Corona-Warn-App soll auch auf iPhones nicht fehlerfrei arbeiten

Schaut man in die Nachrichten, dann könnte man meinen, dass die Corona-Warn-App für manche Menschen echt bisher nicht ganz so nützlich war. Wir erinnern uns: Die BILD veröffentlichte einen Bericht, dass die Corona-Warn-App auf Android-Smartphones mancher Hersteller im Hintergrund abgewürgt wurde, dementsprechend im Kontaktfall keine Benachrichtigung senden würde. Das Gesundheitsministerium teilte auf Nachfrage mit, dass das Problem seit längerem bekannt sei und auch in der FAQ der App erwähnt ist. Dort hätten Nutzer etwas zur Hintergrundaktualisierung erfahren.

Nun ein neuer Bericht, dieses Mal von der tagesschau.de zum Thema iPhones und somit iOS. Auch hier soll es zu Problemen gekommen sein und noch immer kommen. Nutzer wurden teilweise über Wochen nicht über die App informiert, ob sie Kontakt zu Infizierten hatten oder nicht.

SAP, die die App zusammen mit der Deutschen Telekom entwickelt haben, räumte den Fehler wohl ein, so der Bericht von tagesschau.de. Der Fehler soll bei Apple liegen. „Das Problem, das wir haben, ist, dass die Hintergrundaktualisierung vom Betriebssystem offenbar nicht aufgerufen wird„, so Thomas Klingbeil, Software-Architekt der Corona-Warn-App bei SAP.

Normalerweise werden die Daten in der Corona-Warn-App alle 24 Stunden aktualisiert. Wann genau steht unter dem Punkt „Risikoermittlung“ auf der Startseite der App. Pro Tag sollen bis zu 14 Datensätze abgerufen werden – einer für jeden der letzten 14 Tage. „Wenn die App in den letzten zwei Wochen dauerhaft aktiv war, sollten Sie in der Regel 13 oder 14 Überprüfungen in den letzten 24 Stunden sehen„. Tut es bei vielen aber eben wohl nicht:

Laut Bericht hat Apple den Fehler bestätigt. Nach bisherigen Erkenntnissen befinde sich im Betriebssystem iOS ein Fehler. Dort ist ein Scheduler am Werk, der dafür sorgt, dass die Corona-Warn-App im Hintergrund die Daten einmal täglich vom Server holt.

Wir sind vollkommen auf ein regelmäßiges Funktionieren des Schedulers angewiesen„, so Peter Lorenz, Chefentwickler der Deutschen Telekom gegenüber tagesschau.de. Der Sheduler habe wohl ab und an einen Schluckauf, sodass er bei manchen Nutzern nicht funktioniere.

Das Problem haben die Entwickler der Corona-Warn-App laut Bericht „vor einer Woche“ bemerkt. Auch in der Schweiz, Österreich und Italien hätten die Programmierer der dortigen Corona-Apps Probleme festgestellt. Offensichtlich wurde das Ganze, nachdem man sich nach den Berichten über die Android-Probleme die iOS-Variante genauer anschaute. Bis zum Anfang nächster Woche solle es mindestens eine vorübergehende Lösung geben.

Sowohl bei den Android-Smartphones als auch bei den iPhones würden jedoch auch ohne die Hintergrundaktualisierung anonyme Codes mit anderen Smartphones ausgetauscht, so die Aussage der Entwickler. Allerdings wird ein Nutzer bei fehlender Hintergrundaktualisierung nur dann über ein Ansteckungsrisiko informiert, wenn er die App aktiv öffnet.

So oder so: Das ist richtig schlecht für die Menschen, das Projekt und Wasser auf die Mühlen von Schwurblern, „Ich habs ja immer gesagt!“ und „Na ist doch wahr!“.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

65 Kommentare

  1. Jürgen Krinitz says:

    offenbar waren die xx Millionenl zu knapp bemessen um die App mal mit den gängigsten Smartphones (iPhone, Samsung, Huawei etc.) zu testen. Aber das war wohl bei dem Spottpreis für Entwicklung und Hosting auch zu viel erwartet …

    Evtl. hätte Hr. Spahn die Verantwortung für diese Software an seine Kollegin Klöckner abgeben sollen. In deren Ministerium ist ja die Zuständigkeit für Bananen angesiedelt

    • Dafür gibt es eine Hotline die, ich glaube 3 Mio. im Monat kostet. Ich weiß allerdings nicht ob diese fehlerfrei funktioniert. 🙂

    • Es hat ein paar Millionen Installationen und einen Monat gebraucht, bis der Fehler im Scheduler aufgefallen ist. iOS 13.5 ist seit 2 Monaten auf dem Markt mit noch viel mehr Hintergrundapps.

      Und du bist der Meinung, dass man das mit wie guten Tests auch immer vorab finden kann?

    • Aber du hast die Kernaussage des Textes schon gelesen oder? Der Fehler liegt bei Apple und kann auch nur durch ein iOS Update behoben werden.

      • Thomas Müller says:

        Scheinbar hast Du den Text nicht genau gelesen, der Fehler liegt in der App und nicht im IOS.

        • Ich zitiere die entsprechende Stelle mal: „Nach bisherigen Erkenntnissen befinde sich im Betriebssystem iOS ein Fehler.“

          Wer im Steinhaus sitzt, sollte nicht mit Gläsern werfen…

        • BenBoogie says:

          „Laut Bericht hat Apple den Fehler bestätigt. Nach bisherigen Erkenntnissen befinde sich im Betriebssystem iOS ein Fehler.“

          @Thomas
          Wer lesen kann ist klar im Vorteil 😉

          • Thomas Müller says:

            Informiert Euch einfach besser und quatscht nicht jeden Unsinn nach. Im GitHub Repository sind die Hintergründe ganz genau erklärt. Der Fehler war seit Veröffentlichung der App bekannt und dokumentiert. Behoben wurde er nicht weil die Kommunikation SAP mit dem RKI so lange gedauert hat.

            Was hier im Artikel steht ist falsch und wird auch nicht durch mehrmaliges Nachplappern richtig.

    • Hätte Caschy das Wort „Schwurbler“ noch erklären sollen? Danke jedenfalls für dieses Lehrbeispiel aus der Praxis.

      Aber die Frage, die ich mir Stelle: Was haben Bananen damit zu tun, wenn es hier um einen angebissenen Apfel geht?

  2. Wolfgang D. says:

    Wie auch von euch schon geschrieben, der Kampf mit dem restriktiven Energiesparen im OS beider Hersteller ist nicht neu. Von daher ist diese Meldung erwartbar gewesen.

    Und auch dass die Schnittstellen für eine COV App so schnell eingebaut wurden wegen der zusätzlichen Chance zum Datenabgreifen: https://www.zdf.de/nachrichten/digitales/corona-app-google-play-datenschutz-102.html gilt für Apple sicher genauso (Daten müssen über die Herstellerschnittstelle laufen), nur ist bei IOS ein Sammeln nicht leicht nachvollziehbar.

    • Hier handelt es sich um einen Bug im Scheduler/Daemon, der nichts mit Energiesparmechanismen zu tun hat. Ein „Kampf“ mit diesen findet in iOS nicht statt. Aber klar, ein Nichtnutzer und Troll kann außer Plattitüden nicht viel mehr liefern.

      Stümperhaft ist auch die Schlussfolgerung der Presse, dass das Datensammeln von Google irgendwie näher mit der Corona-App oder -API zu tun hat. Mehr als Pauschalaussagen sind hier nicht zu finden.
      https://www.irishlegal.com/article/privacy-concerns-raised-over-contact-tracing-app-on-android-phones

      Lustig ist auch deine Schlussfolgerung „gilt für Apple sicher genauso“, wenn sowohl die API als auch die App ausreichend dokumentiert ist.

      • Dirk der allerechte says:

        Hätte nie gedacht dass ich Kalle mal zustimmen würde )) Der Prozess/Deamon um den es sich hier handelt wird wahrscheinlich so wie es aussieht auch apple seitig im Forum breitgetreten vermutlich von einer anderen populären App „Telegram“ auslöst und somit für die CWA gesperrt. Allerdings gibt es ja auch einen Workaround für und er bedeutet einfach neu starten bis es dann wieder auftritt…… Das ist auch der Grund warum nicht alle iOS Geräte betroffen sind

      • Wolfgang D. says:

        Ach iKalle, ein einfaches „Du hältst es falsch“ hätte genügt, und „Nichtnutzer“: was soll der Unfug denn bitte, das Dissen ging dir auch schon mal leichter von der Hand. Und ich hab nicht mal was gegen die Überwachungs-App geschrieben. Schönes Wochenende, dennoch.

      • Doch, gerade bei iOS findet ein Kampf statt, wenn es ums Energiesparen geht. Da ist es noch schlimmer als bei Huawei & Co., denn bei iOS kann man das nicht deaktivieren. Bei iOS dürfen ausschließlich Navi- und VoIP-Apps im Hintergrund wirklich weiterlaufen, alles andere wird gekillt.

        • > Bei iOS dürfen ausschließlich Navi- und VoIP-Apps im Hintergrund wirklich weiterlaufen

          Was du noch vergessen hast: Audio, Video (Bild in Bild), AirPlay, Kommunikation mit externem Zubehör (Lightning, Bluetooth, usw) und Background fetch (Downloads in vom Dev festgelegten Intervallen). Damit hat man das wichtigste abgedeckt. Apps, die diese optimierten APIs benutzen laufen immer im Hintergrund weiter. Wenn sie nicht laufen, dann werden sie im Hintergrund gestartet.

          Zusätzlich können Apps komplett eigenen Code im Hintergrund ausführen:
          https://developer.apple.com/documentation/backgroundtasks/bgprocessingtask
          Darüber wacht aber der CPU Monitor. Wenn eine App im Hintergrund zu viele Cycles verbraucht, dann wird sie nach 10 Minuten gekillt. Offensichtlich, um zu verhindern, dass die App(s) im Hintergrund die Batterie leer nuckeln. Wenn das Gerät am Strom hängt, dann greift der CPU Monitor nicht ein.

  3. Tja… ich hatte ja seinerzeit die These aufgestellt das es Monate dauern wird bis die gröbsten Kinderkrankheiten beseitigt sind. Egal…

    Ist der Akkuverbrauch des Health Covid-19 Kontaktprokolls eigentlich mittlerweile in annehmbaren Größenordnungen?

  4. Für mich wieder einmal viel Lärm um nichts. Wenn die Hersteller aggressive Akkuspartechniken in ihre Geräte einbauen, dann können die App Programmierer eigentlich fast nichts dagegen tun, außer ein Tutorial für jedes Gerät bereitzustellen, wie man dies deaktivieren kann. Mit diesen Problem steht die Corona App auch nicht alleine da. Man muß nur mal die Foren durchsuchen auf WhatsApp, Threema etc. Nachrichten kommen nicht an usw.. In der breiten unwissenden Öffentlichkeit steht nun aber, dass die Warn App falsch programmiert wurde.

    • Man hätte ja auch schreiben können: Bug in iOS verhindert schnelle Risiko-Ermittlung in der Corona Warn App.

    • Ist sie ja auch, zumindest auf Android. Hier gehört eine Erkennung mit Anleitung und links zu den betroffenen Einstellungen. Sowas bieten ein Mann Developer ja schon an und die Software würde für Millionen gebastelt. Das ist schlichtweg schlechte Umsetzung und schlechter Software Test.

      • Das sehe ich anders. Selbst die Smartphone Hersteller bekommen es teilweise durch ihre Energiespartechnik nicht auf die Reihe, dass ihre eigenen Gadget ordentlich laufen. Ich hatte eine zeitlang z.B. Probleme, dass die Benachrichtigungen von meinem Xiaomi Smartphone nicht auf meiner Xiaomi Uhr angezeigt werden, obwohl ich die in der Uhr App empfohlenen Parameter auf dem Smartphone einstellte. Es klappte einfach nicht. Momentan funktioniert dies zwar wieder, dafür werden auf dem Handy die Gmails nicht ordentlich synchronisiert, nur sporadisch – meist nur, wenn man die App öffnet. Daher ist es für mich nicht verwunderlich, dass auch die Corona Warn App nicht gleich gut auf allen Smartphones 100% läuft. Jetzt wird aber aus meiner Sicht die falsche Sau durch das Dorf getrieben. Vielmehr haben die Hersteller durch ihre, meist sinnlosen, eigenen Energiespartechniken Schuld. Vielleicht sollte man in der App erstmal darauf hinweisen, dass man diese mindestens einmal am Tag öffnet, um einen Datenabgleich manuell zu starten zu lassen.

  5. War mir klar die Telekomiker und SAP. Seit ja beide bekannz für „ganz tolle“ Software. Also viele Apps haben bei der Inst gleich die Berechtigung zum „Keine Hintergrundbeschränkungen“ auf meinem Mi 9T angefordert.

    Bei laufen Telegramm Web.de, Fahrplaner Regenradar usw. ohne Probleme. Während eben Google Uhr. z.B von Hand auf k.H. gestellt werden muß sost klingelt der Wecker am nächsten morgen eben nicht.

    Dieses manuelle entfernen aus der MIUI Energieverwaltung funktioniert bei mir auf Xiaomi Mi9T (MIUI12) ohne Probleme.
    Auch beim Tab S5e hab ich dahingehend keine Schwierigkeiten. Das ehmalige Mate 10 pro von Hauwei von meiner Freundin, hatte da mehr Probleme , weil da ein manuelles Umstellen bei vielen App´s nix gebracht hat und trozdem gekillt wurden.

    Vielleicht hätten die entwickler bei den Kollegen de, die Web.de App gemacht haben mal fragen sollen. Denn da ist mir weder auf einem LG G4 HTC U11 Nokia 7plus oder jetzt Mi9T eine E-Mail durch die Lappen gegangen. Einzig eben drauf achten, daß die app ohne Beschränkungen arbeiten darf.

    Was mir aber aufgefallen ist, ab und zu nach gucken, weil hin und weder wird die Einstellung durch ein App update zurückgesetzt und da gibt´s leider null Warnungen.

    • > Seit ja beide bekannz für „ganz tolle“ Software. (sic!)

      Ganz richtig. Seit langem #1 in ERP und eingesetzt von Alphabet/Google, Amazon, Apple, AT&T, Berkshire Hathaway, Chevron, Exxon, Ford, GM, Walmart, usw. Läuft super, der Laden.

      > ab und zu nach gucken, weil hin und weder wird die Einstellung durch ein App update zurückgesetzt und da gibt´s leider null Warnungen.

      Android, wenn dein Smartphone dein Hobby ist.

    • Genau. Weil irgendjemand die App installiert hätte, wenn die frech die Aufhebung der Hintergrundbeschränkung gefordert hätte.

      Und wer kann schon ahnen, dass eine App, die einmal in 24 Stunden sich mit einem Server verbindet als energiefressend eingestuft wird.

    • Besser den Artikel richtig lesen anstatt soviel Zeit in den Post stecken: Ursache ist ein Bug im iOS Scheduler, der sogar von Apple bereits bestätigt wurde und vermutlich bald behoben sein wird.

    • > War mir klar die Telekomiker und SAP.

      Was genau an „Nach bisherigen Erkenntnissen befinde sich im Betriebssystem iOS ein Fehler.“ hast du nicht verstanden?

  6. Vom Android Totalversagen ablenken und den Finger auf die kleine Apple Wunde legen . Tragt ne Maske haltet Abstand und bleibt gesund.
    Alles andere füttert nur die Trolle…

    • Balthazar says:

      Der User hätte auch vor Wochen in den Energieeinstellungen die App aus den Restriktionen der Energiesparverwaltung nehmen können. Wenn es mal funktioniert.
      Bekomme oft antworten bei Threema, dass sie erst eine Benachrichtigung über neue Nachrichten bekommen haben, nach dem Öffnen der App.

      Die einzigen Totalversager sind Samsung und Huawei, die trotz 4000er Akkus das Energiemanagement nicht auf die Kette bekommen.

      • Wolfgang D. says:

        @Balthazar „Die einzigen Totalversager sind Samsung und Huawei“

        Nicht nur die beiden, seit Android 10 ist es überall echt krass geworden. Wozu stecken 12GB RAM samt 256GB Festspeicher im GN10+, wenn die nicht genutzt werden. Wenigstens kann man etwas „von Hand“ dagegen tun, auch wenn das nicht immer greift – besser als sich mit dem „Retry Reboot Reinstall“ Pseudo-Support von Apple herumzuärgern, ist das allemal. Ist zwar mit dem Energiemanagement bei IOS besser geworden, über die Versionen, aber im Zweifel kann man eben nichts selber tun.

    • Der Fehler liegt nicht in Android, sondern in den Modifikationen, die einige Hersteller da dran vornehmen.

  7. Viel Wind um nichts. Einfach einmal am Tag die App öffnen. Falls der letze Abruf der Daten vom Server über 24 Stunden her ist (die Hintergrundaktualisierung also versagt hat), wird das dann sofort nachgeholt.
    Ja, es ist ärgerlich, dass das iOS hier einen Fehler hat, keine Frage. Es ist aber zielführender, diesen ganz einfachen Lösungshinweis zu nennen, als sich aufzuregen.

  8. Das Corona-Virus und die damit einhergehende Pandemie wirken wie ein Brennglas mit dem viele Schwachstellen aufgedeckt werden. Nach den Schwächen im Gesundheitssystem hat es jetzt eben die Softwareentwickler und Handyhersteller erwischt. Es liegen eben keine Erfahrungswerte vor, wie man mit einem solchen Ereignis umgeht.

    Technische Lösungen zur Nachverfolgung von Infektionsketten wurden durch die Fehlfunktionen diskreditiert. Jene, die von Anfang an auf Risiken hingewiesen haben, werden als „Schwurbler“ bezeichnet. Danke für ein derartig herabwürdigendes Verhalten, des Betreibers eines bislang recht soliden Blogs.

    • Die Probleme, die es jetzt tatsächlich gibt, sind aber eben auch andere als die, vor denen die „Schwurbler“ vorher „gewarnt“ hatten.

      • Abwarten welche Fehler vor denen die „Schwurbler“ gewarnt haben noch auftreten. Gutes Beispiel wäre da die Verwendung von Besucherlisten im Gastrobereich durch die Strafverfolgungsbehörden. Das wurde ja anfangs vehement bestritten und jetzt ist es angeblich gesetzeskonform.

      • Wolfgang D. says:

        @Ole Wels „andere als die, vor denen die „Schwurbler“ vorher „gewarnt“ hatten“

        Der Einstieg in die Gewöhnung an Totalüberwachung gehört nicht in Anführungszeichen, und die Herabsetzung der Warner davor genauso wenig. Ist aber hier tatsächlich nicht Thema, wie du ja schreibst.

        • Die Auseinandersetzung mit der realen Gefahr eines potenziell tödlichen Virus und der möglichen Lösungen ist es dirchaus angemessen, die nicht-realen Konstruktionen wie „Einstieg in die Toalüberwachung“ in Anführungszeichen zu setzen – ist einfach eine Frage der Priorität. Und hier geht es darum, ein reales potenzielles Problem zu lösen…

        • Da die App anonym läuft und keine Nachvollziehbarkeit hat, muß gewarnt in „“ gesetzt werden, da es sonst eine Falschaussage ist.

  9. Onkel Wanja says:

    Seltsam, das niemand den Fehler entdeckt hat, wo doch der Code quelloffen und transparent ist. Als nächstes erzählen sie dann, das die Lösung so nicht richtig funktioniert und eine zentrale Lösung, wie am Anfang gefordert, sinnvoller wäre. Schlussendlich lässt sich aber sagen, das die App wirkungslos war/ist. Also sind sämtliche Publikationen die bis jetzt über den positiven Nutzen der App getroffen wurden einfach nur Weißsagungen, aber Glauben versetzt eben Berge. Sehr peinlich was uns da für 20 Millionen Euro geboten wird. Wie auch immer, Corona breitet sich bei uns auch ohne App nicht großartig aus. Das ganze Theater zeigt aber das Seife wirkungsvoller ist als eine App. Vielleicht ist es sinnvoller den 27% unserer Mitbürger, die sich nach einem Toilettengang nicht die Hände waschen, grundlegende Hygieneregeln zu vermitteln, zig Millionen für fehlerhafte Software auszugeben.

  10. Bei wütenden Oberlehrern in den Kommentaren schlägt der Dunning-Kruger Effekt zu.
    Ansonsten hatte ich im persönlichen Umfeld schon 3 Personen mit Warnhinweis aus der App, einer war nach dem Test tatsächlich positiv und hatte keine Ahnung davon. Wäre ohne App nicht aufgefallen, diese Infektionskette wurde durchbrochen, die am Ende vielleicht sonst ein Menschenleben gekostet hätte. Das war also jede Mühe wert, da können die Schlaumeier Nerds ohne people skills noch so sehr in Kommentaren unter Artikeln schimpfen und toben.

    • Onkel Wanja says:

      Geschichten aus dem Paulanergarten, gell.

    • Wolfgang D. says:

      @Eric „Bei wütenden Oberlehrern in den Kommentaren schlägt der Dunning-Kruger Effekt zu“

      Ist das der politisch korrekte Ersatz für den früheren „Volksschädling“, „Made“, „Schaben“ Vergleich? Und outest dich gleich noch mit als Opfer des genannten Effekts (den ich erstmal googeln musste)? Sehr schön.

      Caschy sollte wirklich besser die Kommentarspalte bei allen Sachen, die mit diesem Thema zu tun haben, schließen.

  11. Wir waren letztens in einem Biergarten und ich hab Mal nach der uuid 0xfd6f gesucht.
    Bei geschätzten 60 Personen im Umkreis von etwa 30 Metern wurde die ID 26 Mal gefunden. Ich war erstaunt über die Menge und scheinbar läuft zumindest das Senden bei vielen.
    Gab mir irgendwie ein gutes Gefühl, ich hätte mir weniger gerechnet.
    Der uuid Scanner scheint mir zuverlässig, wenn ich weiß wie viele Geräte die App installiert haben und in Reichweite sind (Zuhause zum Beispiel) stimmt die Anzahl der IDs immer.
    Wenn mir die Warnapp bei gelegentlichem öffnen dann die Benachrichtigung schickt, ist es immernoch besser als gar keine Nachricht weil nicht installiert.

  12. Abracadabra says:

    Ich hatte die App seit ihrem Erscheinen installiert. Aber wenn sie sowieso nicht funktioniert, kann ich es auch lassen. Es ist ähnlich der KATWARN-App. Wenn eine Katastrophe passiert, werde ich es schon selbst merken. Dazu benötige ich keine App.

  13. Die Nutzer der App, egal mit welchem Handy, arbeiten auch nicht fehlerfrei:
    „Gesichert ist, dass die Anzeige solcher Warnungen funktioniert und dass bisher mindestens 513 TeleTANs von der zuständigen Hotline vergeben wurden. Was bedeutet, dass mindestens 513 Personen gegenüber der App eine positive Infektion hätten melden können. Wie viele das genau getan haben, ist nicht bekannt, da es sich dabei um eine freiwillige Entscheidung jedes einzelnen Nutzers handelt. Beobachter der Diagnose-Schlüssel auf den Servern der App und der Daten des RKI gehen davon aus, dass zwischen 4 und 6 Prozent der als positiv getesteten Personen dies anschließend der App mitgeteilt haben.“ (Quelle Heise.de)

    Die Corona Warn App ist ungefähr so effektiv wie einen Rosenkranz in der Hand zu halten. Aber hierzulande hat man ja auch die Physik schon lange überwunden und hält nanomilimeter große Viren mit milimetergroßen Lochmasken auf.

    Corona desmaskiert vor allem eines, die globale Bildung.

Schreibe einen Kommentar zu Alex E. Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bevor du deinen Kommentar abschickst:
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.