„Cowboy Bebop“: Live-Action-Serie von Netflix ist abgedreht

„Cowboy Bebop“ gilt als Anime-Meilenstein: Die Serie aus dem Jahr 1998 mischte nicht nur unterschiedliche Genres wie Science-Fiction, Western und Film Noir, sondern richtete sich mit seinen sehr erwachsenen Themen an ein breites Publikum. Insbesondere in den USA avancierte die Serie rasch zum Kult und trug dort dann auch wesentlich dazu bei, dass Anime in der Masse salonfähig wurden. Netflix produziert aktuell eine Live-Action-Umsetzung der Serie von Shinichiro Watanabe. Sie soll mittlerweile komplett im Kasten sein.

Ich selbst bin Fan der Anime-Serie, deswegen aber auch entsprechend skeptisch im Hinblick auf das Projekt von Netflix. Bisherige Adaptionen des Streaming-Anbieters, als Negativbeispiel sei einmal „Death Note“ genannt, konnte man sich meist sparen. Bleibt zu hoffen, dass „Cowboy Bebop“ da eventuell eine Kehrtwende einläutet. Vor der Kamera werden wir jedenfalls John Cho (Spike), Mustafa Shakir (Jet), Daniella Pineda (Faye), Alex Hassell (Vicious) und Elena Satine (Julia) zu sehen bekommen.

Als Autor fungiert Christopher Yost, der auch schon an „The Mandalorian“ mitgearbeitet hat. Zudem soll Yoko Kanno beteiligt sein – sie komponierte den mittlerweile über den Anime hinaus bekannt gewordenen Blues- und Jazz-Soundtrack zur Serie. Watanabe sei zudem als Berater an Bord. Ob da aber nur aus Marketing-Gründen sein Name auf dem Papier steht oder er wirklich involviert ist, ist schwer zu sagen.

Jetzt wird die Serie natürlich zunächst in der Post-Production verweilen. Da es sich hier um eine Science-Fiction-Serie handelt, die einiges an visuellen Effekten erfordern dürfte, dürften noch einige Monate vergehen, bis wir „Cowboy Bebop“ dann bei Netflix zu sehen bekommen. Ich bin sehr gespannt auf weiteres Material.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Bitte bitte, lass die Umsetzung gut sein. Ich liebe diesen Anime, aber viel zu viele Realumsetzungen waren bisher ziemlich übel.

  2. Einer meiner besten Freunde hat wegen der Serie angefangen ernsthaft Kung Fu zu lernen! Ich feier es!

  3. Braucht kein Mensch. Aber Cowboy Beebop ist bis heute mein liebster Anime. Mit dem Jazz als Soundtrack, dem düsteren Look etc. ist Cowboy Beebop einfach so wunderbar erwachsen und Film Noir mäßig.

  4. Wolfgang D. says:

    Wenn es das Original bei Netflix gibt, fein. Danke für den Tipp.

    Nachbauten (besonders Realverfilmingen) können die sich sparen, nach dem Motto „Getretener Quark wird breit, nicht stark“. Abschreckende Beispiele gibt es bereits genug, aber manche Leute müssen wohl unbedingt Menschen zum Anhimmeln haben.

  5. Peter Brülls says:

    Das schöne an remakes, Fortsetzungen und Verfilmungen ist ja: sie machen nichts kaputt.

    Das Original ist immer noch da. Okay, manchmal kotzt ein Lucas CGI in Episode 4 bis 6. Und ein Verlag übersetzt den HDR neu, ohne Gefühl und Not.

    Aber generell gilt: die Originale sind genauso da wie vorher und wenn Rowling uns erklären will, dass Hermione ja eigentlich dunkelhäutig war oder Frank Miller Batman wieder morden lässt, dann kann man das getrost und ohne schaden ignorieren.

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