CrossOver soll Windows-Anwendungen in Chrome OS zum Laufen bringen

chrome artikel logoCodeWeavers vertreibt mit CrossOver ein kommerzielles Produkt als Ableger der offenen Wine-Laufzeitumgebung. Letztes Jahr hatte das Unternehmen noch eine Variante für Android vorgestellt. Im Wesentlichen macht CrossOver genau das, was der Name andeutet: Anwendungen, die eigentlich für bestimmte Betriebssysteme entwickelt wurden, werden auch auf anderen Plattformen lauffähig. Beispielsweise ist es mit CrossOver möglich, Windows-Anwendungen unter Android aber auch an Apple Macs oder Linux-PCs zu verwenden. Jetzt treibt CrossWeavers die Geschichte etwas weiter und will auch an Chromebooks Windows-Apps lauffähig machen.

Die Planung schreitet voran, seitdem Google dafür gesorgt hat, dass Apps für Android auch unter Chrome OS laufen. Dadurch hat CrossWeavers es geschafft, seine Android-Version von CrossOver an Chromebooks zu betreiben – und damit auch Windows-Apps zu starten. Das ganze ist natürlich recht umständlich: Letzten Endes läuft sozusagen unter dem Chrome OS Android mit einer Android-App und jene bringt wiederum eine Windows-Anwendung ins Spiel.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=-JbHwexRKzE

Wie das Demonstrationsvideo zeigt, funktioniert das Procedere aber bereits. Laut CodeWeavers unterstützt CrossOver auf diese Weise bereits DirectX 9, Tastaturen und Mäuse sowie die normale Audiowiedergabe. Man darf gespannt sein, wie sich das Projekt noch weiter entwickelt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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15 Kommentare

  1. Interessant. Aber sind Chromebooks nicht etwas zu unterdimensioniert für Windows-Software? Und welche Windows-Anwendungen werden nicht bereits durch Apps abgedeckt?

  2. Photoshop, Office etc sind die Apps ja immer eher Lightversionen… von daher fallen mir da schon Anwendungszwecke ein

  3. Im Grunde finde ich das ganz interessant, auf der anderen Seite aber unterstützt das die Nutzer auch wieder darin, ihre Entscheidung für dieses oder jenes System nicht konsequent durchzuziehen. Ich selbst finde das Konzept der Chromebooks ausgesprochen gut, aber das passt nun mal auch nicht für jeden. Ähnlich ist es bei Leuten, die sich mehr oder weniger aus Prinzip für einen Mac oder Linux entscheiden, nur um dann doch Mittel und Wege zu suchen, auch weiterhin die gewohnte Windows-Software nutzen zu können.
    Aber mal schauen, wie sich das entwickelt. Weiß jemand, ob das generell auf Chromebooks laufen soll oder doch nur auf den Modellen, für die Google die Android-Unterstützung vorgesehen hat?

  4. DancingBallmer says:

    @Chris

    Warum sollte man sich selber eingrenzen? Die Entscheidung für ein System ist keine Glaubensfrage, sondern welche Werkzeugkiste (Betriebsystem, Hardware) am besten einem die Arbeit erleichtert. Kann man den Werkzeugkasten erweitern (CrossOver, Virtuelle Maschinen, etc), um weitere nützliche Werkzeuge zu verwenden, ist das doch wunderbar. Manchmal braucht man für ältere Daten ein spezielles Programm, findet für das neue System keinen gleichwertigen Ersatz oder die Alternativen sind zu teuer. Oder man kommt mit dem alten Programm einfach besser zurecht. Natürlich sollte man sich bei einem Systemwechsel sich vorher damit ausführlich auseinandersetzen und nach passenden Programmen für das neue System suchen, da Virtuelle Maschinen und CrossOver auch nur Behilfslösungen sind und native Programme in der Regel den Arbeitsablauf besser erleichtern. Aber am Ende sollte alles genutzt werden, was einem die Arbeit erleichtert.

    Zum Thema: CrossOver pflegt besonders die Unterstützung von Spielen. Denke so mancher freut sich, wenn er auf seinem Chromebook jetzt auch ein älteres Spielchen laufen lassen kann.

  5. Wolfgang Denda says:

    Find ich ja mal gut, aber warum nutzt man sein gut ausgestattetes Windows Notebook dann nicht einfach weiterhin, ohne Krücken?

  6. @Patrick Aber für die Vollversionen von z.B. Photoshop ist die Chromebook-Hardware zu lasch.

  7. @Wolfgang Denda Ist mir persönlich auch unverständlich. Aber es gibt ja auch Leute, die kaufen sich einen Audi-Kombi und ziehen damit einen Pferdeanhänger von Koppel zu Koppel.

  8. DancingBallmer says:

    @ Wolfgang
    Nur mal ein paar Beispiele, die mir auf die Schnelle eingefallen sind: Vielleicht ist das alte Windows-Notebook kaputt und man braucht für unterwegs nur eine günstiges Gerät zum Tippen, muss aber auf alte Access-Datenbanken zugreifen können. Vielleicht möchte man den Kindern kein teures Gerät spendieren, diese sollen aber die gleichen Freeware-Anwendungen wie Papi auf dem großen Rechner benutzen. Vielleicht möchte man für das Sofa ein günstiges Zweitgerät, möchte da aber dann zwecks Filmauswahl das gleiche Filmverwaltungsprogramm oder die gleiche elektronische TV-Zeitschrift wie auf dem großen Rechner nutzen. Da gibt es sicherlich noch viele weitere Zwecke, auf die man selbst niemals kommen würde. Im Endeffekt ist es doch schön, dass man im Fall der Fälle dann Möglichkeiten hat.

  9. Wolfgang Denda says:

    @Matthias Klimczek
    Was jetzt wohl der Pferdeanhänger ist, und was der PKW…

    @DancingBallmer
    Wenn das alte Windows Notebook kaputt ist, holt man sich ein neues, statt mit einem reinen Onlinegerät „nur für ein wenig schreiben“ so einen Zirkus mit einer VM zu veranstalten. Erinnert mich irgendwie an „ich hab Imac“ mit reiner MS Office und Lexware Benutzung in Parallels.

  10. DancingBallmer says:

    @ Wolfgang
    Ich habe auch kein Chromebook, aber es gibt anscheinend genügend Leute, die einen Nutzen darin für sich entdeckt haben. Wie schon geschrieben, jeder hat unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse. Und CodeWeaver glaubt, dass es genügend Interessenten für Windows-Anwendungen auf dem Chromebook gibt. Sei es für ältere Spiele, ältere Programme, Spezialanwendungen oder vielleicht kostenlose Freeware. Wird es kaum Interessenten geben und verkauft sich CrossOver für das Chromebook schlecht, wird CodeWeaver es wieder einstellen. Gleiches gilt natürlich auch für Google und das Chromebook. Das regelt sich alles schon von alleine, da muss man sich keine Gedanken machen oder das Haar in der Suppe suchen, nur weil man es selber nicht braucht oder auf Anhieb keinen passenden Anwendungszweck sieht. Schlussendlich ist es aus Kundensicht immer gut, wenn es mehr Möglichkeiten gibt. Ob sich das dann für CrossOver lohnt, wird man sehen. Das ist dann CodeWeavers Problem, nicht unseres.

  11. Schröppke says:

    Wolfgang Denda 17. Juli 2016 um 14:02 Uhr
    „Find ich ja mal gut, aber warum nutzt man sein gut ausgestattetes Windows Notebook dann nicht einfach weiterhin, ohne Krücken?“

    Stell dir mal einfach vor, man hat keins, wie du.

  12. Mickysoft... says:

    Die uralte Schnittsoftware, na super wenn man hängengeblieben ist….

  13. Henry Jones Jr. says:

    @DancingBallmer: Topp! Besser kann man IMHO dieser unsinnigen „ich brauche das nicht, deswegen braucht es keiner“-Argumentation nicht entgegen treten.

  14. @DancingBallmer Ja, klar. Leute die „auf dem Sofa“ auf einem Rechner rumtippen, der vor allem mit „Freeware“ ausgestattet ist. LOL.

  15. Wolfgang Denda says:

    Jedenfalls scheint die Nutzung von Chromebooks zumindest das Verständnis von Gelesenem zu schädigen.

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