Coronavirus-Tracing: Apple und Google äußern sich zu ihrem System

Ungewöhnliche Zeiten führen zu ungewöhnlichen Partnerschaften: Apple und Google machen derzeit gemeinsame Sache für eine Plattform, die helfen soll, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen / zu verhindern. So soll das gemeinsame Tool der Unternehmen helfen die Wege und Kontakte von Personen nachzuvollziehen, die sich infiziert haben. Das würde wiederum Rückschlüsse darauf geben, welche anderen Personen eventuell auch von COVID-19 betroffen sind.

Das System soll mit Bluetooth arbeiten und freiwillig sein. Menschen sollen nicht direkt identifizierbar sein, es soll nur erkennbar sein, ob man mit infizierten Personen Kontakt hatte und so möglicherweise in Gefahr schwebt bzw. andere Menschen in Gefahr bringen könnte. Wie ihr aber schon herauslest, ist das System, trotz Anonymisierung der Daten, durchaus diffizil. Datenschützer beäugen es skeptisch, denn sollte es missbraucht werden oder die Anonymisierung der Daten durchbrochen werden, ließen sich Bewegungsprofile und ähnliches ableiten.

Hier muss man also abwägen, wie viel Privatsphäre man bereit ist aufzugeben, um die Eindämmung des neuartigen Coronavirus zu erleichtern. Apple und Google versichern, dass der Datenschutz bei der Entwicklung eine enorme Rolle gespielt habe, weswegen man auch nicht direkt ortsbasierte Daten einspanne. Zudem könne der Nutzer immer entscheiden, welche Daten er lokal behalte und welche er bewusst teile. Forscher haben dennoch auf Probleme hingewiesen – wie falsche Erkennungen von Infektionen oder auch die Vermittlung eines falschen Sicherheitsgefühls.

In einem Gespräch mit den Kollegen von TechCrunch haben Apple und Google nun ein paar offene Fragen beantwortet. So wolle man das System durch Software-Updates Mitte Mai freischalten. Die Gesundheitsbehörden könnten dann eigene Apps veröffentlichen, um sich die Basis von Apple und Google zunutze zu machen. Das Kontakt-Tracing wäre dann also quasi als Option direkt in iOS und Android verankert. Zugriff auf die notwendige API werde man laut Apple und Google aber nur Gesundheitsbehörden bzw. entsprechenden Organisationen aus dem Sektor gewähren. Laut Apple sollen die Daten nicht zentral gespeichert werden. Das soll auch die Missbrauchsgefahr senken.

Relativ vage finde ich die Aussagen dazu, wie man positiv getestete Personen erkennbar machen will. So gibt es da wohl noch Unklarheiten, ab wann man eine Person wirklich definitiv als infiziert markieren will. Am Ende wird der Erfolg der ganzen Angelegenheit zudem stark davon abhängen, wie viele User das System aktiv nutzen und Apple und Google da vertrauen.

Verfügbar sein soll das Tracing-System im Übrigen unter Android ab Version 6.0 und unter iOS ab Version 13. Damit man unter Android nicht von Hersteller-Updates abhängig ist, wird man das Feature in die Google Play Services über ein Update einarbeiten. Folgerichtig werden aber neue Huawei-Modelle dann außen vor bleiben.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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107 Kommentare

  1. Könnte Huawei bei den durchgeknallten Deutschen zum Durchbruch verhelfen.

    • Dachte ich mir auch schon. Bisher war Huawei für mich mangels Google Dienste recht uninteressant (trotz überragender Hardware)

      Das hat sich für mich gerade etwas gewandelt.

      • Wieso? 😉

        • Er schreibt doch explizit „mangels Google Dienste“. … direkt unter einem Artikel der sich darauf bezieht, dass Google plant, contact tracing Funktionen auf die Geräte zu pushen.

          Huawei wird also (so die These) attraktiver weil Google dort keine (bzw. weniger) Software pusht.

          Ist es dir jetzt klar? 😀

          • Und wo ist das Problem mit dieser Funktion? Wird man deaktivieren können, wenn man es nicht will. Genau so muss man die Apps der Gesundheitsbehörden nicht installieren.
            Ich kann das immer noch nicht nachvollziehen.
            Und das Huawei System ist klinisch sauber.

            • …du hast also nur so getan als hättest du es zu Anfang nicht verstanden, oder? Clever you.. 😉

              > wo ist das Problem mit dieser Funktion?

              Ist das wieder ein Trick? Also verstehst du das wirklich nicht oder willst du nur nicht mit der Begründung warum die verpflichtende Softwareinstallation Pflicht sein soll in Vorlage gehen?

              Nagut. Ich beiß an:

              Freiwilligkeit. Der opt-in mag ein schönes Versprechen sein, aber die wirkliche Entscheidung hat natürlich nur der, der die Software kontrolliert. Wenn man dem Konglumerat an Faktoren welches über die Freiwilligkeit langfristig entscheiden wird (also Google/Apple/Trump/WHO/etc.) nicht traut, ist es von Vorteil die Möglichkeit zu haben, die Softwareinstallation zu vermeiden, statt nur deren Aktivierung.

              > Und das Huawei System ist klinisch sauber.

              Nur wenn du es regelmäßig wäschst, mit Seife, 20 Sekunden lang. Das ist etwa so lang wie 2 mal Happy Birthday singen. …Spaß beiseite: Dieser Whataboutism ist doch vollkommen irrelevant, oder? Soweit wir wissen beteiligt sich Huawei im Moment nicht an dieser spezifischen Initiative von Google & Apple. …und um die geht es hier.

              • Nein, es geht um Datenschutz im Vergleich Android mit Google-Diensten/iOs + die neuen Funktionen und Android ohne Google-Dienste auf bestimmten Huawei-Geräten. Und ich behaupte nur, dass sich durch die neuen Funktionen nichts ändert in Bezug auf Datenschutz. Und Kai sagt, dass sich für ihn etwas gewandelt hat. Und das verstehe ich immer noch nicht. Und deswegen frage ich.

                • > ich behaupte nur, dass sich durch die neuen Funktionen nichts ändert in Bezug auf Datenschutz.

                  Wie kommst du darauf?

                  Ich kann keinen Hinweis darauf finden, dass geplant sein soll den Einbau der Schnittstelle zu verhindern.

                  Hast du etwa Insider-Wissen oder weitere Quellen?

                  • Ist die Schnittstelle das Problem oder die Verwendung dieser Schnittstelle?

                    • Die Schnittstelle.

                      Siehe dazu auch diesen Satz von mir weiter oben:

                      > Der opt-in mag ein schönes Versprechen sein, aber die wirkliche Entscheidung hat natürlich nur der, der die Software kontrolliert.

                    • Martin Deger says:

                      Wenn Du Apple oder Google nicht vertraust, dass sie machen, was sie sagen, dürftest Du die Produkte gar nicht verwenden. Wie könntest Du sonst sicher sein, dass eine solche Schnittstelle nicht schon verbaut ist?

                  • Ich kann unten nicht mehr antworten. Gut, dass es sonst keine anderen Schnittstellen in Android und iOS gibt, die ausgenutzt werden könnten. Die gibt es auch auf den Google-Diensten freien Huawei Geräten nicht.

                    • Ja, es gibt offenbar eine Begrenzung der Gesprächstiefe, ich denke die hat hier gegriffen.

                      Zu dem was du Gunnar (und auch Martin auf gleicher Ebene) beide sagen, also dass man Google/Apple ohnehin trauen müsse und eine weitere Schnittstelle nichts ändere:

                      Ich könnte Google & Apple sicherlich vertrauen insofern als dass ich weiß, dass sie nichts tun was ihren Profiten und ihrer Marke stark schadet. Das gilt zumindest so lange wie sie selbst Entscheidungen treffen.

                      In der Vergangenheit hat das zu einer wachsenden Überwachung geführt, die man mit etwas Mühe auf ein Minimum zurückstutzen konnte. Zwar besorgniserregend, aber kein Weltuntergang.

                      Diese Schnittstelle ist allerdings designed um den Behörden zu gefallen. Die Entscheidung zu einer verpflichtenden Nutzung würde schlussendlich dementsprechend auch nicht von Google bzw. Apple gefällt sondern von Verwaltern in öffentlichen Institutionen. .. z.B. die Trump-Administration. Da sieht das mit meinem Vertrauen sehr schnell ganz anders aus.

                      Die Schnittstelle ist ein Symbol dafür, dass Google Kapazitäten für öffentliche Akteure schafft, gegen die Nutzer. Das ist sehr schlecht.

            • Vielleicht denkst Du einfach noch mal nach……..
              So lange die Nummer freiwillig ist, gibt es keine verlässlichen Zahlen. Damit ist die App, gelinde gesagt, sinnfrei.
              Das wissen auch Google und Apple und Behörden, die endlich ihren Staatstrojaner installieren können.
              Du kannst mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, das auch ohne Deine Zustimmung getrackt wird. Und das System später dann der Terrorabwehr, der Verhinderung von Kipo, von Fake-News oder so weiter genutzt wird…….
              Wenn Du es jetzt immer noch nicht gerafft hast…….

    • Weißt schon wie man eine pauschale Verunglimpfung einer Bevölkerungsgruppe bezeichnet, oder?

  2. So etwas ist am Anfang (so lange noch die Kapazitäten geschaffen werden) übrigens immer freiwillig.

    • Ich sehe es schon kommen. Wer freiwillig zum einkaufen in den Supermarkt, mit Bus oder Bahn fahren oder ins Kino, Theater, Disco usw. möchte, der muss sich freiwillig mit seinen App Status identifizieren um passieren zu dürfen. Zum Wohle aller versteht sich und das macht mir ehrlich gesagt mehr Angst als eine mögliche Viruserkrankung selbst.

      Aber selbst wenn die Nutzung wirklich freiwillig bleibt und auch deaktiviert werden kann, so wird es auf absehbare Zeit das gesellschaftliche und kulturelle Leben verändern.

  3. Martin Deger says:

    Ich gehe davon aus, dass man sich nicht einfach in der App als „bestätigt positiv“ eintragen kann, sondern dies mit einer kryptographischen Signatur nur durch die Gesundheitsämter gemacht werden kann.

    • Kryptographische Signaturen? In Deutschland? Bei deutschen Behörden in diesem Internet, wo alles noch Neuland ist?

    • Ich habe die Erkrankung schon hinter mir und bin immun und verfolge das Geschehen jetzt natürlich aus einer ganz anderen Perspektive.
      Ich hätte gern eine Art offizielles Gesundheitszeugnis, von mir aus als Papierurkunde, damit ich (bin Student) damit einen Nebenjob in gefährdeten Bereichen aufnehmen kann. Leute wie ich würden jetzt ja überall gebraucht.

      Darauf basierend kann man dann sicherlich auch eine digitale Lösung basieren. Selbst meine Bescheinigungen der Uni haben seit Jahren hash Werte und QR Codes um digitale Dienste im Kontext zu benutzen.
      Warum kein eindeutiger hash in Form eines QR Codes den man mit jeder entsprechenden App einlesen kann und somit den Status verifizieren. Das ist keine Raketenwissenschaft.

      • Martin Deger says:

        Klingt gut, ich fürchte aber, dass das vielen einen Anreiz geben würde, sich möglichst schnell zu infizieren.

        • Ich halte das für extrem weit hergeholt, solches Verhalten hätte fast schon suizidale Tendenzen. Ich halte nichts davon alles mit der uns Deutschen innewohnenden Lust, uns tausend Einzelbeispiele, Extremfälle und ungewöhnliche Kausalverläufe zu überlegen und erst dann zu handeln wenn wir meinen all das im Griff zu haben.
          Den Luxus haben wir jetzt nicht. Beispiel aus der Richtung gerade in NRW, weil es einzelne Missbräuche von den überlebenswichtigen Sofortzahlungen an Unternehmen gab bekommt jetzt erstmal niemand mehr die Soforthilfe, bis die Behörden alles schön geprüft haben und diese Einzelfälle ausschließen können.
          Was am Ende mehr Schaden verursacht, einzelne Betrüger die sich bereichern oder zig Unternehmen denen das Geld ausgeht und jetzt nicht geholfen wird, ist klar.
          Wir müssen in dieser Situation etwas weniger deutsch sein. Isso.

          • Warum weniger deutsch? Wenn der derzeitig Zustand in D. darauf beruht, daß eine deutsche Eigenschaft (bäh, es gibt,keine nationalen Eigenschaften, aber seis drum) dominiert, dann sollten wir froh sein, denn das würse bedeuten, daß wir deswegen zu Zeit sehr gut dastehen und das RKI aus dem Ausland um Rat gebeten wirs. So falsch kann es also nicht sein.

            • Das Zerlabern und lieber die Taube auf dem Dach zu haben als den Spatz in der Hand, das ist auch typisch deutsch, wie die Selbstdisziplin die die Leute gerade zeigen. Und natürlich gibt’s nationale Stereotypen, wo lebst du? Ich war im gap year jeweils einige Monate in verschiedenen Ländern Übersee und mit Erasmus in Frankreich und Schweden. Je mehr man von der Welt sieht desto mehr merkt man wie markant die Sozialisation eines bestimmten Herkunftslandes ist. Lustigerweise erkennen das die selben Kulturrelativisten an sobald es um Multikultur und Lob der Vielfalt geht.
              Wo wir alle gleich sind ist dass wir sterblich sind, bluten wenn man uns piekst (frei nach Shakespeare) und unsere Angehörigen lieben und betrauern wenn sie leiden oder gar sterben. Und deshalb verhalten sich die meisten Menschen auf der Welt gerade sehr solidarisch und umsichtig, darauf kommt es letztlich an. Es werden gerade all jene Kulturpessimisten Lügen gestraft, die den Menschen sowas nie zugetraut hätten. Kulturübergreifend.

          • > Ich halte das für extrem weit hergeholt, solches Verhalten hätte fast schon suizidale Tendenzen.

            Nur um das hier mal richtig zu stellen: Covid-19 ist im Regelfall kein Todesurteil. Wie kann man denn bei einem derartigen Nachrichtenbombardement nicht wenigstens ein mal etwas über das Fenster der erwarteten Mortalität aufgeschnappt haben? 😀

        • Okay, wobei man schon relativ hohl in der Birne sein muß, um das zu tun.
          Abgesehen davon, dass auch die milden Verläufe von Covid-19 echt unangenehm werden können, ist Anhusten lassen nach derzeitigem Kenntnisstand wohl die beste Möglichkeit, sich selbst als junger Mensch einen schweren Verlauf einzufangen.

          • Ich persönlich habe es wirklich nicht gemerkt, nicht einmal Erkältung. Ich wurde nur getestet weil meine Mutter Symptome hatte. Sie hatte eine heftige Grippe (so beschreibt sie selbst ihr Empfinden). Und dann gibt’s auch die schweren Verläufe. Und auch wenn ca 95 % aller Verstorbenen über 60 waren ist das keine Garantie. Der jüngste Tote in Deutschland bisher war zB erst 26.

            Wir sind hier nicht in der Sahelzone. Niemand muss verhungern. Es gibt ein ausgeprägtes Sozialsystem. Ich drücke es mal salopp aus, niemand der noch alle Tassen im Schrank hat infiziert sich da freiwillig und mutwillig. Ich wäre echt dankbar wenn wir nicht über jeden Einwand den die Fantasie hervorbringt diskutieren müssten.

      • Kam gerade erst wieder im WDR im Radio und ist korrekt: weder weiß man wie lange man immun ist bzw. wie lange man infektiös ist nach dem man gesund ist. Das ist auch der Grund, warum Dein Wunsch (nochm Utopie ist.

        • In Gedanken dürftest du gleich den Umkehrschluss gemacht haben, es gäbe keine Immunität, oder?

          Es ist quasi eine Binse, dass das noch niemand sagen kann, weil man das naturgemäß erst hinterher genau belegen kann, in der Rückschau. Gleichzeitig ist die Virologie nicht erst gestern entstanden und kann auf Generationen Erfahrungswerte zurück greifen. Wenn mit diesem Hintergrundwissen Experten wie Alexander Kekule eine Immunität erwarten, dann ist das handfest.
          Gleichzeitig gibt’s wohl gegenüber fast keinem Erreger eine 100% Immunität, auch nicht durch Impfungen.
          Das hat uns auch bisher nicht abgehalten.
          Wir müssen jetzt dringend lernen mit „gut genug“ zufrieden zu sein. Es ist eine Krisensituation. Absolute Gewissheit abzuwarten ist jetzt Luxus den wir uns nicht leisten können.
          Wenn ich in meiner Altersgruppe ohnehin eine sehr geringe Letalität zu erwarten habe, meine erste Infektion symptomfrei überstanden habe und mir Virologen sagen, dass ich mit großer Wahrscheinlichkeit nun immun bin, dann kann ich mit der kleinen Restunsicherheit die dann irgendwie theoretisch bleibt umgehen. Ich fange im Übrigen trotzdem nicht an wildfremden Leute Zungenküsse anzubieten. Das heißt ja nicht, dass ich deswegen nicht Abstand halte usw. Aber ich muss mich vielleicht nicht mehr isolieren oder bekomme die Entscheidung freigestellt und könnte helfen, wo es nötig ist.
          Ich halte Einwände dagegen für reflexartig und nicht durchdacht. Denn wir müssen jetzt damit leben was wir haben. Nichts ist jetzt ideal.

      • > und verfolge das Geschehen jetzt natürlich aus einer ganz anderen Perspektive.

        … anders inwiefern? Die medizinischen Implikationen von covid-19 sind für die meisten Menschen trivial. ( … das sieht auch die WHO so, deshalb der Fokus auf den Schutz von Risikogruppen und Kapazitätsgrenzen von Krankenhäusern statt Ansteckungsvermeidung um jeden Preis.)

        Die politischen Implikationen der Pandemie haben allerdings bereits zu vielen schweren zivilisatorischen Rückschritten geführt, sogar in Deutschland.

        Insofern bin ich mir nicht ganz sicher, wie sich deine Perspektive durch noch mal geringere medizinische Risiken groß verändert haben sollte.

        Gegen z.B. das Demonstrationsverbot bist du ja doch vermutlich nicht immun, oder?

      • klar, nur weil du angeblich immun bist, würde ich dich ungern als pfleger im krankenhaus o.ä. haben wollen.

        • Was soll denn diese destruktive Polemik? Wenn ich Essen austeilen könnte oder so „pflege“ ich noch lange niemand. Den Einsatz von Zivis hat früher auch niemand gestört, nur weil sie kein Pflegeexamen hatten. Sorry aber das ist doch einfach nur polemisch.

          • Ich möchte Dir ja nicht Deine Träume nehmen…….
            Deine Immunität bedeutet mitnichten, das Du niemanden anstecken kannst, sondern einfach nur, das Du nicht mehr krank wirst
            Du solltest nicht über Dinge reden, von denen Du nicht mal den Hauch einer Ahnung hast, Eric…….

            • Martin Deger says:

              Das ist nicht richtig. Wenn er immun ist und die Krankheit überstanden hat, dann kann er auch niemanden mehr anstecken, da Viren, die in seinem Körper landen, schnell vom Immunsystem neutralisiert werden. Es können aber nach Krankheitsende theoretisch noch einige Tage oder Wochen lang Viren ausgeschieden werden. Wahrscheinlich nicht mehr sehr viele, aber trotzdem sollte man nach durchstandener Krankheit noch eine Weile zu Hause bleiben.

      • @ Eric

        schön das du es hinter dir hast, aber leider leider gibt´s noch keine Belege dafür ob du nicht doch wieder erkrankst. außerdem weiß auch keiner ob man nicht trozdem das SARS-2 weiter geben kann.

      • Problem ist nicht das du es überstanden hast und du sicherlich damit außer gefahr bist sondern dein Umgang und Sorglosigkeit im Umgang mit denen die dies eben noch nicht haben. Du kannst immer noch Überträger sein aber weil du Immun bist gehst ganz unbewußt anders mit deinen Mitmenschen um.

        Wir wissen das nur eine Minderheit gefährdet ist, vermutlich werden sich mit den Monaten fast alle infizieren auf die ein oder andere Art. Unumgänglich wenn dieses Virus tatsächlich so infektiös ist. Man kann auf dauer der ungefärdeten Masse nicht zumuten so lange quasi eingesperrt zu bleiben, es wird auf Dauer nicht gut gehen. Man liest ja schon das die Gewalt im Haushalt zugenommen hat, manche drehen fast durch, einige wegen sozialer abgeschiedenheit trotz moderner Kommunikation (ist kein Ersatz für Nähe) andere wegen der Angst wie es weitergehen soll. Ein sehr großes Problem das wir aktuell Weltweit haben. Manche Länder haben nicht die Möglichkeiten Tests durchzuführen in größerer Menge, manche wollen dies nicht andere verschweigen gänzlich die Zahlen und versuchen aus Angst soviel wie möglich zu vertuschen oder klein zu reden.

        Wichtig ist das die Welt dadurch nicht untergeht.

  4. Ich finde es absurd dass immer über Datenschutz der Tracking Apos debbatiert wird. Ich meine im Prinzip sind wir im Moment völlig eingeschränkt in Bayern braucht man nicht mal eine Tracking App zur Zeit weil man sagen kann dass die Menschen zu 90 Prozent bei sich Zuhause sind. Lieber während der Krise getrackt werden und dafür wieder mehr Freiheiten. Danach lösche ich die App ja wieder.

    • Martin Deger says:

      Das ist ja die Idee – die Kontakt-App reduziert die Reproduktionszahl, und im Gegenzug kann man etwas anderes lockern.

      • Hallo Martin , genau, wobei es genau genommen sogar nicht die App ist die die Verbreitung des virus durch Nachverfolgung von Kontaktwegen eindämmt,. Das tut man auch jetzt schon , aber über das Hilfsmittel „Befragung“ und „Gedächtnis“ infizierter Personen. Dann werden auf dieser Basis die erinnerten Kontaktpersonen auf die mögliche Infektion hingewiesen und z. B. eine Überprüfung (Test) angeregt. Diese Art Tracking haben wir schon , ist Teil des Infektionsschutzgesetzes. Von daher kann ich diejenigen, die meinen in der App einen bisllang nicht erlaubten eingriff in die Freiheitsrecht zu erkennen, nicht nachvollziehen. Die App , egal ob jetzt eine nationale Lösung oder eine von den OS-Anbietern selbst ist erstmal nur ein Werkzeug um die bisher verwendeten Werkzeuge „Erinnerung“ und „Papierzettel“ zu unterstützen. Und gerade „Erinnerung“ (wann war ich wo in wessen Nähe) ist lückenhaft – weiß jeder der ein Alibi für einen bestimmten zeitraum braucht .

    • > Lieber während der Krise getrackt werden und dafür wieder mehr Freiheiten. Danach lösche ich die App ja wieder.

      So funktioniert das nicht. Genommene Freiheiten gibts in der Regel nicht zurück. 😀

      • Du meinst also, ich darf nie wieder zum Friseur oder zur Autowäsche?
        Jo, macht Sinn…

        • Nicht zum Friseur zu können ist ein kurzfristiger Effekt einer sich verändernden Legitimationsstruktur für das Rechtfertigen staatlicher Einschränkungen.

          Die bloße Möglichkeit zum Friseur gehen zu können ist an sich keine Freiheit, nur ein Ausfluss einer Kombination an Freiheitsrechten die so etwas wie einen Markt und eine Dienstleistungssektor ermöglichen.

          Dein angebliches Friseurrecht wird so auch bsplw. in den Verfassungstexten die ich so kenne eher nicht groß behandelt. Da sollten wir mal Sicherheitshalber noch mal einen Staatsrechtler befragen! 😀

          • Da brauchen wir keine StaatsrechtlerIn befragen, da können wir auch einfach kurz unser Hirn einschalten.
            Dass dies natürlich nur Beispiele sind, die für eingeschränkte Grundrechte (hier die der Person) stehen, sollte klar sein.
            Und natürlich sollen und müssen wir aufpassen, wie mit unseren (Grund-)Rechten nach dieser Krise umgegangen wird.
            Die temporäre Einschränkung solcher Rechte ist aber im Krisen- und Katastrophenfall etwas notwendiges und normales. Diesen Vorgang dann mit „genommene Freiheiten gibts in der Regel nicht zurück“ zu verunglimpfen ist intellektuell schon sehr einfach strukturiert und wird weder den Maßnahmen, noch der Diskussion über Notwendigkeit und Dauer dieser Maßnahmen gerecht.

            • Den Patriot Act (aus 2001!) gibts noch und den Ausnahmezustand nach den Anschlägen 2015 in Frankreich haben sie 2017(!) beendet indem sie ein weitreichendes neues Anti-Terror-Gesetz eingeführt haben, dass die so durchgesetzten Maßnahmen auch ohne Ausnahmezustand dauerhaft legitimiert.

              … und nein, Deutschland ist da auch nicht groß anders. Hier der unvollständige Versuch eines kurzen Überblicks über die politischen Auswirkungen von covid-19:

              de.wikipedia.org/wiki/Auswirkungen_der_COVID-19-Pandemie#Politische_Auswirkungen

              Wenn davon die Hälfte jemals wieder zurückgenommen wird hatten wir viel Glück.

        • Du darfst nie wieder ungetrackt zum Friseur, zur Autowäsche oder sonst wohin. Man wird deine Gewohnheiten und Bewegungen mehr oder weniger argwöhnisch beobachten. Heimlich wird man dir ein soziales Kreditkonto einrichten und früher oder später wirst du dann vielleicht bemerken wie blöd eine Tracking-App mit staatlichem Zugriff ist.

          • Vergiss die Kennzeichnung als Ironie nicht!

            • Vergiss du mal das Kennzeichnen intellektueller Unehrlichkeit nicht.

              … denn du weißt vermutlich, dass der Vorposter das nicht ironisch meinte. .. und du postest es vermutlich um das Wasser zu trüben, Zweifel zu sähen und das Störgeräusch im Gespräch zu erhöhen. 😀

  5. Fiktiv mal angenommen das Smartphone zeigt eine mögliche Infektion an, da ein längerer Kontakt mit einem infizierten stattgefunden hat. Dies würde doch zum einen bei vielen zur Verunsicherung führen und zum anderen eine exponentielle digitale Verbreitung der Warnung auf Infektion mit sich führen.

    Durch die massive mediale Berichterstattung könnte dann eine Panik ausbrechen, bei der das testen auf Infektion das Gesundheitssystem erst richtig belasten wird und hier dann reale Ansteckungsgefahr damit steigt.

    • Es ist ja gerade der Sinn der Sache, dass man nach längerem Kontakt mit Infizierten benachrichtigt wird, um dann bestenfalls erstmal zu Hause zu bleiben bis ein Test durchgeführt werden konnte.
      Warum da jetzt (mehr) Panik (als jetzt) ausbrechen sollte, verstehe ich nicht so ganz.
      Im Gegenteil, die Menschen kriegen dadurch ja sogar ein wenig eigene Handlungsmöglichkeit zurück, was Panik eher noch verringert.

      • Dazu müsste es aber fein granuliert sein. Beispielsweise Kassenpersonal das mit einem Button die Detektion pausieren kann, wenn es eh hinter einer Plexiglasscheibe sitzt. Oder Menschen stehen in getrennten Autos an der selben Ampel in nächster Nähe, einer ist infiziert. Hier wäre ein Alarm ebenfalls komplett nutzlos. Gleichzeitig könnte ein System sicherlich erkennen, dass beide offenbar nur in dieser Situation aufeinander trafen und in getrennten Autos sitzen, wenn es entsprechend feinkörnig analysiert. Oder mein Nachbar hat Covid, ich sitze wenige cm von ihm entfernt. Zwischen uns ist allerdings eine Wand, durch die Bluetooth aber durchkommt. Auch auf Maps sind getrennte Wohnungen nicht verzeichnet.
        Man könnte jetzt lange entsprechende Beispiele sammeln, ich denke mein Punkt ist auch so klar.

        Zuviele Falschpositive würden irgendwann die Leute abschrecken und Verunsicherung erhöhen.
        Also das System darf nicht zu simpel, mit heiss gestrickter Nadel sein.

        • Martin Deger says:

          Es wird momentan davon ausgegangen, dass nur ein naher Kontakt ab 15 Minuten zu einer wahrscheinlichen Übertragung führt. An der Kasse wäre dies daher nicht der Fall. Und eine Wand verringert die Feldstärke ja auch – da der Abstand auf etwa 2 Meter (in der Luft) kalibriert ist, könnte eine Wand schon ausreichend sein, die Feldstärke so zu senken, dass der Kontakt nicht gezählt wird.

          Es wird sicher auch viele falsch negative und falsch positive Meldungen geben. Aber es geht ja auch „nur“ darum, die Übertragung zu reduzieren, und das keine App schon leisten. Wenn jede 4. Übertragung verhindert wird, kann dies der Unterschied zwischen exponentiellem Anstieg und Reduktion sein.

          • Klar. Wenn man die sehr häufig anzunehmenden Möglichkeiten für Fehlalarme ausschließt bin ich ja schon zufrieden. Perfektion brauchen wir hier nicht.

          • Irgendwo muss es dann einen digitalen Patienten Null geben, der erstens überein kompatibles Gerät, das schon per Sytemupdate vorbereitet ist verfügt und zweitens dann mit entsprechende App/Software noch nutzbar gemacht werden muss.

            Da die entsprechenden Funktionen und APIs erst ab Mitte Mai ausgerollt werden und sich dann noch (freiwillig) verteilen müssen ist mit einer realistischen Nutzung doch frühestens zum Herbst 2020 zu rechnen.

            Das ganze System erscheint daher gar nicht für die jetzige Epidemie/Pandemie gedacht zu sein, sondern es wird jetzt implementiert, weil es gerade günstig ist und nur für zukünftige Szenarien verwendet werden soll.

            Momentan ist erhöhte Wachsamkeit erste Bürgerpflicht.

            • Martin Deger says:

              Wieso soll das bis Herbst dauern? Die API wird per Google Play Services aktiviert; dann kann sie sofort genutzt werden. Bis das ganze richtig läuft, mag bis Juni oder Juli dauern, aber dann läuft die Epidemie in Deutschland sicher immer noch.

              • Weil ich zum Glück auf die Unfähigkeit unseres Landes in Sachen Digitalisierung hoffe. 😉

                Und wie ich schon erwähnte, das es einen Patienten Null oder Personen aus der Gruppe der gefährdeten Bevölkerungsgruppe geben muss, der das Warn bzw. Melde System erst ins Rollen bringt.

                Aber das ist nur meine Einschätzung.

        • So wie ich das bisher gelesen habe, zählt auch eine gewisse Mindestdauer des Kontaktes, also 15 Minuten und aufwärts.
          So lange sollte man normalerweise nicht beim Kassenpersonal oder an der Ampel stehen.

          Das mit den Wänden wurde ebenfalls bereits als Problem angebracht, wobei ich mich frage, wie oft man tatsächlich an genau der gleichen Wand (nur gegenüberliegend) sitzt?

          Ich denke aber, den Verantwortlichen (und Apple sowie Google) ist klar, dass diese Methodik nicht zu simpel sein sollte. Dass sie sicherlich (zumindest am Anfang) nicht 100% perfekt sein wird, wäre aber nachvollziehbar.

          • Naja also ich wohne zB daheim bei meinen Eltern, mit Haus und Garten. Wir haben viel Platz um Mitmenschen in unserer Freizeit aus dem Weg zu gehen. Trotzdem ist es nur eine Doppelhaushälfte. Wohnzimmer an Wohnzimmer. Und weil die Raumaufteilung das quasi so vorbestimmt sind beide Sofas an der selben Wand in beiden Wohnzimmern. Wir und unsere Nachbarn sitzen Rücken an Rücken, stundenlang im Innenraum, aber mit der Ziegelwand dazwischen.
            Ich glaube nicht, dass das sehr exotisch ist.
            Ich denke aber, dass man das irgendwie kompensieren kann. Man muss es aber halt auch tun.

            • Okay, es kann natürlich vorkommen. Wie oft ist schon die Frage, wenn ich unsere Wohnsituation der letzten drei Behausungen einmal im Kopf durchgehe, war das nicht ein einziges Mal so.
              Für diese Fälle wird es aber sicherlich Möglichkeiten zur Kompensation geben. Schaue ich mir an, wie gut unsere (auf Bluetooth basierenden) Eve-Geräte durch Ziegelwände funktionieren (nämlich gar nicht…), dürfte Martins Hinweis mit der Feldstärke schon in eine ganz gute Richtung führen.

    • Martin Deger says:

      Die Warnungen kommen hoffentlich nicht zu oft. Dies ist auch eher langfristig angelegt, um einen fast erfolgreich bekämpften Ausbruch langfristig einzudämmen. Momentan ist die Zahl der Infizierten noch so hoch, dass es auf jeden Fall noch kontaktmindernde Maßnahmen geben muss. Ich bin beispielsweise seit über 4 Wochen zu Hause und war nur drei Mal außer Haus, um einzukaufen. Dort hätte ich vermutlich keinen einzigen ausreichend intensiven Kontakt gehabt, um gewarnt zu werden.

  6. Diese Schnittstelle ist sehr sehr bedenklich! Ob nun das Gesundheitsamt Zugriff kriegt, oder die jeweilige Regierung, ist nur ein kosmetischer Unterschied. In ein paar Wochen ist der Überwachungsplanet Realität, also zumindest für die, die dann weiterhin Smartphones benutzen.

    Es muss auch deshalb so schnell gehen, weil Corona wie ein Kartenhaus zusammenfällt:

    Das exponentielle Wachstum hat es laut aktueller Datenlage nicht gegeben. Sondern ein ganz normales lineares Wachstum.

    Aktuell sind mehr Menschen gesund, als überhaupt erkrankt. Die kumulierte Zahl, die jeden Tag vom RKI verkündet wird, ist die Zahl der mutmaßlich jemals Infizierten. Die Zahl der aktuell tatsächlich Infizierten ist weniger als die Hälfte und sinkt seit Beginn der Erfassung.

    Ursächlich für die hohen Todeszahlen unter den alten/vorerkrankten Patienten scheint schlicht die falsche Behandlungsempfehlung der WHO zu sein. Intubation ist bei Pneumonie nicht hilfreich, mehr und mehr Mediziner sehen die nicht-invasive Sauerstoffgabe mittlerweile als Mittel der Wahl an, bei dem sogar die vermeintlichen Risikopatienten eine erstaunliche Überlebensrate haben.

    Im übrigen hat die globale Pandemie in 6 Wochen lediglich 0,003 Prozent der Weltbevölkerung getötet. Real betrachtet also bisher niemanden, es wird eben einfach nur gestorben, wie jeden Tag.

    Offenbar haben wir uns durch jahrelange Nutzung von Internet und Smartphones den gesunden Menschenverstand abtrainiert, es ist schon auffällig, dass alle nur noch auf Zahlen glotzen, diese nicht verstehen und überhaupt nicht in Zusammenhang mit dem realen Leben bringen können.

    • Der selbe Lars wie weiter oben? Hast du auch eigene Vorschläge oder möchtest du nur alle Vorschläge anderer Leute ablehnen? Ernst gemeinte Frage.

      • Kritik ist natürlich auch dann wertvoll, wenn sie keinen gleichermaßen reichhaltigen Maßnahmenkatalog präsentiert. … Ich dachte eigentlich, das sei offensichtlich. 😀

        Man stelle sich einen Filmkritiker vor, der sich rechtfertigen muss, weil er kritisiert aber selbst keinen eigenen Blockbuster gedreht zu haben.

    • „Das exponentielle Wachstum hat es laut aktueller Datenlage nicht gegeben. Sondern ein ganz normales lineares Wachstum.“
      Auf die Idee, dass das an den getroffenen Maßnahmen liegen könnte, bist Du vermutlich noch nicht gekommen, oder?…

      • Auf die Idee, erstmal zu denken, bist du definitiv nicht gekommen und hast es nicht versucht. Den Effekt kannst du überall beobachten, egal wann, egal wie reagiert wurde.

        Nochmal für dich in klein, mit zunehmender Testung gehen Zahlen hoch, weil überhaupt etwas erkannt wird. Interessant sind alleine die aktiven Fälle, und die gehen runter, linear.

        Aktive Fälle sind die, die überhaupt zum erlesenen Kreis derer gehören, die getestet wurden. Es sind nicht die Tausende, die in Quarantäne waren oder sind.

        Da die sich nicht selbst infiziert haben, laufen draussen folgerichtig infizierte Menschen herum. Wenn nun aber die aktiven Fallzahlen linear nach unten gehen, dann weil sich das Virus offenkundig schlechter schlägt, als man ihm vorher zugestanden hat.

        Wir haben doch keinen Lockdown. Nur weil Gastro und Shopping dicht ist, blockiert man doch keine Infektionen. Es wird noch immer eingekauft, zur Arbeit und zum Arzt gegangen und es besuchen sich immer noch Leute privat.

        • Also ich weiß ja nicht, was Du so machst, aber in unserem Umfeld treffen sich keine Leute privat, es ist auch schlicht und ergreifend verboten. Ob man das jetzt „Lockdown“ nennt oder eben Ausgangsbeschränkungen, sie verringern soziale Interaktion definitiv signifikant.
          Und wenn Du glauben möchtest, dass das in jedem Land ohne irgendwelche Maßnahmen ausnahmslos exponentielle Wachstum von alleine linear geworden wäre, dann ist das wohl so.
          Ich bin froh, dass wir uns hier nicht auf dieses Experiment eingelassen haben. Und auch Länder wie Großbritannien, die ein solches Experiment wohl zunächst angedacht hatten, haben es sich mittlerweile glücklicherweise anders überlegt.

    • Du verwechselst Intubation mit Beatmungstherapie, Lars……..
      Ich kann auch ohne Beatmungstherapie intubiert sein und selbstständig atmen.
      Das eine längerdauernde Beatmungstherapie mit Überdruck (so gut wie alle Beatmungsverfahren bauen einen Überdruck auf) auch zu Problemen durch die Beatmung selbst führen kann, weiß man in der Intensivmedizin schon lange. Diese Beatmungsprobleme treten um so häufiger auf, je höher die Vorerkrankungen sind.
      Und genau daran „erinnern“ sich gerade viele „Ärzte“ wieder.
      Wir haben in Deutschland den Fehler gemacht, innerhalb kürzester Zeit die Kapazität an Intensivbetten um 50% zu steigern, und zusätzlich wurden Beatmungsgeräte in die Kliniken geschafft. Alles, ohne das notwendige Fachpersonal dafür zu haben.
      Inzwischen kapiert das die Mehrzahl der Ärzte und studierten PDLs auch. Nur die Politik möchte noch mehr Intensivbetten, noch mehr Beatmungsgeräte…….nur damit lässt sich das Märchen von der nie dagewesenen Krise auch halten.
      Bisher ist dieses Virus nicht gefährlicher wie eine „normale“ Grippe-Pandemie….. mit ähnlicher Infektionsrate und ähnlicher Mortalität.
      Der Zeitpunkt dieser angeblichen Krise könnte für die Politik nicht günstiger sein. Endlich eine glaubhafte Begründung für weitreichende Überwachungsmaßnahmen, die man sonst nicht durchgekriegt hätte.
      Wenn ich mir die Kommentare so anschaue, ist der Plan voll und ganz aufgegangen.

      • … vorallem, wie „sie“ uns vormachen, wie das etwas in Italien oder Spanien eskaliert wäre – ist doch brillant, oder? Ich weiss gar nicht, was du willst, „sie“ sind doch so clever, wer will denn von anderen regiert werden. OK, du hast es durchschaut, aber es hört ja kaum jemand auf dich.
        OK, Spaß beiseite: wenn es für dich nur Schwarz/Weiß gibt, dann kann man auf sowas kommen – dann kommt einen auch nicht nur ein Geisterfahrer entgegen, sondern hunderte…

        • Ja, und wie „sie“ so clever die Wirtschaft in eine seit 90 Jahren nicht gesehene Rezession stürzen, nur damit Google und Apple endlich so eine API bauen. Zum Glück aber gibt es Leute in Internetkommentaren, die so etwas durchschauen. Würden doch nur mehr Menschen auf sie hören!

          Spaß beiseite, wer jetzt immer noch nicht verstanden hat, warum SARS-CoV-2 wesentlich gefährlicher ist als eine Grippe, ist wirklich sehr weit entfernt von den Grundvoraussetzungen einer konstruktiven Diskussion dieser Pandemie.

  7. Tendenziell tummeln sich hier die Aluhüte, immer ziemlich witzig, wie die sich getriggert fühlen. Go ahead, make my day!

  8. Frag mich nur wie das über BT gehen soll? Verbindet sich dann jedes Phone mit jedem im 10m Umgebung? Dafür muss man ja dies akzeptieren oder übergeht man mit dieser App die eigene Macht über sein Phone? Naja ganz hat man ja eh nie die Macht drüber denn ausspioniert wird man auch wenn man kein iNet hat oder GPS ausgeschaltet oder auch das Ausspionieren abgestellt hat.
    Ich glaube es ist gut als PR kommunitiert, bringen wird es nix, außer den beiden Unternehmen um noch mehr Daten abzugreifen mit ach doch solch illustren Absichten. Die beiden Unternehmen stehen ja bekanntlich für Pest und Cholera, wollen wohl keine virale Konkurenz 😉

    • Apple hat das im Prinzip schon. Die iPhone Ortungsfunktion funktioniert seit längerem so, dass im Flugmodus andere aktive fremde Apple-Geräte registrieren, dass ein anderes Gerät in der Nähe ist. Das ist als Sicherung gedacht, falls der Dieb den Flugmodus einschaltet oder zufällig keine Netze vorhanden sind. Das soll dann zukünftig eben auch laufen, wenn das Telefon eingebucht ist.

      Neu ist nur, dass das bald OS Übergreifend funktionieren wird. Da brauchen die Geheimdienste in Zukunft keine Infrastruktur mehr, sie kriegen die Daten jetzt frei Haus.

      Was vorher aus den Netzen gefischt und sortiert werden musste, kommt dann gesammelt und aufbereitet zum Gesundheitsamt, wo man es einfach abgreift.

      • @ Lars cool dann verklage ich jetzt mal Apple weil „Flugmodus“ heißt nix darf funken!! Aber so wie du das beschreibst funkt da ja doch zumindes BT!! Naja kein wunder das die Boing´s abstürzen. Waren zuviel mit Apfelhandy an Board.

    • Martin Deger says:

      Das ganze funktioniert über die Beacon-Funktionalität von Bluetooth Low Energy. Du verbindest Dich natürlich nicht mit anderen Geräten.

      • Stimmt, irgendwie kommen die jetzt alle ans Tageslicht. Ist ja inzwischen schlimmer als bei Heise hier. Wenn man das so liest kann man doch nicht mehr für ein allgemeine Wahlrecht eintreten.

  9. Leute was ich hier so lese da zweifel ich doch schon am Verstand mancher..

    Erstmal lieber Herr Autor, Covid19 ist die Lungenkrankheit als solche die nicht übertragbar ist!! Wenn muß da stehen Sars-2 welche Covid19 auslösen kann!! nicht jeder infizierte mit SARS-2 bekommt eben auch Covid 19!! Aber das rafft ja kaum einer wird ja alles in einen topf geschmissen wie beim Obstsalat.

    Es braucht weder die Datensammler App noch die Trackapp unserer Rgierung. Noch braucht es eine Api in demBS!! Is dann nur wieder eine Schnittstelle für Hacker mehr!!

    Wenn jetzt irgendeiner mir mal Hib- und Stichfest beweisen kann, daß so app´s irgendwas nutzen, der soll kommen. Einfach Abstand einhalten, Wo dies nicht geht Mundschutz, dann aber nicht diese selbst genähten Soff Dinger oder die einfachen FFP2 Papierdinger, welche zwar direkt Tröpfchen verhindern aber die Viren nachweißlich trozdem durch kommen!

    Und wer glaubt, wenn die Api einmal da ist wird sie wieder raus genommen der irrt gewaltig. Mich persönlich kotzt dieses halbgare und ausgegohrene schnell Geschieße dermaßen an.

    Nur weil fast alle Regierungen nach dem Ausbruch versagt haben soll es jetzt eine App die auf ein nur bedingt verläßliches Medium (BT) setzt richten??

    Naja es haben bestimmt auch viele vorgestern den Osterhasen gesehen, die diesen Mist glauben. Ich kann durchaus länger als 15 min mit einem mit SARS-2 infizierten zusammen sitzen solang er nicht Husten oder niesen muss und ich das direkt einatme passiert mal garnix !! Aber die App würde dann Alarm schlagen.

    Also erstmal den Menschenverstand benutzen sich wirklich mit SARS 2 auseinandersetzen als so blöden App´s zu glauben.

    Ich für mein Teil mach da nicht mit. kommt die api zwangsweise auf mein Smartphone dann, bleibt es eben daheim oder es kommt in Flugmodus!!

    • > Ich für mein Teil mach da nicht mit. kommt die api zwangsweise auf mein Smartphone dann, bleibt es eben daheim oder es kommt in Flugmodus!!

      Das denkt man sich immer so. ..in der Praxis ist die Lösung für dieses „Problem“ keine technische: Man wird man einfach gemobbt, wenn man das Smartphone nicht dabei hat. Sei es über Farb- oder QR-Codes, die du im regulären Alltagsbetrieb vorzeigen musst, über Strafzahlungen oder Probeanrufe, etc.

      Es gibt keinen Patch gegen kulturellen Verfall.

      • @ Jannik mir hatte man meins nach 3 Wochen geklaut und ich hatte 4 Wochen garkeins. Hab es auch überlebt genau wie man kein FB oder Whatsapp

        • Im Moment geht das in Deutschland, ja.

          In Wuhan hast du am selben Tag noch ein neues oder du verhungerst, denn die lassen dich nicht in den Supermarkt. …und wenn du in Südkorea bei Quarantäneanordnung nicht morgens und abends zu den kontrollanrufen der Polizei mit Mobiltelefon zuhause sitzt und ran gehst kommen sie ganz pragmatisch bei dir vorbei. Und du fügst die Polizeistelle natürlich bei WhatsApp hinzu und reaktivierst alle 8 Stunden das Location-Sharing.

          Erzähl mal einem Uiguren er solle den Polizisten einfach sagen er habe kein Telefon. …was denkst du, was die mit dem machen? 😛

          Wenn es drauf ankommt wird den Menschen schon was einfallen um in dir ganz plötzlich das Bedürfnis nach einem neuen Telefon zu inspirieren.

    • Du bist einfach zu geil, danke für die Unterhaltung am Mittag.

  10. @caschy: wie wäre es mit einer Umfrage unter all euren Lesern, wie sinnvoll man die App findet bzw. welche Bedenken man dagegen hat.

    Wäre sehr interessant. Und ich würde wirklich die Daumen drücken, dass dort heraus kommt, dass die Mehrheit nicht (entgegen den Kommentaren hier) an Verfolgungswahn leidet oder einer der unzähligen Verschwörungstheorien aufsitzt…

    • Das ist eine gute Idee!

      Überall liest man z.B. von der Verschwörungstheorie, die App bleibe langfristig freiwillig. Einige Kommentatoren haben sich derart hineingesteigert in ihren Verfolgungswahn, die glauben covid-19 verfolgt sie und sie könnten sich nur durch die Aufgabe ihrer Freiheiten retten. 😉

      • Du glaubst also, dass man in Deutschland letzten Endes irgendwann rechtliche Konsequenzen fürchten muss, wenn man die App nicht nutzt?

        Soziale Ächtung in bestimmten Altersklassen und Milieus würde ich zwar nicht ausschließen, die ist nur natürlich, aber per Gesetz wird es sowas doch — bei uns! — nicht geben, bin ich überzeugt.

        • Naja, dein Wort in Gottes Ohr.

          Was ich mir auch noch vorstellen könnte ist, dass wir es am Ende so umsetzen wie die Impfpflicht, also so a la „Impfpflicht gibt es nicht, aber in die Schule kommst du nur mit Impfung und die wiederum ist Pflicht YOLO.“

          Also vielleicht verpflichtend für die ÖPNV Nutzung, sonst aber vollkommen freiwillig. ..und dann hast du halt alle.

          • Glaube ich nicht, allein schon, weil es immer noch genügend Leute gibt, die weder ein Android- noch ein iOS-Gerät nutzen. Denk mal an die Leute ab 70, die auf den Zug nicht mehr aufgesprungen sind. Und gerade die sind in Ballungsgebieten auf Öffis angewiesen.

            Also wie ich es drehe und wende: Ohne eine gehörige Portion Phantasie sehe ich da kein Problem 😉

            Und zum Thema Impfpflicht: In meinen Augen handelt man höchst asozial, wenn man sein Kind nicht impfen lässt. Ist ethisch für mich dasselbe als aktuell der Kassiererin absichtlich ins Gesicht zu husten. Aber wahrscheinlich sagst du jetzt, dass impfen für Kinder nicht wichtig ist. Am Ende geht es darauf zurück, wie sehr man anderen Leuten vertraut. Ich vertraue z.B. der wissenschaftlichen Mehrheitsmeinung, egal ob Klima, Impfen oder homöopathische Arznei…

            • > Aber wahrscheinlich sagst du jetzt, dass impfen für Kinder nicht wichtig ist.

              Oookay 😀

              Ich hab das Beispiel genutzt, weil es systematisch vergleichbar ist: Etwas das in Deutschland nicht verpflichtend gestaltbar war wurde einfach über den Betreuungs- & Bildungshebel „hintenrum“ doch noch verpflichtend gestaltet.

              Dieses Problem kann man sehen vollkommen unabhängig davon wie man über Impfungen, Klima oder Homöopathie denkt. … Oder was dir noch alles einfällt. 😀

        • Nicht nötig, anfangs musst man die App noch installieren, später genügt ein Google/ Apple Gerät mitzuführen.
          Per Gesetz kommt erstmal nichts, eine Überwachung findet nicht statt!

          • Ja, ok, dann ist es immer noch freiwillig, du musst ja kein Google-/Apple-Gerät mitführen. Wenn eine solche Änderung im OS seitens Google/Apple rechtens ist
            gemäß GDPR etc. (wovon ich ausgehe), gibt es also kein Problem.

      • > Überall liest man z.B. von der Verschwörungstheorie, die App bleibe langfristig freiwillig.

        Und wer bindet dir morgens die Schuhe zu?

  11. was ich an der Sache nicht verstehe: wie bringt Google diese „Schnittstelle“ auf die Handys? Wenn das nicht über den Playstore geht, bekommen doch (gefühlte) 90% der Handys diese Funktion doch eh nicht zu Gesicht, weil es für die Geräte keine Updates gibt. Warum sollten Hersteller jahrelang keine Sicherheitsupdates ausrollen aber jetzt plötzlich ein „Systemupdate“?

  12. Also ab 1.Mai taugen Apple und Google Systeme nicht mehr als mobile Systeme, zumindest nicht mehr, wenn man nicht auf Überwachung steht.
    Gut zu wissen, mein neues Panasonic Handy -ohne mobile Datenverbindung- ist bestellt!

    • Dein 1. Satz ist größtmöglicher Schwachsinn.

      Es geht um eine neue API, die es einer App (die entsprechend von Google/Apple dazu befähigt wird) erlaubt, auf eine einheitliche Implementierung der seit kurzem überall besprochenen Idee des Contact Tracking über BTLE zuzugreifen. Es hat aber bereits jetzt schon jeder (!!) Entwickler die Möglichkeit, das ganze auf Basis bereits vorhandener BTLE-APIs selbst umzusetzen.

      Generell: Entweder man vertraut Google/Apple sowie den Herstellern der Apps, die man nutzt, oder man lässt es bleiben. Aber mit der Einführung dieser neuen API ändert sich an der Vertrauenswürdigkeit der Akteure gar nichts.

    • Nur weil Google und Apple eine Schnittstelle (API) in ihre Systeme integrieren wollen, die es einer freiwillig zu installierenden App ermöglichen standardisiert Daten auszutauschen, sind sie ja nicht mehr oder weniger integer als bisher. Die API ist Mittel zum Zweck. Das Tracking oder Tracing besorgt die App die dann auch dafür sorgt das die erhobenen Daten wo und wie auch immer verarbeitet werden. Genau da liegt dann der Kern des Problems. Die Tracking- oder Tracing-App soll einer Regierung oder einer ihr sehr nahestehenden Organisation die Daten zur weiteren Verarbeitung übermitteln. Die Datenverarbeitung in der aktuellen Krisensituation soll mit der Lockerung der teilweise jetzt schon unverhältnismäßigen und zeitlich unbegrenzten Maßnahmen schmackhaft gemacht werden. Damit ist für mich der Zeitpunkt erreicht das Ganze kritisch oder gar ablehnend zu bewerten.

  13. Dein 1. Satz, bullshit, war ja klar!

    Der 2. Absatz absolut richtig, hab nichts gegenteiliges behauptet!

    Absatz 3. Das ist der Punkt, Du musst Apple oder Google -Reihenfolge irrelevant- vertrauen, ich tue es nicht! Deswegen, ab Mai 20 ohne Google oder Apple Gerät unterwegs! Sicher ist sicher! Gut, es bleibt noch der Provider, hoffe das Opt-Out beim Provider wird noch respektiert… :/

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