Cryptomator ab sofort in Version 1.4.0 verfügbar

 

 

Die Open-Source-Verschlüsselungs-Software Cryptomator ist in der neuen Version 1.4.0 erschienen. Im Wesentlichen könnt ihr mit dem Tool eure Daten zusätzlich verschlüsseln und sie so in der Cloud besser schützen. Hier im Blog ist Cryptomator ja bereits einige Male Thema gewesen. Unter anderem arbeitet das hinter Cryptomator stehende Unternehmen Skymatic mittlerweile auch mit Anbietern wie Web.de und GMX zusammen.

Version 1.4.0 (hier beziehbar) bindet nun FUSE (macOS, Linux) bzw. Dokany (Windows) zur Integration virtueller Laufwerke ein. Laut Skymatic soll sich dadurch auch die Leistung der verschlüsselten Laufwerke deutlich erhöhen. Sollten Nutzer dennoch keine Lust haben die Kernelmodule zu installieren, können sie weiterhin auf allen Systemen WebDAV als Alternative verwenden.

Ein Jahr hatte man am neuesten Update für Cryptomator gebastelt. In mehreren Betaversionen testete man die neuen Features. Auch die neueste Version für PCs bleibt dabei zu den Apps für Apple iOS und Android voll kompatibel. Außerdem informiert Skymatic, dass wie die Software und ihre (Krypto-)Bibliotheken selbst auch die neuen FUSE- und Dokany-Bibliotheken unter AGPL sowie einer kommerziellen Lizenz für Whitelabels zur Verfügung (Dual Licensing) stehen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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19 Kommentare

  1. Super. Ich habe zwei Probleme (*) mit Cryptomator 1.3 unter Windows, bei denen ich WebDAV als Ursache vermute. Mal schauen, ob Dokany die Probleme löst.

    (*)
    1. Cryptomator beendet sich nach einigen Stunden oder Tagen ohne Fehlermeldung. Dann muss ich erst manuell die immer noch vorhandene (aber nicht lesbare) WebDAV-Verbindung trennen, bevor ich Cryptomator neu starten kann.
    2. wenn ich IMAPSize aus einem Cryptomator-Ordner heraus starte, verweigert IMAPSize die Arbeit mit seltsamen Fehlermeldungen.

  2. Ich hab Cryptomator 1.4 umfangreichen Tests unterzogen in den Beta Versionen mit FUSE unter dem Mac. Insgesamt war ich sehr enttäuscht da ich mehrmals Datenverluste hatte bei Lasttests. So etwas habe ich mit EncFS niemals erlebt. EncFS ist wesentlich stabiler und gibt es für Mac, Windows, Linux und auch Android mit Mixplorer (einfach Verzeichnis in xyz.enc umbennen). Außerdem kann man Rückwärts verschlüsseln mit EncFS (von unverschlüsselten Verzeichnis zum virtuellen Verschlüsselten) was für Datensicherungen z.B. auf Cloudspeicher wichtig ist.

    • Und wie sieht es mit der Usability aus?

      • Oberflächlich ist Cryptomator besser (obwohl unter Windows Encfs4win da genauso ist), besonders die App. Aber wie gesagt sind Datenverluste ein No Go. Sowas würde ich produktiv (hab das für mein Gewerbe evaluiert) nie benutzen…. weil in der Regel gilt doch auch was man verschlüsseln will man bestimmt auch nicht verlieren durch Software Bugs 😉

    • Die Probleme mit Fehlern beim Speichern hatte ich in der Beta auch noch. Man muss fairerweise sagen, dass die Entwickler gewarnt haben, für die Beta nur Testdaten zu verwenden.

    • Naja, dafür ist eine BETA ja da, für Tests. Eine Aussage, ob es in der Release-Version aber zu Datenverlust kommt, lässt dieser Test nicht zu.

  3. Wenn man den web.de online-Speicher nutzt, hat es da Vorteile auch den Tresor von web.de zu nutzen, der ja auf cryptomator basiert? Oder sollte man trotzdem das Original nehmen?
    Oder was gibt es sonst noch für Alternativen zum dateibasierten verschlüsseln auf gdrive, OneDrive etc.?(Win/Android)

  4. Kam mit Cryptomator überhaupt nicht zurecht, bin dann zu Boxcryptor gewechselt.

    • Ich habe den umgekehrten Weg genommen, da ich keine Abo Modelle unterstützte und lieber gerne einmalig bezahle / Spende.
      Bin sehr zufrieden mit Cryptomator. Die mobile App könnte noch etwas komfortabler sein, aber angesichts der Sicherheit will ich nicht meckern.

  5. Bezüglich einer Entscheidung pro oder contra sollte man vielleicht auch diese Lektüre berücksichtigen:
    https://curius.de/blog/13-betriebssysteme/open-source/352-kommentar-open-source-realitaeten-fallbeispiel-encfs

    • Ob Cryptomator oder Dokany sicherer ist wird sich noch herausstellen. Das weiss man immer erst nachher.

    • Gerade die letzten Jahre haben einige Male gezeigt, das Open Source kein Garant für Sicherheit ist. Zwar kann jeder dabei helfen, Sicherheitslücken zu finden und zu schließen, tatsächlich aber können dass nur die wenigsten. Und von denen, die es können, beteiligt sich wiederum auch nur ein kleiner Teil. Produkte bekannter Unternehmen sind ja nicht nur deshalb unsicher, weil der Quellcode nicht einsehbar ist. Im Gegenteil, die Möglichkeit, dass jeder mitmachen kann bei Open Source, birgt auch entsprechende Gefahren. Und etablierte Unternehmen können es sich schlicht nicht erlauben, vorsätzlich irgendwelche Hintertüren einzubauen. Die werden schon aus Imagegründen darauf achten, dass so etwas nicht geschieht, gerade jetzt, wo die Verbraucher deutlich sensibler auf sowas reagieren (würden) als noch vor einigen Jahren.
      Ich selbst nutze auch nach wie vor Open Source, aber neben der vermeintlich höheren Sicherheit spielen bei mir und wohl auch den meisten anderen Nutzern die geringeren Kosten eine große Rolle.

      • Tut mir leid, aber diese Ansicht ist naiv. Zum einen arbeiten bei Unternehmen genug Vollhonks (kann da aus Erfahrung sprechen), zum anderen treten Regierungen gerne an große Unternehmen heran, mit dem Ziel, Schwachstellen einzubauen, gefundene nicht zu fixen oder gar Hintertüren einzubauen. Das können Regierungen bei Open Source natürlich auch machen, das steht dann nur leider im Changelog und fliegt sofort auf. Ein Beispiel ist beispielsweise: https://www.heise.de/security/meldung/Daten-von-einigen-selbstverschluesselnden-SSDs-ohne-Passwort-einsehbar-4212191.html
        Kurzfassung: Der Schlüssel zur Verschlüsselung der Daten auf der SSD wird nicht vom Geheimnis des Nutzers (Passwort, Fingerabdruck, …) abgeleitet, sonder durch irgend was anderes festes, was man wissen kann. Die Firmware überprüft vor der Entschlüsselung nur, ob das Geheimnis des Nutzers stimmt, entschlüsselt dann aber mit festem Schlüssel. Ein Austausch der Firmware reicht um die Verschlüsselten Daten zu lesen (man lässt einfach die lästige Geheimnis-Abfrage weg). Solche Beispiele gibt es zu Hauf, egal ob MS, Tesla, vollkommen egal. Alles etablierte Unternehmen die es sich geleistet haben, Hintertüren einzubauen, hier nicht von Vorsatz auszugehen ist immerhin mutig.

  6. Kein Datenverlust bisher, gute Usability, leider noch ein paar Probleme in 1.4.0:
    – Dokany extrem langsam bzw. produziert „Keine Rückmeldung“
    – Windows Timeline lässt sich nicht nutzen für Office-Dokumente im Tresor

  7. Ich habe mich bewusst für Boxcryptor entschieden: Bei Verzicht auf die Dateinamenverschlüsselung ist es ohne Probleme möglich, Dateien oder Ordner aus dem Dropbox Versionsverlauf oder HiDrive Backupcontrol wiederherzustellen.
    Bei Cryptomator keine Chance.

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