„Cyberpunk 2077“: Hacker verscherbeln bereits den Quellcode

CD Projekt RED kommt aktuell nicht so recht aus den negativen Schlagzeilen: Der Launch von „Cyberpunk 2077“ entwickelte sich bekanntermaßen rasch zu einem Desaster, das sogar Klagen nach sich gezogen hat. Zuletzt gab es dann auch noch einen Hackerangriff, der die internen Systeme lahmlegte und allerlei wertvolle Daten in die Hände Dritter brachte. Darunter sollen auch die Quellcodes zu „The Witcher 3: Wild Hunt“, „Gwent“ und eben „Cyberpunk 2077“ sein. Die Angreifer sind bereits dabei die Daten in einem Hackerforum zum Verkauf anzubieten.

1 Mio. US-Dollar will man als Startgebot für den Code von „Cyberpunk 2077“ sowie der anderen Titel und die internen Dokumente  mindestens haben. Wer als Sofortzahlung 7 Mio. US-Dollar auf den Tisch legen würde, könnte neben dem Quellcode aller Spiele das ganze Paket der gestohlenen Daten im Bundle mitnehmen. Die Hacker stammen übrigens aus Osteuropa, wie aus ihren Posts hervorgeht.

Auch bei anderen Portalen wie 4Chan oder Mega tauchten bereits Auszüge der gestohlenen Daten auf, wurden dort aber rasch wieder von den Moderatoren entfernt. CD Projekt RED hatte erklärt, dass man mit den Kriminellen nicht verhandeln werde – entsprechend schnell bemühen sich die Angreifer also offenbar um anderweitige Abnehmer. So enttäuscht ich zum Teil von „Cyberpunk 2077“ gewesen bin, da fühle ich mit den Polen und hoffe, dass man der Sache eventuell mit Unterstützung der Behörden auf den Grund gehen kann.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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14 Kommentare

  1. CDPR hat es gerade nicht leicht. Gut, dass sie nicht zahlen. Das sind keine Hacker, das sind Diebe und Erpresser. Nicht mehr.

  2. Im Normalfall hätte ich wenig Mitleid, wenn das einem großen Spielestudio passiert. Letztendlich werden die ja sicher auch eine Versicherung gegen solche Vorfälle haben.

    Aber bei einem im Vergleich doch noch halbwegs „kleinen“ Studio finde ich es schon traurig, wenn sowas passiert. Und dann auch noch in so einer Serie von Pannen. Die sind bestimmt gerade nur am Feuerlöschen, und das an allen Enden.

  3. Ich finde es einfach beschämend, was rund um CDPR abgeht.
    Klar, viele sind enttäuscht und man hat nicht das geliefert, was man versprochen hat. Aber die Kommentare in SM sind unfassbar. Leute, die sich freuen, wenn es dem Unternehmen schlecht geht, die ihnen noch viel schlimmere Dinge wünschen.
    Oder alleine Kommentare auf Deal-Seiten, wo „das Spiel höchstens 10€ wert ist“.
    Da stecken trotzdem Jahre an Entwicklung drin. Viele Personen, die daran mitgearbeitet und alles gegeben haben. Und das ist den Menschen nicht mal mehr als 10€ wert. Ekelhaft. Aber nen 2h Kinofilm für 15€ reinziehen, das geht. Man, man, man.

    • André Westphal says:

      Ja, am Ende ist „Cyberpunk 2077“, lässt man mal die ganzen Bugs außen vor, ein gutes Spiel – nicht mehr und auch nicht weniger. Es ist kein Klassiker wie „The Witcher 3: Wild Hunt“ und macht nichts außergewöhnlich besser oder schlechter als viele andere RPGs oder Actionspiele.

      Die zentralen Probleme sind, dass CD Projekt RED das Spiel vollkommen overhyped hat, mit den ganzen Features die man nannte, aber dann doch streichen musste und, dass es so verbuggt auf den Markt kam.

      • CD Projekt RED hat das Spiel nicht overhyped. Es sind die Gamer und Medien die einen riesen Hype darum gemacht haben.

        Langfristig wird das Spiel aber gut Kasse machen besonders dank der Community und den Mods. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Spiel noch in 5 Jahren gezockt wird ähnlich wie es bei Skyrim der fall ist.

        • Du hast mich gerade daran erinnert, dass Skyrim bald 10 Jahre alt ist. Fuck fühle ich mich jetzt alt 😀

        • Hast du die regelmässigen Teaser/Trailer vergessen? Oder das Zielgruppen-Marketing-Buy-in mit Keanu Reeves und dieser komischen Frau mit den blauen Haaren?

        • André Westphal says:

          CD Projekt RED hat sehr, sehr aggressives Marketing betrieben und viele Features versprochen, die im fertigen Spiel nicht enthalten sind. Also ganz klar: Ja, sie haben das Spiel selbst zu hoch gepusht. Um nur ein paar Beispiele zu nennen – da gibt es auch umfangreichere Listen:

          Versprochen wurden z. B.:

          – Kauf von Häusern und Apartments
          – Tagesabläufe für NPCs
          – Anpassbare Fahrzeuge
          – Vorgeschichte mit Einfluss auf den Story-Verlauf
          – Kaum versperrte Gebäude, fast jedes Haus betretbar

          Und, und, und…Das sind alles Aussagen der Entwickler selbst. Nichts davon ist im Spiel. Den Schuh müssen sie sich schon anziehen.

      • Da sieht man mal wie die Meinungen auseinander gehen. Für mich als Sci-Fi Fan ist es das beste Spiel seit Jahren. Wann gab es was in dieser Richtung? Noch nie. The Witcher hat mich noch nie interessiert, das Thema gefällt mir einfach nicht. Ich denke aber nach dieser negativen Presse dürfe so schnell nichts mehr kommen was Cyperpunk ähnelt. An dem Hype war nur die Presse dran schuld, genauso wie an der Negativen Berichterstattung. Was teilweise etablierte Seiten geschrieben haben, war echt unglaublich.

    • Ärger ist da doch auch normal und gesund. Wenn mir jemand ein Auto verkaufen würde, das nicht fährt, würde ich ihm auch die Pleite wünschen. Wenn ein Unternehmen mir ein unspielbaren Konsolentitel zum Vollpreis verkauft, würde ich mir ähnliches erhoffen. Das ist nun mal Betrug und da ist kein Platz für Mitleid.

  4. „Heute erst gestohlen, morgen schon in Polen.“
    Das geht scheinbar auch andersrum …

  5. Ich kann den Hype um den Witcher nicht nachvollziehen. Bei Cyberpunk fühle ich mich hingegen zu Hause.
    Ja Bugs gibt es auch, aber welches Spiel hat keine? Ich denke dass wird noch.

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