Darktable 2.4: Open-Source-Alternative zu Adobe Lightroom jetzt für Windows

Darktable steht mittlerweile in der Version 2.4 erstmals für Microsoft Windows zur Verfügung. Lange Zeit mussten Interessierte leider auf einen Windows-Port verzichten. So gab es das Programm bisher nur für diverse Linux-Distributionen, FreeBSD und Apple macOS. Was ist Darktable? Im Wesentlichen handelt es sich hier um eine Open-Source-Alternative zu Adobe Lightroom.  Ihr könnt mit Darktable also Fotos in Form von RAW-Dateien entwickeln und weiterverarbeiten. Zudem ist die Anwendung auch über Module erweiterbar. Darktable arbeitet „non-destructive“, was bedeutet, dass die Originaldatei unversehrt bleibt. Erst beim Export greifen eure Veränderungen.

Da es sich bei Darktable um ein Open-Source-Programm handelt, fallen für euch natürlich keinerlei Kosten an. So findet ihr dann auch den gesamten Quellcode bei Github. Der Windows-Port sei laut dem Team hinter Darktable vor allem dem zusätzlichen, freiwilligen Entwickler Peter Budai zu verdanken.

Es fehlen allerdings auch nach wie vor einige Features – etwa die Unterstützung für Drucker. Zudem sind noch einige Bugs vorhanden. So unterstützt der Import von TIFF-Dateien etwa keine Nicht-ASCII-Zeichen für Dateinamen.

Trotzdem setzt man hier ein tolles Zeichen, denn jahrelang wurde ein Port von Darktable für Windows immer wieder abgeschmettert, weil nicht ausreichend Ressourcen vorhanden seien. Weitere Informationen sowie die Downloads der unterschiedlichen Versionen findet ihr auch hier. Viel Spaß beim Antesten!

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

10 Kommentare

  1. Vielen Dank, Peter! <3

  2. Ist das auch brauchbar schnell als Fotoverwaltung, wenn man eine große Anzahl von Bildern nicht lokal, sondern auf einem NAS liegen hat? Oder was wäre da zu empfehlen?

  3. @Henk Möglicherweise kannst Digikam verwenden, auch ein Windows-Port. Darktable ist nicht wirklich eine Fotoverwaltung.

  4. Schau ich mir trotzdem mal an. Ich hab bisher leider keinen adequaten Ersatz für Picasa gefunden 🙁

  5. „Da es sich bei Darktable um ein Open-Source-Programm handelt, fallen für euch natürlich keinerlei Kosten an.“

    Naja. Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun. Wenn auch oft der Fall, gibt es natürlich auch Open Source Software, welche lizenziert werden muss bzw. je nach Einsatz kostet.

  6. Nutze ich unter Linux schon sehr lange. Eine wahre OS Perle.

  7. Ich nutze derzeit noch Adobe Lightroom 6, aber da ich keinesfalls das Software-Mietmodell nutzen werde, unter dem LR7 nur noch angeboten wird, ist es wohl an der Zeit, sich nach gangbaren Alternativen umzusehen. Da kommt Darktable als Windows-Version gerade recht.

  8. Software für Bildbearbeitung gibt es ja wie Sand am Meer, mit RAW schon etwas weniger. Aber einen vollwertigen Ersatz für Lightroom mit der Kombination aus perfekter non-destruktiver Bildverwaltung (Katalog) und EBV, den gibt es leider nicht. Zumindest habe ich noch nichts adäquates gefunden. Entweder man löhnt Jahr für Jahr oder man gibt sich mit weniger zufrieden.

    Ich nutze derzeit noch den kostenfreien LR-Katalog in Kombination mit DXO Opticspro11 (kostenlos bei einer Aktion bekommen). Das ist leider umständlich und man muss schon wissen was man macht.

  9. @Mario
    Oder wie bei Synergy, da kosten die Binaries..Selbstbuilden ist möglich, aber braucht ein sehr spezielles Setup.

  10. @Reiner Für mich (Foto-Amateur!) ist der beste Kompromiss aus EBV und non destruktiver BB bisher ACD see Pro

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