CrossOver für Android steht in den Startlöchern – mit einem Haken

crossover macWine stellt eine Laufzeitumgebung dar, welche es ermöglicht unter anderen Betriebssystemen Windows-Programme zum Laufen zu bringen. Wine existiert auch seit einiger Zeit für Android bzw. zumindest wird daran gearbeitet. CrossOver ist wiederum ein kommerzieller Ableger des Entwicklers CodeWeavers, der bisher für Apple Macs und Linux zur Verfügung steht. Nun stehen endlich auch die lange geplante Version für Android sowie die notwendigen Patches für Wine in den Startlöchern. Jedenfalls hat Jeremy White, seines Zeichens CEO und Gründer von CodeWeavers erklärt, dass CrossOver für Android noch 2015 erscheinen soll.

CodeWeavers hat mit CrossOver nicht nur einen kommerziellen Wine-Ableger am Start, sondern ist auch der wichtigste Sponsor der allgemeinen Wine-Weiterentwickung. Über die Jahre plauderte White immer mal wieder über Wine / CrossOver für Android. Doch greifbare Versionen gab es bisher noch nicht. Nun gibt sich White handfester: Noch vor Ende 2015 soll CrossOver als kostenlose Tech-Preview für Android zur Verfügung stehen. Allerdings hat die Sache zugleich einen entscheidenden Haken: CrossOver wird nur für Smartphones und Tablets mit Android und x86-Chips zur Verfügung stehen. Sprich die gesamten ARM-Lösungen, welche nunmal in den meisten Smartphones von bis „A“ wie Alcatel OneTouch über „S“ wie Samsung bis hin zu „Z“ wie ZTE stecken, bleiben leider außen vor.

Im Klartext muss das eigene Android-Gerät also über ein SoC von Intel verfügen, um CrossOver zu nutzen – dazu zählen beispielsweise die Asus ZenPad und ZenFone 2. Parallel mahnt White, dass die Windows-Anwendungen unter Android zunächst nicht die beste Erfahrung bieten könnten, da viele Programme nicht für die Touch-Bedienung ausgelegt seien. In der Regel wird sich wohl die Verwendung von Bluetooth-Maus und -Tastatur aufdrängen.

crossoverImmerhin soll die Portierung nahezu abgeschlossen sein, so dass CodeWeavers CrossOver für Android noch für 2015 in Aussicht stellen kann. Nach der Veröffentlichung wolle man, so White, dann auch passende Wine-Patches nachreichen.

White ergänzt, dass CodeWavers auch noch daran arbeite Direct3D bzw. DirectX 11 in Wine zu unterstützen. Einige Funktionen haben bereits in Entwickler-Releases von Wine 1.7 Eingang gefunden. Allerdings dürften wohl noch einige Monate ins Land gehen, bevor Games mit DirectX 11 in Wine laufen. Wen es nach noch mehr Informationen dürstet, der sollte mal in folgendes Video reinschauen:

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Das ist doch jetzt nicht wirklich ein „Haken“, immerhin ist WINE ja kein Emulator, wenn man also x86 Software laufen lassen will, braucht man auch die entsprechende (reale) CPU dafür.

    Natürlich könnte man auf ARM x86 emulieren, wage aber sehr zu bezweifeln, dass das alleine performant wäre und dabei wäre ja noch nichtmal eine Anwendung gelaufen.

  2. @Mike
    Sehr richtig. Dazu müssten andere, eben die Virtualisierungslösungen, ihren Weg auf Android finden.

  3. „Im Klartext muss das eigene Android-Gerät also über ein SoC von Intel verfügen“

    Also für die meisten unbrauchbar. Ich kann mir nicht mal vorstellen das Sich das Entwickeln lohnt. Wie viele Androiden mit x86 gibt es denn? Wie ist die Verbreitung?

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