfen dann noch erhoben werden, wenn parallel ein kostenfreies Zahlungsmittel zur Verfügung steht. Siehe z. B. https://www.vektorrausch.de/onlinerecht/widerrufsrecht-aenderungen-onlinehandel-13-juni-2014/

  12. @zoula Danke für den interessanten Link!

    @Deadlock: Ich hatte übersehen, dass die ICE so stark bedämpft sind … vermutlich hat man dann mit externen Antennen doch noch zumindest ein entsprechendes GSM-Signal. (Allerdings gehört das ländliche Brandenburg nicht gerade zu den High-Speed-Ecken der Republik 😉

  13. @alle: https://www.t-mobile.de/netzausbau/0,25250,15400-_,00.html Also wenn die UMTS-Abdeckung auch für die ICE gilt, sieht es für die Strecke Berlin-Hannover zB zwischen Stendal und Gardelegen ganz mies aus. Das ist auch meine Beobachtung als normaler Handy-Nutzer im Wagem mit entsprechendem Repeater (also nicht im Ruhebereich). Generell scheint die T-Com ihr Netz in den ostdeutschen Ländern bevorzugt entlang der Autobahnen auszubauen. ICE-Trassen spielen laut Karte keine Rolle.

  14. Habe eben bei der Bahn nachgefragt: Das Zahlungsmittelentgeld wird auch für Firmen erhoben die bahn.corporate nutzen. Nur hat man da außer Kreditkarte gar keine andere Zahlungsmöglichkeit. Also ist es in meinen Augen ein versteckte Preiserhöhung, man muss darüber buchen, muss das Zahlungsmittelentgeld bezahlen und hat keine Alternative. So geht man bei der Bahn also auch mit den ach so kostbaren Firmenkunden um. Sehr schade. Aber vielleicht kann man ja die völlig wertlosen Bonuspunkte irgendwann gegen das Zahlungsmittelentgeld eintauschen.

  15. In Zeiten in denen man für wenige Euro mit einem Bus quer durch Deutschland fahren kann, inkl. kostenlosem WLAN, sollte sich die Bahn wirklich mal was einfallen lassen. Die regulären Preise sind sowieso schon sehr hoch, da wäre kostenloses WLAN für alle Reisenden eine gute Idee einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen.

  16. @elknipso: Die Bahn verkraftet an manchen Tagen doch schon heute kaum mehr Fahrgäste — das ist ja die Perversion, man jammert über die Konkurrenz der Busse und wäre gar nicht in der Lage, die zusätzlich Fahrgäste einigermaßen pünktlich und ohne Ausfälle von A nach B zu bringen. Als jemand, dessen Arbeitgeber strikt auf 2. Klasse besteht, bin ich froh um jeden Kunden, der den Bus nimmt (so sinkt vielleicht auch die Zahl der Zeitgenossen, die sofort nach dem Schließen der Tür sich dem Verzehr von abscheulich riechenden Nahrungsmitteln als Zeitvertreib widmen …).

  17. Ist das die Wulf auf dem Foto?

  18. Fernbusse sind ja ok, aber was für Schüler und Studenten mit genug Zeit und wenig Geld. Die sind doch viel zu langsam, und das ohne Stau schon. Für mich beruflich keine Alternative.

  19. Das bestätigt mich darin, dass es richtig war nach etlichen Jahren meine Bahncard zu kündigen. Denn nicht nur die Zustände im Bahnumfeld waren es alleine, insbesondere die Zustände im Zug sind selbst für 1.-Klasse-Fahrer einfach nicht mehr haltbar.

    Bye bye Bahn

  20. @Axel
    Nicht nur Schüler und Studenten können oder wollen sich nicht immer die Bahn leisten. Bei den Preisen ist ja schon manchmal ein Flug billiger und schneller. Und ich fürchte bei Querverbindungen sind Fernbusse sogar eine sinnvolle Ergänzung, mal abgesehen von Nachtfahrten ohne Umsteigen. Das Internet wird auch kaum schlechter sein als im Zug, lediglich der Platz/Bewegungskomfort könnte im Zug besser sein.

  21. Zahlungsmittelentgelt: Das ist eine Frechheit seitens der Bahn. Ich kann mich entsinnen, dass ich vor zwei-drei Jahren erstmalig online eine Fahrkarte kaufen wollte. Ich hatte alle Daten, inkl. EC-Karte, eingegeben. Beim Versuch, die Fahrkarte auszudrucken, meldete der Server, ich hätte noch keine Zahlungsangaben gemacht. Akzeptiert hat die Bahn damals NUR die Kreditkarte, obwohl sie anfangs die EC-Karten/Bankangaben abverlangten. Noch nicht einmal eine Vorauszahlung per Überweisung war möglich! Und jetzt wollen sie ein Entgelt für Kreditkartenzahlung. EINE FRECHHEIT! Man suggeriert niedrige Preise und kassiert via Gebühren (so auch bei Barkauf am Schalter) zusätzlich ab.

  22. Noch einmal Zahlungsmittelentgelt:
    Vor einigen Wochen hat die DB eine große Kampagne gestartet, damit man sich endlich eine Zahlungsfunktion MasterCard zur BahnCard bucht. Lebenslang kostenlos, mehr BonusPunkte und und…
    Jetzt darf ich diese Leistungen auf einem Umweg bezahlen? Das ist wieder einmal und in hohem Maße unseriös.
    Die DB begründet dies mit den Kosten der KK-Funktion, sie kassiert aber dafür Provisionen, dann darf ich diese Provisionen noch einmal als Entgelt an die DB zahlen. Unlauter.
    Ich empfehle eine Gebühr für das Ausdrucken der Fahrkarten und später für das Benutzen der Fahrkarten, hatte Ryan nicht schon ein Entgelt für das Benutzen des WC angedacht.
    Für manche Fahrten brauche ich leider die Bahn, Gründe für das Umsteigen auf den Bus werden mir immer mehr gegeben.

  23. @martin paypal verbietet Händlern die Erhebung von Gebühren die nur wegen paypal erhoben werden. Wenn der Händler aber so argumentiert, dass der Verwaltungsaufwand Bei Zahlung mit paypal höher ist, ist alles rechtens.

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