
Ihr habt das Tauziehen um Huawei als 5G-Netzausttatter in Deutschland dieses Jahr mitbekommen. Die USA warnen, nein sie drohen ihren Verbündeten gar, sollte man sich auf Huawei für die 5G-Netze einlassen. Das sorgte auch in Deutschland für Diskussionen, die allerdings recht früh von der Bundesnetzagentur beendet wurden, denn man sieht da kein Problem, wenn Huawei bei 5G mitmischt.
Das Handelsblatt berichtet jetzt, dass aus einem aktuellen Entwurf zu den Sicherheitsanforderungen für die Telekommunikationsnetze der Bundesnetzagentur hervorgeht, dass Huawei am gesamten deutschen 5G-Netz beteiligt sein darf.
Eine entsprechende Klausel, die Huawei den Zugang verwehrt hatte, wurde wohl auf Drängen des Kanzleramtes entfernt. Das wiederum sorgt für Kritik verschiedener Politiker, von schweren Fehlern wird gesprochen. Immerhin hatten die USA vor Huawei gewarnt, andere Länder folgten dieser Warnung, die quasi beleglos jeder hätte aussprechen können.
Interessant ist in diesem Zusammenhang aber auch noch etwas anderes. Denn Huawei ist zum Beispiel bereit, seinen Quellcode zur Verfügung zu stellen, um diesen eben auf sicherheitsrelevante Merkmale überprüfen und zertifizieren zu lassen. Ericsson, als Konkurrent zu Huawei, den hierzulande mancher lieber als Netzausstatter sehen würde, ist dazu nicht bereit, begründet dies mit Updates, die so verzögert würden, weil sie erst zertifiziert werden müssten. Nokia als Dritter im Bunde erklärt nicht, ob man dazu bereit wäre. Ziemlich offen, die bösen Chinesen.
Auf die leichte Schulter sollte man die Sicherheit des 5G-Netzes indes nicht nehmen. 5G wird auch in der Industrie und Infrastruktur eine entscheidende Rolle spielen, Sicherheit hat hier höchste Priorität. In den nächsten Tagen soll der Beschluss dann veröffentlicht werden.