Deutsche Bahn: Der neue ICE bietet guten Empfang durchs Fenster

Ab 2022 verstärken 30 neue Hochgeschwindigkeitszüge die DB-Fernverkehrsflotte. Den Auftrag im Volumen von einer Milliarde Euro vergibt die Deutsche Bahn an die Siemens Mobility. Besonders an den neuen Bahnen, die zuerst auf Linien zwischen Nordrhein-Westfalen und München zum Einsatz kommen, die über die Schnellfahrstrecke Köln/Rhein-Main führen: den stabilen Mobilfunkempfang wolle man durch frequenzdurchlässige Scheiben sicherstellen.

15.07.2020 Berlin/Mitte, Design Offices Berlin Humboldthafen
Pressekonferenz Der neue ICE / Deutsche Bahn AG
Foto: Pablo Castagnola

Der neue ICE ist der erste Hochgeschwindigkeitszug der DB, der mit mobilfunkdurchlässigen Fenstern ausgerüstet wird. Die Fensterscheiben eines ICE sind mit einer dünnen Metallschicht versehen, die Sonnenstrahlung fernhält. Auch Mobilfunkwellen gelangen nur schwer durch die Metallschicht ins Zuginnere. In diese wärmeisolierende Metallschicht der Fenster wird nun ein feines Raster gelasert, damit die Mobilfunkwellen ins Wageninnere gelangen. Technisch basiert der Zug ansonsten auf der Plattform des ICE 3. Er hat 440 Sitzplätze und erreicht 320 km/h Höchstgeschwindigkeit. Bis 2026 werden 421 ICE-Züge mit rund 220.000 Sitzplätzen im deutschen Netz unterwegs sein. Und für den neuen ICE gibt es neben den bestellten 30 Zügen die Option auf weitere 60 Fahrzeuge.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Richard Rosner says:

    Basiert auf ICE 3? Warum nicht direkt auf ICE 4? Oder merkt man da, dass der doch nicht so gut ist?
    Ich meine der ICE 3 hatte ja nicht einmal Ethernet Verkabelung und meines letzten Standes nach wurden da die Platzreservierungen noch per Diskette eingelesen. Also kein Wunder dass die Anzeige nie funktioniert

    • hab ich mich auch gefragt. optisch ist der ICE 3 aber immer noch ne Augenweide und der 4er ein Rückschritt.

    • Der ICE 4 ist ja nicht auf Geschwindigkeit getrimmt worden wie der ICE 3. Der ICE 4 sollte ja sparsamer unterwegs sein. D.h. der ICE 3.1 wird wohl eher als Sprinter fungieren und weniger Halte haben. Bspw. Wolfsburg auslassen

    • Ja, im Prinzip ist es ein ICE3 mit Detailverbesserungen. Genau genommen ein ICE3 der Baureihe 407, der zwar ebenfalls als ICE3 bezeichnet wird, aber mit dem ursprünglichen ICE3 der Baureihen 403 und 406 nicht sehr viel gemein hat.
      Die Zielsetzung beim ICE4 war jedoch eine ganz andere als beim ICE3, was sich unter anderem auch in einer reduzierten Höchstgeschwindigkeit von derzeit 250km/h niederschlägt (soll aber auf 280km/h erhöht werden). Demgegenüber sind die ICE3 für 330km/h bzw. 320km/h zugelassen (320 wird nur in Frankreich gefahren, in Deutschland ist bei 300 Schluss).
      Da es sich nun gezeigt hat, dass der ICE4 die Fahrzeiten auf der topografisch anspruchsvollen Schnellfahrstrecke zwischen Frankfurt und Köln nicht halten kann (dafür war er wohl auch nicht unbedingt ausgelegt) und die Bahn durch die VDE8 zusätzlichen Bedarf an 300km/h Zügen hat, hat man sich eben entschieden zusätzliche Züge zu kaufen. Und da Siemens den ICE3 eben noch recht kurzfristig liefern kann und man die bestehende Baureihe 407 damit ergänzen kann macht die Bestellung durchaus Sinn.

    • „Nicht so gut“ hängt halt von deinen Prioritäten ab. Der ICE4 sollte energiesparend sein und die Brücke zwischen ICE und IC schließen (darum ja ursprünglich ICx). Das Problem ist jetzt, dass er keine Reserven hat, Verspätungen auszugleichen und mit den Plänen eines Taktfahrplans für viele Strecken einfach zu langsam ist.

  2. Da würde ich mir wünschen, die älteren Modelle entsprechend umzurüsten bis diese entgültig retired werden.

  3. Masterli77 says:

    Jetzt muss er nur ganzjährig rollen können

  4. ICE 4 hat leider auch Klimaprobleme. Vor kurzem mit einem gefahren und das Abteil musste dann geräumt werden….

    • Siemens kann nicht Klima.

      • In den Standardzügen von Siemens funktioniert sie meistens, aber diese Sonderanfertigungen für die DB machen nur Probleme.
        PS: In der ersten ICE 3 Gneration kamen die Probleme davon, dass sich Siemens Bauteile im Wert von wenigen Cent gespart hatte. Pro Zug also wenige Euro macht auf alle Züge unter 500€

  5. Habe mich auch über die 320 km/h gewundert. Aber das ist tatsächlich der bessere ICE3 🙂

    Der ICE4 ist halt doch ein gewissen Zeichen von Demut, dass der Netzausbau wie früher mal für den ICE gedacht nicht voranschreitet. Ehrlich gesagt ist mir Mobilfunk im Zug egal, genau so im Flugzeug. Ich möchte nicht, dass die Leute da permanent lauthals ins Telefon rufen. Zumal die WLAN Versorgung ja im Zug ist. Trotzdem ist es gar nicht so schlecht, weil dass die Sendeleistung der Smartphones schlichtweg senkt 😉

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